Hallo,
es gab ja einen Faden mit DIK und schräger Beleuchtung. Nun habe ich noch eine andere Methode für schiefe Beleuchtung gefunden. Von einem V. Ondrak. Ich habe so ein Teil gebaut. Allerdings kleiner als der Lichtaustritt. Damit kann ich die schräge Linse besser verschieben. Ich habe die Linse schräg in ein Metallröhrchen eingeklebt und die untere Hälfte der Linse direkt mit einem schwarzen Halbmond abgedeckt.
Ein Ergebnis im Anhang, bewusst nicht nachbearbeitet, geschärft, geputzt usw. Der Unterschied ist schon deutlich. Durch das Verschieben des Teils kann man mehr oder weniger starke Effekte erzielen.
Allerdings kaum Veränderungen bei Pflanzenschnitten. Wenn die Einrichtung so gross ist wie der Lichtaustritt funktioniert das bei mir kaum.
Die Anwendung ist sehr einfach weil man nur das Teil aufsetzen muss und verschieben, fertig. Zudem funktioniert das besser bei höheren Vergrösserungen
Nun habe ich einige Fragen:
Kennt jemand diese Methode?
Hat jemand Erfahrungen mit dem optimalen Winkel zur Schrägstellung der Linse?
Welches ist die optimale Brennweite der Linse?
vG Peter mikropit
Hallo Peter,
interessante Technik, die neu für mich ist. Ich habe mir mal erlaubt, die beiden Bilder zu einem animierten Gif zu vereinen, damit man die Unterschiede besser sieht.
Beste Grüße
Gerd
Hallo Freunde der "Schrägen Beleuchtung"
hier gibt es zwei Videos darüber:
https://www.youtube.com/watch?v=Bk4b0-MAmbU
https://www.youtube.com/watch?v=9MFkC_MInok
Herzliche Grüße
Herbert
Ich habe zum Test mal die Linse ganz mit schwarzer Folie abgedeckt und nur einen schmalen Querschlitz reingeschnitten. Damit ist der Effekt noch etwas ausgeprägter, wenn man genügend Helligkeit hat.
vG Peter - mikropit
Hallo Peter,
ich kann eigentlich keinen Vorteil dieser Methode gegenüber einer am Kondensor montierten Blende erkennen. Die Physik der schiefen Beleuchtung, also die beugungstheoretische Beschreibung des entstehenden Phasenkontrastes ist die gleiche. Das Grundprinzip ist die unsymmetrische Ausleuchtung der Eintrittspupille des Kondensors, nur ist die nicht bei jedem Kondensor gut zugänglich. Daher wird meist als Ersatz die Beleuchtung unterhalb des Kondensors modifiziert, die dann entstehenden weicheren Intensitätsübergänge bewirken auch andere Bildeffekte, aber großteils unkontrolliert und nicht unbedingt realitätsnah.
ZitatAllerdings kaum Veränderungen bei Pflanzenschnitten.
Die schiefe Beleuchtung ist ein Phasenkontrastverfahren. Durch Färbung der Schnitte wurden je nach Farbsättigung die Phasenstrukturen großteils in sog. "Amplitudenobjekte" umgewandelt, natürlich mit einem verbleibenden Rest der Eigenschaften von Phasenobjekten. Aber die Verwendung von Phasenkontrastverfahren verliert stark lhre Wirkung.
ZitatZudem funktioniert das besser bei höheren Vergrösserungen
Das dürfte vermutlich damit zusammenhängen, dass bei hochaperturigen Objektiven diese Anordnung besser zur notwendigen hohen NA des Kondensors passt. Bei Objektiven mit geringer NA dürfte die Ausleuchtung wegen der diffusen Einstrahlung des Lichtes in den eigentlich durch die aufgesetzte Blende abgedeckten Teil der Aperturblende nicht mehr unsymmetrisch genug sein.
Hubert