Hallo zusammen
Hier eine allgemeine Frage zum Planktonmikroskopieren auf dem Inversmikroskop
Beim Leitz Labovert gibt es beide Arten von Objektiven: Bei einigen darf der Gefässboden nur 0.17mm dick sein, z.B. beim E FL 32/0.40 Phaco1. Es gibt andere, wie z.B. das NPL Fluotar L 25/0.35 Phaco1, das ist auf 1.10mm korrigiert. Das wäre dann wohl die dicke des Objektträgers.
Gibt es Gefässe, wie z.B. Petrischalen oder Zylindergläser mit 1.10mm dickem Boden?
Ich habe unter dem Kondensor bis zu 95mm Platz für ein Zylinderglas.
Herzliche Grüsse von
Jürg Brechbühl
Hallo Jürg,
Hier ein Beispiel: http://www.duran-group.com/de/produkte-loesungen/laborglas/produkte/glaeser-fuer-die-mikrobiologie/petrischalen.html
Gruss Arnold
Hi Juerg, again home made solutions for us, we glue perspex tubes (or DIY drainpipes, whatever) on a glass bottom plate. We had a supply of square large projector slides (Diarahmen? ca 7x7cm) with standardized thickness of 1mm that we use for zooplanktonstudies. Fotorahmen probably will do as well. Nevertheless, nowadays we solely use 50mm square 0.17mm coverslips for the zooplankton chmabers, as the image quality is so much better.
For your LWD objectives, plastic disposable petridishes will do fine!
HTH, René
Hallo Jürg,
meiner einer verwendet eine Fassung, in der ein 32mm° Deckglas eingeschraubt wird. Das Ganze wird dann in die Öffnung eies entsprechenden Halters eingelegt. Funktioniert prima!
Grüße
Wolfgang
Hallo Arnold
Danke für den Link
Hallo René
Thank you for the manufacturing instructions. I actually do have glass covers from an old slide collection and kept wondering to what purpose I still store them. Therefore now I know the purpose.
Hallo Wolfgang
Danke für die Bilder. Leider verstehe ich noch nicht ganz wie das funktioniert. Wo kann man solche Fassungen kaufen? Wie muss man das Glas einlegen?
Herzliche Grüsse
Jürg Brechbühl
Hallo Jürg, ich will mal versuchen eine maßhaltige Zeichnung anzufertigen und einzustellen. Vielleicht wollen sich ja auch noch Andere so etwas bauen. Zu Zeiten des 3D-Druckers sollte so etwas eigenlich kein Problem mehr sein.
Grüße
Wolfgang
Hallo, Jürg.
Ich habe für mein ZEISS Invers Säulenverbundkammern, wie sie auch von Profis für die Planktologie benutzt werden. Glasdurchmesser ist 25 mm.
Schönen Abend noch.
Holger
Ja Holger!
Genau das mein ich; funktioniert prima.
hier der Versuch, eine Zeichnung einzustellen:
Hallo,
Entschuldigung, dass ich diesen alten Thread wiederbelebe, aber ich habe eine Frage an Wolfgang/Liftboy. Kann man in eurer Kammer auch dickere Bodengläser als Deckgläser verwenden? Mein Labovert hat NPL Fluotar L 25 und NPL Fluotar L 40 Korr., und beide benötigen 0,6 bis 1,6 mm dicke Bodengläser. Leitz hat Objektivdeckel für diese beiden Objektive hergestellt, um die Verwendung von Deckglas-dicken Gläsern ohne Auflösungsverlust zu ermöglichen, aber ich konnte diese Deckel nirgends finden :-(
Viele Grüße, Riku
just get the cheapest achromats with normal coverslips, gives a better image than the lwd objectives.
Hallo Riku,
so eine Kammer sollte sich leicht mit einem 3D-Drucker herstellen lassen. Es gibt natürlich auch dickere Deckgläser im Handel, aber da würde ich zu meinem Optiker gehen, der macht welche (meiner hat es jedenfalls gemacht).
Grüße
Wolfgang
Zitat von: Rene in März 13, 2026, 10:00:06 VORMITTAGjust get the cheapest achromats with normal coverslips, gives a better image than the lwd objectives.
Zitat von: Rene in März 13, 2026, 10:00:06 VORMITTAGjust get the cheapest achromats with normal coverslips, gives a better image than the lwd objectives.
Nun ja ... das ist keine wirkliche Option, da die beiden Objektive DIC-kompatibel sind. Nur wenige Objektive unterstützen DIC am Labovert, daher möchte ich sie natürlich nicht austauschen. Das L 40x bietet außerdem Phasenkontrast, und ich überlege, mir auch eine Version des L25x mit Phasenkontrast zuzulegen.
Zitat von: liftboy in März 13, 2026, 10:07:44 VORMITTAGHallo Riku,
so eine Kammer sollte sich leicht mit einem 3D-Drucker herstellen lassen. Es gibt natürlich auch dickere Deckgläser im Handel, aber da würde ich zu meinem Optiker gehen, der macht welche (meiner hat es jedenfalls gemacht).
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Okay, danke für den Tipp. Kennst du jemanden, der die Kammer per 3D-Druck herstellen könnte?
Regards, Riku
Hallo Riku,
Für die beiden genannten Objektive eignen sich Petrischalen guter Qualität aus Glas. Da stimmt die Dicke des Bodens. Ich verwende welche mit 60 mm Durchmesser.
Viele Grüße
Alexander
Hallo Alexander,
noch ein super Tipp, vielen Dank! Hättest du vielleicht einen Link, wo man die kaufen kann?
Die Petrischalen sind für meine Zwecke sehr nützlich! Ich brauche aber auch die passenden Ötermohl-Kammern mit der 0,6-mm-Bodenschicht. Der Grund dafür sind die Anforderungen und Vorschriften für die Phytoplanktonzählung (bei professioneller Durchführung).
Viele Grüße, Riku
Hallo Riku,
wenn´s denn professionell werden soll, bleibt nichts anderes, als ein zertifiziertes Produkt zu kaufen; z.B. hier (https://aquaticresearchshop.com/product/utermohl-phytoplankton-sedimentation-chambers/), der Preis hat mich umgehauen!
Der Mann hieß übrigens Utermöhl.
Hallo Jürgen,
Ja, das stimmt. Ich besitze bereits fast alle benötigten Geräte, bis auf die Folsom-Probenteil-/Unterprobenmaschine.
Tatsächlich habe ich vor wenigen Minuten von einem der Hersteller dieser offiziellen Planktonzählkammern (vom Typ Üttermohl) die Information erhalten, dass die Verwendung von dickerem Bodenglas möglich sein sollte.
Jetzt muss ich nur noch runde Deckgläser mit passendem Durchmesser und einer Dicke zwischen 0,6 mm und 1,6 mm finden. Das scheint nicht einfach zu sein.
Viele Grüße, Riku
Zitat von: Rorschach in März 13, 2026, 10:23:46 VORMITTAGKennst du jemanden, der die Kammer per 3D-Druck herstellen könnte?
Hallo Riku,
Peter Lehmann ("peter_le") hat mir vor kurzem flache "Petrischalen" oder besser kleine Badewannen, in die man unten ein Deckglas einkleben kann, gedruckt.
Das war eine Maßanfertigung damit man bei höheren Aperturen auch einen Kondensor eindippen kann und gleichzeitig an der "Badewannenwand" noch maximale Bewegungsfreiheit hat um das Präparat mit dem Kreutztisch zu verschieben. (Also die Steigung der Wände angepasst)
So einen Kammerboden bekommt er bestimmt mit links hin.
Schreib ihn mal an.
Du brauchst aber auch einen guten (Silikon!) Kleber damit das dauerhaft dicht bleibt.
LG Holger
P.s.: Welches inverse Mikroskop nutzt du eigentlich?
Hallo,
Holger, vielen Dank für die Blumen!
Ich biete auch an, das Deckgläschen mit Epoxidharz festzukleben. Holger und ich wussten aber nicht inwiefern das toxisch ist für Wasserorganismen. Holger züchtet ja auch "Schwimmgemüse" und Schwimmgeflügel und Schwimmvieh. Getestet habe ich da nichts. Daher hat Holger seinen guten Silikonkleber verwendet.
Es gibt auch einen weiteren Besitzer, aber der hat das "Aquarium" bislang nur auf Dichtigkeit geprüft.
Auch Vaseline müsste (temporär) reichen. Habe ich ebenfalls noch nicht ausprobiert.
Grüße
Peter
Hallo zusammen,
noch ein Basteltipp: Mit einem Kreisschneider ein Loch in den Boden einer Kunststoff-Petrischale schneiden und von unten ein größeres Deckglas aufkleben. Gibt´s sogar käuflich, aber zu irrwitzigem Preis.
Wenn man DIC nutzen möchte, muss das Fenster halt Glas sein, Kunststoff ist dichroitisch. Das war ja letztlich die Motivation zur Erfindung des Hoffmann-Modulationskontrastes, der ja nicht polarisationsoptisch realisiert wird und deshalb auch die Benutzung von Kunstsoff-Petrischalen und -Kulturflaschen zulässt.
Hallo Jürgen,
Meinst du diese mini Petrischalen mit 0,17 Deckglasboden:
20260220_125233.jpg
Die sind sind super. Sowohl um Plankton "störungsfrei" zu beobachten, als auch verschiedene Nährlösungen auszuprobieren. Da ist das kleine Volumen genau richtig.
Ursprünglich werden die vor allem für Zellkulturen genutzt.
Billig sind die leider nicht.
Ich hab auch nur einmal einen Karton hier im Forum günstig erstanden.
Ansonsten:
https://ibidi.com/35-mm-dishes/8--dish-35-mm-high.html
Achja die Reinigung von diesen Gerätschaften ist u.U.auch noch ein Thema, welches bedacht werden sollte.
Unzugängliche Ecken bekommt man nach der Nutzung nur schwer wieder sauber.
Vor allem wenn sich bestimmte Mikroorganismen dort ein Zuhause gebaut haben oder alles mit einer Schleimspur oder Biofilm überzogen wurde.
LG Holger
Hallo Holger,
ja, die meinte ich. Aber selber machen ist wirklich kein Problem. Habe für mich 6cm Petrischalen gewählt. Mit einem einfachen Papierkreisschneider kann man ein Loch in den Boden schneiden mit Wunschmaß. Dann ein großes Deckglas 0,17mm dick von unten aufgeklebt, super Sache auch am Stemi.
Das mit dem Säubern ist natürlich richtig, im Zweifel macht man einfach ein neues Behältnis. Deckgläser in Standarddicke gibt es tatsächlich auch groß in reicher Auswahl, sind natürlich teurer als die üblichen.
Hallo zusammen,
Wow, vielen Dank für die vielen Tipps und Informationen! Damit bin ich bestens für meine tägliche Bestimmungsarbeit und mein Hobby gerüstet!
Für die quantitative, professionelle Anwendung suche ich allerdings noch nach einer Bezugsquelle für hochwertige runde Deckgläser mit einer Dicke zwischen 0,6 mm und 1,6 mm.
Grüße, Riku
Hallo Riku,
alternativ könntest Du da auch Uhrengläser nehmen, die es sehr günstig aus Fernost in allen möglichen Durchmessern und Dicken gibt. Die Glasqualitäten Mineral-, Kristall- Saphirglas sind in dieser Reihenfolge zunehmend kratzfest. Ich verwende solche Gläser zur Herstellung von Filtern und optische Fenster.
Hallo Jürgen,
das klingt nach einer ausgezeichneten Wahl, besonders das Saphirglas! Ich nehme an, dass Saphirglas mit DIC und Polarisationsfiltern genauso gut funktioniert wie normales Glas? Hättest du vielleicht Links zu Bezugsquellen?
Grüße, Riku
Hallo Riku,
diese Glasstärke kann ich nur mit 10-er Objektiven testen. Für die 40-er LD-Planachros habe ich keine DIC-Einrichtung. Im Jamin-Lebedeff und bei grkreuzten Polarisatoren kann ich keine Einflüsse bemerken. Zur Quelle: Hab ich in der Bucht herausgesucht. Dort einfach Uhrgläser flach und Glasqualität in der Suche eingeben. Die Gläser, die ich so bekommen habe sind alle einwandfrei verarbeitet.
"Saphirglas" ist kein Glas, sondern kristallines Aluminiumoxid (Korund). Daher kann es nicht in Polarisationsoptiken wie z.B. DIK verwendet werden!
Hallo Olaf,
Das ist in der Tat eine wichtige Klarstellung! Saphirglas kommt für mich also nicht in Frage. Dann wird es wohl Mineralglas werden.
Für diejenigen, die wissen, dass sie weder DIC noch Polarisation, sondern andere Kontrastmethoden verwenden werden, ist Saphirglas aber vermutlich weiterhin eine gute Wahl.
Zitat von: Jürgen Boschert in März 13, 2026, 14:03:13 NACHMITTAGSHallo Holger,
ja, die meinte ich. Aber selber machen ist wirklich kein Problem. Habe für mich 6cm Petrischalen gewählt. Mit einem einfachen Papierkreisschneider kann man ein Loch in den Boden schneiden mit Wunschmaß. Dann ein großes Deckglas 0,17mm dick von unten aufgeklebt, super Sache auch am Stemi.
Das mit dem Säubern ist natürlich richtig, im Zweifel macht man einfach ein neues Behältnis. Deckgläser in Standarddicke gibt es tatsächlich auch groß in reicher Auswahl, sind natürlich teurer als die üblichen.
Hallo allerseits,
an der Uni haben wir die Dinger früher auch immer selbst gebastelt. Genau wie Jürgen sagt, Loch in den Plastikboden schneiden und ein rundes Deckgläschen von unten einkleben.
Für hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie ist der dicke Plastikboden ungeeignet. Und für reproduzierbare Zellexperimente ist ein wohldefiniertes Substrat unabdingbar. Zwar sind Plastik-Petrischalen häufig herstellerseitig "surface-treated", um sie zu hydrophilisieren und Zellwachstum zu ermöglichen. Aber für reproduzierbare Experiment wählt man für gewöhnlich Glas, das dann mit einem Bindungsfaktor, wie Laminin, Poly-L-Lysin oder Fibronektin beschichtet wird.
Übrigens haben wir unsere selbstgebastelten Schalen auch mehrfach wiederverwendet. Die Reinigung (inbesondere von Zellresten und Proteinen) gelang mit Hellmanex II in einem Ultraschallbad problemlos. Der verwendete Silikonkleber (RTV116Q, weiß oder rot, von Momentive Performance Materials) hielt dies auch lange Zeit aus, bis er mal erneuert werden musste.
Zitat von: Spectrum in März 13, 2026, 13:17:24 NACHMITTAGSHallo Jürgen,
Meinst du diese mini Petrischalen mit 0,17 Deckglasboden:
20260220_125233.jpg
Die sind sind super. Sowohl um Plankton "störungsfrei" zu beobachten, als auch verschiedene Nährlösungen auszuprobieren. Da ist das kleine Volumen genau richtig.
Ursprünglich werden die vor allem für Zellkulturen genutzt.
Billig sind die leider nicht.
Ich hab auch nur einmal einen Karton hier im Forum günstig erstanden.
Ansonsten:
https://ibidi.com/35-mm-dishes/8--dish-35-mm-high.html
Achja die Reinigung von diesen Gerätschaften ist u.U.auch noch ein Thema, welches bedacht werden sollte.
Unzugängliche Ecken bekommt man nach der Nutzung nur schwer wieder sauber.
Vor allem wenn sich bestimmte Mikroorganismen dort ein Zuhause gebaut haben oder alles mit einer Schleimspur oder Biofilm überzogen wurde.
LG Holger
Ich bin mir nicht mehr hundertprozentig sicher, aber ich glaube, wir haben auch die ibidi µ-Dishes mit Hellmanex II Lösung im Ultraschallbad gereinigt. Ich denke ich würde mich erinnern, wenn das Deckgläschen danach rausgefallen wäre.