Im Zuge der Revision meines verharzten Zeiss Jena Ergaval habe ich ein paar Bildchen beim Zerlegen gemacht. Vielleicht nützt den weiteren Jenaisten ja der ein oder andere Einblick.
Zur Übersicht habe ich hier nur eine Auswahl veröffentlicht. Es gibt noch diverse weitere Bilder, falls eine besondere Ansicht fehlen sollte, schau ich gerne nochmal nach.
Ich entschuldige mich schon jetzt für falsche und/oder unorthodoxe Herangehensweise. Ich freue mich über Korrekturen und Verbesserungsvorschläge.
Viele Grüße, Udo
PS1: "Alternativen für Spezial Werkzeuge Zeiss Jena Ergaval"
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=38564.0
PS2: Danke an Kay Hoerster "Thema: Ergaval Kondensortrieb zerlegen und fetten"
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=2607.0
PS3: Begriffe für die Suchmaschine: Zeiss Jena Ergaval Grobtrieb Feintrieb Feintriebachse Zweilochmutter Bremseinstellung Reibscheibe Stirnlochschlüssel Zweilochschlüssel Vorschraubring
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Hallo Udo,
schöne Einblicke. Was hast Du mit den kaputten Lamellen der Leuchtfeldblende gemacht: Ausgetauscht oder repariert?
An den Grobtrieb habe ich mich bisher noch nicht herangewagt, war aber bisher bei meinen Geräten (ERGAVAL und AMPLIVAL) noch nie mötig. Hast Du alles wieder gut zusammen bekommen, so dass die Triebe spielfrei sind? Welche Fette hast Du benutzt? Die Fixierschrauben für die Schwalbenschwänze von Tubus und Tisch hast Du sicher noch weiter zerlegt, oder? da steckt ja noch eine Feder drin. Hast Du mit Waschbenzin ausgewaschen?
Beste Grüße
Gerd
Hi Gerd,
die eine defekte Lamelle habe ich einfach weggelassen. Die Blende ist auf dem Bild vollständig "geschlossen".
Wer im Raum Berlin eine Lamelle über hat, darf gern gegen ein Bier tauschen :)
Aktuell ist alles noch zerlegt. Ich habe nur wenig Zeit und daher erst einzelne Teile gereinigt. Alles ist ziemlich verharzt und klebrig. Ich vermute zwar, dass ich noch ein "gutes" Exemplar habe, aber der Zerlegeaufwand macht für mich nur Sinn, wenn man dann auch alles ordentlich reinigt.
Ich gehe stark davon aus, dass die interessanten Momente erst beim Zusammenbau auftauchen. Ich wollte aber für alle Interessierten schon mal die Bilder veröffentlichen, da ich sicher noch eine ganze Weile bis zum Endspiel brauchen werde. Ich selbst hab danach gesucht, aber nix gefunden. Sollte ich das Ding jemals wieder zusammen kriegen, gebe ich hier Bescheid.
Ich nutze beim Reinigen bisher: Spüliwasser, Ballistol, Brennspiritus und Mechanik. Ballistol und Pinsel funktioniert ganz gut, aber da ich keine Langzeiterfahrung habe, kann ich keine echte Empfehlung geben.
Ich werde beim Trieb "OSIM HL-FGF5" verwenden - keine Ahnung wie das Zeug in 40 Jahren aussieht :)
Wenn es nicht nötig ist, sollte man den Trieb nur gegen viel Langeweile zerlegen. Bei mir ging der Feintrieb super, aber der Grobtrieb nur mit Gewalt. Da ich die Bremse nicht lösen konnte, hab ich mich fürs reinigen entschieden. OK, ok, ich wollte natürlich auch sehen wie's von innen aussieht..
Viele grüße, Udo
Hallo Udo,
Ein interessanter Einblick in die Konstruktion!
Allerdings zähle ich in der Aperturblende 5 fehlende Lamellen, was sich doch sehr störend bemerkbar macht. Das Einfädeln der 'darunterliegenden' Lamellen ist eine reizvolle Beschäftigung für lange Herbst- und Winterabende.
Wenn die Lamellen leicht verbogen sind - wie im vorliegenden Fall - empfiehlt es sich, diese mit einem zähen Fett zusmmen zu 'kleben', so dass sie nicht ständig aus den Sitzen rutschen, wenn man die Letzten unter die Darüberliegenden einfädeln muss. Am besten gelingt dies mit einer feinen Uhrmacherpinzette.
Die Lamellen sollten dabei ganz geöffnet sein und einen sauberen Ring bilden. Dann fügt sich auch die Deckplatte mit den Schlitzen passend ein. Diese muss ja eine genau definierte Position haben, sonst bleibt die Blende halb offen oder schliesst sich zu weit. Nicht vergessen, diese richtige Position bei offener Blende vor der Demontage zu notieren!
Das Fett wird nach der Montage, wenn alles funktioniert, wieder mit Waschbenzin entfernt. Dazu das Teil im Benzin mehrmals öffnen und schließen. Ev. Benzin wechseln.
Viel Erfolg - bei mir hat es vor zwei Wochen über eine Stunde gedauert, bis ich eine ziemlich vermurkste Zeiss-Blende wieder zusammen gebaut hatte. An meinem Exkursions-Tümpelmikroskop war die Blende irgendwann mal geölt oder gefettet worden. Vermutlich von mir selbst. Bei Temperaturem um Null Grad wurde das Fett steif und eine Lamelle ist dadurch aus dem Sitz gesprungen.
Also nie ölen oder fetten - bzw die Blenden wieder gründlich mit Benzin auswaschen.
Herzliche Grüße,
Alfons
Hallo Alfons,
Bild IMG_20200829_125329 zeigt alle Lamellen, nur die zerstörte unten links fehlt bei Bild IMG_20200829_132146.
Sollten insgesamt mehr als eine Lamelle fehlen, habe ich das Ergaval mit zu wenig gekauft.
Viele Grüße, Udo
Liebe Mikroskopie-Foristen,
hier die weiteren Zerlege-Bilder zur Revision meines Zeiss Ergaval Mikroskop. Endlich hatte ich auch die nötige Zeit, das Ergaval wieder zu Komplettieren, sowie meine Dokumentation hier einzustellen.
Ich hoffe die Bilder helfen Interessierten bei eigenen Arbeiten. Insbesondere habe ich diese Beiträge erstellt, da ich bei meiner Recherche im Vorfeld wenig konkretes finden konnte.
Als eigentliche Schwierigkeit sehe ich in der Hauptsache die nötigen Spezial-Schlüssel, bzw. deren Substituierung. Vielleicht finden sich ja im Forum Experten mit den entsprechenden Werkzeugen, die hier oder im Beitrag "Alternativen für Spezial Werkzeuge Zeiss Jena Ergaval" https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=38564.0 das ein oder andere Bild einstellen können.
Für alle, die sich ans Eingemachte nicht rantrauen: Wenn ich das kann, sollte es für die meisten ebenfalls möglich sein.
Viele Grüße, Udo
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Hallo Udo,
herzlichen Dank für diese ausführliche Fotostrecke! Das Mikroskop ist ja ein weit verbreitetes Modell und das wird sicher dem einen oder anderen noch nützen, zumal manche Teile ja auch an anderen Modellen der MICROVAL-Serie verbaut sind bzw. sehr analog gebaut.
Beste Grüße
Gerd
Hallo Udo,
vielen Dank für die tollen Bilder! Ich hab gestern die gleiche Reparatur gehabt. So ziemlich jeder Trieb war fest oder schwergängig. Jetzt läuft wieder alles wie Butter.
Die meiste Verzweiflung brachte mir der Sicherungsstift vom Kondensorträger. Im Endeffekt habe ich ihn mit einem Brenner warm gemacht und durch die Öffnung der Madenschraube mit Zahnarztbesteck raus gedrückt. Hab da vorher bestimmt 1,5 Std. alles probiert.
Ohne deine Bilder hier, wäre das wohl eine ziemliche Expedition geworden. :) Spezialwerkzeug musste ich mir nicht basteln. 2 gute Sprengringzangen haben ausgereicht.
Beste Grüße ebenfalls aus Berlin
Johnny
Hallo Tohuvabohu,
freut mich wenns geholfen hat.
Ich biete das Mikroskop aktuell zum Verkauf an, falls Du Interesse haben solltest..
Viele Grüße, Udo