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Foren => Mikrofoto-Forum => Thema gestartet von: D.Mon in Juni 24, 2020, 15:35:48 NACHMITTAGS

Titel: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 24, 2020, 15:35:48 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

wie einige von Euch wissen, habe ich kürzlich ein Motic Panthera U Trino erworben. So richtig komplett ist das für mich aber erst, wenn ich auch die Kamaraadaption umgesetzt habe. Dass und warum das Thema grundsätzlich einigermaßen komplex ist, brauche ich Euch ja nicht zu erklären. Deshalb wird das Posting auch relativ lang. Meine Fragen habe ich unten versucht, zusammenzufassen.

Ich habe versucht mich gut einzulesen, stehe jetzt aber an einem Punkt, wo mich Eure Erfahrung und Hilfe weiterbringen können. Diese Seite (https://www.mikroskopie.de/pfad/dokumentation/acht.html) habe ich schon entdeckt und die ist auch sehr erhellend (haha). Wichtig für zielführende Lösungsansätze ist m. E., dass mein Mikroskop ein erfreulich großes Sehfeld von 22 mm hat. Von Motic Europe habe ich bisher kein Antwort auf meine Frage, wohin denn das Zwischenbild im Trinotubus projiziert wird, habe ich bisher keine Antwort erhalten. Durch einen kleinen Versuch mithilfe eines Transparentpapiers scheinen mir aber die berühmten 10 mm plausibel.

Neben dem Mikroskop ist schon eine Sony SLT A55 vorhanden, die ich aus zwei Gründen gerne adaptieren würde:
Die SLT A55 hat einen APS-C Sensor und einen Sony / Minolta A-Mount. Falls es in Richtung Pancake-Objektiv geht, würden grundsätzlich auch die Objektive beider Hersteller (sowie ggf. von anderen Herstellern mit dem selben Bajonett) passen. Pancake ist aber bisher nur meine zweite oder dritte Wahl. Die A55 hat außerdem folgende Besonderheiten, die relevat sein könnten:
Folgende mögliche Lösungsansätze schwirren jetzt in meinem Kopf herum. Die Nummerierung stellt auch in etwa meine (bisherige) Präferenzreihenfolge dar.

An dieser Stelle bitte ich um Eure Bewertungen, Korrekturen (wo ich etwas falsch versanden habe) und Empfehlungen. Mein Ziel ist es, gute, scharfe, kontrastreiche (Farb)Fotos zu erstellen, die das zeigen, was ich durch das Okular auch sehen kann. Ich würde auch sehr gerne die Möglichkeit haben, gesteckte Fotos zu erstellen, auch wenn ich mich bisher noch nicht damit auseinandergesetzt habe, wie das im Detail geht und was man dafür braucht und inwieweit das für die Adaption wichtig ist. Am Ende muss ich mich dann auch entscheiden, ob ich mit der Adaption meiner SLT A55 glücklich werde oder ob ich für Mikrofotografie doch sinnvollerweise in den sauren Apfel beißen und einen (gebrauchten) Canon Body (z. B. 450D) anschaffen muss. Bei allen Lösungen, die einen T2-Adapter beinhalten, könnte diese Entscheidung meiner Ansicht nach auf später verschoben werden.

Boah, jetzt schwirrt mir wieder der Kopf, wie jedes mal, wenn ich über das Thema nachdenke.

Schöne Grüße
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Kay Hoerster in Juni 24, 2020, 16:05:53 NACHMITTAGS
Hallo D.Mon,

ich würde einmal beim Forumsbetreiber Christian Linkenheld anfragen, der Motic Mikroskope vertreibt (Link zur Motic Seite oben im Fenster).
Ich finde zwar auf seiner WEB-Seite nicht Dein Model Motic Panthera U Trino, aber es dürfte sich um ein ähnliches Modell handeln wie das Panthera C (https://www.mikroskopie.de/?page_id=1779) und somit müsste eigentlich der 1,6x Adapter für Kameras mit APS-C Sensor und T2 Schnittstelle geeignet sein:
https://www.mikroskopie.de/pdf/motic/dslr_adapter_motic.pdf

Wenn das alles nicht stimmen oder funktionieren sollte, so bitte ich um Aufhellung...

Viele Grüße
Kay
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: TPL in Juni 24, 2020, 16:39:08 NACHMITTAGS
Hallo D.mon,

da Direktprojektion die Nummer eins unter Deinen Lösungsansätzen ist, gehe ich davon aus, dass das Zwischenbild keine kompensierende Optik mehr erfordert, sondern auskorrigiert ist. Ermöglicht Deine Kamera ein quadratisches Format, bekommst Du mit 14,8 mm Sensor-Kantenlänge fast das gesamte Zwischenbild auf die verbleibende Sensor-Fläche (So mache ich es mit einer APS-C-Kamera von Fujifilm). In diesem Fall ist keinerlei Optik zwischen Tubus und Kamera erforderlich.

Die mechanische Kopplung ginge, wie Du es bereits vorschlägst, über einen T2-Adapter. Praktisch sind aber auch andere Lösungen, die eine feine Anpassung des Auszugs zwischen Mikroskop und Kamera erlauben (Balgengerät, Auszieh-Schnecke), um Parfokalität zu gewährleisten. Bei 44,5 mm Auflagemaß könnte das allerdings knapp werden.

Im Idealfall benötigst Du kein LiveView und auch keinen elektronischen Sucher/Display, denn bei parfokaler Einstellung genügt Schafstellung durch die Okulare. Dann bliebe "nur" noch die Kontrolle des Ausschnitts und der Belichtungswerte, wobei ich versuchen würde, letztere nicht von der Automatik regeln zu lassen, solange Beleuchtung und Vergrößerung unverändert bleiben. Die Sache mit der Fokuskontrolle durch die Autofokusfunktion habe ich nicht verstanden. Ist die wirklich in der Kamera? Wenn ja, würde ich versuchen, sie abzuschalten.

Viel Erfolg,
Thomas
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: JB in Juni 24, 2020, 17:09:01 NACHMITTAGS
Hallo,

Ich habe dieses Mikroskop nicht, deshalb folgendes nur als Hinweis. Direkte Projektion erfordert, dass das Zwischenbild auskorrigiert ist. Wie Thomas oben schreibt, koennen Sie das vorher mit einem Stativ testen (Kamera ohne Objektiv ueber den Photoausgang halten).

Der 1x C-mount Adapter sieht angeblich so aus: https://moticeurope.com/en/1x-c-mount-camera-adapter-no-lens-ba.html  Es ist erkennbar, dass dieser Adapter hoeher als 44.5 mm ist. Das Zwischenbild sollte sich noch oberhalb des Adapters befinden.

Man koennte nun als Eigenbau entweder diesen Adapter oder einen Nachbau abdrehen und mit einem T2-Gewinde versehen. Oder gleich einen solchen im 3D-Druck herstellen. Die Sony wird dann mit einem T2-Sony Adapter angeschlossen und die Feinabstimmung mit einem T2-Konterring fixiert.

Dies waere die Loesung 1x. Meine Vermutung ist, dass 1x und damit SFZ 26 etwas zu ambitioniert ist. Damit meine ich nicht nur Qualitaetsabfall am Rand, sondern die Versuchung, die Feldblende so weit zu oeffnen um den Sensor auszuleuchten und damit Streulicht zu verursachen. Man kann aber das Zwischenbild mit einem Telekonverter 1,4x auf ein konservatives Mass nachvergroessern. https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=25417.15 Der T2-Adapter ist auch noch verwendbar wenn Sie am Ende auf die unvermeidliche Canon 650D umsteigen  ;) ;D

Viel Erfolg,

Jon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in Juni 24, 2020, 18:14:36 NACHMITTAGS
Hallo,

man kann viele Dinge versuchen und sich unendlich Gedanken machen - ich würde die einfachste und bewährte Lösung präfreieren:

1) Ofenrohradaption mit passendem Gewinde, darauf einen T2-Adapter. Fertig. Christian kann Dir sicher sagen, ob es eine passende Lösung von der Stange gibt, ansonsten drehen lassen. Ich habe bereits einmal einen solchen Adapter für das BA 310 fertigen lassen, die Maße für Ba310 und Panthera müssten eigentlich identisch sein. Wieso soll das übrigens nicht parfokal sein?

Evtl. kann man den gar nicht teuren c-mount-Adapter umarbeiten lassen (statt c-mount-Anschluß ein M42-Gewinde, auf das der T2-Adapter kommt).

2) Früher oder später landet ohnehin jeder bei Canon. Ich würde mich eine gebaruchte EOS 500D oder 550D - damit hast Du die optimale Kamera für das Mikroskop für unter 200 EUR.

Dieses ganze Gehempel mit Stativ und Blagen ist m.E. in der Ära des verschlußschlagfreien LiveViews obsolet.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in Juni 24, 2020, 18:55:23 NACHMITTAGS
Hallo,

ich habe gerade noch Bilder des Motic BA-310 mit dem Ofenrohr-Adapter, den mir ein Formitglied aus edelstem Material (Bronze!) gedreht hat, gefunden. Der große gerändelte Bronzering dient als höhenverstellbare Konterung für den T2-Adapter.

Herzliche Grüße
Peter

PS: Joo, is denn heut scho' Weihnachten?  ;) (bei 32 Grad...)
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: othum in Juni 24, 2020, 19:02:50 NACHMITTAGS
Zitat von: Peter V. in Juni 24, 2020, 18:14:36 NACHMITTAGS

2) Früher oder später landet ohne jeder bei Canon.


Hallo Peter,

Diese Aussage liest man hier öfter, entspricht vielleicht sogar der Realität, darf man aber durchaus kritisch hinterfragen!

Beste Grüße, Oliver
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in Juni 24, 2020, 19:18:27 NACHMITTAGS
Hallo,

kritisch hintrfragen darf man das selbstverständlich und jeder kann an sein Mikroskop adaptieren, was er mag. Wenn aber ein Anfänger fragt, werde ich ihm zumindest die bewährte und sicher funktionierende Lösung empfehlen. Wer dann dennoch auf seine geliebte Hausmarke zugreifen will/muss, darf das gerne tun. Kann funktionieren, muss aber nicht. ich kenne nicht alle Eigenschaften aller Kameras (die sie vielleicht auch für den Einsatz am Mikroskop qualifizieren würden). Von den Canons weiß man es sicher!

Hezrliche Grüße
Peter


Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 25, 2020, 02:38:54 VORMITTAG
Hallo zusammen,

Danke Euch allen für Eure Tipps.

@Kay: Ich habe das Mikroskop bei Christina Linkenheld gekauft. Da er aber gerade soviel ich weiß mit Umbau beschäftigt ist, wollte ich ihn jetzt mal nicht belagern. Auch hält es geistig fit, wenn man sich nicht alles vorkauen lässt, sondern erstmal selbst aktiv wird  8). Außerdem will ich nicht nur was kaufen, sondern auch verstehen wie und warum es funktioniert.

Vielleicht ist das nur eine Kopfsache, aber der fotografierbare Bildausschnitt mit dem 1,6x Adapter scheint mir bei Sehfeld 22 etwas zu klein. Bildausschnitte kann man immer machen, aber was die Kamera nicht sieht, landet auch nicht auf dem Foto. Außerdem übersteigt der auch mein Budget  :-[

@ Thomas und Jon
Es ist richtig, dass das Mikroskop mithilfe einer Tubuslinse ein auskorrigiertes Zwischenbild liefert. Hätte ich wohl dazuschreiben sollen.

Nicht genau verstanden habe ich, welche Rolle das Auflagemaß bei Verwendung eines T2 Rings spielt, da doch, wie ich gelesen habe, der T2-Ring den Abstand generell auf 55 mm verlängert (wenn man nicht trickst). Deswegen dachte ich auch, dass es keine Rolle spielt, ob ich das Ganze jetzt zunächst mit meiner Kamera ausprobiere und dann evtl. doch auf Canon wechsle, wenn sich das nicht bewährt. Da scheine ich wohl noch Wissenslücken zu haben, die gerne mal jemand erhellen könnte  :).

Zitat von: TPL in Juni 24, 2020, 16:39:08 NACHMITTAGS
Ermöglicht Deine Kamera ein quadratisches Format, bekommst Du mit 14,8 mm Sensor-Kantenlänge fast das gesamte Zwischenbild auf die verbleibende Sensor-Fläche (So mache ich es mit einer APS-C-Kamera von Fujifilm). In diesem Fall ist keinerlei Optik zwischen Tubus und Kamera erforderlich.
Das habe ich nicht verstanden. APS-C ist doch immer rechteckig. Jedenfalls kann ich nur 16:9 oder 3:2 auswählen. Die Sensorgröße meiner Kamera ist 23,5 * 15,6 mm.

Zitat von: TPL in Juni 24, 2020, 16:39:08 NACHMITTAGS
Im Idealfall benötigst Du kein LiveView und auch keinen elektronischen Sucher/Display, denn bei parfokaler Einstellung genügt Schafstellung durch die Okulare.
Da habe ich das größte Verständnisproblem.Ich dachte, ich hätte gelesen, dass der Sensor für parfokale Einstellung eigentlich in der selben Ebene wie das Zwischenbild liegen müsste, was ja nicht möglich ist, wenn meine unbestätigte Annahme zur Lage des Zwischenbildes 10 mm unter der OK des Trinotubus zutrifft (was aber aufgrund der Erfahrungen von Peter V. zu hinterfragen ist).

Zitat von: TPL in Juni 24, 2020, 16:39:08 NACHMITTAGS
Dann bliebe "nur" noch die Kontrolle des Ausschnitts und der Belichtungswerte, wobei ich versuchen würde, letztere nicht von der Automatik regeln zu lassen, solange Beleuchtung und Vergrößerung unverändert bleiben.
Der Ausschnitt wird doch durch die Art der Adaption vorgegeben, wenn ich mit T2-Ring und ohne Objektiv fotografiere, oder?. Die optimalen Belichtungseinstellungen, kann man vermutlich durch Ausprobieren und Vergleichen herausfinden.

Zitat von: TPL in Juni 24, 2020, 16:39:08 NACHMITTAGS
Die Sache mit der Fokuskontrolle durch die Autofokusfunktion habe ich nicht verstanden. Ist die wirklich in der Kamera? Wenn ja, würde ich versuchen, sie abzuschalten.
Die Autofokusfunktion ist in der Kamera, kann aber abgeschaltet werden. Die Kamera steuert nur die Objektive an (sofern eines mit AF montiert ist). Ich meinte auch nicht, dass die Kamera automatisch scharfstellen soll, sondern dass am Display die grünen Kästchen erscheinen, wenn scharfe Konturen erkannt werden. mit meinen Objektiven geht das auch bei manueller Scharfstellung. Ob das am Mikroskop auch gehen wird, weiß ich aber nicht.

Zitat von: JB in Juni 24, 2020, 17:09:01 NACHMITTAGS
Der 1x C-mount Adapter sieht angeblich so aus: https://moticeurope.com/en/1x-c-mount-camera-adapter-no-lens-ba.html  Es ist erkennbar, dass dieser Adapter hoeher als 44.5 mm ist. Das Zwischenbild sollte sich noch oberhalb des Adapters befinden.
Vielleicht liegt da mein Denkfehler. Ich war immer von den 10mm unterhalb des Rands des Trinotubus ausgegangen. Wenn das weiter oben ist, würde das einiges erklären. Wenn Motic jetzt nicht bald antwortet, ruf ich da mal an, um das in Erfahrung zu bringen. Allerdings sind die optiklosen OEM-Adapter für Mikroskopkameras und nicht für die Adaption von SLR ausgelegt. Dafür gibt es so was (https://moticeurope.com/en/photo-adapter-requires-one-of-the-photo-eyepieces-below.html), was aber eine zusätzliche Optik (eyepice) mit 2,5x (https://moticeurope.com/en/25x-photo-eyepiece-to-be-used-with-photo-adapter.html) oder 4x (https://moticeurope.com/en/4x-photo-eyepiece-to-be-used-with-photo-adapter.html) Vergrößerung braucht.

Zitat von: JB in Juni 24, 2020, 17:09:01 NACHMITTAGS
Man koennte nun als Eigenbau entweder diesen Adapter oder einen Nachbau abdrehen und mit einem T2-Gewinde versehen. Oder gleich einen solchen im 3D-Druck herstellen. Die Sony wird dann mit einem T2-Sony Adapter angeschlossen und die Feinabstimmung mit einem T2-Konterring fixiert.
Ich hoffe ja immer noch, dass ich in meine Bekanntenkreis jemanden finde, der mit das passende Teil mit der notwendigen Präzision herstellen kann. Dazu muss ich aber vorher wissen, wie das Dingens genau werden muss und was man als Rohling nehmen kann.

Zitat von: JB in Juni 24, 2020, 17:09:01 NACHMITTAGS
Dies waere die Loesung 1x. Meine Vermutung ist, dass 1x und damit SFZ 26 etwas zu ambitioniert ist.
Ist wahrscheinlich ein Tippfehler, jedenfalls habe ich SFZ 22.

Zitat von: JB in Juni 24, 2020, 17:09:01 NACHMITTAGS
Damit meine ich nicht nur Qualitaetsabfall am Rand, sondern die Versuchung, die Feldblende so weit zu oeffnen um den Sensor auszuleuchten und damit Streulicht zu verursachen. Man kann aber das Zwischenbild mit einem Telekonverter 1,4x auf ein konservatives Mass nachvergroessern. https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=25417.15 Der T2-Adapter ist auch noch verwendbar wenn Sie am Ende auf die unvermeidliche Canon 650D umsteigen  ;) ;D
Ja, aber der Telekonverter wäre dann ein relativ teurere Briefbeschwerer, den ich in Zeiten von Email nun wirklich nicht brauchen kann  :). (Übrigens bitte gerne per "Du")
Meine Überlegung war halt, dass ich mit der optiklosen 1x Lösung einen großen Ausschnitt habe, von dem ich im Regelfall die Randbereiche wegschneiden kann (lässt sich übrigens mit ImageMagick sehr leicht machen und sogar automatisieren, wenn man einige Shell-Kenntnisse hat). Wenn ich aber mal doch etwas größere Objekte habe oder mehr Umfeld mit auf dem Bild haben will, bekommt man alles drauf und muss dann eben ggf. mit gewissen Qualitätseinbußen zum Rand hin leben.

Im Hellfeld ist das Mikroskop glaube ich hell genug. Im Dunkelfeld könnte es eng werden. Ich war der Meinung, dass ich das über längere Belichtungszeiten ausgleichen kann. Da fehlt mir aber leider eindeutig die praktische Erfahrung.

Zitat von: Peter V. in Juni 24, 2020, 18:14:36 NACHMITTAGS
man kann viele Dinge versuchen und sich unendlich Gedanken machen - ich würde die einfachste und bewährte Lösung präfreieren:

1) Ofenrohradaption mit passendem Gewinde, darauf einen T2-Adapter. Fertig. Christian kann Dir sicher sagen, ob es eine passende Lösung von der Stange gibt, ansonsten drehen lassen. Ich habe bereits einmal einen solchen Adapter für das BA 310 fertigen lassen, die Maße für Ba310 und Panthera müssten eigentlich identisch sein. Wieso soll das übrigens nicht parfokal sein?
Wo Du Recht hast, ...; Da hatte ich wohl einen Denkfehler (s. oben). Mir wäre es so auch am liebsten, auch weil dann ein Kamerawechsel völlig unproblematisch sein müsste. Hast Du die genauen Maße noch? Die müssen passen, weil die OEM-Fotoadapter für beide Serien identisch sind.[/quote]

Zitat von: Peter V. in Juni 24, 2020, 18:55:23 NACHMITTAGS
ich habe gerade noch Bilder des Motic BA-310 mit dem Ofenrohr-Adapter, den mir ein Formitglied aus edelstem Material (Bronze!) gedreht hat, gefunden. Der große gerändelte Bronzering dient als höhenverstellbare Konterung für den T2-Adapter.
...
PS: Joo, is denn heut scho' Weihnachten?  ;) (bei 32 Grad...)
Das ist natürlich sehr g..l (sorry). Da bei mir noch nicht Weihnachten ist, trau ich mich gar nicht zu fragen, was man für so etwas hinblättern muss.

Zur Frage Canon oder nicht. Ich habe nicht das geringste dagegen, auf bewährte Lösungen zurückzugreifen. Andererseits ist (neben den eingangs erwähnten Gründen) mein Experimentiertrieb dahingehend geweckt, ob das nicht mit meiner Kamera auch geht. Ich kann aber nur einen Lösungsansatz verfolgen, der mir einen leichten Kamerawechsel erlaubt. Am Ende wird's wahrscheinlich so laufen, wie Peter sagt, und ich lande bei Canon. Vielleicht aber auch nicht.

Notiz an selbst: Morgen bei Motic anrufen und nicht locker lassen, bis jemand das Maß Lage des Zwischenbildes ab OK Trinotubus herausrückt.

Bis dahin beste Grüße
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Christian Linkenheld in Juni 25, 2020, 09:14:44 VORMITTAG
Zitat von: D. Mon in Juni 25, 2020, 02:38:54 VORMITTAG
@Kay: Ich habe das Mikroskop bei Christina Linkenheld gekauft. Da er aber gerade soviel ich weiß mit Umbau beschäftigt ist, wollte ich ihn jetzt mal nicht belagern.

Hallo,

derzeit wird hier nichts umgebaut - zumindest nicht durch mich.
Generell kann ich für die Adaption einer Systemkamera/DSLR zwei Lösungen anbieten:
- einen Adapter mit dem Faktor 1,6X, der speziell für das APS-C-Format konzipiert ist. Das konkrete Kameramodell wird per T2-Adapter mit dem Adapter verbunden
- einen optiklosen Adapter mit dem Faktor 1X, der dann ebenfalls mit einem T2-Adapter mit dem konkreten Kameramodell verbunden wird.

Die zweite und deutlich günstigere Lösung (weil ohne Optik) war ursprünglich nur für Kameras mit FourThirds-Sensor konzipiert. Man kann aber jede DSLR daran parfokal adaptieren. Bei Nutzung der kompletten Sensorfläche gibt es dann am Rand eine Abschattung/Vignettierung. Diese Art der Adaption wird auch dadurch möglich und empfehlenswert, weil das Zwischenbild chromatisch auskorrigiert ist.

viele Grüße

Christian
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in Juni 25, 2020, 13:19:30 NACHMITTAGS
Hallo D.Mon,

Zitat
Zitatich habe gerade noch Bilder des Motic BA-310 mit dem Ofenrohr-Adapter, den mir ein Formitglied aus edelstem Material (Bronze!) gedreht hat, gefunden. Der große gerändelte Bronzering dient als höhenverstellbare Konterung für den T2-Adapter.
PS: Joo, is denn heut scho' Weihnachten?  ;) (bei 32 Grad...)
Das ist natürlich sehr g..l (sorry). Da bei mir noch nicht Weihnachten ist, trau ich mich gar nicht zu fragen, was man für so etwas hinblättern muss.

Der Adapter aus Bronze ist doch wohl das Mindeste! Hätte ihn lieber aus Gold oder Silbr gehabt, aber das Material hatte derjenige, der ihn mir gefertigt hat, nicht vorrätig.
Scherz beiseite: Bronze ist Zufall, natürlich hätte es auch Alu oder gar POM sein können (bzw. sollen). Aber ein passendes Rohr aus Bronze war tatsächlich gerade vorrätig im Materialschrank.
Wenn es aber bereits einen fertigen Ofenrohradapter von Motic gibt - umso besser!

Herzliche Grüße
Peter


Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: JB in Juni 25, 2020, 13:51:38 NACHMITTAGS
Zitat von: D. Mon in Juni 25, 2020, 02:38:54 VORMITTAG
Zitat von: JB in Juni 24, 2020, 17:09:01 NACHMITTAGS
Dies waere die Loesung 1x. Meine Vermutung ist, dass 1x und damit SFZ 26 etwas zu ambitioniert ist.
Ist wahrscheinlich ein Tippfehler, jedenfalls habe ich SFZ 22.

Zitat von: JB in Juni 24, 2020, 17:09:01 NACHMITTAGS
Damit meine ich nicht nur Qualitaetsabfall am Rand, sondern die Versuchung, die Feldblende so weit zu oeffnen um den Sensor auszuleuchten und damit Streulicht zu verursachen. Man kann aber das Zwischenbild mit einem Telekonverter 1,4x auf ein konservatives Mass nachvergroessern. https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=25417.15 Der T2-Adapter ist auch noch verwendbar wenn Sie am Ende auf die unvermeidliche Canon 650D umsteigen  ;) ;D
Ja, aber der Telekonverter wäre dann ein relativ teurere Briefbeschwerer, den ich in Zeiten von Email nun wirklich nicht brauchen kann  :). (Übrigens bitte gerne per "Du")
Meine Überlegung war halt, dass ich mit der optiklosen 1x Lösung einen großen Ausschnitt habe, von dem ich im Regelfall die Randbereiche wegschneiden kann (lässt sich übrigens mit ImageMagick sehr leicht machen und sogar automatisieren, wenn man einige Shell-Kenntnisse hat). Wenn ich aber mal doch etwas größere Objekte habe oder mehr Umfeld mit auf dem Bild haben will, bekommt man alles drauf und muss dann eben ggf. mit gewissen Qualitätseinbußen zum Rand hin leben.

Hallo,

Ich schrieb SFZ 26, weil die Diagonale des Sensors etwa 26 mm betraegt. Weil man die Kamera bei der "Ofenrohrloesung" direkt in die Ebene des reellen Zwischenbildes bringt https://www.mikroskopie.de/pfad/grundlagen/sieben.html, entspricht die Diagonale der eines Okulars mit der SFZ 26.

Das Mikroskop ist aber nur auf SFZ 22 ausgelegt. Wie Christian oben schreibt erhaelt man da mit einem Adapter 1x Randabschattungen.

Wenn dieser optiklose Adapter einfach so erhaeltlich ist, ist das trotzdem eine gangbare Loesung (wuerde ich auch machen). Man sollte aber nicht versucht sein, die Leuchtfeldblende so weit zu oeffnen, dass der ganze Sensor ausgeleuchtet wird, ohne den Effekt genau zu beurteilen. Nimmt man das Okular aus dem Binotubus und oeffnet die Leuchtfeldblende, kann man sehen dass ab einem bestimmten Punkt Leuchtreflexe an den Tubusinnenseiten entstehen. Das ist Streulicht, das bei zu weit geoeffneter Leuchtfeldblende das Bild ruiniert. Jedes Mikroskop hat so einen kritischen Punkt, bei dem die Groesse des beleuchteten Feldes ausgereizt ist. (Das selbe Phaenomen beobachtet man, wenn man beim Mikroskopieren auf ein Objektiv mit hoeherer Vergroesserung wechselt und vergisst die Leuchtfeldblende entsprechend zu schliessen.)

Bei einer konservativen Loesung mit a) kleinerem Sensor oder b) Telekonverter vermeidet man das sicher; mit einer ambitionierten Loesung mit SFZ 26 muss man aufpassen.

Viel Erfolg,

Jon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 25, 2020, 14:16:28 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

nur ganz kurz, da ich auf dem Sprung bin. Ich habe heute Vormittag mit Christian Linkenheld telefoniert und, wie gewohnt, eine sehr ausführliche und gute Beratung erhalten. Ich werde die Ofenrohrlösung ohne Optik weiterverfolgen. Ich habe außerdem mit Motic telefoniert. Aus Gründen, die hier keine Rolle spielen, konnte meine Anfrage bezüglich genauer Lage des Zwischenbildes noch nicht beantwortet werden. Die Antwort wird kommen, kann halt evtl. noch einige Tage dauern. Damit habe ich dann auch kein Problem.

Beste Grüße
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in Juni 25, 2020, 15:13:49 NACHMITTAGS
Hallo,

Zitat
Ich habe außerdem mit Motic telefoniert. Aus Gründen, die hier keine Rolle spielen, konnte meine Anfrage bezüglich genauer Lage des Zwischenbildes noch nicht beantwortet werden. Die Antwort wird kommen, kann halt evtl. noch einige Tage dauern.

na ja, so einfach ist das auch nicht. Da muss vermutlich erst einmal ein "Ticket" aufgemacht und die Zuständigkeit geprüft werden.. ;)
Aber an diese Information kann man zum Glück auch recht einfach durch eigenes Probieren kommen.

Ja, die guten alten Zeiten sind vorüber. Nicht nur bei Motic, bei den anderen sieht es wohl auch nicht wirklich besser aus.

Ich erinnere noch, dass ich vor vielen Jahren eine 5 Mp-Moticam gebraucht(!) gekauft habe. Von der Leistung war ich enttäuscht, da die Bildqaulität schlechter war als das Vorgänger-3 MP-Modells. Ich bekam Kontakt zu einem Aussendienstler, der das nachvollziehen konnte und mir ohne große Worte die 5 MP-Kamera abnahm und durch eine gebrauchte 3 MP-Kamera aus dem Demobestand(?) ersetzte. Womit ich höchst zufrieden war. So eine unbürokratische Zufriedenstellung der Kunden wäre vermutlich heute nicht mehr möglich. Umso wichtiger ist der Kontakt zu einem vertrauenswürdigen Händler wie z.B. Christian Linkenheld.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: TPL in Juni 25, 2020, 15:35:09 NACHMITTAGS
Zitat(...) konnte meine Anfrage bezüglich genauer Lage des Zwischenbildes noch nicht beantwortet werden. Die Antwort wird kommen, kann halt evtl. noch einige Tage dauern.
Hallo D.Mon,

aus dem Bild des c-mount (https://de.wikipedia.org/wiki/C-Mount)-Adapters, das Jon verlinkt hat wird klar, dass das Zwischenbild 12,5 mm oberhalb des eingeschraubten CS-Adapters, bzw. 17,526 mm oberhalb des c-mount-"Ofenrohrs" ohne CS-Adapter liegt. Also relativ hoch über der Trennstelle Deines Stativs.

Zur Format-Ausnutzung: Du hast natürlich völlig recht. Die kurze Seite der nicht-Canon-APS-C-Sensoren (https://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Photo_System#/media/Datei:Sensorformate.svg) misst 15,6 mm (Übertragungsfehler von mir ::) ). Ich bevorzuge bei Mikroskop-Aufnahmen ein quadratisches Format, da es dem runden Okularbild am nächsten kommt. Außerdem erlaubt meine Kamera Aufnahmen im Seitenverhältnis 1:1, was bei einer Kantenlänge von 15,6 mm ziemlich exakt SFZ 22 entspricht.

Jons (berechtigter) Einwand, die Feldblende könne das Zwischenbild beschneiden, ist möglicherweise keine praktische Einschränkung. Da wir hier ja dauernd über eine durch die Okulare vorgegebene Größe sprechen ("erfreulich großes Sehfeld von 22 mm"), vermute ich nämlich, dass der Durchmesser des Zwischenbildes etwas größer sein wird und die Okulare der "Flaschenhals" für die SFZ sind. Das ließe sich in einem abgedunkelten Raum mit einem Transparentpapier ausmessen.

Viel Erfolg,
Thomas
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 25, 2020, 22:26:02 NACHMITTAGS
Danke für Eure weiteren Kommentare.

Zitat von: TPL in Juni 25, 2020, 15:35:09 NACHMITTAGS
...
Ich bevorzuge bei Mikroskop-Aufnahmen ein quadratisches Format, da es dem runden Okularbild am nächsten kommt. Außerdem erlaubt meine Kamera Aufnahmen im Seitenverhältnis 1:1, was bei einer Kantenlänge von 15,6 mm ziemlich exakt SFZ 22 entspricht.
...
Ich verstehe, was Du meinst, habe da aber einen etwas anderen Ansatz schon vom normalen Fotografieren her. Wenn das Licht schon in der Kamera bzw. auf dem Sensor war, warum sollte ich dann von der Kamera etwas abschneiden lassen? Das kann ich bei Bedarf am Computer auch und habe die Möglichkeit, den Ausschnitt selbst zu bestimmen. Das geht auch sehr gut in einer Schleife für eine beliebige Anzahl von Aufnahmen und ich kann die Originale ggf. behalten.

In die Versuchung, die Leuchtfeldblende zu weit zu öffnen, werde ich sicher nicht kommen, schon allein deswegen nicht, weil ich so etwas gar nicht habe  :).

Beste Grüße
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in Juni 25, 2020, 23:01:00 NACHMITTAGS
Hallo,

ich habe gerade nochmal zahlreiche Aufnahmen, die ich seinerzeit mit einem "Ofenrohr" und einer APS-Canon am BA-310 aufgenommen habe, angeschaut. Ich kann keine Vignettierung erkennen.
Im Übrigen stört mich eine leichte Vignettierung auch nicht, ich habe lieber "mehr" vom Zwischenbild auf dem Chip als nur einen Ausschnitt. Entsprechend beschneiden kann ich hinterher in Photoshop. Es sei denn, die Objekte sind ohnehin sehr klein, selbst mit einem 100er Öl. Ich habe einmal jemandem geholfen, der ausschließlich Coccolithen mikroskopiert und da bewährte sich eine Adaption, die "eigentlich" für meinen Geschmack zu stark "nachvergrößerte" (also nur einen recht kleinen Ausschnitt des Bildes auf den Chip projizierte).

Herzliche Grüße
Peter

Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: TPL in Juni 25, 2020, 23:49:48 NACHMITTAGS
Zitat von: D. Mon in Juni 25, 2020, 22:26:02 NACHMITTAGS(...) Ich verstehe, was Du meinst, habe da aber einen etwas anderen Ansatz schon vom normalen Fotografieren her. Wenn das Licht schon in der Kamera bzw. auf dem Sensor war, warum sollte ich dann von der Kamera etwas abschneiden lassen? Das kann ich bei Bedarf am Computer auch und habe die Möglichkeit, den Ausschnitt selbst zu bestimmen. (...)
Hallo D.Mon,

für die normalen Fotografie stimme ich Dir gerne zu. Da sind aber die Auswahl des Bildwinkels (über die jeweils benutzte Objektiv-Brennweite) und die "Bilddarbietung" nicht so begrenzt, wie in der Mikroskopie (hinter dem "Horizont" des Zwischenbildes ist ja Schluss).

Mikroskope liefern kreisrunde Bilder. Um dieses Format mit den angebotenen, rechteckigen Sensoren möglichst effizient zu nutzen, finde ich 1:1 ideal. Dabei wird zwar an den Rändern der rechteckigen Sensoren deren Leistung verschenkt, aber die gerade von Jon und Christian genannten Einschränkungen gelten dann entweder weniger oder gar nicht: bei quadratischem Beschnitt hättest Du ein Maximum des im Okular dargebotenen, nutzbaren Zwischenbildes, also ohne vignettierte oder anderweitig minderwertige Ränder. Und bei den heute üblichen Sensoren ist auch keine ernsthafte Beschränkung der nutzbaren Auflösung zu erwarten.

Meine sehr persönliche Vorliebe für eine vollständige Ausnutzung des im Okular dargebotenen Bildes mag durchaus sehr subjektiv sein. Vor allem hängt sie aber wohl mit meinen bevorzugten Objekten zusammen – Gesteinsdünnschliffen. Die haben üblicherweise kein, nach gestalterischen Aspekten (zentriert, 'goldener Schnitt') wählbares "Hauptmotiv", sondern sollen vollflächig als sogenanntes Gefüge wirken (jaja, es gibt Ausnahmen, lieber Olaf ;)). So etwas ist bei den typischen Tümpel-Motiven natürlich ganz anders.

Dein Sensor wäre unter Deinen künftigen Bedingungen (Zwischenbild hoffentlich knapp größer als 22 mm Ø, Ofenrohr-Adaption) an den Rändern der kurzen Seiten ständig "unterfordert"; sprich: schwarz/unbelichtet. Aber wenn Du ohnehin keine Probleme mit einer späteren Bearbeitung, einschließlich Ausschnittwahl hast, werden Dich vielleicht auch die ausgefransten Bildränder Deiner künftigen Ofenrohr-Adaption kaum stören: fott damit  8)! Ich sage aber mal vorsichtig voraus, dass dabei nicht selten ein Ausschnitt bleiben wird, der auch in Richtung Quadrat geht.

Beste Grüße,
Thomas
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in Juni 26, 2020, 09:29:15 VORMITTAG
Hallo,

und ich könnte noch einen "draufsetzen": Wenn es nicht um rein künstlerische Darstellung geht, habe ich auch kein Problem mit "Trauerrand"-Bildern (die aber völlig aus der Mode sind - wenn sie es den je waren).  Wenn ich mir eine Mikroskopkamera wünschen dürfte, wäre es ziemlich sicher eine "moderne" Coolpix 99x/4500. Die Mikrofotos, die diese Kamera schon vor übr 15 Jahren bei vergelichsweise einfacher Adaptionsmöglichkeit produzierte, faszinieren mich immer noch. Mit modernisiert meine ich: Steuerung über den PC, wirklich funktionierende Fernauslöser etc.
Besonders habe ich auch die Möglichkeit geschätzt, von einem "Trauerrand"-Bild (das den vollständigen Kreis des Okularbildes bis zum Rabnd scharf abbildet, stufenlos bis weit hinein optisch(!) zoomen zu können.
Aber das Mikroskopikerleben ist kein Wunschkonzert und somit wird es diese Kamera nicht geben.

Herzliche Grüße
Peter

Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 26, 2020, 12:40:34 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

ich dachte eigentlich ich hätte gestern schon geantwortet. Anscheinend bin ich zu blöd für diese neumodische Internet  ??? .

Zitat von: TPL in Juni 25, 2020, 23:49:48 NACHMITTAGS
...
Ich sage aber mal vorsichtig voraus, dass dabei nicht selten ein Ausschnitt bleiben wird, der auch in Richtung Quadrat geht.
Das ist schon möglich. Ihr werdet jedenfalls die ersten sein, die es erfahren werden. Versprochen  :).

Ich habe ohnehin schon Ideen für die, ich will jetzt nicht sagen "künstlerische Darstellung", aber Gestaltung einiger Bilder.

Gruß
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 26, 2020, 16:40:22 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

hier mal ein Beispiel, wie ich mir den Bildausschnitt in etwa vorstelle; vielleicht noch etwas größer. Darunter ein möglicher quadratischer Ausschnitt. Bitte nicht zu sehr die Bildqualität beachten. Darum geht es jetzt nicht.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278087_36038289.jpg)


(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278087_55909147.jpg)


Gruß
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 28, 2020, 11:47:56 VORMITTAG
Hallo zusammen,

ich hätte da noch einmal einige Fragen und zwar bezüglich Maßstäblichkeit der Bilder.

Danke im Voraus und Microgrüße
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: JB in Juni 28, 2020, 11:55:45 VORMITTAG
Hallo,

Objektivvergroesserung und Sensorgroesse aendern sich ja ueber die Zeit nicht.

Deshalb muss man nur ein mal eine Photoreihe eines Objektmikrometers (in der Regel abgedeckt mit Deckglas) mit allen Objektiven aufnehmen. Dann kann man sich das Verhaeltnis von Objektgroesse zu Pixelzahl (bzw. Bildbreite) notieren und fortan damit arbeiten.

Ein Messokular ist dafuer nicht noetig, aber ein Objektmikrometer sollte man sich anschaffen. Die Objektivvergroesserung kann von der aufgedruckten etwas abweichen (z.B. "40x" ist real 40,6x).

Viel Erfolg,

Jon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 28, 2020, 12:43:30 NACHMITTAGS
Hallo Jon,

aha, das hatte ich nicht bedacht. Ich habe mehr darüber nachgedacht, wie genau wohl die Seefeldzahl genommen werden darf. Eventuelle Abweichungen könnten sich ggf. vervielfältigen oder aufheben. Eine schnelle G.-Suche hat ergeben, dass Objektmikrometer ja nicht unbezahlbar sind. Danke für den Tipp.

Mich würde trotzdem, rein vom Verständnis her, interessieren, ob meine Überlegungen grundsätzlich richtig sind.

sonntäglche Grüße
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: JB in Juni 28, 2020, 12:51:42 NACHMITTAGS
Hallo,

Ja, Ueberlegung 1 ist richtig, aber mehrere Faktoren sind nicht hinreichend genau anzugeben:
- Objektivvergroesserung (kann bis zu wenigen Prozent abweichen)
- Okularvergroesserung (?)
- Groesse der Okular-Feldblende und damit der SFZ (ist oefter Mal etwas groesser oder kleiner als angegeben)
- Diopterstellung der Okulare (aendert die Gesamtvergroesserung)
- +/- Deckglas

Deshalb besser mit Objektmikrometer eichen.

Beste Gruesse,

Jon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in Juni 28, 2020, 12:57:33 NACHMITTAGS
Halo D.Mon,

der Trend geht eindeutig zum Eigenbesitz eines Objektmikrometers  ;)

https://www.ebay.de/itm/0-01mm-Mikroskop-Objektmikrometer-Buhne-Mikrometer-Kalibriermasssstab-4-Waagen/264735941242?hash=item3da37de27a:g:11cAAOSwxcZdGbHR (https://www.ebay.de/itm/0-01mm-Mikroskop-Objektmikrometer-Buhne-Mikrometer-Kalibriermasssstab-4-Waagen/264735941242?hash=item3da37de27a:g:11cAAOSwxcZdGbHR)

Kann man sich alse eogerade noch leisten. Früher habe ich die Dinger auch mal verliehen, aber bei dem Preis lohnen Hin- und Rückporto kaum.

Hezrliche Grüße
Peter
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 28, 2020, 13:25:13 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

ja, hab ich schon gesehen; nur die Lieferzeit ist beachtlich. Bis dahin kann ich mir aber behelfen. Bin schon auf die Idee gekommen, einen normale Objektträger mit den Außenmessschenkeln einer Schiebelehre anzuritzen. Hab´ ich eh, lässt sich recht genau einstellen und dann fixieren. Ich hab die schon genommen, um Stahlschnitte anzuritzen. Warum sollte das in Glas nicht auch funktionieren  :).

Schönen Sonntag
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in Juni 28, 2020, 13:28:20 NACHMITTAGS
...oder Du piekst Dir (für höhere Vergößerungen) in den Finger, streichst einen Tropfen Blut dünn und schaust Dir die roten Blutkörperchen an. Erythrocyten haben ziemlich konstant einen Durchmesser von 7 bis 7.5 Mikrometer.

Blutige Grüße
Petr
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 28, 2020, 13:29:41 NACHMITTAGS
Und da soll noch einer behaupten es gäbe keine technische Kreativität.
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 29, 2020, 21:05:42 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

heute habe ich Antwort von Motic bekommen. Die Höhe des Zwischenbildes wird mit 90 mm ab OK Trinotubus angegeben. Das macht nach Abzug der 55mm für die Kamera mit T2-Ring eine Höhe des Ofenrohrs ab OK Tubus 35 mm. Wenn ich mir die Weihnachtsbilder von Peter ansehe, könnte das plausibel sein. Was meinst Du dazu, Peter?

Gibt es irgendwo konkrete Konstruktionshinweis, wie man das Ofenrohr am besten ausbilden sollte oder muss man das selbst entwickeln?

Gruß
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in Juni 29, 2020, 21:37:12 NACHMITTAGS
Hallo D.Mon,

ob sich die Selbstanfertigung lohnt? Christian schrieb doch, dass es einen optiklosen Adapter gibt. Vielleicht ist der ja gar nicht so teuer? Ich habe jedenfalls vor ein paar Tagen noch Bilder herausgesucht, die ich mit dieser Adaption (am BA310) angefertigt habe und die sind praktisch vignettierungsfrei. Hast Du denn Mechaniker in deinem Freundes-/Bekanntenkreis, die Dir einen solchen Adapter fertigen können? Grudsätzlich ist das ja kein Hexenerwerk (wenn man es kann): Unten muss er in den Stutzen passen, oben ein Gewinde für den T2-Adapter. Da Gewinde sollte "lang" genug sein, um den T2-Ring so anzubringen, dass die Kamera parfokal ist. Zur Konterung kann man am einfachsten einen zweiten T2-Ring nehmen, wenn man nicht eine große Konterschraube anfertigen lassen will.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 30, 2020, 00:36:27 VORMITTAG
Hallo Peter,

hast Du nicht selbst einen Eigenbauadapter *räusper*.
Ich sehe das zunächst einmal als Herausforderung, ob ich das überhaupt hinbekomme. Den Adapter von CL zu erwerben ist sozusagen meine Fallback-Lösung.

Ich denke schon, dass ich jemanden finden kann, der mir das Teil nach Vorgabe bauen kann. Wie es genau aussehen muss, hab´ ich auch schon im Kopf. Ob das am Ende wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar ist, wird sich zeigen. Nachdenken kostet erstmal nichts.

Gruß
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Fahrenheit in Juni 30, 2020, 09:19:44 VORMITTAG
Guten Morgen D.Mon,

frag doch mal bei Olaf (olaf.med) an. Er ist ein Meister an der Drehbank und mein Kameraadapter ist auch von ihm.
Arm wirst Du dabei auch nicht. :)

Herzliche Grüße
Jörg
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in Juni 30, 2020, 13:05:42 NACHMITTAGS
Hallo,

nun, wenn der Name schon eh gefallen ist....  ;)  Auch der von mir auf dem Christbaumbild gezeigte (eigentlich unbezahlbare) Bronze-Edel-Ofenrohradapter stammt von Olaf. Besonders hat mir die handwerklich schön gearbeitete Überwurfmutter gefallen.  Ich durfte der geamten Entstehung beiwohnen und war erstaunt, wieviel Arbeit letztlich doch in so einem Adapter steckt, obgleich Olaf ein Tempo vorlegt, das kaum zu toppen ist. Bei der Gewchwindigkeit, mit der er die Werkzeuge an der Dreh- und Fräsmaschine wechselt und die Materialien einspannt und bearbeitet, konnte ich mit meinen Augen kaum folgen; ich glaube, das sind schon Reflexbewegungsabläufe  ;) Trotzdem ist so etwas in 10 Minuten nicht erledigt - manche Arbieten muss man selbst sehen, um ihren Wert zu schätzen.

Ich sage aber klar: Hätte ich damals gewusst, dass es dieses Ofenrohr von Motic zu einem erträglichen Preis gibt, hätte ich Olaf sicher nicht mit diesem Aufwand behelligt.

Christian hat mir heute per Mail aus aktueller eigener Erfahrung bestätigt, dass auch beim  Panthera zumindest beim 40er-Objektiv keinerlei Vignettierung festzustellen ist und lediglich beim 10er ein leichter Helligkeitsabfall zum Rand auftritt.

Es spricht also nichts gegen diese Ofenrohradaption, im Gegenteil - vor allem, wenn man eh das Bild ggf. nachträglich beschneiden will. Ich habe lieber mehr vom Sehfeld auf dem Chip und damit auf dem Foto und suche mir selbst hinterher den Ausschnitt.
Ansonsten bleibt halt noch dieses Schnäppchen (https://www.lmscope.com/de/motic_BA310_microscope_adapter.html) von Luxus-Microscope-Adapter für schlappe 958 EUR - womit dann der Adapter fast so teuer wäre wie das ganze Mikroskop  :D

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juni 30, 2020, 14:34:49 NACHMITTAGS
Danke für Eure Tipps.

Eins vorab: Ich will hier keinen falschen Eindruck erwecken. Der Preis, den CL dafür aufruft, ist meiner Ansicht nach voll gerechtfertigt. Ich halte es trotzdem für legitim, die Möglichkeit eines Selbstbaus mit Unterstützung zu prüfen. Ich mache sehr viel selbst oder helfe anderen beim Selbstmachen. Das was Peter über die Wertschätzung von (handwerklicher und körperlicher) Arbeit gesagt hat, kann ich voll bestätigen und erlebe ich tagtäglich im beruflichen Umfeld. Ihr dürft mir also glauben, dass ich schon abschätzen kann, was hinter so einem vermeintlich einfachen Werkstück steckt und wie Preise entstehen.

Ich stehe bereits in Kontakt mit einem Bekannten, der mir das Teil eventuell anfertigen kann. Ich erwarte auch nicht, dass das jemand umsonst für mich macht. Für eine (fast hätte ich jetzt gesagt hobbymäßige) Eigenbaulösung kann man aber vielleicht anders rechnen als für den gewerblichen Verkauf. Das ist wie beim Blumenpflanzen im Garten.

Wo das preislich dann am Ende herauskommt, steht für mich derzeit noch völlig in den Sternen, weil mir in diesem Bereich konkrete Erfahrungswerte fehlen. Vielleicht werde ich den Adapter am Ende doch bei CL bestellen und wenn es so kommt, kann ich den wahrscheinlich noch mehr wertschätzen.

Engagierte Grüße
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juli 03, 2020, 00:38:46 VORMITTAG
Hallo nochmal,

inzwischen habe ich mir ein Provisorium gebastelt, u. a. um meine Annahmen und die Angabe von Motic zu überprüfen und außerdem ob meine Kamera so funktioniert, wie ich das gehofft hatte.

Zunächst mal war ich überrascht, wie man schon mit einfachsten Mitteln (Papprolle, Fotoapparat, Stativ) relativ schnell zu überraschend guten Ergebnissen kommen kann. Komfortabel war es natürlich nicht. Interessant war für mich aber, dass ich nur mit dem 4x Objektiv die Rundungen ähnlich wie auf der Seite von CL im Bildausschnitt habe. mit dem 10x sehe ich die nur noch in den äußersten Ecken des Kamerabildes, darüber gar nicht mehr. Trotzdem schien mir - bei 90 mm Abstand von OK Tubus bis zur Senorebene - der Ausschnitt, der im Trinotubus sichtbar / fotografierbar war, größer zu sein, als das Bild im Okular. Mich hat es letzte Nacht spontan überkommen, und jetzt frage ich mich, ob ich da überhaupt richtig hingeschaut habe. Klingt das für Euch plausibel oder kann es jemand bestätigen (Peter vielleicht)?

Freundliche Grüße
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: JB in Juli 03, 2020, 11:02:55 VORMITTAG
Zitat von: D. Mon in Juli 03, 2020, 00:38:46 VORMITTAG
Trotzdem schien mir - bei 90 mm Abstand von OK Tubus bis zur Senorebene - der Ausschnitt, der im Trinotubus sichtbar / fotografierbar war, größer zu sein, als das Bild im Okular. Mich hat es letzte Nacht spontan überkommen, und jetzt frage ich mich, ob ich da überhaupt richtig hingeschaut habe. Klingt das für Euch plausibel oder kann es jemand bestätigen (Peter vielleicht)?

Ja, wie ich schon ganz zu Anfang schrieb, der Ausschnitt auf dem Sensor ist SFZ 26 (das ist die Diagonale des Sensors!), der durch die Okulare SFZ 22, also kleiner.
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juli 10, 2020, 15:46:41 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

ich habe noch eine kurze Zwischenfrage für jemand anderen, die auch Mikrofotografie, machen möchte.
Sie hat einen Adapter (soweit ich weiß ohne Optik), mit dem eine C-Mount Mikroskopkamera angeschlossen werden könnte.
Passt dieser hinsichtlich der Länge grundsätzlich auch für eine DSLR (Canon) mit C-Mount Objektivanschuss oder kann es sein, dass sie ein Ofenrohr mit einer anderen Länge braucht?

Danke und schöne Grüße
D.Mon

PS: Ich selbst komme auch langsam voran. Immerhin habe ich jetzt schon den passenden T2-Ring.
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Christian Linkenheld in Juli 10, 2020, 16:05:27 NACHMITTAGS
Hallo,

eine DSLR kann nicht am C-Mount 1X adaptiert werden.
Zunächst passt hier das Auflagemaß nicht (das Bild entsteht vor dem Kamerasensor - der Adapter ist also zu lang). Zweitens ist der Bildkreis zumindest für Sensoren mit APS-C-Sensor oder gar größer zu klein. Eine Ausnahme sind Systemkameras mit nach dem MicroFourThirds-Standard (MFT). Diese haben ein Auflagemaß, das nur ganz wenig größer ist, als beim C-Mount. Mit speziellen Adaptern C-Mount an MFT bekommt man das zu den Okularen parfokal. Zudem sind die MFT-Sensoren kleiner, als APS-C. Hier hat man nur ganz in den Ecken eine Abschattung.

viele Grüße

Christian
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juli 10, 2020, 16:23:50 NACHMITTAGS
Hallo Christian,

viele herzlichen Dank. Ich werde das so weitergeben.

Freundliche Grüße
Martin
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Klaus Wagner in Juli 10, 2020, 19:26:02 NACHMITTAGS
Hallo D Mon,

ich kenne die Spiegelreflexkamera nicht, kann aber aus eigener Erfahrung folgendes berichten: Ich hatte eine Nikon D5100 an mein Mikroskop adaptiert. Das war halt praktisch, weil ich die sowieso schon hatte. Die Fotos waren aber trotz Spiegelvorauslösung nicht zu 100% scharf. Als Ursache vermute ich mal den Verschluß, der ja trotzdem vor dem Sensor abläuft und geringstfügige Schwingungen erzeugt. Auf Anraten hier im Forum (Peter V?) legte ich mir eine Canon EOS M10 zu. Die gibt´s bei Ebay generalüberholt für recht wenig Geld. Ich habe für meine - ohne Objektiv - so ca. 150€ bezahlt. Praktisch ist die Steuerung der Kamera per Handy mit WLAN. Von hinten durch die Brust ins Auge, aber genial einfach. Diese Kamera kann ich wärmstens empfehlen.

Gruß
Klaus
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juli 10, 2020, 21:12:22 NACHMITTAGS
Ja, danke. Mein Plan sieht so aus:
- erstmal richtiges Ofenrohr beschaffen; Planung läuft.
- dann eigene Kamera richtig testen
- falls nicht perfekt, Canon Body und passenden T2 Ring beschaffen

Meine Kamera kann leider auch den ersten Verschlussvorhang nicht abschalten  bzw. vorher Auslösung schon öffnen. Der Spiegel ist kein Problem. Dadurch, dass die DSLR mit entsprechendem T2 Ring immer auf 55 mm Gesamtauflagemaß kommen sollte, passt das Ofenrohr immer.

Zurzeit fotografiere ich mit einem provisorische Ofenrohr aus Pappe und Stativ. Geht, ist aber unbefriedigend. Überraschenderweise kann man sogar freihändig mit dem Smartfon durchs Okular fast passable Fotos schießen. Würde man sich da eine passende Auflage basteln, könnte man auch das optimieren.

Grüße
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: jcs in Juli 10, 2020, 21:30:02 NACHMITTAGS
Hallo d.mon,

wie Christian Linkenheld oben geschrieben hat, sind mft-Kameras (gibt's gebraucht vermutlich ab 150Euro) bezüglich Chipgröße und Auflagemaß fast ideal für Mikroskope mit Unendlichoptik. Bei diversen Online-Shops gibt es um wenige Euro den C-mount-->mft-Adapter. Dann brauchst Du nur das Ofenrohr, ohne jegliche Optik. Kleine schwarze Ränder in den Ecken hat man, aber die kriegt man leicht durch Beschneiden des Bildes weg. Parfokalität kann man durch Einstellung der Okulare herstellen, und so hat man eine sehr günstige und doch professionelle Lösung. Und die 16-20MPix der handelsüblichen mft-Kameras reichen locker aus, um die verfügbare Bildinformation aufzuzeichnen. Ich verwende die Panasonic G9, das Schwenkdisplay ist da sehr praktisch, bei Bedarf kann man die Kamera auch direkt an einen Monitor anschließen, um vom PC unabhängig zu sein.

Bei den größeren Chips (APS-C, KB) braucht's eine Vergrößerungsoptik im Adapter, wenn man nicht den halben Sensor ungenutzt lassen will. Und das kann dann recht teuer werden.

LG

Jürgen
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juli 12, 2020, 14:48:26 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

zunächst mal möchte ich mich bei Euch allen ganz herzlich bedanken für die fantastische Unterstützung in diesem und in anderen Threads (teils auch in solchen, wo ich nur mitlese). Einiges von dem was ich hier gelernt habe, habe ich an eine Mikroskopieren weitergegeben, was die dazu veranlasst hat, ihre kürzlich erworbene Mikroskopkamera zurückzuschicken. Jetzt will sie auch ein Ofenrohr und einen Canon Body  :).

Als zweites wollte ich Euch meine Beobachtung  mitteilen, dass anscheinend jedes (der zumindest manches) Objektiv ein unterschiedlich großes Zwischenbild projiziert. Jedenfalls sehe ich mit meinem Ofenrohr-Provisorium nur bei einem Objektiv die Ränder (jetzt habe ich schon wieder vergessen, bei welchem) bei Sensorgröße 23,5 x 15,6 mm (Diagonale = 28,2 mm). Eins der Zwischenbilder ist deutlich größer als alle anderen.

Zu guter letzt wollte ich mal beispielhaft zeigen, was ich mit meinem Provisorium bisher für Ergebnisse erzielt habe. Damit das hier nicht zu unübersichtlich wird, habe ich die Bilder in meine Cloud (https://cloud.chaos-net.de/index.php/s/oLWaZXfNMDYe2tE) geladen und poste unten nur mein aktuelles Prov.. Alle Bilder sind unbeschnitten und unbearbeitet. Bildgröße war (versehentlich) auf S gestellt, also 2448 × 1376. Ich hab im Augenblick nur nachts Zeit für so was, da ist die Konzentration halt nicht mehr taufrisch  8).

Mir ist klar, dass da hinsichtlich Herstellung der Präparate, Einstellung des Mikroskops und natürlich Fotografie noch deutlich Luft nach oben ist. Dafür, dass ich gerade erst anfange, bin ich aber doch erfreut, was man schon erkennen kann.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/279154_22687807.jpg)

Herzliche Grüße
D. Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: jcs in Juli 12, 2020, 18:15:27 NACHMITTAGS
Hallo d.mon,

das ist schon überraschend, dass Deine Objektive einen so großen Bildkreis haben, das macht dann einiges leichter. Hat das Panthera Unendlich- oder Endlichoptik? Vielleicht kannst Du ja einal mit einem dünnen und ebenen Objekt ausprobieren, wie plan das Bildfeld am Rand ist. Auf den ersten Bick sieht die Auflösung bei Deinen Bildern am Bildrand ja ganz gut aus.

LG

Jürgen
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in Juli 12, 2020, 22:45:02 NACHMITTAGS
Hallo D.Mon,

die Bilder der Zwiebelepidermis - bei denen man nur links unten die Vignettierung sieht - lassen mich eher darauf schließen, dass die provisorische Adaption nicht 100prozentig parzentrisch ist (also die KIamera nicht wirklich absolut mittig sitzt).

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juli 12, 2020, 23:22:26 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

Das Panthera hat Unendlichoptik. Anstelle eines ebenen Objekts (wüsste gar nicht, was ich da konkret nehmen sollte) könnte ich vielleicht gelegentlich mit dem Lineal und einer Reissnadel mal einige Kratzer (rechtwinkliges Gitter) in einen Objektträger ritzen. Damit warte ich aber lieber, bis ich meine Papprolle durch was "anständiges" ersetzen kann.

Die Kamera sitzt mit Sicherheit nicht perfekt, weder zentrisch noch hundertprozentig waagrecht. Das ist alles mehr oder weniger freihändig am Stativ hingefummelt. Meine Absicht war es, mal mit einfachen Mitteln einen ersten groben Eindruck zu gewinnen, was denn mit der geplanten Adaption möglich sein könnte. Die Vignettierung links unten ist schon der Rand des Bildkreises und die Kamera muss bei diesen Bildern tatsächlich azentrisch ausgerichtet gewesen sein.

Gruß
Martin
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: olaf.med in Juli 12, 2020, 23:28:17 NACHMITTAGS
Es ist schon ganz erstaunlich, dass man mit einer Diskussion über eine Kameraadaption via "Ofenrohr-Adapter", die ja an Schlichtheit nicht mehr zu überbieten ist und sicher bereits zig-tausend Mal durchgeführt wurde - die nachweislich schon mit einer Klopapier-Rolle funktioniert - einen Thread mit 47 Beiträgen generieren kann.

Respekt, oder sehe ich da etwas falsch?

Gute Nacht, Olaf
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in Juli 13, 2020, 16:03:00 NACHMITTAGS
Hallo,

es ist richtig, dass die nun gefundene Lösung sehr einfach ist und dass man vielleicht auch schneller hätte dazu kommen können.

Andererseits bestanden für mich als Anfänger zunächst viele Fragen und Unklarheiten. Braucht man einen Adapter mit Optik oder nicht, braucht man an der Kamera ein Objektiv, ist meine Kamera überhaupt grundsätzlich geeignet, welchen Bildausschnitt projiziert die Tubusoptik, wie müssen die Abmessungen eines Adapters sein, um nur mal einige zu nennen. Ich habe mich bemüht möglichst viele der Fragen zunächst durch Nachlesen der verfügbaren Informationen in Eigeninitiative zu klären, wobei auch ich auf die eine oder andere widersprüchliche Aussage gestoßen bin. Erst dann habe ich mich überhaupt an das Forum gewendet.

Ich bin Euch allen für Euer Interesse, Eure Geduld und Eure Unterstützung sehr dankbar und hoffe, dass ich das - trotz meiner zahlreichen Fragen -nicht über Gebühr strapaziert habe.

Herzliche Grüße
Martin
PS: nicht Klopapier, sondern Küchenrolle
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in August 19, 2020, 07:49:24 VORMITTAG
Hallo zusammen,

ich habe ja inzwischen schon seit einiger Zeit den Adapter, den Olaf mir mit sehr viel Geduld bei der letztendlichen Konzeption schließlich hergestellt hat. Vielen Dank noch einmal dafür.

Leider habe ich nicht so viel Zeit, um mich damit zu beschäftigen, wie ich es gerne hätte, deswegen hat es jetzt eine ganze Weile gedauert, bis ich über die Testphase hinausgekommen bin. So langsam gelingen mir Bilder, die man vielleicht auch mal zeigen kann, und deswegen werde ich wohl demnächst diese Drohung wahrmachen:

Zitat von: D.Mon in Juni 26, 2020, 12:40:34 NACHMITTAGS
....
Zitat von: TPL in Juni 25, 2020, 23:49:48 NACHMITTAGS
...
Ich sage aber mal vorsichtig voraus, dass dabei nicht selten ein Ausschnitt bleiben wird, der auch in Richtung Quadrat geht.
Das ist schon möglich. Ihr werdet jedenfalls die ersten sein, die es erfahren werden. Versprochen  :).

Ich versuche mir gerade eine Systematik anzueignen, damit die Bilder ein durchgängiges Layout erhalten können - mit einigen Varianten, die ich für notwendig halte, damit das System nicht zum hemmenden Diktat sondern zur qualitätsverbessernden Hilfe wird. Ich möchte u. a.  die Bilder - neben dem obligatorischen Maßstab - standardmäßig mit einigen Informationen versehen.

Und da frage ich mich gerade, wie man wohl die Vergrößerung halbwegs sinnvoll angeben kann. Die Vergrößerung, wie man sie im Okular sieht, ist da m. E. eher ungeeignet, weil das Bild ja nur vom Objektiv vergrößert wird. Nur die Objektivergrößerung anzugeben scheint mir auch nur bedingt geeignet, wobei ich das wohl machen werde, wenn mir nichts besseres mehr einfällt (mit Eurer Unterstützung). Das Ganze auf die Bildschirmdarstellung hochzurechnen führt zwar zu etwas "realistischeren" Angaben, erfordert aber die Festlegung gewisser Annahmen bezüglich Auflösung des Wiedergabegeräts. Was erscheint Euch da zweckmäßig?

Danke und Gruß
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: othum in August 19, 2020, 08:07:01 VORMITTAG
Zitat von: D.Mon in August 19, 2020, 07:49:24 VORMITTAG


Und da frage ich mich gerade, wie man wohl die Vergrößerung halbwegs sinnvoll angeben kann.

Üblich ist die Angabe eines Maßstabbalkens, statt einer Vergrößerung. Dieser wird dann zusammen mit der Abbildung/Audruck skaliert, ist somit immer "korrekt". Die Angabe welches Objektiv mit welcher Vergrößerung verwendet wurde, kannst Du ja trotzdem zusätzlich anbringen oder in den EXIF Daten verstecken.

Beste Grüße Oliver
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in August 19, 2020, 19:11:51 NACHMITTAGS
Ja, das ist mir soweit schon klar.
Ich bin nur deswegen darauf gekommen, weil tatsächlich jedes mal, wenn ich meine Bilder im Familien- oder Freundeskreis gezeigt hatte, gefragt wurde, welche Vergrößerung das den jetzt sei. Mit den Objektivvergrößerungen kann eigentlich kaum jemand etwas anfangen. Wenn da 40x, 100x oder 200x steht, ist das für die meisten Laien halt anschaulicher. Wenn man da aber keine halbwegs vernünftigen Angaben machen kann, lass ich die Idee wieder fallen und mir weiterhin Löcher in den Bauch fragen  :).

Schöne Grüße
D.Mon
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: witweb in August 19, 2020, 19:49:52 NACHMITTAGS
Hallo D.Mon,

dann gib doch an, wie breit das Bild auf der Objektseite ist. Ich mache das schon lange so und benenne in der Regel meine Bilder auch entsprechend. Beispiel: Diamant 2 BB=1,1 mm.jpg.
Da kann sich jeder etwas vorstellen.

Viele Grüße

Michael
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: othum in August 19, 2020, 21:27:08 NACHMITTAGS
Zitat von: D.Mon in August 19, 2020, 19:11:51 NACHMITTAGS
Ja, das ist mir soweit schon klar.
Ich bin nur deswegen darauf gekommen, weil tatsächlich jedes mal, wenn ich meine Bilder im Familien- oder Freundeskreis gezeigt hatte, gefragt wurde, welche Vergrößerung das den jetzt sei. Mit den Objektivvergrößerungen kann eigentlich kaum jemand etwas anfangen. Wenn da 40x, 100x oder 200x steht, ist das für die meisten Laien halt anschaulicher. Wenn man da aber keine halbwegs vernünftigen Angaben machen kann, lass ich die Idee wieder fallen und mir weiterhin Löcher in den Bauch fragen  :).

Schöne Grüße
D.Mon

Aber genau dafür gibt es doch den Maßstabsbalken. Wenn da ein Balken ist, an dem zB "50µm" dran steht, kann man doch den Leuten veranschaulichen, welche Vergrößerung das ist....

Beste Grüße, Oliver
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera - Maßstab einfügen?
Beitrag von: Peter Reil in August 19, 2020, 21:44:27 NACHMITTAGS
Hallo Martin,

natürlich kannst du einen Maßstabsbalken in jedes Bild einfügen. Sogar direkt auf dem Objekt, wenn du möchtest. Damit auch der letzte "Dubel" sofort sehen kann, wie groß das abgebildete Teil ist.

Etwas dezenter ist ein Maßstabsbalken am Bildrand. Noch dezenter, außerhalb des Bildes.

Die Frage ist eigentlich -was willst du?

Wenn es dir wichtig ist, mache einen Maßstab, wohin auch immmer. Wenn du ein Foto ästhetisch gestalten willst - welchen Sinn macht dann ein Maßstabsbalken?

Freundliche Grüße
Peter
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Gerd Schmahl in August 19, 2020, 22:22:08 NACHMITTAGS
Hallo Martin,
ein Beispiel als Anregung. Ich möchte aber bemerken, dass in das Bild geschriebene Informationen schwer zu korrigieren sind. Wenn ich nun z.B. zwei Jahre später feststelle, das das gar kein Schöllkrautsamen ist sondern xyz, habe ich ein Problem.
LG Gerd
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: othum in August 20, 2020, 09:33:03 VORMITTAG
Zitat von: plaenerdd in August 19, 2020, 22:22:08 NACHMITTAGS
Hallo Martin,
ein Beispiel als Anregung. Ich möchte aber bemerken, dass in das Bild geschriebene Informationen schwer zu korrigieren sind. Wenn ich nun z.B. zwei Jahre später feststelle, das das gar kein Schöllkrautsamen ist sondern xyz, habe ich ein Problem.

Hallo Gerd,

das Problem lässt sich aber lösen, indem man nicht direkt in die JPG Dateien schreibt, sondern eine Software benutzt, die Ebenen beherrscht oder sonstwie Objekte nutzt und in proprietäre Dateien speichert. Von da raus kann man dann bei Bedarf als JPG exportieren.

Ich mache das mit LR/Photoshop, JPGs erstelle ich überhaupt nur zum Zeigen im Netz. Dort verschlagworte ich auch die Aufnahmen, um die Bilder wiederzufinden... Es gibt aber auch diverse (kostenlose) Alternativen, zB GIMP.

Beste Grüße, Oliver
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Gerd Schmahl in August 20, 2020, 13:02:47 NACHMITTAGS
Hallo Oliver,
ich habe das Bild mit seinem Rahmen und dem Text auch mit GIMP erstellt, allerdings scheue ich mich, die riesigen GIMP-Dateien mit ihren Ebenen als solche zu speichern, weil ich sie nur mit GIMP öffnen kann und nicht mit einem normalen Bildbetrachter. Ich nutze deshalb nur wenige solcher Dateien als Vorlagen, wo z.B. die Rahmen schon hinterlegt sind oder die Meßbalken für bestimmte Kombinationen von Objektiven bei verschiedenen Bildgrößeneinstellungen der Kamera. So kann ich ganz schnell einen passenden Meßbalken einfügen.
LG Gerd
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: othum in August 20, 2020, 13:36:05 NACHMITTAGS
Zitat von: plaenerdd in August 20, 2020, 13:02:47 NACHMITTAGS
Hallo Oliver,
ich habe das Bild mit seinem Rahmen und dem Text auch mit GIMP erstellt, allerdings scheue ich mich, die riesigen GIMP-Dateien mit ihren Ebenen als solche zu speichern, weil ich sie nur mit GIMP öffnen kann und nicht mit einem normalen Bildbetrachter. Ich nutze deshalb nur wenige solcher Dateien als Vorlagen, wo z.B. die Rahmen schon hinterlegt sind oder die Meßbalken für bestimmte Kombinationen von Objektiven bei verschiedenen Bildgrößeneinstellungen der Kamera. So kann ich ganz schnell einen passenden Meßbalken einfügen.
LG Gerd

Hallo Gerd,

so mache ich das auch, ich habe eine PS Datei mit den Maßstabsbalken, die ich mit Copy&paste einfüge. Meine ganze Bildverwaltung mache ich mit LR, und das kann auch PS Dateien anzeigen, daher funktioniert das schnell und gut. Und Speicherplatz ist heutzutage kein Problem mehr, selbst wenn man wie ich alle Rohdateien (36MPx) speichert, plus ggf. PS Dateien...

Beste Grüße, Oliver
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in August 20, 2020, 18:28:36 NACHMITTAGS
Vielen Dank für Eure zahlreichen Beiträge, die ich alle auch nachvollziehen kann.
Ich bin ja auch schon wieder davon abgekommen, einen Vergrößerungsfaktor angeben zu wollen.

Wie ich oben schon schrieb, wurde ich halt trotz Maßstabsbalken von Kindern wie auch von Erwachsenen immer wieder nach dem Vergrößerungsfaktor gefragt worden. Meine Nichten haben - was ich sehr gut finde - in der Grundschule ein (Auflicht)Mikroskop im Klassenzimmer stehen. mit 200 µm können die nichts anfangen mit 100x Vergrößerung schon.

Was das Überschreiben von jpg oder anderen Bilddateien angeht. am Mac kann man das äußerst einfach mit dem Standardprogramm Vorschau machen, samt Schriftart., -größe- und Hintergrundanpassung.

So, und jetzt habe ich meine ersten Bilder gepostet. Da das jetzt nichts mehr direkt mit diesem Thema zu tun hat, habe ich dafür einen eigenen Thread erstellt, den Ihr bei Interesse sicher leicht findet (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=38292.0). (Mist, jetzt hab ich den im Mikroskopie-Forum und nicht im Mikrofoto-Forum gepostet; kann den jemand verschieben?)

Viele Grüße
D.Mon

PS: Meine Orignalbilder sind noch einmal deutlich größer.
Bis zu welcher (Pixel)-Größe macht es Sinn, Bilder hier im Forum zu posten?
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: witweb in August 20, 2020, 19:45:50 NACHMITTAGS
Hallo D.Mon,

also nach reiflicher Überlegung wäre es wohl doch das Beste, dem Vorstellungsvermögen aller Kinder, wie auch von Erwachsenen und speziell deiner Nichten zu folgen und immer 100x anzugeben.
Den mikroskopie-interessierten Laien etwas von Millimetern oder gar Mikrometern erklären zu wollen, scheint in der Tat wohl etwas abwegig zu sein.

Viele Grüße

Michael
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in August 20, 2020, 20:05:27 NACHMITTAGS
我真的会说中文吗?
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter Reil in August 20, 2020, 20:39:54 NACHMITTAGS
 ;D ;D ;D

Freundliche Grüße
Peter
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: jcs in August 20, 2020, 21:29:50 NACHMITTAGS
Zitat von: plaenerdd in August 19, 2020, 22:22:08 NACHMITTAGS
Hallo Martin,
ein Beispiel als Anregung. Ich möchte aber bemerken, dass in das Bild geschriebene Informationen schwer zu korrigieren sind.
Vor allem kann man die verwendete Schriftart nicht korrigieren, Comic Sans ist ja ein sehr kontroversieller Font (https://praxistipps.chip.de/comic-sans-darum-sollten-sie-die-schriftart-nicht-verwenden_98364).
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: D.Mon in August 20, 2020, 22:01:10 NACHMITTAGS
Sicher?

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/281807_43527150.jpg)
Titel: Re: Adaption DSLR / SLT an Motic Panthera
Beitrag von: Peter V. in August 20, 2020, 22:18:53 NACHMITTAGS
Hallo,

ZitatVor allem kann man die verwendete Schriftart nicht korrigieren, Comic Sans ist ja ein sehr kontroversieller Font.

das wusste ich gar nicht! Interessanter Hinweis. Zu Comic Sans habe ich ein neutrales Verhältnis, solange sie sich nicht in Wandtattoos findet  ;) Wandtattoos sind für mich ein designerischer Offenbarungseid (schlimmer als weiße Tennissocken, Leggings und Jogginghosen zusammen). Und genau so schlimm wie Tattoos auf der Haut (Wegduck  ;))

Hezrliche Grüße
Peter

PS: Apropos Wandtattoos: Dieses Wandtattoo sah ich in einem Altenpflegeheim.... ::)

Oh je, wie kommen wir jetzt nur wieder zurück zu Maßstabsbalken und DSLR-Adaptionen?  ;)