Vieles über das maligne Melanom wurde bereits im dyplastischen Naevus Faden gesagt.
Melanome sind bösartige Tumore der Melanozyten, sie können sowohl in der Haut, aber selten auch in anderen Körperregionen, in Schleimhäuten oder im Auge vorkommen, auch Metastasen von Melanomen ( meist in den Achselhöhlen) ohne auffindbaren Primärtumor kommen vor. Es gibt auch ungefärbte, sog. amelanotische Melanome, die wie die harmloseren ,,weißen Hautkrebs"-Formen aussehen.
Die Prognose hat sich durch die neuen Immun Therapien wesentlich verbessert, jedoch ist das rechtzeitige Erkennen und Entfernen trotzdem entscheidend.
Inwiefern UV Licht von Bedeutung ist, ist nicht sicher geklärt, da Melanome auch an nicht Sonnen-exponierten Hautstellen oder an Schleimhäuten vorkommen.
Knotige Formen haben eine ungünstigere Prognose als oberflächlich wachsende Formen.
Von einem Arzt kontrollieren lassen sollte man alle nicht abheilenden Hautveränderungen, ,,Muttermale" die sich verändern, unscharf begrenzt werden, asymmetrisch werden, dunkle Areale bekommen.
Bei dysplastischen Naevi ( siehe dort) reicht oft eine Dokumentation ( dermatoskopisch) und engmaschige Kontrolle, bei verdächtigen Fällen wird die Läsion zur Gänze oder als Gewebsprobe histologisch untersucht, bei Melanomen müssen bei der Entfernung relativ große Sicherheitsabstände eingehalten werden.
Es gibt eine klassische Stadien-Einteilug nach Clark, sehr wichtig ist aber die Eindringtiefe, wobei Melanome mit weniger als 0.76mm Tiefenausdehnung eine gute Prognose haben.
In Bild eins sieht man das sich oberflächlich ausbreitende Melanom ( am Oberarm) plus Ansicht im Dermatoskop, das asymmetrisch ist und dunklere Areale zeigt, es ist auch strahlig unscharf begrenzt, die sichere Diagnose ist immer nur histologisch möglich, mitunter aber auch dort sehr schwierig ( siehe Faden dyspl.Naevus mit Ulf Titzes Kommentar)
In Bild zwei dann die Anschnittfläche des Präparates und der histologischen Schnitt ( HE) ( ca 50x)
Bild drei Schnitt Azan gefärbt.( 50x)
Bild vier und fünf ( wie zwei) zeigen zwei verschiedene Schnittebenen des Melanoms (50x) gegenüber gestellt,
asymmetrische Anordnung, atypische Melanozyten und größere Nester in Junktionszone und stratum papillare, Infiltrat in den oberen Dermis Schichten , stark gestörte Architektur der Haut.
Bild sechs und sieben zwei Stellen 200x, mit starkem lymphozytärem Infiltrat der Dermis, viele Melanophagen in der Dermis.
Bild acht ( 400x) :man sieht die ,,Aufwärtstendenz" zahlreicher Melanozyten, die in ,,pagetoider" Art die gesamte Epidermins bis zur Hornschicht durchwandern, eines der wichtigsten diagnostischen Kriterien für die Diagnose Melanom. Bleiben sie auf die Epidermis beschränkt, spricht man von einem Melanoma in situ.
Mit immunhistologischen Methoden wie Melan A ( siehe Bild von Ulf Titze im dysplastischen Naevus Faden) , Protein S 100 oder Monoklonaler Antikörper HMB 45 können die atypischen Melanozyten Proliferationen noch deutlicher dargestellt werden.
Bild neun: von oben nach unten
normlaler Pigment-Naevus,
dysplastischer Naevus und
malignes Melanom.
(je 50x)