Liebe Mikrogemeinde -
anläßlich der erfolgreichen Anschaffung einer SLR zwecks Mikrofotografie und der Lektüre unseres französischen Partnerforums kam mir nur die Idee. dass man Erfahrungsbericht für Personen sammeln sollte, die auch mit dem Gedanken an Neuanschaffungen spielen. Da Problem liegt ja in der Lage der Austrittspupille und der Lage der Blende im fraglichen Fotoobjektiv:
Also Erfahrung Nr. 1: Canon EOS 500 D mit Normal-Billig-Set-Objektiv 18-55/4,5-5,6 IS. Kombiniert mit Brillenokular Zeiss KPL 10/18 an einem alten Zeiss, m.ow. aufgesetzt: Keine Vignettierung ab ca. 45 mm Brennweite. Beste Ergebnisse. Die viel zu große Frontlinse muss man behelfsmäßig abdunkeln. TOP mit der Software auf einem Laptop.
Gruß
Rolf
Hallo Rolf,
eine Frage und eine Bitte. Was bedeutet die Abkürzung m.ow. und könntest Du ein Beispielbild einstellen ?
Besten Dank
Ludger Benning
Hallo,
mit meiner Canon EOS 350D, die auch dieses mitgelieferte Zoom-Objektiv hat (18-55mm), habe ich auch schon daran gedacht, es mit diesem Objektiv als Okularaufsatz zu versuchen.
Da es sich aber um eine Leichtbauweise handelt, bei der die Führung für den Fokusantrieb möglicherweise vorzeitig verschleissen könnte, habe ich lieber davon Abstand genommen.
Eine 50mm Festbrennweite, die man heutztage von den analogen Kameras nachgeschmissen bekommt, z.B. ein Planar 1,4/50mm mit Contax-Bajonett eignet sich sehr gut, zumal die Eintrittspupille günstiger liegt als beim Zoom-Objektiv. Auch die Adapter von Contax auf Canon-EOS sind u.a. bei Ebay erhältlich.
Ob es sich bei den eingestellten 45mm beim Zoom-Objektiv um eine gute Anpassung handelt, kann man sehen, wenn man die Brennweite etwas verkürzt und der Sehfeldrand auch scharf abgebildet wird.
Mein Senf auch noch ;D
da heute Festbrennweiten ohne Autofocus von 35 - 50mm mit 1:1,8 oder 1:1,4 wirklich günstig liegen und es zudem von
Olympus -> EOS
Nikon -> EOS
Leica R -> EOS
Contax -> EOS
M42 -> EOS
Adapter gibt, ist es eine sichere und feste Verbindung mit einem Okular für Brillenträger.
Getestet habe ich solche Adaption schon mit Nikon-, Olympus-, M42-Objektiven. Wichtig, dass die Blendenlage der Objektive nicht zuweit von der Frontlinse entfernt ist. Je kompakter das Objektiv um so günstiger die Anpassung.
Gruß
P. Höbel
Hallo, und hier auch noch ein Senf:
Zeiss Axioskop mit Trinotubus, Canon EOS 40D. Adapter von Zeiss-Schwalbe auf EOS-Bajonett. Ohne Optik, das Zwischenbild fällt direkt ohne weitere Verfälschung auf den Sensor. Bildausschnitt= etwa Fotoausschnitt, keine Vignettierung. Scharfstellen durch die Okulare, Bilder werden rattenscharf.
Vorteil: Kamera bleibt ´drauf, fotografiert wird eher nebenbei was ich gerade sehe.
Schönen Sonntag
Georg Abele
Hallo Herr Abele,
gerade mal bei Zeiss nachgesehen, bin ich etwas über die Preise erschrocken. Es sind wie ich entnehmen kann 3 Komponenten.
1. T2 - EOS Adapter
2. Kameraadapter T2 - T2 DSLR
3. Anschluß 60 - T2
zusammen 766,32 € , selbstverständlich incl. Märchensteuer.
Falls ich mich nun nicht irre ist das für ein Ofenrohr recht stolz! Allerdings geht es bei einem Axioskop fast im Rauschen unter.
Oder meinen Sie eine andere Kombination?
Schönen Sonntag
P. Höbel
@P. Höbel
Nein, ich meine nicht das Ofenrohr. Habe selbst einen Adapter entwickelt, der die Kamera DIREKT auf den Anschluß setzt. Ohne weitere Teile, aus Edelstahl aus einem Stück gedreht und gefräst.
Mikroskopische Grüße
Georg Abele
Hallo -
vielen Dank für alle die Kommentare:
@sirdul: m.o.w. bedeutet, dass das Fotoobjektiv über dem Okular schwebt, wobei der Abstand je nach Zoomstellung etwas variiert, weil ich das Okular nicht immer "nachführe". Es hatte sich gezeigt, dass dessen Abstand (ob Kontakt, 1 oder 5 mm) von der klapperigen Frontlinse des 18-55 Objektivs qualitativ keine Rolle spielt. Wenns darauf ankommt kann man aber die Konfokalität damit nachregulieren.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/21773_47478197.jpg)
@nomarski/@peter-h : In der Tat ist das Set-Objektiv recht klapperig (obwohl die optische Leistung des neuen IR sehr ordentlich ist). Deshalb habe ich auch keine direkte Verbindung mit dem Okular. 50 mm Objektive gibt es in der Tat zuhauf, aber mit diesen ist der Bildausschnitt relativ klein. Außerdem wollte ich mal gerne die Zoomfähigkeit des nun mal vorhandenen Objektivs nutzen und das klappt zwischen 40 und 55 mm ganz gut. Natürlich ist die Blende zu weit von der Austrittspupille weg und wird bei kürzeren Brennweiten als unscharfer Vignettenrand sichtbar, wenn man abblendet. In der Folge 3 Fotos mit 40er Plan von Blutausstrichen (kein gesunder Mensch) in Stellung 18, 25 und ca 43 mm:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/21773_56144108.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/21773_43456911.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/21773_9403970.jpg)
@georg abele: Unter Ofenrohr verstehe ich klassischerweise die Verbindung ohne jede Zwischenoptik. Bei vielen Färbungen und schwächeren Objektiven, bzw. wenn man nur die Mitte des Bildes nutzt, fällt tatsächlich die fehlende Kompensation gar nicht auf, ich habe selbst früher oft damit gearbeitet aber bei meinen jetzigen Versuchen war das Resultat eher scheußlich . Aber da ist ja schon oft drüber diskutiert worden.
Gruß
Rolf
@reblaus
Danke für das alles erklärende Bild. Wenn man die Kamera an der Schlittenkonstruktion abfängt, macht natürlich die klapprige Frontlinse nichts aus und man kann sich sogar den Aufwand sparen, das Filtergewinde des Objektives nachzuschneiden.
Hallo Rolf,
besten Dank für Erklärung und für die Fotos. Eine Frage zu Bild 1: Ist auf dem Objektiv 18-55 mm eine Blende aufgebracht, die die nicht durch das Okular abgedeckte Fläche ausblendet ?
mfg
Ludger Benning
Hallo -
jawoll, Blende aus weichem schwarzem Material (in Version 1 wars die Gummidichtung aus einer Klospülung), am Rand in einen Reduzierring eingeklebt. Dessen Gewinde war ebenso "präzis" wie das Gegenstück und deshalb ohne Nachschneiden einzuschrauben, mit einem Canon-Nah-Achromaten geht das nur eine Windung weit.
Gruß
Rolf
Hallo Ludger,
das ist eine schwarze Gummi-Flachdichtung, wie man sie in den Baumärkten für die Reparaturen von Spülkästen zu kaufen bekommt. ;)
Gruß
Bernd
Außerdem:
ZitatDie viel zu große Frontlinse muss man behelfsmäßig abdunkeln.
Nachtrag: Den vorige Beitag kam zugleich und ich konnte ihn nicht vorher gelesen haben!
Hallo -
@nomarski: ;D
@georg abele -
Meine Anmerkung zur Ofenrohr-Qualität bezieht sich natürlich nur auf Endlich-Optik!
Gruß
RB
Hallo Fotofreunde!
Die Lösung die ich meine, also meine sieht so aus:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/21793_62955487.jpg)
Ist mit "Ofenrohr" also das senkrechte Rohr am Tubus gemeint? Der Adapter wird übrigens von mir vertrieben. Bei Interesse bitte PN.
Grüße aus Aalen, Georg Abele
Hallo Georg,
ist da bei Dir am Axioskop Schnittstelle 44 oder 60?
Für 44 habe ich in Kombination mit einer Olympus E 510 eine vergleichbare Lösung. Bin aber mit dem Thema "Spiegelschlag" nicht zufrieden. Wie ist das bei Dir?
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/21802_33066147.jpg)
Hallo Klaus,
ZitatBin aber mit dem Thema "Spiegelschlag" nicht zufrieden.
Hast du es schon mit der guten alten Laufstange und dem Tragarm versucht?
Gruß
Bernd
Zitat von: Klaus Herrmann in Oktober 25, 2009, 17:36:52 NACHMITTAGS
Hallo Georg,
ist da bei Dir am Axioskop Schnittstelle 44 oder 60?
Für 44 habe ich in Kombination mit einer Olympus E 510 eine vergleichbare Lösung. Bin aber mit dem Thema "Spiegelschlag" nicht zufrieden. Wie ist das bei Dir?
Ich scheine den gleichen Trinotubus zu besitzen wie Du. Ob das Schnittstelle 44 oder 60 ist, weiß ich nicht zu sagen. Mit Spiegelschlag habe ich, seit ich die Spiegelvorauslösung benütze, keinerlei Probleme. Bilder sind gestochen scharf. Freunde von mir, deren etwas ältere Kameras anscheinend keine Spiegelvorauslösung haben, behelfen sich mit Belichtungszeit von einer Sekunde. Dann geht der SPSchlag unter.
Viele Grüße
Georg