Liebe Pflanzenfreunde,
die Gattung Liguster ist mit ihren 45 Arten von Europa über Kleinasien, Nordpersien bis nach Ostasien, dem indomalayischen Raum und nach Neuguinea und Australien verbreitet.
In Europa ist nur der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare) heimisch.
Bild 01 Blütenstand vom Liguster
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_32001227.jpg)
Foto: Mussklprozz
Wenige Arten werden als Ziergehölze kultiviert und insbesondere in Gärten zur Anlage von Hecken verwendet. Die meisten dieser Arten stammen ursprünglich aus Japan oder China. Liguster wird oft als Schnitthecke gepflanzt.
Dank der großen Regenerationsfähigkeit kann er über Jahrzehnte als wertvolles Heckengehölz verwendet werden, das einen regelmäßigen Rückschnitt gut verträgt.
Systematik:Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Ölbaumgewächse (Oleaceae)
Gattung: Liguster
Art: Gewöhnlicher Liguster
Wissenschaftlicher Name: Ligustrum vulgare
Travialname: Rainweide, Beinholz, Tintenbeere und Zaunriegel
Englischer Name: Liguster
Bild 02 IIlustration: Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_19575591.jpg)
Dieses Werk ist gemeinfrei
Von den Römern wurde die Pflanze Ligustrum genannt. Die Herkunft des Wortes ist ungeklärt, leitet sich vielleicht von lat. ,,ligare" = binden ab.
Der Name ,,Ligustrum" für den Liguster wurde von Publius Vergilius Maro (ein römischer Dichter und Epiker) und Publius Ovidius Naso ( ein antiker römischer Dichter) benutzt.
Die biegsamen Zweige wurden gern zum Körbeflechten verwendet.
Das Holz, im Splint ist bräunlich gelb, im Kern gelbbraun und wurde für kleine Drechslerarbeiten genutzt.
Der Liguster ist giftig ! Vor allem die Früchte, Blätter und die Rinde enthalten mehrere Giftstoffe wie Ligustron, Syringin und Ligstrosid.
Der Gemeine Liguster ist ein sommergrüner, reichverzweigter, 5 – 7 Meter hoher, aufrechter Strauch.
Junge Triebe sind äußerst biegsam und sehr fein behaart, die ältere Rinde ist grau und zeigt zahlreiche winzige Korkwarzen.
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind kurz gestielt, einfach und ganzrandig.
Die Blüten stehen in endständigen oder achselständigen, oft rispigen Blütenständen zusammen. Die zwittrigen, vierzähligen Blüten duften oft. Die vier Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Die vier meist weißen Kronblätter sind röhrig bis trichterförmig verwachsen. Die zwei Staubblätter ragen nicht aus der Kronröhre heraus. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Es werden ein- bis dreisamige Beeren oder Steinfrüchte gebildet.
Die Früchte schmecken bitter, die Samen bewirken Brechreiz, Durchfall und heftige Bauchschmerzen.
Vergiftungen kommen selten vor, wohl wegen des unangenehmen Geschmacks.
Über die Natur der Bitterstoffe ist wenig bekannt.
Die Rinde enthält das Glykosid Syringin, das früher zum Gelbfärben von
Wolle diente.
Spross, Querschnitt, 30 µm
2 Bilder von ungefärbten Schnitten.
Bild 03 Detailaufnahme, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_41962596.jpg)
Bild 04 Detailaufnahme, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_42119052.jpg)
Wacker 3 A - Färbung (Acridinrot – Acriflavin - Astrablau)
1. Schnitte liegen in 30 % Ethanol.
2. Aqua dest. 3x wechseln je 1 Minute.
3. Vorfärbung Acridiorot 8 Min.
4. 1x auswaschen mit Aqua dest.
5. Acriflavinlösung (differenzieren bis gerade keine Farbwolken mehr abgehen - Lupenkontrolle) ca. 30 Sekunden !!!
6. 2 x auswaschen mit Aqua dest.
7. Nachfärbung Astrablau 2 Minute
8. Auswaschen mit Aqua dest. bis keine Farbstoffreste verbleiben.
9. Entwässern mit 2x gewechseltem Isopropylalkohol (99,9 %
10. Einschluss in Euparal
Fotos: Nikon D5000
Bild 05 Übersicht, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_43527150.jpg)
Bild 06 Detailaufnahme mit Beschriftung, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_56200037.jpg)
MP = Markparenchym, PXY = Protoxylem, XY = Xylem, K = Kambium, T = Trachee, ST = Strahl, RP = Rindenparenchym, TR = Trichom, P = Phellem (Korkgewebe), PH = Phloem, SK = Sklerenchym
Bild 07 Detailaufnahme, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_36038289.jpg)
Bild 08 Detailaufnahme, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_55909147.jpg)
Bild 09 Dunkelfeld, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_33420276.jpg)
Bild 10 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_32347029.jpg)
Auflicht Beleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485
Bild 11 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_22687807.jpg)
Blatt, Querschnitt, 35 µm
Bild 12 Übersicht, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_2863675.jpg)
Bild 13 Detailaufnahme, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_25773083.jpg)
Bild 14 Detailaufnahme, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_30631159.jpg)
Bild 15 Detailaufnahme mit Beschriftung, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_7244975.jpg)
PA = Palisadengewebe, SGW = Schwammgewebe, Z = Zellkern, UE = untere Epidermis
Bild 16 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_65204782.jpg)
Auflicht Beleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485
Bild 17 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Gewöhnlicher Liguster Ligustrum vulgare
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures010/278664_49972132.jpg)
Quellen und weiterführende Informationen:
Wikipedia
,,Bäume und Sträucher", ISBN: 978-3-8354-0021-4
Peter A. Schmidt ,,Taschenlexikon der Gehölze", ISBN: 978-3-494-01448-7
Die Informationen für Beschreibungen werden von mir selbst aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Dabei benutze ich sowohl Bücher als auch Internet Quellen. Texte werden anschließend individuell von mir selbst verfasst.
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Für konstruktive Kritik bin ich ebenso offen wie für lobende Worte.
Gruß
Hans-Jürgen
Hallo, meine Beobachtungen zur Haltbarkeit von Frischpräparaten zu Betrachtung unter UV-Anregung ist sehr unterschiedlich. Z.B. Meine Serie von Nadelschnitten, die halten als Nadel bei ca. 20 Grad bis zu 6 Stunden, friert man sie im Gefrierbeutel ein sind das Tage - Auftauen vorausgesetzt.
Bei Astschnitten bin ich zu gleichen Ergebnissen gekommen ...
Algen im Biotopwasser transportiert geht tagelang ...
Achtung: nach der Behandlung mit AFE geht nichts mehr ...
Liebe Grüße
Gerhard