Hallo liebe Mikrofreunde,
bei meinem Tischmikrotom befindet sich auf dem Einstellrad für die Höhenverstellung
eine Skala von 10 bis 90, jeweils in 10 Teilstrichen unterteilt.
Das Stellrad rastet nach jedem Teilstrich ein.
Welche Schnittstärke entspricht ein Teilstrich?
Viele Grüße
Siggi
Hallo Sigi,
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/25734_4419942.jpg)
wenn es dieses ist, dann sind es 20 µm. Das Einrasten ist nur ein Klicken, um die Schnittdicke in 20 µm Schritten einstellen zu können. Ich habe das abgebaut - mit Gefühl geht es besser.
Herzlicher Gruss
Eckhard
Hallo Eckard,
genau so ein Mikrotom ist es.
Danke für den Hinweis.
Viele Grüße
Siggi
Hallo Siggi,
ganz einfach:
Die Gewindeachse hat eine Steigung von 1 mm. Die Scheibe mit der Skala hat eine Teilung in 100 (!) Teile. (entspricht 1mm pro Umdrehung = 1000 mü.) Die "Ratsche" hat eine Teilung von 50 Kerben. D.h. der Vorschub von Kerbe zu Kerbe beträgt 1000 mü geteilt durch 50 = 20 mü.
Ich betreibe das Tischmikrotom mit Ratsche und bin damit sehr zufrieden.
Grüße nach Wuppertal
Wolfram Weisshuhn
Liebe Tischmikrotomisten,
Erfunden hat dieses famose Mikrotom Hermann Welcker, der einen vorhandenen Mikrotomtypen zu diesem Tischmikrotom weiterentwickelte. Genannt wurde es damals übrigens Tellermikrotom. Die Besitzer der "Geschichte der Mikroskopie" von Dieter Gerlach finden auf der Seite 330 auch ein Bild.
Welcker entwickelte damit das erste wirklich brauchbare Mikrotom, das auch noch billig und unkompliziert herzustellen war. Diese Konstruktion verhalf der "Mikroskopquetsche" zum Durchbruch und führte zu den halbautomatischen Mikrotomen.
Zitat von: GerlachWelcker hatte sein Mikrotom zu einer Zeit entwickelt, als sich die meisten seiner Kollegen solchen Geräten gegenüber noch skeptisch bis ablehnend verhielten. Als er es in Halle demonstrierte, wohin er im Jahre 1959 als Extraordinarius gegangen war, verliess sein Chef, der Institutsvorstand, den Raum mit der Bemerkung, dass man ihn mit solchen Tüfteleien gefälligst in Ruhe lassen solle, und dass er jedenfalls weiterhin mit der freien Hand schneiden werde.
So ist das bei vielen Botanikern heute noch immer ;)
Hier noch ein Bild von einem antiken Gerät, dessen Bauweise als Vorlage für meins gedient zu haben scheint:
http://www.gemmary.com/con/ACC/Acc-311.html
Herzliche Grüsse
Eckhard
Zitat von: GerlachWelcker hatte sein Mikrotom zu einer Zeit entwickelt, als sich die meisten seiner Kollegen solchen Geräten gegenüber noch skeptisch bis ablehnend verhielten. Als er es in Halle demonstrierte, wohin er im Jahre 1959 als Extraordinarius gegangen war, verliess sein Chef, der Institutsvorstand, den Raum mit der Bemerkung, dass man ihn mit solchen Tüfteleien gefälligst in Ruhe lassen solle, und dass er jedenfalls weiterhin mit der freien Hand schneiden werde.
1859!Die Konstruktion des Tischmikrotoms ist bis heute völlig unverändert. Sogar den Holzkasten gibt es noch immer dazu - und immer noch mit dem blöden, nichtsnutzigen Schließhaken von damals!
KH
Hallo!
Gibt es einen Händler der dieses Mikrotom anbietet?
Beste Grüße
Peter
Guten Abend
Ich habe meines bei Bachmann Lehrmittel, Wil / SG in der Schweiz gekauft.
Es hatte einen Euromex-Kleber dran.
Gruss Horst
Hallo Horst,
wann war das?
ZitatIch habe meines bei Bachmann Lehrmittel, Wil / SG in der Schweiz gekauft.
Es hatte einen Euromex-Kleber dran.
Ich dachte das wird nicht mehr gebaut?
Wie auch das Leica Handmikroton: ich habe die letzten 4 vor 2 Jahren gekauft (bei einem Stückpreis von über 600.-Euro!)
Hallo,
ich wollte nur hinzufügen, dass ich aus zuverlässiger Quelle weiß, dass solche Tischmikrotome nicht mehr gebaut werden. Wenn ich mich richtig erinnere hat das Werk in dem die hergestellt wurden geschlossen. Wenn mann durch Zufall noch eines bekommen sollte, wird das ein Restbestand sein.
Viele Grüße
Michael
Hi
I think that I know a Danish suplier, that may still have one or two - send me a PN if I shall try to contact him. Price about 350€ + P&P if I remember right.....
MVG Klaus Yde
Zitat von: Klaus Herrmann in Dezember 13, 2009, 01:23:58 VORMITTAG
Hallo Horst,
wann war das?
ZitatIch habe meines bei Bachmann Lehrmittel, Wil / SG in der Schweiz gekauft.
Es hatte einen Euromex-Kleber dran.
Guten Abend
Ich habe es irgendwann diesen Frühsommer dort gekauft. Preis Fr. 320.00.
Ist auf der Homepage im PDF unter Zubehör/Präparierbestecke und Mikrotome auch heute noch aufgeführt.
Ob es allerdings wirklich noch erhältlich ist, weiss ich nicht.
http://www.bachmann-lehrmittel.ch/Biologie/Index.htm
Gruss Horst
PS
Soll ich das für irgend jemand genauer abklären? Ich wohne in der Nähe und gehe sicher noch dieses Jahr vorbei.
Hallo Wolfram und Eckard,
danke für die Hintergrundinformationen.
@All
In Deutschland sind tatsächlich nur noch Restbestände erhältlich.
Ich konnte eines der letzten Geräte bei der Firma Microthek in Hamburg
für 280.-€ erwerben.
Viele Grüße
Siggi
Hallo
Ich habe bei Bachmann Lehrmittel in der Schweiz nachgefragt.
Leider sind auch dort keine mehr erhältlich. Ich habe wohl das Letzte gekriegt. ;D
Der Chef persönlich hat sich der Sache angenommen und versucht den Produzenten der Mirkotome zu finden.
Wenn es klappt, wird er mich informieren.
Ich werde dann hier berichten.
Freundliche Grüsse aus Wil (Schweiz) Horst Isele
Ich bin euch noch eine Antwort schuldig.
Bachmann Lehrmittel versuchte noch neue Exemplare aufzutreiben.
Leider haben sie keinen Lieferanten mehr gefunden.
Das war's dann wohl. Schade.
Gruss Horst
Dann bleibt nur Selbstbau übrig... machbar, siehe dieser Thread:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4062.0
Mein Maschinchen hat sich inzwischen recht gut bewährt.
Grüsse, Daniel
Lieber Daniel,
einen schönen Eigenbau hast du da gemacht ! Vor allem der Kostenfaktor ist cool 8) .
Ich hab´ ja momentan wetterbedingt eine äußerst kreative Bastelphase und bring die Sachen, die sich mit der Zeit so angesammelt haben, mal auf Vordermann ;D. Zu diesem Sammelsurium gehört auch dieses schöne alte Mikrotom von M. Stiassnie / Paris welches ich mal für wenige Euronen total versifft erstanden habe:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/56060_31937121.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures006/56060_34353554.jpg)
und bei dem ich nun durch diesen Thread auf die Idee gekommen bin, den Stempel, auf welchen das eingebettete Objekt zum Schneiden aufgeschmolzen wird, durch eine Klemmhülse für Möhren zu ersetzen; der erforderliche Bastelaufwand wäre gering.
Ich weiss nur nicht, ob die "Möhrenmethode" am Rotationsmikrotom funktioniert.
Hat das jemand schon mal ausprobiert ?
Hallo Hugo, (Darf ich so sagen?)
Das ist aber ein schönes Antikchen! Dem würde ich mich auch mit Liebe widmen....Ich hoffe, dass die Mechanik rostfrei geblieben ist und ohne Spiel exakt läuft.
Im übrigen: Warum sollte die Möhrenmethode nicht funktionieren? Einzige Voraussetzung dürfte ein gutes Mikrotommesser oder ein Klingenhalter + gute Einmalklinge sein, da Du mit dem Mikrotom nicht ziehen schneiden kannst, sondern quer durch das Präparat musst. Bei meinem Schlittenmikrotom ist das jedenfalls kein Problem...
Schöne Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen,
die Frage hab ich gestellt, weil ich schlicht keine Ahnung habe ! ::)
Na, dann werde ich den Bau der Hülse mal in Angriff nehmen...
Mikrotommesser sind zwar dabei, dauerhaft werde ich aber auf Einmalklingen umstellen.
Das Mikrotom "läuft" nach gründlicher Reinigung (die Fotos sind alt) wie´n Nähmaschinchen ;D
So ganz ohne Rost ist´s leider nicht geblieben, besonders das Schwungrad ist ziemlich flugrostig, das werde ich wohl bei Gelegenheit mal neu vernickeln lassen, das sieht dann einfach besser aus.
Außer der Bodenplatte und dem Schwungrad besteht das ganze Teil aus vernickeltem Messing ! 8)
Zitat von: Jürgen Harst in Januar 13, 2011, 09:36:18 VORMITTAG
Im übrigen: Warum sollte die Möhrenmethode nicht funktionieren? Einzige Voraussetzung dürfte ein gutes Mikrotommesser oder ein Klingenhalter + gute Einmalklinge sein, da Du mit dem Mikrotom nicht ziehen schneiden kannst, sondern quer durch das Präparat musst. Bei meinem Schlittenmikrotom ist das jedenfalls kein Problem...
Hallo Mikrotomfreaks
na ja, wohin soll denn die Möhre geklemmt werden?? Ich sehe da nur eine Scheibe zum aufkleben von Paraffinblöcken!
Viele Grüsse
Bernhard
Hallo Bernhard,
Zitatna ja, wohin soll denn die Möhre geklemmt werden??
Den Möhrenklemmer schnitzt er sich doch: ;)
ZitatNa, dann werde ich den Bau der Hülse mal in Angriff nehmen...
Hallo Bernhard,
diese Scheibe ist nur mittels eines Rundstabs eingeklemmt, von der Seite sieht die Scheibe aus wie ein T, und da kam mir beim Lesen des ganzen Threads die Idee, das T durch eine Möhrenhaltehülse (es lebe der Neologismus!) zu ersetzen, weil mir einbetten auf Dauer zu nervig ist.
Es reicht, wenn mein Töchterchen mit Wachs und Knetmasse ´rumsaut... ;D
Und wenn dir beim schneiden ein Möhrenhalterhülsenmöhren essender Hase in die Klinge kommt, kannst du ihn an Ronald weiter leiten. Der macht ganz schöne Präparate damit.
Gruss
Jürg
Hallo Hugo,
ZitatMöhrenhaltehülse
dann aber gleich richtig: mit Vakuumsauger und elektromagnetischem Sicherungs-Pin! ;D
Zitat von: Klaus Herrmann in Januar 13, 2011, 14:53:52 NACHMITTAGS
Hallo Hugo,
dann aber gleich richtig: mit Vakuumsauger und elektromagnetischem Sicherungs-Pin! ;D
Ich heisse nicht Zeiss...
Liebe Mikroskopierfreunde,
durch einen glücklichen Zufall habe ich diesen älteren Thread gefunden. Mit dem diskutierten Tischmikrotom habe ich echte Probleme: Der Höhentrieb erfolgt nicht gleichmäßig und dadurch habe ich ca. 80 Prozent Ausschuss!
Beispiel: Wenn man nach erfolgtem Schnitt 1x weiter rastet, erwartet man einen sauberen Schnitt von ca. 20 µm Dicke. Aber bei mir muss man oft 3 bis 4 mal rasten, bis die Klinge endlich fasst und nicht mehr über die Probe hinweggleitet. Der dann erfolgende Schnitt ist meist viel zu dick. Ich schneide weiches Holz, z.B. Birke mit Einmalklinge im Klingenhalter.
Gewindespindel und Gleitzylinder sind frisch geölt und leicht gängig.
Gibt es jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und mir weiterhelfen kann? - Danke im Voraus!
Bernd
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/187393_27586121.jpg) (http://s650.photobucket.com/user/miggeli1/media/Holz/Mein%20TischTellermikrotom_512x_zpsugjcd0ew.jpg.html)
Hallo,
ich gebe jetzt mal ein Antwort, die evtl. völliger Blödsinn ist, aber ich habe da etwas im Hinterkopf. Vorweg: meine Schnippel-Erfahrungen sind begerenzt und erstrecken sich auf einige wenige Versuche vor Jahren. Ich meine mich aber zu erinnern, ein ähnliches Problem gehabt zu haben. Das lag allerdings nicht am Mikrotom, sondern am Schneidgut. Durch den Schnitt hat sich das Schneidgut (obwohl nerven- und muskelfrei ;)) nach dem Schnitt wenige Mikrometer retrahiert. Wenn man dann das Mikrotom wenig My nach oben bewegt hat, war es immer noch zu tief, hat sich dann aber irgendwann wieder ausgedehnt. Hast Du mal mit einem "festen" Gegenstand (einem feten Holzklötzchen) beobachtet, ob es sich wirklich nicht gleichmässig hebt, wenn Du die Raste einmal vorstellst? Ich will damit ausdrücken, dass dein Problem evtl. in einer gewissen "gummiartigen" Konsistenz des Schneidgutes liegt und gar nicht am Mikrotom selbst. Ist nur so eine Idee, die ich ich irgendwie im Hinterkopf habe. Aber - wie gesagt: Das kann auch völliger Blödsinn sein, für den ich mich dann im Voraus entschuldige. Aber ein kurzer Test kostet ja nicht soviel Zeit. Viel Erfolg!
Herzliche Güße
Peter
Hallo Bernd,
ich schneide meine Pflanzenproben auch auf dem von Dir gezeigtem Mikrotom und kenne auch das Phänomen, allerdings nicht ganz so häufig wie von Dir beschrieben. Ich habe das auch bisher auf ein Ausweichen der Probe zurückgeführt, verursacht vielleicht durch unterscheidliche Schneidbarkeit und Härte der Gewebe. Bei Holzproben kann es vorkommen, daß die Klinge in die Probe hineingezogen wird und der Schnitt dadurch zu dick wird, die folgende Messebewegung für den nächsten Schnitt greift dann ins Leere.
Ich nehme an, daß Du die üblichen Fehlerquellen ausgeschlossen hast, wie beispielsweise nicht mehr optimal scharfes Messer, lockeres Messser im Klingenhalter, mangelnde Schmierung durch fehlende Befeuchtung von Messer und Schnitt, zu locker eingespannte Probe.
Mehr fällt mir jetzt nicht mehr ein.
Viele Grüße
Rainer
Hallo Bernd,
ich kann das von Rainer Gesagte bestätigen. Wichtig ist: die Probe muss bombenfest eingespannt sein, sie darf nicht ausweichen. Wenn schon Holz, dann wirklich ganz dünne Ästchen und Frischmaterial. Wenn du kurze Stummel auf ein Holzklötzchen mit Sekundenkleber aufklebst, dann ein wirklich kurzes Stück verwenden. Natürlich frische Messer und ziehenden Schrägschnitt. Eventuell Glycerin zum Befeuchten nehmen.
Das Mikrotom zählt zu den guten gesuchten!
Vielen Dank an Alle!
Jetzt geht es wesentlich besser: Habe die Schnittfläche deutlich verkleinert, mit Glyzerin befeuchtet, natürlich frisches Messer und ziehender Schnitt.
Im Bild ein erstes, sicher verbesserungsfähiges Ergebnis: Tangentialschnitt von Birke, frisches Holz geschnitten, unfixiert in Etzold-FCA 15 Min. gefärbt, in Wasser ausgewaschen, nicht differenziert, mit Isopropanol entwässert, in Euparal eingeschlossen.
Herzliche Grüße
Bernd
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/187447_589439.jpg) (http://s650.photobucket.com/user/miggeli1/media/Holz/Betula-T_nicht%20fixiert_Etzold15min-keine%20Diff_512x_zps3g9hqhop.jpg.html)
Hallo Bernd,
toll gemacht, sieht prima aus!
Freundliche Grüße
Peter
Hallo Bernd
Habe dieses Mikrotom auch, aber auch zwei Schlittenmikrotome und ein Rotationsmikroom. Das Problem liegt sicher an der Fixierung des Schneidguts ...
Bei Holz klebe ich die Probe auf ein Buchenholzbloeckchen und spanne dieses in die Klemme fest ein. Dann kannst Du viele absolut gleichmaessige Schnitte machen. Von der Messerlaenge ist abhaengig wie gross die schneidbare Probe ist ...
Das Von dir gezeigte Ergebnis ist sehr gut ...
Liebe Gruesse
Gerhard
Zitat von: Bernd Miggel in Januar 30, 2016, 21:22:16 NACHMITTAGS
sicher verbesserungsfähiges Ergebnis: [ ... ]
Also, ich trau mich mal etwas: Der Schnitt und die Verarbeitung sind exellent.
Nachtgruß
KH
Hallo,
auf die Gefahr hin zu nerven: wie klebe ich denn eine saftfrische oder dem FAE-Fixiergemisch entnommene, feuchte Probe auf ein Hartholzbloeckchen?
Gibt es bestimmte Kleber, mit denen man feuchtes Holz verkleben kann?
Herzliche Grüße
Bernd
Zitat von: Bernd Miggel in Januar 31, 2016, 10:43:24 VORMITTAG
Hallo,
auf die Gefahr hin zu nerven: wie klebe ich denn eine saftfrische oder dem FAE-Fixiergemisch entnommene, feuchte Probe auf ein Hartholzbloeckchen?
Gibt es bestimmte Kleber, mit denen man feuchtes Holz verkleben kann?
Guten Sonntag Bernd Miggel!
Saftfrisches Holz klemmt man zwischen Daumen und Zeigefinger und schneidet es mit einem Rasiermesser oder einer steifen Rasierklinge. Die bekommt man in einer sogenannten Technischen Handlung. Auch Tapetenmesserklingen sind geeignet.
Ich selbst habe niemals frisches Holz auf Holzklötzchen aufgeklebt. Ist das Holz in einem Paraffinblock, dann wärmt man den Block auf der Unterseite an und drückt die geschmolzene Fläche auf den Mikrotomteller oder klemmt den kalten Block direkt in die Mikrotomklammer ein.
Es gibt auch andere Methoden, die man ausprobieren kann, das Holz ist ja stabil.
KH
Zitatauf die Gefahr hin zu nerven:
Du nervst nicht Bernd, deine Fragen sind berechtigt und du machst ja Fortschritte. :D
Also wenn es nicht gerade saftfrische Linde ist, die sondert nach meiner Erinnerung einen üblen Schleim ab (vielleicht wars auch die Kastanie - ich bin mir nicht mehr ganz sicher) Dann mit saugfähigem Papier gut abtupfen und mit Sekundenkleber aufkleben. Das sind Cynacrylate, die etwas Feuchte benötigen um zu vernetzen. Funktioniert fast immer ordentlich. Hans-Jürgen Koch der Meister der Holzschnibbelei kann vielleich noch was dazu sagen.
Guten Abend
Einen Lappen - fuer die Oesterreicher Fetzen - mit Reinigungsbenien befeuchten, die Klebestelle drueberziehen und den Rot/Orange Uhu-Zweikomponentenkleber verwenden. Das haelt in ueber 90% der Faelle bombenfest und die Schnittflaeche kann feucht gehalten werden ...
Liebe Gruesse
Gerhard
Hallo Holzschnippler
Man kann auch Sekundenkleber (Cyanacrylat Kleber) nehmen, weil dieser unter Feuchtigkeit aushärtet. Aber nicht zu viel Sekundenkleber nehmen, damit er nicht zu tief in das Holz einzieht und den Schnitt versaut. Das zu schneidende Holz darf natürlich auch nicht triefnass, sondern nur feucht sein. Am besten die Feuchtigkeit mit einem Papiertaschentuch vor dem Kleben absaugen.
Herzliche Grüße
Horst-Dieter
Guten Morgen allerseits,
man kann auch in ein Holzklötzchen ein Loch bohren, das Klötzchen quer über dem Loch mit einem Küchenmesser spalten und die beiden Klötzchenhälften als Klemmbacken benutzen.
Hallo Hugo.
Gute Idee. So klemme ich es in meine kleine Drehbank ein und mit einer scharfen Klinge scheidet sich jedes Schnittgut sowiso nahezu von alleine. D.h. müssen die "Klemmbacken" fast nichts halten. Gerade bei noch frischem Schnittgut.
Liebe Grüße Jorrit.
Zitatman kann auch in ein Holzklötzchen ein Loch bohren, das Klötzchen quer über dem Loch mit einem Küchenmesser spalten und die beiden Klötzchenhälften als Klemmbacken benutzen.
Stimmt das ist eine geniale Methode und ich glaube das HJ Koch das auch so macht!
Guten Morgen,
der Tipp mit dem Sekundenkleber (Cyanacrylat Kleber) war goldrichtig, vielen Dank!
Jetzt heißt es üben.
Herzliche Grüße
Bernd
Ergebnis (montiert aus zwei Einzelfotos):
Larix-Xylem-Querschnitt, geschnitten mit Tischmikrotom und Einmalklinge, dabei Schnittfläche befeuchtet mit Glyzerin,
fixiert in FAE-Gemisch (1 Std.), in Wasser überführt (70 %, 50 %, 30 % Ethanol, 3 x dest. Wasser),
eingefärbt in Etzold-FCA (1:1 mit Wasser, 10 Min. kalt), abgespült in dest. Wasser (2 x 1 Min.),
differenziert in 70 % Ethanol (30 Sek.),
entwässert in 100 % Isopropylalkohol (20 Sek., 1 Min., 5 Min.),
eingeschlossen in Euparal.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures005/187527_34000015.jpg) (http://s650.photobucket.com/user/miggeli1/media/Holz/Larix-Q2_448_148_12x4_b_512x_zpsrrpj8s7m.jpg.html)
Lieber Bernd,
dieser Thread ist ein Musterbeispiel für das erfolgreiche Zusammenwirken von guter Beratung und intelligenter Umsetzung durch den Beratenen. :)
Bisweilen erleben wir auch anderes hier. ;D
Guten Tag
Auch ich habe dieses Tischmikrotom und kenne das Problem. Der Probehalber ist nur in die Hülse gesteckt und wird von unten hochgeschoben. Dies hat zur Folge, dass er beim Schneiden nach oben leicht herausgezogen werden kann. Ich musste mit dem Daumen die Schraube, mit welcher die Probe fixiert wird, leicht nach unten drücken damit das Schneidegut nicht von der Klinge hochgezogen werden kann. Danach hat es funktioniert.
Gruss
Jürg