Hallo,
der Binokulartubus an meinem Leitz Laborlux 1 (von der Bauart sehr ähnlich dem des Ortholux) dreht sich sehr leicht, wenn man nur mal kurz mit der Nase dran stößt, ist er schon verdreht. Kann man das irgendwie schwergängiger einstellen? Eine Stellschraube habe ich nicht gefunden.
Vielen Dank für Antworten, Jochen
Hallo Jochen,
wenn der Tubuskopf die übliche Ringschwalbenaufnahme hat mit 3 Klemmflügelchen, sollte der Klemmhebel (außen) mit einer langen Zugfeder unter Spannung stehen. Die reicht normalerweise aus zur Verdrehsicherung.
Selbst ohne die Feder kann man eine gewisse Haltekraft erzeugen, indem man den Klemmhebel von Hand zurückführt und anpreßt.
Herzliche Grüße
Christoph
Hallo Christoph,
es ist kein Ortholux mit Ringschwalbe, sondern ein Laborlux mit Schraubgewinde-Anschluß. Dieser Binokulartubus scheint sehr selten zu sein, nicht einmal ortholux hat ihn in Original gesehen.
Gruß, Jochen
Hallo Jochen,
Am Rändel des Übergangs zum Tubus sehe ich seitlich eine Madenschraube und vermute, dass sich nach Lösen dieser Fixierschraube der Rändelring anziehen lässt, um die Friktion zu erhöhen.
--- ohne Gewähr ---
Herzliche Grüße,
Alfons
Hallo Alfons,
vilen Dank für Deine Antwort, auf dem Foto sieht das zwar so aus, es ist aber lediglich Dreck, da ist keine Madenschraube. Das komplette Mikroskop war in einem unsagbar versifften Zustand, vielleicht hat es der Vorbesitzer regelmäßig komplett eingeölt (ich habe tatsächlich solche Ratschläge gelesen!), zudem muß er ein starker Raucher gewesen sein, es war über und über mit braunem Nikotin-Teer überzogen. Ich bin mit der Reinigung immer noch nicht ganz fertig.
Gruß, Jochen.
Hallo Jochen,
Das macht die Sache wohl noch einfacher: Der Binokular-Aufsatz ist über die gerändelte Überwurfmutter mit dem unteren Teil des Tubus verbunden. Da müsste es ausreichen, diesen Rändelring anzuziehen.
Falls sich der Ring nicht drehen lässt: Einen Fahrradschlauch in feine Streifen schneiden und diese mehrfach um den Ring wickeln. Das erhöht das Drehmoment durch Vergrößerung des Durchmessers und bessere Griffigkeit. Mit Zangen und ähnlichen Werkzeugen wäre das Risiko der Beschädigung sehr hoch.
Viel Erfolg!
Alfons
Hallo Alfons,
der Rändelring ist bereits bis zum Anschlag angeknallt.
Gruß, Jochen.
Dann hilft eventuell eine Unterlegscheibe aus Plastik!
Hallo,
ganz so selten ist das Teil dann doch wieder nicht. Ich hab den Tubus mal rausgedreht und da gibt es eine Nutenmutter ohne Stiftschraube (rote Ellipse) die den Rändelring kontert. Vermutlich muss die Nutenmutter etwas angezogen werden. Das ist nur eine Vermutung - ich habe da noch nicht dran gebastelt. Bezüglich des Werkzeugs, wird man da wohl basteln müssen oder einfach mal die Finger behelfsmäßig einsetzen.
MfG
Holger
Hallo Holger,
vielen Dank für Deine Antwort. Ja, genau so sieht mein Tubus auch aus. Ich habe auch schon vermutet, daß das Anziehen dieses Rings evtl. die Friktion des drehbaren Tubus erhöhen könnte, momentan sitzt er allerdings schon bombenfest, mit den Fingern geht da gar nix. Ich werde mir mal Gedanken über ein passendes Werkzeug machen.
Hast Du auch ein Laborlux?
Gruß, Jochen.
Hallo Jochen,
Das Laborlux I hab ich mir mal auf der Suche nach einem (mit dem Auto) transportabelem Mikroskop für Seminare und Workshops besorgt. Kurz danach bekam ich aber ein besser erhaltenes Laborlux II und bin bei dem geblieben. Es hatte neben der justierbare 30 W Beleuchtung auch einen Zweiblendenkondensor nach Berek und kam inkl. Schrank. Seit dem steht das Laborlux I nur noch als Zeitzeuge und wegen seines kurios, schönen Fußes herum.
Bei der Nutenmutter wurde ich erst einmal eine kleine Menge MoS2 oder WD-40 mit einem Zahnstocher am Gewinde angeben (eventuell wiederholen). Man solle sich immer im Klaren sein, dass der Stoff kriecht und der sollte vorsichtig genug dosiert sein, dass er sich nicht gleich in der nächsten Linsengruppe einnistet. Geduld ist auch wichtig - ich warte locker mal einer Woche bis ich den nächsten (gewalttätigeren) Schritt mit Lederriemen und Zange vorsichtig einleiten würde. Wenn sich dann noch nichts bewegt, muss ein gescheiter Schlüssel her. Mit etwas Geschick könnte man einen Wasserpumpenzange (unter 7 € bei eBay) oder einen Rollgabelschlüssel zuschleifen und der würde dann sogar für unterschiedliche Durchmesser passen. Die optimale Lösung ist jedoch ein passender Schlüssel mit zwei präzise eingreifenden Zapfen (da wird dann auch nichts aus Versehen gedrückt) und den wird man vermutlich selbst fertigen müssen.
Güße
Holger
Hallo Holger,
vielen herzlichen Dank, da werde ich mich mal damit beschäftigen. Ich habe über 30 Jahre in der Entwicklung von Schmierstoffen gearbeitet, das WD-40 und seine vielen Schwächen kenne ich nur allzu gut. Mein erstes Laborlux 1 habe ich in der Firma vor dem Schrott-Container gerettet, das abgebildete kam später für wenig Geld mit Schrank hinzu wegen seines Binokulartubus und des 4-fach Revolvers.
Viele Grüße, Jochen.