"Habe nun, ach, Köhlersche Beleuchtung
durchaus studiert, mit heissem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor."
Die Köhlersche Beleuchtung ist unstrittig und gehört zum Einmaleins jeden Mikroskopikers. Trotzdem sei mir dazu leises, aufmüpfiges Raunen erlaubt:
Ein, wenn nicht der wesentlichste Gesichtspunkt ist doch, nur das Objektfeld zu beleuchten, damit so wenig Streulicht wie möglich ins Objektiv gelangt und nicht den Bildkontrast mindert. Richtig? Nun ist aber bei hunderter Vergrößerung das Objektfeld gewöhnlich zwischen 0,15...20mm groß, die Frontlinse des Kondensors aber ca 5mm. Kollektor/Kondensor können Licht von Wendellampen doch unmöglich so scharf bündeln, dünkt mir zumindest in meiner Einfalt.
Verunsicherter Gruß vom Bodensee
E. Nowack
Hallo Eckhard,
Bei der köhlerschen Beleuchtung wird über den Kollektor der Wendel der Lampe in der Brennebene des Kondensors abgebildet uns zwar so, daß diese ausgeleuchtet wird bis zum Rand. Der Kondensor bildet das Leuchtfeld in die Objektebene ab.
Gruß
Bernd
Ergänzung:
lieber Eckhard, Du musst dringend den Unterschied der beiden Strahlengänge (Pupillen- bzw. Luken-) studieren. Ist etwas abstrakt, bringt aber die Erleuchtung (im wahrsten Sinne des Wortes). Noch ein praktischer Zusatz: mit dem 100 x Objektiv funktioniert die scharfe Abbildung der Feldblende in der Objektebene nur mit einem achromatischen Kondensor. Ob das Ganze wirklich nötig ist, lass ich jetzt mal hintangestellt.
Herzlichen Gruß
Detlef
ZitatDer Kondensor bildet das Leuchtfeld in die Objektebene ab.
Hallo Bernd,
bezüglich Qualität Deiner Aussage gibt es kein Problem, allein es fehlt die Quantität ;).
Gruß - Eckhard
Zitatbezüglich Qualität Deiner Aussage gibt es kein Problem, allein es fehlt die Quantität .
Hallo Eckhard,
Was willst du denn wissen? Die Brennweite des Kondensors oder das Abbildungsverhältnis?
Aber um das leichter zu verstehen, kannst du als analoges Beispiel mal die Fotografie nehmen:
Der Hinterlinsendurchmesser des Objektives ist so bemessen, daß eine Abbildung des Objektes auf den Film bzw. Sensor ohne Vignettierung erfolgen kann.
Gruß
Bernd
Zitatmit dem 100 x Objektiv funktioniert die scharfe Abbildung der Feldblende in der Objektebene nur mit einem achromatischen Kondensor.
Lieber Detlef,
hab´ halt Verständnisprobleme. Seufz! Lassen wir es mal gutsein. Muß mich erst sammeln und anscheinend weiter studiern :-\.
Gruß - Eckhard
Lieber Eckhard,
auch ich muss mir die Dinge immer wieder klar machen. Am besten geht das u.a. mit den Schemata, die Christian Linkenheld in seinen Animationen unter Mikroskopie.de zusammen gestellt hat.
Trotzdem, mal ganz anschaulich: die Ebene der Feldblende wird in die Objektebene projeziert. Ob die nun auf oder regelgerecht zu ist: es gelangen aus der Objektebene nur Lichtstrahlen ins Objektiv, die dieses aufnehmen kann. Deshalb kann man den Rest mittels der Feldblende ausblenden. Der Leuchtwendel wird in die Pupille des Objektivs projeziert (vom Kollektor über den Kondensor als Zwischenlinsensystem). Daher spielt dabei der Feldblendendurchmesser keine Rolle. Lichtenrgie geht dabei natürlich verloren, aber das wird durch die hohe Apertur des hoch vergrößernden Objektivs wett gemacht.
Ich hoffe, ich habe das jetzt einigermaßen korrekt und auch anschaulich wieder gegeben.
Herzlichen Gruß
Detlef