Mikro-Forum

Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Ynnad in Juni 05, 2021, 18:57:06 NACHMITTAGS

Titel: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Ynnad in Juni 05, 2021, 18:57:06 NACHMITTAGS
Hallo und liebe Grüße an alle,

vor ca. zwei Jahren wurde an meiner Schule ein Leitz Ortholux mit viel Zubehör im Sekretariat als Spende abgegeben. Da wir planen ein Forschungsraum einzurichten, indem Schülerinnen und Schüler für Facharbeiten, Jugendforscht, usw. auch mit gutem Equipment arbeiten sollen, möchten wir ein gutes Mikroskop. Also habe ich die drei Wäschekörbe nach Hause geschleppt um mich endlich mal damit zu beschäftigen. Jedoch war ich ziemlich schnell überfordert und etwas ratlos.

Die Frage die ich mir stelle ist, ob es sich lohnt (auch finanziell) dieses Mikroskop zu warten (hoffe nicht reparieren), oder alles zu verkaufen und ein neues zu erwerben. Bei uns in der Nähe ist ja Lötdampf, die auch einen Wartungsservice anbieten, jedoch habe ich hier nichts gutes gelesen.

Generell soll das Mikroskop zur Bestimmung von Phytoplankton, kleinem Zooplankton und Pflanzenschnitten dienen. Gerade für Jungendforscht sollten daraus auch qualitativ hochwertige Aufnahmen entstehen. Dies wäre auch der nächste Punkt: Wir arbeiten an der Schule überwiegend mit iPads. Es wäre also großartig eine Kamera zu haben, welche direkt mit dem Ipad verbunden werden kann (z.B. Moticam).

Eine Überlegung ist, falls mir hier jeder abrät das Ortholux in Schuss zu bringen, ein neues Mikroskop zu erwerben.
Ich hab da auch schon was gefunden, was nicht zu den großen vier zählt, aber in einigen Beiträgen auch nicht in der Luft zerfetzt wurde  ;)

Von Motic entweder das BA310 oder das silver252ix.

An Schulen ist zudem der finanzielle Rahmen natürlich immer ein kleines Problem. Das Budget liegt bei um die 1000€!
Die beiden ,,neuen" sind zwar teurer, jedoch würde ich dann das Ortholux und mein Olympus verkaufen und den Rest dann selbst drauf legen, da ich das Mikroskop in den Ferien eh mit nach Hause nehme und somit auch selbst nutze.

Habe mal ein paar Bilder vom Ortholux angehängt. Müsste wahrscheinlich auch auf LED umgerüstet werden. Ich habe auch verzweifelt im Netz nach Geschäften in der Umgebung gesucht, die mich da unterstützen können, jedoch wurde ich nicht fündig (ausser lötdampf). Deswegen hoffe ich hier einige Hilfe zu bekommen.

Grüße und Danke
Danny







Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Ynnad in Juni 05, 2021, 18:57:57 NACHMITTAGS
und hier noch zwei Bilder
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Bob in Juni 05, 2021, 19:06:52 NACHMITTAGS
Hallo Danny,
das Ortholux ist grundsätzlich ein ausgesprochen leistungsfähiges und auch sehr haltbares Mikroskop, es ist aber auch ein "Vielknopf-Mikroskop", das eine gewisse Sachkunde von jedem der Anwender erfordert. Die Zeitfensterchen, in denen damit gearbeitet wird sind ja vermutlich kurz und da ist Einfachheit ein Vorteil für sich. Überlegen solltet Ihr Euch, wie das Mikroskop verwendet werden soll, allein für sich oder angeschlossen an einen Bildschirm zum Zeigen des Mikroskopbilds für alle. Hast Du da schon einen genaueren Plan?

Viele Grüße,

Bob
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Hugo Halfmann in Juni 05, 2021, 19:10:29 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

Glückwunsch zu diesem Ortholux! Diese Qualität bekommst du heute nicht mehr, das Gerät ist nahezu unverwüstlich. Die angegebene Nähe zu "Lötdampf" (Finger weg, das ist ein reiner Händler für Chinaware) sagt mir, daß Du in Kaiserslautern wohnst, für mich leider etwas arg weit weg.

Die erste Frage ist: Was genau muss denn an dem Mikroskop gewartet werden? Wenn die Triebe noch nicht verharzt sind, brauchst Du eigentlich nur die zum Ortholux gehörende Niedervoltleuchte oder besser: die LED Anpassung wie Stephan Hiller sie hier vorgestellt hat:

https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=38828.msg302917#msg302917

Eine passende Kamera für ein iPad sollte kein allzu großes Problem sein, aber da kennen sich andere besser aus.

PS: Eine Wartungsanleitung für das Ortholux kann ich dir zusenden, brauche dann aber deine Emailadresse
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: jcs in Juni 05, 2021, 19:34:03 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

Oldtimer wie das Ortholux sind sicher sehr solide Mikroskope. Aber für Schüler würde ich eher etwas Zeitgemäßeres nehmen, das perspektivisch auch tauglich für ein digitales Klassenzimmer ist. Sprich, es sollte auch gute Software (z.B. Zeiss Labscope für Eure iPads) verfügbar sein. Erfahrungsgemäß behaupte ich, dass junge Leute mit aktuellem Equipment leichter für wissenschaftliche Fragestellungen zu begeistern sind.

Ich würde mir die neuen Primostar 3 genau anschauen. Wenn Du zusätzlich zu den 1000Euro das Ortholux verkaufst, könnte sich das fast schon ausgehen. Dann noch einen Okularadapter für Smartphones, und die Jungs und Mädels können recht schnell loslegen.

Falls einmal ein Geldsegen über die Schule hereinbricht, kann man dann die ganzen Zusatzfeatures (integrierte Kamera, Netzwerkfähigkeit, ..) immer noch dazukaufen.

LG

Jürgen
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Gerd Schmahl in Juni 05, 2021, 19:43:34 NACHMITTAGS
Hallo Danny,
das ist sicher eine schönes Projekt mit dem Forschungsraum!
Das Ortholux ist ganz sicher ein vorzügliches Gerät, bei dem sich auch die Anzahl der Köpfe noch in Grenzen hällt. Wichtig wäre es, dass Du selber als der Multiplikator der Anwendung gut damit zurecht kömmst. Für die Jugendlichen, die damit arbeiten sollen, könnte man ja eine abgespeckte Bedienanleitung erstellen, die auch die Knöpfe benennt, an denen sie lieber nicht drehen sollten. Ich könnte mir vorstellen, das für das relativ einfache Einsatzgebiet, das ihr anvisiert, z.B. nicht die ganze Filterklaviatur zwischen Lampe und Mikroskopstativ zum Einsatz kommen muss, sondern dass man mit Standarteinstellungen arbeitet. Ähnliche gild sicher auch für die Höhenverstellung des Kondensors, mit dem man das Bild sicher immer noch etwas optimieren kann, das aber auch schon rechtgut sein dürfte, wenn er in seiner höchsten Stellung arretiert ist. Für die Arbeit mit Schülern würde ich vorerst auf Immersionsobjektive verzichten. Die könnte man dranschrauben, wenn man in einer kleinen GRuppe mal eine echte Vertiefung macht oder eine feste Mikroskopie-AG damit arbeitet.
Richtig ist auf jeden Fall was Hugo schrieb: Ein Mikroskop in dieser soliden (mechanischen) Ausführung wirst Du unter den heutigen Neugeräten schwerlich finden, zumindest nicht für das Geld, das der Verkauf so eines Oldtimers einspielt.
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Peter Reil in Juni 05, 2021, 20:08:51 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

kommst du selbst mit dem Ortholux locker und problemlos zurecht, dann kannst du es auch mit Schülern einsetzen.   ;D

Empfehlen würde ich, das "schöne alte Teil" nicht zu verwenden, da ich es als zu komplex für Schüler erachte. Da gibt es keine intuitiv bedienbaren Knöpfe wie bei einem Smartphone. Sinnvoller ist es, ein einfacheres Gerät zu verwenden, das optisch gleiche Qualität aufweist, wie z. B. dein OLYMPUS CH2.

Neugeräte von Motic wären gut geeignet und lassen sich auch digital aufrüsten. Wobei Schüler viel Freude haben, wenn sie Fotos mit dem eigenen Smartphone durchs Okular machen können (die qualitativ richtig gut sein können!).
Wenn ich es richtig verstanden habe, sollen die Schüler daran möglichst selbständig arbeiten können. Allerdings wird dies ohne eine gute Einführung und entsprechende Übungen kaum möglich sein.

Freundliche Grüße
Peter


PS: Ein Mikroskop für ein Gymnasium halte ich lediglich für einen Tropfen auf den heißen Stein.  :'(



Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Florian D. in Juni 05, 2021, 20:47:06 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

Also auf dem IMG_0765 ist ja wahnsinnig viel interessantes Zubehör abgebildet!
Alleine für dieses Zubehör müsstest Du bei einem neuen Mikroskop einen vierstelligen Betrag hinlegen.
Das Mikroskop hat ja einen Trinokulartubus in den man eines der vielen zusätzlichen Okulare einstecken kann. Eine Kameraadaption ist heute via Handy problemlos und qualitativ relativ hochwertig möglich.
Fehlt eigentlich nur eine Halogenbeleuchtung. Die vorgeschlagene Variante von Stephan Hiller ist zwar sicherlich die Bestmögliche, aber leider auch nicht ganz billig. Wäre auch ein Projekt für den Physik LK.

Statt Photos wäre eine Liste der vorhandenen Komponenten interessant.

Viele Grüsse
Florian


Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Ynnad in Juni 05, 2021, 21:32:25 NACHMITTAGS
Wow, ich bin erstaunt über die vielen Antworten in der kurzen Zeit! Vielen vielen Dank schon einmal. Das ist man so, besonders in der Freundlichkeit, nicht in jedem Forum gewohnt. Großes Lob!

@Bob: Ja das Mikroskop wäre mit Sicherheit nicht jeden Tag im Einsatz. In den Ferien würde ich schon meine Zeit nutzen und die Natur erkunden  ;). Die Schüler haben ja IPads, bzw. haben wir einige zum Leihen oder für den Unterricht. Deshalb wäre die Option schon super. Aber gute Idee, einen Bildschirm nur für das Mikroskop wäre auch zu überlegen.

@Hugo: Ja das mit Lötdampf wäre halt so schön praktisch gewesen, schade. Also die Triebe sind alle noch gut gefettet. Der Arzt (weiss leider nicht wer es ist), muss das Mikroskop scheinbar noch im Einsatz gehabt haben, bzw. gepflegt haben. Die Birne sieht auch noch ok aus. Müsste aber erst die Kabel neu machen, um dies zu testen, da ist schon einiges an Isolierung ab. Wegen der Leuchte werde ich mich mal auf deinen Link hin informieren.
Danke fürs Angebot, werde dir meine mail-Adresse schicken.

@Jürgen: Ja, was soll ich sagen. Zeiss Labscope mit einem guten Satz Mikroskope wäre natürlich ein Traum. Aber bis dafür mal Geld da ist, ohje...
Werde mir das Primostar 3 ansehen, danke.

@Gerd: Geplant ist, dass die Schüler (meist nur Oberstufe) welche an das Mirkoskop wollen, vorher ne Einweisung bekommen und nicht alleine tätig sind. Aber klar, es muss jemand natürlich alles drauf haben, damit er was erklären kann. Das soll ja mein Ziel sein.

@Peter: Wie oben erwähnt arbeiten die Schüler nur in Begleitung daran (Aufsichtspflicht). Das Olympus ist ,,nur" en Binokular und ,,kann" dann noch zu wenig. Unser Fachbereich hat geschätzt über 50 Mikroskope. Jedoch für die kleinen (5/6) sind nur Spielzeug. Die Oberstufenmikroskope sind für das was im Schulalltag mikroskopiert wird, ok. Deswegen reizt uns ja ein Mikroskop welches deutlich mehr Umfang hat mit Filtern und so weiter für die ganzen Projekte wie Jugendforscht und so.

@Florian: Das mit dem Physik-LK ist keine schlechte Idee, werde aber auch mal anfragen was die Variante von Stephan Hiller ungefähr kosten wird. Ja es ist ne Menge Zubehör. Werde gerne mal morgen ne Liste euch präsentieren. Jedoch kann ich nur Objektive und Okulare benennen. Bei allem anderen steht nichts drauf und da gibt es ja auch unzählige Varianten. Ist auch bissl mein Problem. Einige Sachen, kann ich überhaupt nicht zuordnen. Da werd ich bestimmt auch mal nachfragen noch.



Nach den vielen Antworten, bin ich schon dazu geneigt das Ortholux zu nutzen. Überlege auch, ob ich vielleicht der Schule das Ortholux privat abkaufe und dann mit dem Geld ein neues für die Schule hole, was wie erwähnt ,,zeitgemäßer" für die Kiddies ist  ;)
Da wäre nur mal interessant was denn im Verkauf das ganze ungefähr Wert ist. Hab da ja leider keine wirkliche Vorstellung.

Gruß Danny
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Hugo Halfmann in Juni 05, 2021, 21:50:25 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

eine Frage noch: Ist diese Leuchte (https://www.ebay.de/itm/353519264814?hash=item524f63e42e:g:zKsAAOSwDM9gt1NP) beim Mikroskop dabei?

Das würde eine (Wieder-)Inbetriebnahme sehr vereinfachen, denn diese Sonderbeleuchtung ist für den Schulbetrieb völlig "oversized".


Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: detlef.q in Juni 05, 2021, 21:55:50 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

Glückwunsch zu dem tollen Leitz Mikroskop einschießlich dem umfangreichen Zubehör! Da war jemand aber sehr spendabel oder hat nicht gewusst um was es sich handelt.
Ich arbeite selber mit dem Ortholux und möchte es nicht mehr missen.

Auf jeden Fall würde ich dieses Mikroskop mit dem Zubehör behalten, wenn Dich das Thema Mikroskopie begeistert.

Nun gut, erst einmal solltest Du herausfinden, was Du alles hast und wie man es einsetzen kann.
Für alles gibt es noch die entsprechenden Anleitungen. 

Wie Florian bereits angemerkt hat, hast Du mit dem Trinokulartubus die Möglichkeit einer Kameraadaption.

Auf den Bildern sehe ich folgendes: Den Heine-Phasenkontrastkondensor (ein echtes Highlight - steigert den Wert der Ausrüstung erheblich! Bestimmt sind auch die passenden Objektive vorhanden, die Einstelllupe ist jedenfalls da), der kleine Heiz- und Kühltisch 80 samt Halterung, die Prado-Fluoreszenzbeleuchtung (die Quecksilberhochdruckbirne würde ich nicht mehr betreiben, meinen Prado habe ich auf Xenonlicht umgebaut), einen Zwei-Blenden-Kondensor nach Berek, einen zweiten Revolver und weiteres wie Objektive und Okulare.

Natürlich muss Du Dich mit allen Dingen befassen und eine Menge lernen. Aber dafür ist das Forum mit seinen Mitgliedern da. Du bekommst hier eine Menge Hilfe.

Eine Liste mit der Komponenten ist eine gute Idee!

Viele Grüße
Detlef
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Bob in Juni 06, 2021, 08:11:27 VORMITTAG
Hallo Danny,
für den Betrieb in Eurem Forschungsaum wäre eine unkompliziert zu bedienende Fotoadaption wichtig, damit jeder Schüler zuverlässig seine Beobachtungen dokumentieren kann ohne zu Hause feststellen zu müssen, das die Bilder alle unscharf sind, weil die Kamera nur fast parfokal war. Wichtig bei der Kamera wäre ein elektronischer erster Verschlussvorhang, also Auslösung ohne Verschlussbewegung vor der Belichtung. Da gibt es auch sehr günstige Lösungen mit 10 Jahre alten Gebrauchtkameras, z.B. Sony NEX 5N oder Canon EOS 600D. Die Adaption kann z.B. so erfolgen: https://microscopyofnature.com/microphotography-hybrid-eyepieces (https://microscopyofnature.com/microphotography-hybrid-eyepieces)

Mit UV-Licht würde ich Schüler nicht alleine mikroskopieren lassen und auch eine solche Einrichtung nicht rumliegen lassen. Fluoreszenzmikroskopische Untersuchungen können ein Forschungsprojekt aber natürlich ordentlich aufpeppen, sollten aber under direkter Anleitung erfolgen. Das würde dafür sprechen, das Ortholux zu verwenden, ein neues Mikroskop mit so einer Einrichtung dürfte Euer Budget für Jahre verschlingen.

Viele Grüße,

Bob
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Herbert Dietrich in Juni 06, 2021, 09:55:24 VORMITTAG
Hallo Danny,

Hast Du eigentlich die Leitz Anleitung für das Ortholux? oder habe ich das überlesen?

Herzliche Grüße

Herbert
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Ynnad in Juni 06, 2021, 10:20:39 VORMITTAG
@Hugo: ja die Leuchte ist seitlich an der Prado-Fluoreszenzbeleuchtung dran (hoffe das ist richtig benannt  ;))

@Detlef: Vielen Dank für deine Auflistung. Dies hat mir schon einmal enorm geholfen, da ich nun einige Teile benennen kann und auch schon einiges jetzt dazu gelesen habe. Zum Heine-Phasenkontrastkondensor habe ich eine Anleitung gefunden und schon mal etwas studiert. Die Objektive sind ausser dem 10x alle vorhanden. Werde aber unten alle mal auflisten.

@Bob: Ziel soll ja eine Wifi-fähige Kamera sein um das Bild direkt am iPad angezeigt zu bekommen. Da muss ich aber zu späterer Zeit mal noch nachfragen oder recherchieren. Ja klar die Schüler werden nie unbeaufsichtigt mikroskopieren. Der Forschungsraum wird ja auch viel chemisches Equipment aufweisen, weshalb da kein Schüler ohne Aufsicht arbeiten darf.

@Herbert: Nein habe leider keine Anleitung. Nur einen Preiskatalog aus den 50er Jahren für Leitz und Zeiss (sehr interessant  :D)
Und ich habe ein Immersionsöl-Fläschchen, welches noch mit Wax-Kappe versiegelt ist und das Datum von 1958 trägt.

Also ich werde jetzt das Ortholux versuchen zu nutzen und möglichst viel zu lernen. Dazu würde ich gerne Teil für Teil kennen lernen, denke es ist sinvoll erst einmal genug know-how zu sammeln bevor ich das erste mal praktisch ran gehe, besonders bei dem umfangreichen Zubehörs.

Grundkenntnisse zum Mikroskopieren habe ich, sowie kenne ich den Aufbau und die Funktion der einzelnen Bauteile eines ,,einfachen" Mikroskops. Habe mich jetzt mit dem Heine-Phasenkontrastkondensor etwas beschäftigt und werde dieses erst einmal auf Vollständigkeit und so überprüfen.

Danach würde ich dann das nächste Bauteil inspizieren und ,,kennenlernen" sonst komm ich mit den vielen neuen Infos durcheinander.

Hier mal ne Bestandsliste der Objektive und Okulare für den Anfang:

Objektive:
C Pl 4:1 A 0,10 170/-
C Pl 10:1 A 0,25 170/-
C Pl 40:1 A 0,65 170/0,17   2x
C Ploel 100:1 A 1,32 170/0,17
Pv 20:1 n A 0,45 170/0,17  <—
Pv Apo L 40:1 A 0,70 170/0,11-0,23   <—
Pv Apo L 63/0,70 n 170/0,11-0,23
Pv Fl Öl 70/1,15 n 170/0,17
Pv Apo Öl 90:1 n A 1,15 170/0,17   <—
Phaco 1 10/0,25 170/-   <—

Okulare:
4x Periplan 8x b  <—
4x Periplan 12x b
2x Periplan 10x
1x Periplan Gf 10x

<— = befindet sich aktuell am Mikroskop

So die anderen Teile werde folgen, sobald ich mich mehr eingelesen habe und sie auch benennen kann, bzw. auf Vollständigkeit geprüft habe.

Gruß
Danny
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: A. Büschlen in Juni 06, 2021, 11:29:02 VORMITTAG
Hallo Danny,

ZitatZiel soll ja eine Wifi-fähige Kamera sein um das Bild direkt am iPad angezeigt zu bekommen. Da muss ich aber zu späterer Zeit mal noch nachfragen oder recherchieren.

Gibt es. Z.B. : https://www.mikroskoptechnik.shop/ki.php/Kameras/WI-FI/Moticam-X3-Plus.html
Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass sich diese Kamera für den Schulbetrieb absolut ideal eignet.

ABER: das Ortholux würde ich niemals  im Schulbetrieb einsetzen. Und das sage ich auch aus eigener langjähriger Erfahrung im Schulbetrieb.
Warum? Das Leitz Ortholux mit der oben aufgelisteten Ausrüstung stand in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Forschungslabors. Im regulären Schulbetrieb findet niemand die Zeit (Sowohl Lehrer wie Schüler) sich die nötige Routine an zu eigenen um diese Ausrüstung nur annähernd optimal zu nutzen.
Erklärt mir jemand wie z.B. ein Schüler die Zeit aufbringt um die Deckglaskorrektur am Pv Apo L 40:1 A 0,70 170/0,11-0,23 optimal zu nutzen? Oder dass Er versteht und sich bewusst ist, dass das geniale Pv Fl Öl 70/1,15 n 170/0,17 nicht den gleichen Abgleich hat wie die Anderen Objektive?
Das sind nur zwei Beispiele von vielen die gegen den Einsatz im Schulbetrieb sprechen. Wohl verstanden, nicht gegen das Mikroskop!

Gute Entscheidung wünscht

Arnold Büschlen
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Ynnad in Juni 06, 2021, 12:10:07 NACHMITTAGS
Hallo Arnold,

da geb ich dir auch in allem recht. Meine aktuelle Entscheidung wird auch sein, das Ortholux-Paket der Schule abzukaufen und für das Geld inklusive dem Schul-Budget dann ein ,,einfacheres" Mikroskop zu erwerben. Alternativ müsste man das Ortholux in abgespeckter Version in die Schule stellen, was dem Mikroskop denke ich nicht gerecht wird.

Hat jemand eine Idee, was ein fairer Preis wäre, welchen ich dafür bezahlen könnte? Wie gesagt alles Equipment ist auf den Bildern zu sehen, bzw. in der oberen Liste.

Grüße
Danny
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: wilfried48 in Juni 06, 2021, 14:19:42 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

wenn ich richtig verstanden habe geht es um den Einsatz des Mikrokops in einem Forschungsraum in dem viele Forschungsprojekte
in Arbeitgemeinschaften und z.B. für "Jugend Forscht" laufen sollen und dafür ist es nahezu ein ideales Mikroskop.

Im Unterricht würde ich es auch nicht verwenden, da ja da die Mikroskopie, wenn überhaupt, nur unter Zeitdruck stattfindet und der verbliebene Rest nicht mit komplizierter Gerätetechnik verbracht werden sollte.

Wenn ich alles richtig verstanden habe hast du ein Leitz Forschungsmikroskop Ortholux, das neben normalem Hellfeld auch für Phasenkontrast, Dunkelfeld und Auflicht- Fluoreszenz ausgestattet ist, und damit lässt sich, wenn man es mit einer Digitalkamera und zwei LEDs (z.B. von Stephan Hiller) nachrüstet, vortrefflich auch mit Schülern forschen.

Ich kann das aus eigener Erfahrung als ehrenamtlicher Mitarbeiter an einem Schülerforschungszentrum bestätigen, wo ich einen solchen
Forschungsraum eingerichtet habe und laufend Projekte von Schülern betreue.
Wir bieten in jedem Schuljahr einen Anfänger-Mikroskopiekurs an in dem eine Gruppe von Schülern an einfacheren Geräten (Zeiss Junior) das Mikroskopieren und vor allem auch einige Grundfertigkeiten in der Präparation erlernen. Aus diesem Kurs finden sich anschliessend immer Schüler die eine eigene Forschungsidee oder ein von uns vorgegebenes Thema in Richtung "Jugend forscht"
allein oder in kleinen Gruppen bearbeiten wollen. Und dazu habe ich einen separaten Forschungsraum eingerichtet indem genau solche ehemaligen Forschungsgeräte von Zeiss oder z.B. Nikon stehen. Die sind alle mit einer Digitalkamera und mit einer modernen leistungsfähigen LED Beleuchtung nachgerüstet.
Wenn ich allein an den schönen Heiztisch denke, der bei deinem Ortholux dabei ist, fallen mir schon wieder ein paar Projekte ein, die man damit mit Schülern durchführen könnte.
Die vielseitigen Möglichkeiten, die man mit solchen alten Forschungs-Mikroskopen hat, kann man mit einfachen neuen Kursmikroskopen (Motic BA310 oder Zeiss Primostar eingeschlossen) nicht im geringsten vergleichen.

Falls du nähere Informationen und Unterstützung für euer "Projekt" brauchst gerne auch per PN oder mail.

viele Grüsse
Wilfried



Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Herbert Dietrich in Juni 06, 2021, 14:48:01 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

hier findest Du sehr viel über das ortholux:  https://leitz-ortholux.de/
auch Anleitungen

Herzliche Grüße

Herbert
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: A. Büschlen in Juni 06, 2021, 15:19:46 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

der angedachte Forschungsraum und die Jugend forscht Projekte habe ich übersehen.-

Im Bezug zum Einsatz in einem Forschungsprojekt gebe ich Wilfried recht. Nimm sein Angebot in Anspruch!

Gruss Arnold
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Ynnad in Juni 06, 2021, 15:35:24 NACHMITTAGS
@Wilfried: Hallo, habe schon von deinen Projekten gehört und finde es sehr faszinierend. Wenn es bei uns soweit ist, werde ich gerne mit dir in kontakt treten und deinen Rat und Hilfe gerne annehmen. Leider ist die Bürokratie im System Schule eine Katastrophe, so etwas dauert leider immer sehr lange. Dafür habe ich dann mehr Zeit um mit diesem Mikroskop selbst Erfahrungen zu sammeln um auf gewisses Know-how zu kommen.

@Herbert: Danke für den Link, da hab ich schon einiges in  Erfahrung bringen können.


Habe die Lampe mal rausgholt und sie schein noch in Ordnung zu sein. Werde in den nächsten Tagen mal das Gehäuse des Trafos prüfen, dass ich keinen Stromschlag bekomme und kann mal erste Versuche starten, bevor ich mich dann um eine LED bemühe.

hier mal ein Foto
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: wilfried48 in Juni 06, 2021, 17:30:04 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

ja da hast du sicher Recht, dass ein SFZ direkt an der Schule mehr Bürokratie mit sich bringt.
Aber dafür habt ihr es vor Ort auch etwas einfacher Schüler auf die Möglichkeiten aufmerksam zu machen und habt kurze Wege
um auch Leerzeiten, falls es die zwischendurch gibt, zu nutzen. Bei uns konzentriert sich vieles auf den Freitag Nachmittag, da die Schüler wegen der längeren Wege nicht mal kurz zwischendurch an ihrem Projekt arbeiten können.

Ich sehe gerade, daß das Mikroskop ja "nur" eine Durchlicht Fluoreszeneinrichtung hat. Die würde ich zumindest mit der UV-Lampe nicht mehr betreiben, da ja da eine Fehlbedienung möglich ist (Emissions- und Absorbtionsfilter nicht automatisch gekoppelt) und so UV Licht zum Auge gelangen kann. Aber Blau- und Grünanregung über eine LED ist trotzdem möglich.

Ausserdem kann man die UV Auflichtfluoreszenz über den Auflichtfluoreszenzkondensor ja auch noch nachrüsten falls es für ein Projekt gebraucht wird. Gebrauchtteile gibt es für das Ortholux ja immer wieder.

Habt ihr eigentlich in Rheinland-Pfalz auch die Möglichkeit wie in BW, Gelder für MikroMakroMint - Projekte zu beantragen ?

viele Grüsse
Wilfried



Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Ynnad in Juni 06, 2021, 17:50:41 NACHMITTAGS
Hallo Wilfried,

natürlich wäre es eine enorme Bereicherung wenn das ganze mal steht.

Werde die UV-Lampe nicht nutzen. Die normale Beleuchtung werd ich mal anschmeißen und schauen.

Da bin ich ganz ehrlich überfragt, jedenfalls habe ich noch nie von so etwas in RLP gehört. Aber werde ich mich mal erkundigen.
Bin ja froh, dass wir beim Digitalgipfel als Pilostschule ausgewählt wurden und somit zumindest die Internetabdeckung und Versorgung mit digitalen Geräten für eine Schule sehr umfangreich ist.

Gruß
Danny
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Gerd Schmahl in Juni 06, 2021, 20:10:48 NACHMITTAGS
Hallo Danny,
ZitatDer Forschungsraum wird ja auch viel chemisches Equipment aufweisen, weshalb da kein Schüler ohne Aufsicht arbeiten darf.
Bitte Säuren und Basen vom Mikroskop fernhalten! Die Dämpfe zerfressen alles. Niemals im gleichen Schrank mit Mikroskopen, möglichst nicht dauerhaft im gleichen Raum, aber diese Chemikalien benötigen ja auch einen Schrank mit automatischer Ablüftung.

Das alte Immersionsöl würde ich nicht mehr benutzen. Die alten Öle neigen zum verharzen, was bei den moderen Ölen nicht der Fall ist.

Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: detlef.q in Juni 06, 2021, 22:25:48 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

ich habe den Prado stationär an mein Ortholux angeschlossen. Das schöne ist, dass man einfach zwischen zwei Lichtquellen umschalten kann. Ganz unten ist mein Aufbau zu sehen.
Um die Beleuchtung auf LED umzubauen braucht man nur jemanden, der einen passenden Kühlkörper aus Alu drehen kann und etwas bastlerisches Geschick. Die LED versorge ich mit einem kleinen Labornetzteil. Hier findest du meinen Umbau: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=13552.msg102994#msg102994 (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=13552.msg102994#msg102994)

Die im Prado vorhandene Quecksilber-Höchstdrucklampe CS 150W, darum müsste es sich handeln, würde nicht mehr betreiben, dieses hatte ich schon geschrieben. Wenn die platzt, das wäre nicht so schön.
Meinen Umbau auf Xenon findest du hier: https://mikroskopie-forum.at/forum/index.php?thread/922-umr%C3%BCstung-der-leitz-prado-fluoreszenzeinrichtung-auf-xenon-licht/&postID=7430&highlight=prado#post7430 (https://mikroskopie-forum.at/forum/index.php?thread/922-umr%C3%BCstung-der-leitz-prado-fluoreszenzeinrichtung-auf-xenon-licht/&postID=7430&highlight=prado#post7430)

Irgendwann kommt vielleicht mal der Wunsch auf, Fluoreszenzanregung auszuprobieren, dann hast die die Möglichkeit. Alternativ lässt sich natürlich auch eine UV- oder Blaulicht-LED installieren. Aber bis dahin ist der Weg noch weit.

Noch mal kurz zum Orholux, eine große Wartung braucht das bestimmt nicht, wenn die Triebe leichtgängig sind. Dafür muss aber wohl eine Menge Staub entfernt werden.

Viele Grüße
Detlef








Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Peter V. in Juni 06, 2021, 22:38:31 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

es wurde schon Vieles gesagt - nur noch nicht von mir  ;)

Fakt ist: Das Ortholux ist ein grundsolides und unverwüstliches Mikroskop. Meines Erachtens spricht überhaupt nichts dagegen, dieses Mikroskop so zu ertüchtigen, dass es auch aktuellen Ansprüchen voll und ganz genügt. Ich denke, dass SuS, die sich für echte Forschungsprojekte wie z.B. im Rahmen von "Jugend forscht" interessieren, eine entsprechende Reife besitzen, mit der sie erkennen, dass auch ein etwas "ältlich" aussehendes technisches Gerät genau so gut (wenn nicht besser!!!) sein kann wie ein Gerät mit einem "modernen" Design. Es ist ja eine andere Klientel, die mit diesem speziellen Gerät arbeiten würde als der Durchschnittsschüler, bei dem man erst mit einem "hippen" Design überhaupt etwas Interesse wecken kann.
Jedenfalls musst Du beim Ortholux nicht damit rechnen, dass nach 10 Jahren die Triebknöpfe klebrig werden wie frische Haribo-Schnecken oder die Elektronik einer internen Beleuchtungseinrichtung schlapp macht. Wenn das Ortholux nicht mit einem Vorschlaghammer traktiert wird, ist es noch voll funktionsfähig, wenn alles Motics, Primostars und Leica DM..irgendwas schon lange im Mikroskophimmel schlummern.

Man muss natürlich etwas Liebe und auch ein paar EUR in das Mikroskop stecken (z.B. für LED-Aufrüstung), hat dann aber ein Top-Mikroskop! Allein die tollen Möglichkeiten, die der Heine-Kondensor bietet! Der allein wird schon oft bis 400 EUR gehandelt, mit den zugehörigen Objektiven um 600 - 700. Etwas Vergeleichbares würdest Du an keinem bezahlbaren neuen Mikroskop finden.

In einem Beitrag in diesem Thread stand sinngemäß, dass das Ortholux ein zu komplexes "Vielknopfmikroskop" sei; diese Ansicht teile ich überhaupt nicht! Wo sollen den die vielen Knöpfe sein? Es hat die üblichen Bedienelemente, die man an jedem vernünftigen Mikroskop findet - mehr nicht! Es sieht vielleicht nach "mehr" aus, weil die Grob- und Feintriebknöpfe (das sind an jedem Mikroskop 4 Knöpfe!) beim Ortholux auf zwei Achsen sitzen; da diese Knöpfe bei allen modernen Mikroskopen auf einer Achse sitzen, hat man den Eindruck, es seien nur zwei Knöpfe - tatsächlich sind es aber auch vier!
Es gibt lediglich eine kritische Rändelschraube, die keinesfalls von Ungeschulten gelöst werden darf; es ist die Schraube zur Fixierung des Objektivrevolvers. Wird diese Rändelschraube versehenlich gelöst, fällt der ganze Revolver mitsamt Objektiven zunächst aufs Präparat und dann zu Boden.

Die Beleuchtung solltes Du zunächst einmal zur Seite  stellen und die Hochdrucklampe keinesfalls in Betrieb nehmen, aber das wurde ja schon  gesagt. Der Umbau auf LED ist kein Hexenwerk und wenn es einen elektronisch Interessierten im Kollegium gibt, sollte man das eigentlich hinbekommen. Ich habe auf den Bildern kein normales Lampenhaus gesehen. Ist das dabei? Das wäre natürlich schon sinnvoll, da es die bestes Basis für einen Umbau auf LED ist. Man bneötigt vielleicht noch ein Drehteil, wobei ich mir sicher bin, dass sich hier im Forum jemand fände, der das für einen "guten Zweck" (Schule) auch kostenfrei herstellen würde.
Den schönen alten Trafo (den man aber bitte keinesfalls entsorgt!!!) würd eich evtl. auch nicht mehr in die Hände von Schülern geben. Es wird zwar sicher nichts passieren, aber er dürfte elektrotechnisch vielleicht doch nicht mehr auf der Höhe der Zeit sein.

Eine moderne WiFi-Kamera kann natürlich an dieses Mikroskop genau so angeschlossen werden wie an jedes anderen Mikroskop auch.

Altes Immersionsöl sollte auch dehslab (zumindest von SuS) nicht mehr benutzt werden, weil es oft noch PCB-haltig ist.

Herzliche Grüße
Peter

PS: Nur so ein Gedanke: Könnte nicht die Aufrüstung dieses Mikroskops zu einem "modernen" Gerät selbst schon ein schönes Projekt für interessierte SuS sein? Abgesehen von den technischen Lerneffekten fördert es auch das Verständnis von "Werthaltigkeit" und "Wertschätzung" und sinnvoller Nutzung und Schonung von Ressourcen. Gegen die ex und hopp - Mentalität! Natürlich ist es immer bequemer und einfacher, etwas Neues zu kaufen - aber die Aktualisierung eines grundsoliden technischen Gerätes ist doch wsentlich sinnvoller und man hat hinterher sogar etwas Besseres als wenn man einen neuen China-"Plastikbomber" kauft.

PPS: Wurdest Du eigentlich schon auf "die" Wissensquelle zum "Ortholux" hingewiesen oder hast sie selbst entdeckt?

www.leitz-ortholux.de

Das Durchstöbern der Seite dürfte Dir zeigen, welch ein tolles Systemmikroskop das Ortholux ist.

Ein kleiner Hinweis noch: Es ist für den Betrachter wesentlich bequemer, wenn Du Bilder als JPG und nicht als PDF hochlädst.

Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Ynnad in Juni 08, 2021, 18:47:06 NACHMITTAGS
Hallo an alle,

bevor ich jetzt auf jeden einzelnen Kommentar eingehe, würde ich gern noch mein weiteres Vorgehen beschreiben. Zuerst würde ich das Mikroskop mal vorsichtig vom Staub und so befreien. Ich wäre jetzt mit feuchten Wattestäbchen ran, hoffe das ist ok. Danach wollte ich die Lampe und den Trafo zumindest mal kurz nutzen (falls noch alles geht) um auch mal zu schauen ob denn generell alles in Ordnung ist (Oder spricht was dagegen?) Die Hochdrucklampe werde ich auf keinen Fall nutzen.
Zum Thema LED: Ich finde es echt faszinierend welche Ideen und kreativen Lösungen ihr entwickelt habt. Ich bin ehrlich gesagt nur nicht sicher, ob ich das so hinbekomme. Habe zwar nicht zwei linke Hände, aber Strom und Physik (ausser die chemischen Aspekte) sind für mich wie japanisch. Vielleicht gibt es ja jemand der mir per PN mal en Angebot machen könnte für einen Umbau auf LED. Das wäre mir persönlich am liebsten. Nicht weil ich mich nicht damit beschäftigen möchte, oder zu Faul wäre, eher weil gerade die Elektrik aboslut nicht mein Kompetenzfeld ist bzw. jemals sein wird. Ich denke auch, dass vorerst, die ,,normale" Beuleuchtung ausreicht, UV ist bestimmt sehr toll, jedoch aktuell erst einmal nicht so wichtig.

@Gerd: Ja klar, es muss ja alles richtig gelagert werden. Zudem sprechen wir hier nur von sehr verdünnten Säuren und Basen. Lösungsmittel bekommen einen speziellen Schrank und alle anderen Chemikalien, welche problematisch sein könnten, befinden sich in der Chemie und da bleiben sie auch. Das Öl wollte ich nicht verwenden, ich war nur erstaunt über die noch verschlossene Flasche von 1958! Oder hat das jeder von euch  ;)

@Detlef: Wie oben erwähnt bin ich sehr fasziniert von deinen Umrüstungen. Das bietest du nicht zufällig auch zum Kaufen an?
Ausser Staub hier und da lässt sich wirklich alles noch sehr leicht und geschmeidig bewegen.

@Peter: Ich werde zuerst das Mikroskop wieder flott machen und dann bis zur Fertigstellung des Raums mich intensiver selbst damit beschäftigen. Dann sehe ich glaube ich auch weniger Probleme, dass es geübte und leistungsstarke Schüler hinbekommen mit entsprechender Anleitung und Unterstützung. Schließlich hat es mit Gaschromatographen, der ungefähr so historisch ist auch geklappt. Mit dem Projekt ist deshalb sehr schwierig, da aktuell ich der einzige bin der Versucht etwas Know-how zu erwerben und alle anderen auch nicht wirklich mit solch einem Gerät etwas anfangen können. Aktuell ist eh wegen Corona alle Agˋs und sonstige Dinge auf Eis.

Gruß
Danny
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Ynnad in Juni 08, 2021, 18:49:14 NACHMITTAGS
Achso wegen den Bildern. Leider bekomme ich die Bilder nicht hochgeladen, wenn sie nicht im PDF-Format sind. Bekomme immer die Meldung Dateiformat stimmt nicht, obwohl es jpg ist.

Gruß
Danny
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: beamish in Juni 08, 2021, 19:07:51 NACHMITTAGS
Vielleicht sind die Bilder nur zu groß:
"Erlaubte Dateitypen: jpg, pdf, gif
Einschränkungen: 6 pro Antwort, maximale Gesamtgröße 2048KB, maximale Individualgröße 1024KB"

Grüße
Martin
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: detlef.q in Juni 08, 2021, 19:15:35 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

leider habe ich keine Drehbank und keine großen elektronischen Kenntnisse.
Aber ich kann relativ präzise kleine Löcher bohren und ein wenig löten.
Das hat für meine Basteleien gereicht.

Es gibt aber den einen oder anderen hier, welcher einen Kühlkörper für eine LED drehen kann.
Evtl. flattert dir ja auch ein Angebot für eine Komplettlösung ins Haus.
Ich kann dir da leider nichts anbieten, außer den Weg, wie man es machen kann.

Gruß Detlef

Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Stephan Hiller in Juni 09, 2021, 15:36:49 NACHMITTAGS
Hallo Danny,

ich hoffe ich verletzte keine Urheberrechte aber im Anhang findest du die Zeiss Broschüre "Das saubere Mikroskop". Sicher sehr hilfreich wenn du dich ans Säubern machst. Man kann da schnell viel kaputt machen.

Für die LED Umrüstung mache ich dir gerne ein Angebot. Schreib mir ne e-mail. Meine E-mail adresse ist offen.

Grüße

Stephan Hiller
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Bob in Juni 09, 2021, 15:43:39 NACHMITTAGS
Zitat von: Ynnad in Juni 08, 2021, 18:49:14 NACHMITTAGSBekomme immer die Meldung Dateiformat stimmt nicht, obwohl es jpg ist.

Hallo Danny,
jpeg geht auch nicht, obwohl es das gleiche Format ist. Jpg mit max. 1 MB geht, max 2MB pro Beitrag insgesamt.

Viele Grüße,

Bob
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: sepp222 in Juni 09, 2021, 16:44:49 NACHMITTAGS
Pollin hat runde Sternförmige Kühlkörper mit 30-50-70 mm Durchmesser.Für die braucht man keine Drehbank.
Je nach Grösse für 5--7--11 Watt
                                                              Gruß  Hans
Titel: Re: Gespendetes Ortholux wird zum Mammutprojekt ?!
Beitrag von: Ynnad in Juni 09, 2021, 18:42:34 NACHMITTAGS
Hallo an alle,

@Martin und Bob: Habe alles beachtet. Habe die Bilder von jpeg in jpg umgewandelt. Vlt. liegt es daran, dass ich es vom ipad aus hochladen wollte. Keine Ahnung. Versuche es das nächste mal vom Rechner.

@Detlef: Schade, war ein Versuch wert  ;)

@Stephan: Vielen Dank, je mehr Material zum nachlesen desto besser. Bin ja schon sehr lernwillig. Werde dir direkt eine mail schicken.

Gruß
Danny