Liebe Auflösungspraktiker und Theoretiker,
mit einem alten Schätzchen und moderner Technik wollte ich sehen, ob auch in der Praxis an die theoretische Auflösung heranzukommen ist. Das übliche Versuchskaninchen - Amphipleura pellucida - mußte als gut bekanntes Objekt herhalten. Nach der geltenden Gleichung :
d = Wellenlänge / ( NAobj + NAkond ) , mit d = Abstand zwischen 2 Punkten.
Diese Bedingung gilt nur für schräge Beleuchtung und stellt eine Herausforderung dar. Bei A.pellucida sind die Streifen- (Gitter-) Abstände leicht über 200 nm , die Abstände der Poren aber sicher < 200nm.
Die Formel mit Leben erfüllt : 365nm / (0,95 + 0,95) = 192nm.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/21968_23804398.jpg)
Und tatsächlich schafft ein altes CZJ Apo 63/0,95 mit einer UV-LED @365nm als Quelle und einem Trockenkondensor diese Grenze.
Nicht ganz einfach, aber es funktioniert und zeigt, dass man sich mit einem sehr guten Trockenobjektiv an schwierigste Objekte trauen kann. Das Beispiel soll auch zeigen, dass alte Objektive sich auch heute nicht verstecken müssen.
Zur Nachahmung empfohlen ...
Grüße
P. Höbel
Hallo Herr Höbel,
wirklich erstaunlich und bei Wellenlängen im sichtbaren Bereich einfach nicht zu schaffen bei der Apertur und dann noch im Trockenen.
Ist diese Aufnahme mit oder ohne Polarisator entstanden?
Hallo Herr Wainzyk,
die Aufnahme ist ohne Polarisator entstanden. Für 365nm habe ich auch keinen funktionierenden Polarisator.
Grüße
P. Höbel
Hallo Herr Höbel,
gäbe es denn so einen für 365nm? Ab 400nm klappt es mit Polarisator jedenfalls besser als ohne.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/21988_19742389.jpg)
Ah, Herr Höbel, aperture is one thing, contrast in normal working mode is another.
But it surely shows a vintage apo can work right to the theoretical limit. Hope to see a comparison at some stage with a similar spec lens in proper brightfield to judge contrast properly.
Best wishes, René.
Ein schwieriges Unterfangen.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/22015_31945458.jpg)