Hallo Freunde der Theorie,
wie hier kurz gezeigt werden soll, können auch "Gitterarme" Abbes Theorie der mikroskopischen Abbildung dann schon demonstrieren, wenn sie etwas Schinken auf dem Butterbrot haben. Prozedere: Möglichst dünner Schnitt (ist ja auch sparsam!), senkrechte Beleuchtung, Kondensorblende eng zugezogen. Bild links das "Schinkengitter" oder der "Gitterschinken", Bild rechts der Blick durchs Hilfsmikroskop auf die hintere Brennebene des Objektivs. (Dass die Maxima 3. Ordnung nicht zu sehen sind, liegt an dem offenbar ungüstigen Verhältnis von Spaltbreite zu Gitterkonstante.) Da das Objektiv ein 100/1,25 war, dann müsste - Vakuum-Wellenlänge zu 0,55µm angenommen, die Gitterkonstante etwa 1,5 µm betragen)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/25849_61753449.jpg)(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/25849_27441811.jpg)
Wie man sieht, kann Theorie auch schmackhaft sein, und Schinken ein Theorie-Vermittler; und ein "Schinkenbutter" ist meist preiswerter als ein teures optisches Gitter. So kann der verantwortungsvolle Lehrende trotz hoher Theorie auch noch Mittel sparen.
Nicht ganz so ernste, adventliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Schön be- und geschrieben Herr Husemann!
Zur Herkunft dieser hauchdünnen Schinkenscheibe möchte ich beitragen, dass diese von Metzgermeister Donat angefertigt wurde.
In dessen Jenaer Haus fand Dr. Abbe, damals 28 jährig, für längere Zeit eine Unterkunft.
Mit nicht hauchdünnen Grüßen
Frank Donat
Interessant und Bestätigung: Soweit man sich auch von einem Objekt entfernt, es ist nie gänzlich unwahrscheinlich, ihm erneut zu begegnen. :'(
Frohen Advent
E. Nowack