Hallo Fachleute,
ich bade gerade einen Pilz in Paraffin und werde ihn demnächst schneiden. Was ist denn die empfehlenswerteste Färbung für Pilzgewebe?
Grüße
Carsten
Hallo Carsten,
wenn vorhanden, nimm Methylenblau!
Hallo Carsten,
oder Baumwollblau.
LG Gerd
Hallo Carsten,
ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis! Um welche Pilzart handelt es sich denn?
Viele Grüße
Bernd
Hallo Carsten,
das wäre auch meine erste Frage gewesen: Was für ein Pilz?
Je nachdem, was du dann sehen möchtest, würde ich die Färbung ausrichten.
Freundliche Grüße
Peter
PS: Die Puristen unter den Pilzlern färben gar nicht! :)
Hallo,
ich bin ja kein Pilzfachmann, ist wohl nur ein Champignon: Macrotyphula verm. fistulosa. :D
Oder etwas sehr ähnliches.
Carsten
Hallo Carsten,
bei dem ist alles mehr oder weniger farblos. Baumwollblau ist also eine gute Idee.
Freundliche Grüße
Peter
Hallo,
Hämatoxylin-Eosin funktioniert auch gut.
LG,
Alf
Liebe Pilzschnipsler,
ich färbe meine Paraffinschnitte von Pilzen (Mikrotom, 8µm und dünner) seit längerer Zeit am liebsten mit
Pianese plus Lichtgrün
(Rezepturen sind in der allgemein bekannten Mikroskopiegrundliteratur und auch bei Eisner, enthalten).
Folgend mein prinzipielles Vorgehen:
- Schnittherstellung, -streckung, -aufklebung auf Objektträger lege artis (,,nach den Regeln der Kunst", da hat wohl
auch außerdem jeder seine eigenen Erfahrungen und bewährten Methoden),
- Entparaffinierung in Xylol, 10 min,
- Isoprop abs, 5 min,
- evtl. noch Collodiumguss zur Fixierung der Sporen einschieben,
- Alkoholreihe weiter abwärts,
- Färbung in Pianese, 3 Stunden,
- gründliche Differenzierung (Isoprop abs 2 min, Ethanol 70%ig 30 sec bei guter Bewegung, Ethanol 96%ig 2 min),
- Lichtgrün, 1 ... 2 min, je nach Dicke der Schnitte,
- Isoprop abs, 30 sec, bei guter Bewegung,
- Isoprop abs, 5 min,
- Xylol, 5 min,
- Einschluss in Neutralbalsam.
Neutralbalsam verwende ich seit 1962, damals von Hollborn, Leipzig, hergestellt. Ich war all´ die Jahrzehnte voll zufrieden,
Färbungen von damals sind noch voll erhalten.
Pianese lässt sich gut und gründlich differenzieren (und dass ist auch notwendig!) – es haftet sehr gut und hochelektiv an den Kernen.
Den Rest der Strukturen färbt dann das Lichtgrün.
Mit freundlichen Grüßen
Gert Flemming
Hallo Gerd,
hört sich spannend an.
Hast du evtl. ein Bild als Beispiel?
Freundliche Grüße
Peter
Hallo Carsten,
hier : https://www.dgfm-ev.de/publikationen/beihefte-z-mykol/beiheft-12-2012-grosspilze-im-mikroskop
findest du 4 PDF die dich weiterführen.
Viel Erfolg.
Arnold Büschlen
Hallo Alf,
ein Bild mit Hämatoxylin-Eosin-Färbung würde mich sehr interessieren!
Viele Grüße - Bernd