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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Krishan in September 19, 2020, 20:01:28 NACHMITTAGS

Titel: Varroamilben
Beitrag von: Krishan in September 19, 2020, 20:01:28 NACHMITTAGS
Hi zusammen, da ich nicht nur Mikroskopie als Hobby betreibe, sondern auch Imker bin, würde ich gern Dauerpräparate von Varroamilben herstellen. Die Biester sind m.E gut durchgetrocknet, muss ich da die ganze Ethanol-Reihe durchgehen, oder kann ich sie gleich in Euparal packen?

Falls jemand Interesse an toten Milben hat, kann ich gern welche schicken. Ich habe ziemlich viele davon.

Gruß
Krishan
Titel: Re: Varroamilben
Beitrag von: Harald Schmitt in September 19, 2020, 20:06:35 NACHMITTAGS
Hallo Krishan,

auweia muss ich dann sagen. Mein Papa war auch Imker.

Gruß aus dem Taunus Harald
Titel: Re: Varroamilben
Beitrag von: Krishan in September 19, 2020, 20:19:46 NACHMITTAGS
Hallo Harald, bei der Varroabehandlung mit Ameisensäure im Spätsommer ist es leider heute normal, dass da einige tausend Milben fallen. Habe jetzt einfach mal von zwei Völkern die Leichen aufgefangen.
Gruß
Krishan
Titel: Re: Varroamilben
Beitrag von: JB in September 19, 2020, 21:06:01 NACHMITTAGS
Zitat von: Krishan in September 19, 2020, 20:01:28 NACHMITTAGS
Die Biester sind m.E gut durchgetrocknet, muss ich da die ganze Ethanol-Reihe durchgehen, oder kann ich sie gleich in Euparal packen?

Hallo Krishan,

Ohne Mazaration und Aufhellung erhaelt man meist schlechte Praeparate.  Es gibt eine grosse Zahl verschiedener Protokolle fuer die Praeparation von Milben, die folgende Methode ist also nur eine von vielen.

Zunaechst muss das Milbengewebe durch Mazaration abgebaut werden. Am besten durch Aufbewahrung in 40 % Milchsaeure (mind. 2 Wochen; Erwaermen beschleunigt den Vorgang) oder traditionell mit 5 % Natronlauge (Schutzbrille!; aus Arbeitsschutzgruenden sollte Natronlauge auf keinen Fall - wie frueher praktiziert - erwaermt werden).

Dann auswaschen, Alkoholreihe und Einbettung in Glyceringelatine, Berlese (halten ein paar Jahre) oder Euparal, Balsam (haelt dauerhaft). Je nach Brechnungsindex der Milben sehen die Praepaarte alle etwas unterschiedlich aus.

https://www.researchgate.net/publication/264549343_A_Method_for_Preparing_Permanent_Specimens_of_Mites_with_Canada_Balsam

Beste Gruesse,

Jon
Titel: Re: Varroamilben
Beitrag von: Bernhard Gutwenger in September 20, 2020, 18:10:50 NACHMITTAGS
Hallo Krishan,

Im "Mikrokosmos" Heft 7/1984 war eine Anleitung zur Einbettung in Polyvinyllactophenol.
(pdf - Anhang unter dem 2. Bild)
Das 2. Bild von mir ist eine Dunkelfeldaufnahme.

Schönen Abend,
Bernhard G.
Titel: Re: Varroamilben
Beitrag von: A. Büschlen in September 20, 2020, 19:20:53 NACHMITTAGS
Hallo Krishan,

zu diesem Thema ein Link aus diesem Forum: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=16864.0

Gruss Arnold
Titel: Re: Varroamilben
Beitrag von: Krishan in September 22, 2020, 17:50:22 NACHMITTAGS
Danke für die Tipps. Das hilft mir sehr viel weiter.
Titel: varroamilbe meines imkers
Beitrag von: güntherdorn in September 23, 2020, 21:52:25 NACHMITTAGS
und noch´n foto in hoyer-faure-einbettung.
ist zwar etwas zu stark aufgehellt, aber innenleben gut zu erkennen.
ciao,
güntherdorn
Titel: Re: Varroamilben
Beitrag von: Herbert Dietrich in September 24, 2020, 08:08:49 VORMITTAG
Hallo Krishan,

gut durchgetrocknet ist nicht gerade die beste Voraussetzung, da bleiben meist Luftblasen in der Milbe.
Ich würde die Biester in Wasser mit etwas Spüli einweiche, dann mit Isopropanol entwässern und dann in Euparal einbetten.
Du kannst ja auch von getrockneten Dauerpräparate sofort herstellen. gib einen tropfen Isopropanol zu den Milben auf dem Objektträger, lasse das ISO nicht ganz verdunsten und decke in Euparal ein. Wenn Du Glück hast klappt das auch so.

Ich begann mit der Imkerei, das war das Wort Varroa noch unbekannt, da kämpften wir mit der Tracheen-Milbe.

Ich habe nun keine Bienen mehr, aber die Bienen haben mich! Ich bin beratender Zuschauer, bei meinem Sohn. Wir schauten nach der Ernste seine Vier Völker
Wabe für Wabe durch, ohne Schleier, ohne Handschuhe., natürlich etwas Rauch. Das war bei meinen Bienen undenkbar (30 Völker)
So ändern sich die Bienen und auch die Leute.

Herzliche Grüße

Herbert