Hallo,
bezugnehmend auf Ralfs Beitrag hier https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=39689.0 (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=39689.0) eine Erfahrung von mir.
Ich will nichts schwarz malen und das wird sicherlich nicht immer passieren, aber: Ich habe den Eindruck, dass Laptop Akkus von Geräten, die immer am Netz hängen, bei denen der Akku also nie entladen wird, stark leiden und wenn man pech hat, auch schon mal explodieren (können).
Meine Frau hat so einen von HP. Seit zwei Jahren läd der Akku nur noch zu 30%. Und die sind auch gelogen: nach 5 Minuten ohne Strom fährt Windows herunter.
Seit einem halben Jahr funktioniert die 10er Tastatur nicht mehr, jedenfalls nicht immer.
Im Dezember wollte meine Frau dann doch einen neuen Akku haben. Akku wechseln, kinderspiel :-X. Also im Netzt nach der HP Typenbezeichnung gesucht und für 100 EUR einen nicht originalen, aber "100% kompatiblen" Akku gekauft. Gehäuse aufschrauben. Unterteil abhebeln. Geht nicht :-\. Ich habe das Ding nicht aufbekommen. Mir war auch klar, woran das liegt: die meißten Hersteller haben eine oder zwei Schrauben "versteckt", d. h., dort ist die Vertiefung im Boden ausgegossen oder verklebt. Wenn man die nicht aufbohrt, bleibt die Kiste zu. Zum Aufbohren muss man aber wissen, wo (so ein Schweizer-Käse-Laptop ist irgendwie auch uncool).
Also zum PC-Doktor. Der hat in 10 Minuten den Akku gewechselt:
"Ist aber kein originaler!"
- Nein, aber 100% Kompatibel
"Ja, sagen die Chinesen. Sie haben noch ein Problem."
- Was denn?
"Ich kann den Altakku nicht für Sie entsorgen. Alle 3 Zellen sind aufgebläht, da besteht Explosionsgefahr, die nimmt mir mein Entsorger nicht ab."
Die HP-Akkus bestehen aus 3 ca. 8 x8 cm großen Metallkisten, die mit Schrumpfschlauch zusammen in Form gepresst sind. Sind etwa 5 mm dick. Meine alten waren in der Mitte 8 mm dick und rund gebogen.
Mit den neuen Akkus funktioniert auch die 10er Tastatur wieder, da war wohl aufgrund der Drucks der Akkus etwas verklemmt.
Auch der neue Akku lädt nur zu 40%. Also wieder zum PC-Doktor. Für 200 EUR ein original HP Akku einbauen lassen. Alles ist gut.
Wie entsorgt man nun diese gequollenen Dinger? Ich habe mit einem Zimmermanshammer ein dickes Loch in jede Zelle geschlagen und sie sofort ins Wasser geworfen. Hat 10 Minuten lang geschäumt und geblubbert. Nächste Woche werde ich die wohl in die Tonne werfen.
Diese Lithium-Ionen-Technik ist schon unheimlich.
Grüße
Carsten
Carsten,
I'm not a chemist: but Lithium reacts similarly with water as Natrium does: a very intense reaction with flammable hydrogen and the result is a very caustic solution (so take care getting the cells out of you bucket).
In my study day's some "smart" colleague threw a small Na part into water in the sink: the explosion ruined the entire environment.
Take care, Maarten
Zitat von: Carsten Wieczorrek in Januar 10, 2021, 10:57:12 VORMITTAG
Wie entsorgt man nun diese gequollenen Dinger?
in österreich gehst du damit zum altstoffsammelzentrum.
die nehmen das anstandslos zurück.
und ein 5mm akku der sich auf 8mm aufbläht ist ja noch richtig harmlos.
da gehn auch 2cm ;)
Dies ist der Grund, warum ich als alter Computertechniker einen Desktop-PC habe: weniger Probleme und bessere Bildschirme, außerdem kann er repariert werden. Als Chemiker empfehle ich Ihnen, nicht mit Lithium zu spielen, da es ein starkes Reduktionsmittel ist und sich in Wasser entzündet und explodiert. Die alten Batterien können zu Sammelstellen gebracht werden, hier in Italien sind sie überall und ich glaube auch in Deutschland.
Grüße
Hallo Carsten -
da es sich bei mir auch um ein HP-Gerät handelt, das dauernd am Netz hängt, hier noch ergänzend zu dem was ich dazu in Ralfs Zwirn geschildert habe:
Bei mir schwollen bei einem vor 2 Jahren erworbenen HP Spectre 360 zwei von drei Zellen an - aber noch dicker als von Dir geschildert, wobei allerdings der Akku immer noch eine brauchbare Kapazität hatte. Der Verdacht, dass dies vom Netzdauerbetrieb herrühre wurde durch Nachlesen im Internet unterstrichen.
Nach weiteren Studien habe ich danach beschlossen, lieber einen gebrauchten Originakku einzubauen anstatt einen der "100% kompatiblen". Ich habe einen für stolze 70 € erworben, der wider Erwarten tatsächlich (wie inseriert) noch 90% aufweist, jetzt meist abgeklemmt bleibt, aber im Falle eines Falles zur Verfügung steht. Bei Youtube gab es einen Reparaturanleitung und alles ging problemlos. Details bei Ralf:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=39689.0
Viele Grüße
Rolf
Hallo zusammen,
mein mehrere Jahre alter Acer (17'' Gaming Laptop für 3D-CAD) hatte auch nach ein paar Jahren nur noch wenig Akkukapazität, der Akku war aber noch nicht tot. Ich habe ein neues Original-Akkupack (ca. 70€) eingebaut. Aufgequollen war der alte Akku nicht. Der Laptop hängt auch meist am Netz, aber da kann die Ladeelektronik unterschiedlich mit umgehen. Angeblich sollten ca. 80% ein guter Ladestand für längere Lagerung sein. Mit dem Lagern muss man ein Bisschen vorsichtig sein, die Kapazitätsanzeige überwacht teilweise nur eine Zelle und macht diese vorzeitig leer und kaputt.
Wenn man solche Akkus aufhackt und in die Regentolle wirft, dann sollte diese ziemlich voll sein, sonst ist da zu viel Volumen, in dem sich Gas sammeln kann. ich kenne einen, der hat damit mal seine Kinder zum Staunen bringen - hat geklappt! ::)
Vielleicht besser sein lassen! Jeder Recyclinghof nimmt die Dinger an, zumindest wenn man sie über den Zaun wirft. ;)
Viele Grüße,
Bob
Hallo,
zumindest bei meinem neuen Dell Laptop (Akku ist natürlich nicht mehr ohne Öffnung des Gehäuses wechselbar) wurde das Problem gut umgangen. In der Software des Laptops lässt sich einstellen ab wieviel % Akkuleistung geladen werden soll und bei wieviel % der Vorgang gestoppt wird. Nachdem der Akku beispielsweise die eingestellten 80% Ladung erreicht hat, wird komplett auf Netzbetrieb umgestellt ohne den Akku permanent wieder auf Anschlag zu befüllen. Das verhindert auch das Aufblähen des Akkus (welcher sich aber auch ohne permanente Aufladung durch Alterungsprozesse aufblähen kann).
Viele Grüße
David
Hallo,
ich habe bei Lithium-Ionen-Akkus immer ein ungutes Gefühl, weshalb mir auch ein E-Bike (in dessen Akku ja gewaltige Energien dicht gepackt sind) nicht ins Haus kommen. Explosionen sind zwar extremst selten und meist auf absolut unsachgemäße Handhabung zurückzuführen, aber bei mir bleibt einfach ein mulmiges Gefühl.
Vor ca. 10 Jahren hatte ich ein Sony-Laptop mit ziemlich altem Akku, das Laptop wurde eher wenig genutzt (war aber auch nicht oft am Netz). Eines Tages hörte ich es plötzlich leise zischen und knistern und sah kleine Dampffahnen seitlich des Laptops aufsteigen. Schnell habe ich den Akku herausgenommen und auf einen Balkon befördert, wo er sich weiter aufblähte, stark erhitzte und Dampf abgab. Explodiert ist er nicht und eine richtige Stichflamme gab es auch nicht, aber das Ergebnis hat mir gereicht. Und es war ein originaler Sony-Akku.
Auf YT kann man in hunderten von Videos sehen, was mit einem Li-Ionen-Akku alles möglich ist...
Lange bin ich nach dieser Erfahrung darum herumgeschlichen, bis mir vor ca 6 Jahren das erste iPad ins Haus kam. Ich versuche immer, soweit möglich, Li-Ionen-Akkus zu vermeiden, aber man schafft es in der modernen Welt kaum. Aus alten Laptops, die ich noch benutze, entferne ich die Akkus und entsorge sie. Ich gebe aber zu, dass ich auch etwas nachlässiger geworden bin (offenbar Gewöhnungseffekt) und mich dabei erwische, ein Handy auch schon einmal über Nacht zu laden und mittlerweile 2 iPads, ein Laptop, Handys, Bluetooth-Boxen mit Akku etc. im Haus zu haben... Man kommt um die Mistdinger einfach nicht herum, wenn man moderne Technik nutzen möchte.
Es gibt in meinen Augen einige wirkliche Ärgernisse in diesem Bereich:
1) Leider ist es mittlerweile so, dass sich bei Billig-Laptops auch von Markenfirmen wie HP, Toshiba et., sogar bei den schweineteuren Handys, die Akkus nicht mehr entnehmen lassen und im hermetisch verschlossenen Gehäuse befinde. Ein einfacher Wechsel oder eine prophylaktische Entfernung ist nicht mehr möglich.
2) Ersatzakkus (entweder selbst oder zumindest durch eine Werkstatt wechselbar) werden - wenn überhaupt - von den Originalherstellern nur eine sehr begrenzte Zeit geliefert. Man ist auf unbekannte Fremdhersteller oder Fälschungen angewiesen. Beim Galaxy S2 habe ich den Ersatzakku noch bei Samsung direkt im Onlineshop bestellen können (was mir als einzig sichere Quelle erschien), schon beim S5 ging das nun eine kurze Zeit nach Markteinführung des Modells und mitllerweile bieten sie dort gar keine Handyakkus mehr an. Und was ich beim Media-Markt oder sonstigen "Handy-Laptop-Doktoren" eingebaut bekomme, weiß ich nicht. Es dürften erheblich(!) mehr gefälschte als originale Akkus im Umlauf sein. Vor Jahren gab es eine Testbestellung bei Amazon: 10 originale Samsung-Akkus wurden bestellt, sowohl bei Amazon selbst als auch von Marketplace-Verkäufern. Alle - wie wiederhole: alle! - Akkus stellten sich als Fälschungen heraus.
Mir ist die Liebe vieler Nutzer zu Laptops ohnehin ein Rätsel. Wenn man sie mobil einsetzen will oder muss - ok, dann gibt es keine vernünftige Alternative. Viele Laptops stehen aber oft an einem festen Platz, gerne bei Mikroskopikern neben dem Mikroskop. Wieso dann ein Laptop, frage ich mich immer? Man muss sich mit einem oft grottenschlechten Bildschirm zufrieden geben, wenn man nicht gerade in der Oberklasse kauft, die Tastatur ist unergonomisch. Und wenn es schlicht am Platz mangelt: Es gibt heute schöne kleine Rechner, die kaum größer sind als zwei Zigarettenschachteln. Ob die allerdings für Bildbearbeitung geeignet sind, weiß ich nicht - vermutlich eher nicht. In der Summe sehe ich aber so viele Nachteile bei Laptops, dass ich mich bis heute nie wirklich mit ihnen anfreunden konnte.
Ich jedenfalls nutze keinerlei Ersatzakkus – weder vom Media-Markt und Co, noch aus dem Internethandel oder aus sonstigen Quellen. Wenn der Originalakku hin ist und das Gerät ohne nicht funktioniert, muss es (bei mir) leider zur Entsorgung. Das Risiko gefaketer Akkus bzw. Akkus minderer Qualität ist mir einfach zu hoch. Mag übertreiben sein...
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
ein fest verbauter Akku ist mittlerweile leider die Regel und das unabhängig vom angefragten Preis. Schließlich müssen auch hochpreisige Laptops möglichst dünn, leicht und anwenderfreundlich, sprich: schwer zerlegbar sein.
Ist ja bei Smartphones genau so :-\
Viele Grüße
David
Ach so: Bei Youtube findet man zu vielen Laptop-Modellen Videos, die die Demontage zeigen. Das finde ich immer sehr hilfreich.
Die Profi-Laptops von Lenovo waren zumindest bis vor wenigen Jahren noch gut zu reparieren, wenn man sich so ein Video anguckt. Alles sauber verschraubt und ordentlich aufgebaut. Mein ganz neuer Lenovo-Arbeits-Laptop (Hochleistungsmodell mir Hardware-Grafik) sieht aus, als wäre er schon zehn Jahre auf dem Markt, aber dürfte ähnlich reparaturfreundlich sein. Diese alten Lenovo-Profli-Laptops sind auch ganz gute Gebrauchtkäufe und halten noch lange durch. Einen habe ich gerade erst repariert, der Lüfter braucht 1/3 Tropfen Öl, so nach 8 Jahren Betrieb...
Viele Grüße,
Bob
Zitat von: Bob in Januar 10, 2021, 13:29:00 NACHMITTAGS
Die Profi-Laptops von Lenovo waren zumindest bis vor wenigen Jahren noch gut zu reparieren, wenn man sich so ein Video anguckt.
oder man schaut gleich ins originale hardware maintenance manual.
z.b.: https://download.lenovo.com/pccbbs/mobiles_pdf/t14s_gen1_x13_gen1_hmm_en.pdf
das gibt es zu jedem business-gerät von lenovo.
Hallo,
Bitte aufgeblähten Akku nicht im Wasser legen. Im Akku enthaltene Lithium, die mit Wasser reagiert, erhöht sich die Explosionsgefahr. Legen Sie den im einem Box und füllen Sie mit Sand oder Verpackungsmaterial und bringen Sie zum Recyclingshof. Ich habe letztes Monat gemacht und die Leute dort hat meinen bekommen.
Grüße,
Ngo.
Hallo, es gibt im Internet die Seite IFIXIT. Hier sind Reparaturanleitungen für alle möglichen Geräte gesammelt. Auch Smartphones und Laptops sind darunter. Es gibt Listen von diesen Geräten, in denen die Reparaturfreundlichkeit bewertet wird. Diese Liste war mir ein Ratgeber beim Kauf eines gebrauchten Notebooks für Reisezwecke. Das hat mich zu einem Notebook von HP geführt Bj. 2016, das ich als Business Rückläufer für ca. 300 Euros erwerben konnte. Ich bin sehr zufrieden damit, wenn man die IFIXIT hinterlegten Anleitungen nutzt ist das Abnehmen der Geräteunterseite ein Kinderspiel. Dann sind Batterie, Rammodule, HDs (2,5 Zoll und M2) WLan-Modul, Steckplatz für Modem frei zugänglich.
Liebe Grüße
Tilman
Hallo,
noch ein Nachtrag. Gestern war im WDR ein Bericht über defekte eBike Akkus. Ca. die Hälfte aller Wertstoffhöfe in NRW nehmen keine defekten Li-Akkus an. Und auch 60% der befragten Fahrradläden NICHT, obwohl sie es gesetzlich müssten.
Was machen wir denn mit defekten eAutos?
Carsten
Hallo,
https://www.tz.de/muenchen/stadt/tesla-muenchen-elektroauto-ausflug-flammen-inferno-brand-helfer-feuerwehr-salzburg-zr-13194731.html (https://www.tz.de/muenchen/stadt/tesla-muenchen-elektroauto-ausflug-flammen-inferno-brand-helfer-feuerwehr-salzburg-zr-13194731.html)
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Carsten Wieczorrek in Januar 20, 2021, 12:28:37 NACHMITTAGS
Hallo,
Was machen wir denn mit defekten eAutos?
Carsten
gar nix, da Du ja nur das Auto kaufst, den Akku aber mietest, ist das ein Problem des "Akku-Vermieters"
Und was mache ich mit einem defekten eBike Akku?
Hallo,
da habe ich auch noch einen Link:
https://www.sn.at/panorama/international/e-bike-akku-explodiert-und-zerstoert-wohnung-in-deutschland-95394040
LG
Leo
Hallo,
ZitatUnd was mache ich mit einem defekten eBike Akku?
Das ist einfach, laut WDR kann man das ganze eBike immer verschrotten lassen. ;D
Carsten