Hallo liebes Forum,
in meiner Jugend habe ich es oft benutzt, nun haben wir es beim Aufräumen in der Wohnung meiner Großeltern gefunden.
Einige Bilder anbei.
Ich habe versucht herauszufinden, um welches Modell es sich handelt, allerdings ohne Erfolg. Kennt jemand das Modell oder kann ein wenig Hilfe leisten, wie man das bestimmen kann?
Vielen Dank vorab!
Beste Grüße :)
Hallo Aris,
es ist ein Schulmikroskop Eduval.
Viele Grüße
Erik
Hallo Aris,
wenn das ein EDUVAL ist, ist es top ausgestattet. So einen Kreuztisch gab es sonst nur bei den größeren Stativen wie Amplival und Ergaval und die Lampe ist eine echte Köhlerleuchte. Es gab von EDUVAL verschiedene Ausführungen mit 3fach und 4fach-Objektivrevolver. Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht eher das ganz frühe LABOVAL sein könnte. Ich kenne das Laboval II und das Laboval III und IV, aber das ursprüngliche LABOVAL (vor 1973) kenne ich nicht. Man rühmte 1973 die Weiterrentwicklung des LABOVAL II mit der Neuerung einer im Fuß verbauten regelbaren Beleuchtung. (Siehe ZAK (http://www.mikroskop-online.de/Mikroskop%20BDA/ZAK%20Ausgabe%201976.pdf) Seite 41, das EDUVAL II ist auf Seite 37 abgebildet, aber mit ganz einfachem Tisch und der nicht reglbaren Funzel zum Spiegeleier drauf barten...)
Jedenfalls hat das Mikroskop, egal mit welchem Namen wir es ansprechen, einen Kombinationstrieb, der etwas gewöhnungsbedürftig ist, wenn man sonst mit getrenntem Fein- und Grobtrieb gearbeitet hat. Der sollte folgendermaßen funktionieren: Dreht man am Triebrad geht es eine halbe Drehung langsam und leicht (Feintrieb) und danach etwas schwerer aber schneller (Grobtrieb). Wechselt man die Drehrichtung, muss es wieder leichter und langsam gehen. Oft sind diese Triebe aber verharzt, so dass der Feintrieb fest steckt und es immer gleich schnell und schwer geht, man aber eben auch keine Feineinstellung hat, was spätestens beim 40er Objektiv ziemlich eklig wird. Das solltest Du mal ausprobieren. Eine Reparaturanleitung für so einen Kombinationstrieb kann ich via e-mail zuschicken. Ist leider zu groß als Anhang.
Mit dem Gerät kann man sicher noch immer sehr gut arbeiten.
Beste Grüße
Gerd
Zitat von: plaenerdd in Januar 06, 2020, 20:33:23 NACHMITTAGS
das ganz frühe LABOVAL
Das soll es angeblich sein: https://www.uvarov-optics.com/en/microscope-laboval.php
Hallo,
ich glaube es ist eher dieses (https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/carl-zeiss-jena-mikroskope-ddr/1293996690-242-16461). :(
Dafür ist unsere Beratung gut, aber wenn er es für die Hälfte des veranschlagten Preise verkaufen kann, hat er schon Glück.
LG Gerd
Hallo Gerd,
wir hatten ein solches Eduval mit Köhlerbeleuchtung in der Schule. Allerdings bringst du mich mit der Frage nach dem Laboval-1 etwas zum Zweifeln. Mir fehlt in der Tat ein Bild vom Laboval-1.
Vielleicht hat jemand weiterführende Informationen dazu.
Neugierige Grüße,
Erik
Guten Morgen,
eine Beschreibung/Bewertung des Schulmikroskops Eduval findet sich im Mikrokosmos Jahrgang 80 Heft 5/ Mai 1991 auf Seite 152 -154.
https://www.zobodat.at/publikation_volumes.php?id=42913
Herzliche Grüße
Herbert
Hallo Herbert,
vielen Dank für den Link. Es wird jedoch das Eduval-1 gesucht.
VG, Erik
Hallo,
ich bin mir inzwischen recht sicher, dass das vorgestellte Mikroskop ein Laboval (I) ist. Die EDUVALE wurden eigentlich immer nur mit ganz einfachen Tischen ausgeliefert und auch die Köhlerlampe, die hier mit dabei ist, ist eher untypisch für EDUVAL. Ich hatte ein schwarzes EDUVAL, das hatte nur einen 3-fach-Objektivrevolver, aber es gab, wie im ZAK-Katalog zu lesen auch welche mit 4-fachrevolver. Umgekehrt habe ich auch ein LABOVAL II mit einem 3-fachrevolver, aber das ist auch ein LABOVAL-POL.
Die Form des Tisches im hier vorgestellten Modell spricht für ein recht altes Modell, denn ab LABOVAL II hatten die immer einfache C1-Tische, andenen seitlich der Objektführer mit unter dem Tisch liegenden koaxila angeordneter X-Y-Verstellung. Diese Form hier gab es schon bei den schwarzen Vorgängermodellen Wie z.B. dem Ng- und Nf-Stativ (natürlich in schwarz). Das alles zusammen und der Link von "JB" bestärken mich in der Annahme, dass das ein LABOVAL (I) ist. Auch im W.SCHLÜTER "Mikroskopie für Lehrer und Naturfreunde" von 1973 ist so ein Gerät als LABOVAL bezeichnet. Das ist allerdings nur eine Schnittzeichnung aber mit genau der Köhlerleuchte und diesem Tisch.
Vielleicht gräbt ja mal noch jemand einen alten Katalog von vor 1973 aus.
Beste Grüße
Gerd