Hallo,
Ich bin im Besitz eines LOMO MBP-1. (Biolam ? ) Es hat ein Mono und eine Stereotubus Aufsatz. Beim Kauf habe ich allerdings nicht drauf
geachtet das auch eine Beleuchtung dabei ist. Fehlt also. Ich habe mir jetzt von einem billigem Mikroskop die LED-Beleuchtung darunter gebaut. Es ist ein rundes Plastikgehäuse mit einer
weissen LED drin. Ich wusste es damals nicht besser. Ist aber abnehmbar. So ansich sind die Bilder in Ordnung. Ich hätte aber dennoch eine Original Lomo Beleuchtung darunter. Es kann ja sein
das dadurch die Bilder etwas besser werden. Ein Vergleich habe ich ja nicht. OK im Vergleich zu den billigen Teilen ist das LOMo natürlich besser ! Evtl. hat ja jemand von euch eine Idee wo man so eine Leuchte her bekommt. Bei ebay etl. war nichts drin.
Aber nun zu meiner Hauptfrage:
Welches Mikroskop würdet Ihr mir empfehlen als nächtes zu kaufen? Welche Marke ist brauchbar? In der Firma wo ich mal war hatten wir ein grösseres scheinbar auch von LOMO, genau weis ich es nicht mehr. Aus der Firma habe ich auch mein MBS-10.
Dieses grössere Mikroskop hatte auch eine Durchlicht und Auflichtfunktion. Wurde zur Eingangskontrolle für sehr kleine Schrumpfschläuche verwendet (Sensorbau). So eines hätte ich gerne... aber im Netz ist nichts gebrauchtes zu finden was dem entspricht. Gut neu sind die für mich zu teuer. Es kommen somit nur gebrauchte in Frage.
Ich danke schon mal für Eure Antworten.
Gruss
Michael
Hallo Michael,
alles zu Lomo findest Du hier: http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/ (http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/)
Technische Unterstützung findest Du bei mir :-)
Was für eine Beleuchtung benötigst Du? Reicht kritische Beleuchtung oder muss es Köhler sein??
In der Bucht werden genug MBS angeboten (allerdings z.T. zu Wucherpreisen).
Lomo Mikroskope liefern, je nach Ausstattung, hervorragende Bilder; liegt dann aber auch an der richtigen Beleuchtung. Teurer ist nicht unbedingt besser :-)
Sprich mich ruhig an.
Grüße
Wolfgang
Hallo Michael,
entscheident ist doch, was Du Dir angucken willst. Das musst Du möglichst klar formulieren.
Wenn ich Dich richtig verstehe, geht es darum, sowohl Durch-, als auch Auflicht anwenden zu können. Und wenn ich Dich weiter richtig verstanden habe hast Du schon ein LOMO-MBP1 (ein "normales" Durchlichtmikroskop, das zwischen 30 und 1000fach vergrößern kann, aber keine so richtig gute Beleuchtung hat) und ein MBS-10, also ein Stereomikroskop, das in voller Ausstattung sowohl Auf- als auch Durchlicht kann, aber nur im Vergrößerungsbereich bis ca. 40x. Suchst Du jetzt ein besseres Stereomikroskop oder ein Mikroskop, das Auf- und Durchlicht-funktion hat aber höher vergrößert? Letzteres ist ein relativ kostspielige Angelegenheit, weil sozusagen eine Eierlegende Wollmilchsau gesucht wird. Diese Funktionen deckt man normalerweise mit zwei verschiedenen Geräten ab oder mit einem nach dem Baukastenprinzip aufgebauten Forschungsmikroskop.
Sag mal, was Du Dir angucken willst! Das Butget, das Dir zu Verfügung steht, solltest Du auch abstecken.
Beste Grüße
Gerd
Hallo,
Ich werde morgen mal Bilder von meinem Biolam einstellen, weil ich das Gefühl habe das da 2 verschiedene Mikroskope zusammengewürfelt wurden. Der Binotubus hat eine
andere Farbe als das Mikroskop selbst. Funktionieren tut es wohl. Auch meine Beleuchtung dazu werde ich hier mal einstellen. Ob die dann gut oder schlecht ist könnt ihr mir ja dann mitteilen.
Über die Mikroskopfreunde Nordhessen bin ich auf das grössere Mikroskop gestossen, welches in der Firma benutzt wurde. Danke für den Hinweis!
Hier mal ein Link zu einem Bild https://mmt.zp.ua/img/shop/goods/4056.jpg (https://mmt.zp.ua/img/shop/goods/4056.jpg)
Genau so etwas schwebt mir vor. In den Kleinanzeigen ist auch so etwas ähnliches drin https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/olympus-stereo-labor-mikroskop-e-series-mit-auflicht-u-tisch/1151120684-242-2053 (https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/olympus-stereo-labor-mikroskop-e-series-mit-auflicht-u-tisch/1151120684-242-2053)
Ist so etwas brauchbar, bzw. kann man Olympus guten Gewissens kaufen?
Ich möchte mit so einem Mikroskop Oberflächen betrachten. Welche, das ergibt sich dann. Der momentane "Stillstand" in der Gesellschaft brachte mich auf die Idee es mal wider mit dem Mikroskopieren weiter zu probieren. Schön ist es natürlich wenn das Mikroskop beides kann.
Das MBS ist in der maximalen Vergrösserung (7) nicht gut genug. Nutze ich ja hauptsächlich für SMD Arbeiten (2er und 4er).
Testweise habe ich mal eine CD unter das Biolam mit einer starken Lichtquelle gelegt. Habe die CD also seitlich (ca 45°), direkt am Objektiv angeleuchtet. Brauchbar ist dem Fall das 10er LOMO Objektiv und das 20er eines alten Schüler Mikroskopes (Metallausführung, kein Plastikteil ! ). Gewinde passte ja. Damit sind die "Pits" klar getrennt, beim MBS (7) ist das nicht möglich. Da ähnelt das Bild einem Bildrauschen. Es ist mir auch klar das das MBS ein echtes Stereomikroskop ist und das einfache Biolam nur ein Binotubts hat, ist aber angenhmer als ein Monotubus.
Und ja ich habe schon ne Idee wie ich aus dem Bioloam ein einfaches Auflicht machen kann, zumindest was die beiden nutzbaren Objektive angeht. Basteleien.. ich weis.. ;)
Preislich wäre unter 1000,- ideal wird aber kaum möglich sein, zumindest wenn es ein grösseres Gerät ist.
Es muss auch nicht sofort sein, im laufe des Jahres wäre OK.
LG
Michael
Hallo Michael,
von dem verlinkten Olympusmikroskop wärest Du sicher enttäuscht, wenn Du das mit dem russischen Auflichtmikroskop aus Deiner Firma vergleichst, nicht weil Olympus schlecht wäre, sondern weil Dir die wichtigste Beleuchtungsart fehlen würde: Das Auflicht-Dunkelfeld. Dabei wird das Licht am Objektiv vorbei geführt und von einem Ringspiegel in die Fokusebene des Objektives gelenkt, also schräg von oben. Das wäre dann recht ähnlich, wie die seitliche Beleuchtung mit dem Biolam. Das verlinkte Olympus kann nur Auflicht-Hellfeld. Dabei wird das Licht durch das Objektiv senkrecht auf die Probe gebracht. Das gibt ein komplett anderes Bild, bei dem vor allem der Winkel der Oberfläche zum Objektiv entscheidet, aber nicht die Eigenfarbe des Objektes, wieviel Licht zurück ins Objektiv refektiert wird. Das ist was für Metallurgen und Geologen, die damit Anschliffe beurteilen.
Ein Mikroskop, das in Deiner Preisklasse soetwas kann (Auflicht Hell- und Dunkelfeld) wäre z.B. das VERTIVAL (http://www.mikroskop-online.de/Mikroskop%20BDA/30-685.G%20%20VERTIVAL%20(B).pdf) von Zeiss-Jena. Vielleicht hat Wolfgang "liftboy" aber auch noch ein solches russisches abzugeben. Zu Hause stehen hat er eines, wenn mich nicht alles täuscht.
Bei der Biolam-Umnutzung wäre zu beachten, dass die höher vergrößernden Objektive für ein Deckglas mit der Dicke von 0,17mm gerechnet sind. Für unbedeckte Objekte wird es da schwierig. Je höher die Vergrößerung, desto geringer wird aber auch der Arbeitsabstand. Da wird es dann irgendwann schwierig, noch Licht zwischen Objektiv und Probe zu bekommen. Bis zum 20er Objektiv, sollte das aber noch ganz gut klappen.
Beste Grüße
Gerd
Hallo Michael,
das Biolam ist ein schönes Mikroskop, für Auflicht aber nur bedingt brauchbar (da brauchst Du eine Auflichtbeleuchtung
[ http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Beleuchter%20OI-28.pdf (http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Beleuchter%20OI-28.pdf) ] und Epiobjektive)
Das von Dir verlinkte große Lomo habe ich allerdings da, und sogar übrig. Die Ausstattung wäre dann für Auflicht (Auflichttisch = nicht für Durchlicht) mit Auflicht Halogenbeleuchtung und drei Epiobjektiven. Wäre aber mit Abholung, Kreis Kassel, verbunden. Das ist zu schwer zum verschicken (da gäbs dann auch gleich die Einweisung) Ted hat sich seins auch abgeholt :-)
Das Mikro ist übrigends modular, Du kannst das jederzeit an Deine Bedürfnisse anpassen.
Grüße
Wolfgang
noch einen hinterher: So sieht das "aufgemotzt" aus
Hallo,
Erstmal Danke für Eure Hinweise.
Ich hatte mir schon sowas gedacht das das Olympus für meine Zwecke weniger geeignet ist. Man hat dann in etwa das gleiche Bild wie wenn ich mit einer kleinen Taschenlampe in einen
der Tuben meines Mikroskopes leuchte und durch das andere schaue. Da sieht man wirklich jeden kleinen Kratzer oder was sonst noch auf der Oberfläche ist. Allerdings ist es nicht Farbtreu eher wie ein Negativ. Unebenheiten erscheinen dunkel und nur die direkt angestrahlte Fläche erscheint hell.
Das es auch einen Beleuchter für Auflicht für mein Lomo gibt ist interssant. Aber wahrscheinlich kommt das Licht auch durch das Objektiv und nicht von der Seite so wie ich es gerne hätte.
Ich habe unten Bilder angehängt von meinem Lomo. Das linke habe ich testweise mit einem einfachen POL Filter für Objektive gemacht, habe also den Filter auf die LED gelegt und so gedreht das man mehr Details erkennen kann. Die Beleuchtung ist aus einem billigem Mikroskop. Eingebaut habe ich ledeglich eine neue hellere weisse 5mm LED natürlich mit regelbarer Steuerung. Der Lampenhalter ist auf der Drehbank gemacht. Der Kondensor ist mit regelbarer Blende und man kann Farbfilter in ein "Schwenker" einlegen. Farbfilter habe ich aber nicht. Aber grosse Bildliche Veränderungen habe ich durch den Kondensor nicht, wahrscheinlich weil die LED selbst schon punktförmig ist.
Meine Frage würde eine Original Lampe von LOMO das Bild verbessern?
An den grossen hätte ich Interesse, aber mit fehlt dazu im Moment das passende Kleingeld... (deshalb ja im lauf des Jahres.)
LG
Michael
Hallo Michael,
ich denke die Lampe hat eine zu kleine Leuchtfläche. Bei einer solchen fast punktförmigen Beleuchtung bekommst Du eine zu kleine Beleuchtungsapertur. Das ist als wenn Du bei guter Beleuchtung, die Blende am Kondensor total zu ziehst. Und so sehen dann auch Deine Bilder als: Zu viel Kontrast zu wenig Auflösung; Details aus verschiedenen Schärfeebenen werden zusammengematscht. Du bekommst mit dem originalen Spiegel und bedecktem Himmel ein wesntlich besseres Bild, als mit dieser Lampe. Also ein klares "Ja, die originallampe würde das Bild verbessern", wobei es da verschiedene gab, von der kritischen Nelsenbeleuchtung bis hin zur pankratischen Beleuchtung, bei der Du die Beleuchtungsapertur für das jeweilige Objektiv genau anpassen kannst.
Du kannst auch mal ein weißes Stück Papier auf den Fuß legen und das mit einer Lampe anstrahlen (darf aber nicht auf den Mikroskoptisch mit dem Objekt strahlen). Dann hast Du eine wesentlich größere Leuchtfläche und kannst Deine Aperturblende sinnvoll nutzen, um eine gute Balance zwischen Kontrast und Auflösung zu wählen.
Und ja: Das Bild, das Du beschreibst, wenn Du mit der Taschenlampe in einen Tubus leuchtest, entspricht dem Auflicht-Hellfeld. Allerdings hast Du bei der Beleuchtung über den Bino noch Streulicht, das das Bild recht flau macht. Eine richtige Auflichtbeleuchtung bringt schon ein knackigeres Bild, zeigt aber eben vor allem das Relief der Probe.
Die Linse unter dem Kondensor ist übrigens dazu da, bei sehr wenig vergrößernden Objektiven das Bildfeld vollständig ausleuchten zu können. Bei Objektiven ab 8x solltest Du sie ausschwenken (eine ordentliche Beleuchtung vorausgesetzt). Bei Deiner Lampe könnte sie vielleicht auch bei größeren Objektiven nützlich sein. Musst Du mal ausprobieren.
Beste Grüße
Gerd
Hallo Michael,
ich hab mir mal Dein Mikro angesehen. das ist alles ganz gut, bis auf die Beleuchtung!
Das Stativ ist das ältere Baujahr mit der Größeren Öffnung im Fuß (für den größeren Spiegel). Da nutzt Dir jetzt die Original OI-35 Leuchte ohne Anpassring wenig (den Ring könntest Du zur Not aus dem vorhanden Aluteil fertigen). Passen würde da eher die alte OI-19 Leuchte (ich hoffe, Du hast den Spiegel noch!) http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/OI_19.pdf (http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/OI_19.pdf). Da hätte ich noch eine da :-)
Ansonsten ist Dein Mikro für Durchlicht gut gerüstet. Auflicht geht da aber nur mit externer, seitlicher Beleuchtung. Die unterschiedliche Farbe muss Dich nicht stören; sind unterschiedliche Baujahre.
Grüße
Wolfgang
Hallo zusammen,
Mit der Beleuchtung habe ich das bis jetzt also immer falsch gemacht. Klasse... dafür muss man sich ja schämen :o Selbst bei den besseren Schülermikroskopen war auch nur eine einfache Beleuchtung mit Mattglas vorhanden. Von Leuchtfeldblende war nie die Rede. Und die Aperturblende habe ich dann wohl auch falsch bedient. Es ist immer ein Kompromiss zwischen Helligkeit und Kontrast. Ich habe das immer so eingestellt das es den maximalen Kontrast gibt... war wohl falsch ! ??? Ich habe somit kein Vergleich, was ein gutes Bild mit dem Mikroskop ist.
Spiegel müsste ich irgendwo noch haben. Ich hätte aber auch noch einen 2. Kondensor da. Evtl. kann man den ja ohne die Linsen in den Fuss einbauen mit einer runden COB Flächen LED und einer Streuscheibe.
Wenn das nicht gehen sollte muss ich wohl die externe Leuchte OI-19 nehmen.
Gruss
Michael
Haha!
das mit dem Kondensor im Fuß etc. hab ich schon wieder hinter mir gelassen. Interessante Ergebnisse, aber leider nicht ziehlführend. Die "Altvorderen" haben sich da wohl schon was gedacht, wie sie die Nikroskope so konstruiert hatten, wie sie jetzt sind.
Mit der Leuchte sprich mich ruhig an, ich mach Dir auch einen fairen Preis :-)
Grüße
Wolfgang
Ja dann kann ich mir ja das probieren und testen es ins Mikroskop ein zu bauen sparen. Ich werde aber mal eine normale Schreibtischlampe nehmen und den einen Kondensor / Blende davor.
Ich möchte wissen in wie weit sich das Bild ändert.
Ich werde mich auf jeden Fall melden wegen der OI-19
Unten habe ich mal eine alte Aufnahme (Glockentierchen denke ich) aus 2002 die ich mit dem Schülermikroskop ( Bresser ) gemacht habe. Euren Aussagen nach müsste das ja auch
nicht ganz so toll sein. Ich glaube da hatte ich eine 12V Halogen Einbaulampe drunter gelegt soweit ich mich erinnern kann.
Da hast Du´s!
Das Bild ist gar nicht mal schlecht, aber in der Bildmitte der gefürchtete "red dot". Aber sei getröstet, mit dem hab ich ab und an auch zu kämpfen, besonders bei höheren Vergrößerungen :-)
Grüße
Wolfgang
Hallo Michael,
wenn Du wissen willst, was beleuchtungstechnisch optimal ist, dann krame mal den Spiegel raus. Setze Dich möglichst dich an ein Fenster. Spiegele keinesfalls die Sonne ein. Optimal ist bewölkter Himmel am Nordfenster. Zusammen mit dem Kondensor kommt die plane Spiegelfläche zum Einsatz, so treffen parallele Lichtstrahlen auf den Kondensor. Dafür ist er berechnet. Die Großfeldlinse unter dem Kondensor wird ausgeklappt. Der Kondensor wird bis dicht unter das Präparat gefahren. Präparat scharf stellen Okular heraus nehmen und ohne Okular in den Tubus gucken. Dann siehst Du die wie viel vom Sichtfeld von der Blende bedeckt wird. Die Aperturblende am Kondensor so weit zu ziehenm dass ca. 1/3 des Bildfeldes abgeblendet ist. Das sollte ein recht ordentliches Bild geben. Das mit dem 1/3 ist eine Faustregel. Das hängt auch vom Präparat ab. Bei einem gefärbten Pflanzenschnitt, der schon viel Kontrast mit bringt, darf es weniger sein. Die kontrastarmen Glockentierchen vertragen etwas mehr. Spiele mit der Blende einfach ein wenig, um die Effekte zu sehen.
Wenn Du den Kondensor hoch und runter fähst, gibt es eine Stellung, in der Du ein Bild der Umgebung siehst, also das Fenster, evtl. Bäume und Häuser. Sieh Dir dieses Bild an und versuche einmal abzuschätzen, wie groß der Blickwinkel ist. Jetzt wirsd Du verstehen, warum eine zu kleine Leuchtfläche Mist ist.
Deshalb auch nicht mit eine Tischlampe direkt auf den Spiegel leuchten. Lieber ein Blatt Transparentpapier, oder normales dünnes weißes Papier am Rand des Tisches mit etwas Klebeband befestigen und dieses beleuchten oder Weißes Papier auf den Spiegel befestigen und damit einspiegeln.
Es gibt aber auch Situationen, wo eine punktförmige Lichtquelle von Vorteil ist: Wenn man den Dreck im Mikroskop finden will, denn da sieht man fast jedes Stäubchen. Ein weiterer Grund, für eine große Leuchtfläche und nur mäßig zugezogene Apertrurblende beim Mikroskopieren, denn das Mikroskop ist so gut wie nie richtig 100%ig sauber.
Gut Licht!
Gerd
Guten Abend,
Ich habe es heute nach der Anleitung gemacht. Früher habe ich immer nur die konkave Seite des Spiegels genommen weil dies mir das logischste war zur Lichtsammelung.
Das mit der glatten Seite ist ein Unterscheid wie Tag und Nacht. Es sind so viel bessere Bilder und nicht so zusammen "gematscht". Jetzt wo ich weis worauf ich achten muss,
habe ich das Prinzip der Köhlerschen Beleuchtung mit Lampe, grösseren älterem Kondensor und einer Irisblende (als Lichtfeldblende) nach gestellt.
Mir ist in der Tat ein Licht aufgegangen :D. Ich habe das früher nie richtig verstanden, weil die Vorrichtungen gar nicht oder nur zum Teil vorhanden waren.
Danke nochmals für die Tips.
LG
Michael
Hallo Michael,
den Fehler mit der gewölbten Spiegelseite am Kondensor machen viele. Da muss ich mir in der Schule, an der ich arbeite, auch immer wieder den Mund fusslig reden. Die gewölbte Seite kommt nur zum Einsatz, wenn man den Kondensor heraus nimmt und mit Objektiven geringer numerischer Apterur bis ca 0,25 arbeitet. Da das umständlich ist, haben findige Leute die Großfeldlinse unter den Kondensor gebaut, wodurch man sich das Herausnehmen sparen kann und statt dessen die Linse einschwenkt. Da diese beiden Teile bei vielen Mikroskopen von Zeiss-Jena und deren LOMO-Nachbauten vorhanden sind, werden sie nicht selten auch noch kombiniert: Gewölbter Spiegel und Großfeldlinse drin. Das ist dann der komplette Murks. Bei den jüngeren Generationen ist ja leider auch das Lesen von Bedienungsanleitungen unmodern geworden. Muss immer alles intuitiv gehe... Das Problem ist aber nicht ganz neu, wie dieser Anhänger aus den 1960er Jahren zeigt, der an jedem Zeiss-Jena-Mikroskop hing:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures011/298840_2863675.jpg) (https://abload.de/image.php?img=hinweisbedienungeckx7.jpg)
Trotzdem sind diese Bedienungsanleitungen heute sehr viel seltener als die Mikroskope.
Beste Grüße
Gerd
Genialer Anhänger! Als richtig passiv-aggressiver Ingenieur hätte man aber nicht schreiben sollen "wenn sie der Anwender auch erhält" sondern "wenn sie der Anwender auch liest". Wir hatten gerade den Fall, dass ein Elektriker dachte, die danebenliegende Aufbauanleitung einer OP-Leuchte nicht lesen zu müssen. Das hat dann nur einmal für ein paar Millisekunden geleuchtet und 3000 Euro Schaden hinterlassen.