Mikro-Forum

Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Eckhard F. H. in Oktober 19, 2021, 09:36:22 VORMITTAG

Titel: Immersionsöl
Beitrag von: Eckhard F. H. in Oktober 19, 2021, 09:36:22 VORMITTAG
Hallo Immersionäre,
mich beschleicht zunehmend das Gefühl, daß mein (billiges) Immersionsöl altert (ist ca. 10Jahre alt) und ich deshalb öfter das Objektiv putzen muß. Das gefällt mir gar nicht. Kann es überhaupt sein?
Gruß - EFH
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Bernd Miggel in Oktober 19, 2021, 09:41:02 VORMITTAG
Hallo Eckhard,

es altert tatsächlich. Neues verwenden!

lg - Bernd
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Thomas Böder in Oktober 19, 2021, 09:49:24 VORMITTAG
Meins ist auch schon ziemlich alt.
Was ist denn empfehlenswert?
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Herbert Dietrich in Oktober 19, 2021, 10:55:55 VORMITTAG
Hallo Eckhard,

wie macht sich das altern bemerkbar? Woher hast Du das Öl?
oder ist das nur so ein Gefühl? da denke ich an Loriot! :)

Herzliche Grüße

Herbert

Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Bernd Miggel in Oktober 19, 2021, 12:00:24 NACHMITTAGS
Hallo,

bei mir wurde das Bild nicht mehr scharf. Hab dann die Frontlinse mit Wattestäbchen und Isopropanol gesäubert und neues Öl verwendet. Sofort war der Spuk vorbei.

lg - Bernd
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Aljoscha in Oktober 19, 2021, 12:07:36 NACHMITTAGS
Zitat von: Thomas Böder in Oktober 19, 2021, 09:49:24 VORMITTAG

Was ist denn empfehlenswert?

Hallo,

Gute Erfahrungen habe ich mit Immersol 518 N von Zeiss und mit dem Immersionsöl von Carl Roth gemacht. Letzteres ist nicht nur preiswert sondern auch für Fluoreszenz geeignet.

Viele Grüße

Alexander
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Eckhard F. H. in Oktober 19, 2021, 12:52:40 NACHMITTAGS
Hallo Herbert,
weil das Öl mir billig erschien, wurde seinerzeit auf Vorrat gekauft. Zumindest scheint´s mir jetzt zunehmend, als würde der Blick durch´s Mikro mit der Zeit immer flauer und unschärfer und nach dem Putzen der Objektive wieder kontrastreicher und schärfer. Irritierend ist allerdings, daß dies auch das 50er Trockenobjektiv betrifft. Das könnte allerdings auch zunehmender Trübung des Wassers zwischen den OT und DG geschuldet sein.
Gruß - EFH
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Herbert Dietrich in Oktober 19, 2021, 14:09:21 NACHMITTAGS
Hallo Eckhard,

ich handhabe das so: wenn ich öfters am Tag mi Immersion mikroskopiere, dann belasse ich das Öl auf dem Objektiv.
Über längere Zeit (mehrere Tage lasse ich das Öl nicht auf dem Objektiv, da säubere ich die Frontlinse.

Zum 50er TrockenO. wie lange ist das Wasser schon unter dem Deckglas? Auch Wasser trübt sich ein, allerdings denke ich nur bei
Mikroaquarien  über einen längeren Zeitraum. Das 50er Trockenobjektiv hat doch hoffentlich kein Öl abbekommen.

Sonst kann ich nur raten: nimm gutes Öl, nimm bessres Öl, am besten nimm gleich Markenöl !

Herzliche Grüße

Herbert

Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: hajowemo in Oktober 19, 2021, 14:47:17 NACHMITTAGS
Hallo,
ich benutze als Immersionsöl das Zedernholzöl aus der Apotheke.
Dieses Öl wird in der älteren Literatur erwähnt und ich bin mit ihm zufrieden.
Liebe Grüße
Jochen
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Eckhard F. H. in Oktober 19, 2021, 14:59:25 NACHMITTAGS
Hallo Herbert,
offensichtlich ist mein Foto verlorengegangen, sorry. Ich stelle es nochmal rein.
Gruß - EFH
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Herbert Dietrich in Oktober 19, 2021, 16:21:17 NACHMITTAGS
Hallo Eckhard,
ich glaube nicht, dass es am Immersions-Öl liegt.
unten ein Bild meiner Bestände. Das links außen ist noch von 1976 und ich habe nichts nachteiliges bemerkt
Diese modernen Öle sollen angeblich nicht verharzen im Gegensatz zum Zedernöl, das früher verwendet wurde.
Das kann man sicher auch heute noch verwenden.

Herzliche Grüße

Herbert

Hier meine Öle und mein alter Öler:
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Peter V. in Oktober 19, 2021, 17:52:48 NACHMITTAGS
Hallo,

ZitatZumindest scheint´s mir jetzt zunehmend, als würde der Blick durch´s Mikro mit der Zeit immer flauer und unschärfer und nach dem Putzen der Objektive wieder kontrastreicher und schärfer. Irritierend ist allerdings, daß dies auch das 50er Trockenobjektiv betrifft. Das könnte allerdings auch zunehmender Trübung des Wassers zwischen den OT und DG geschuldet sein.

Hurz?  ::) Ich habe gerade nochmal in den Kalender geschaut. Nein, es ist defintiv nicht der erste April..oder doch?

Herzliche Grüße
Peter

Vielleicht liegt es auch einfach an der zunehmenden Trübung des Sehapparates, der mindestens genau so altert wie Immersionsöl  :D
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: sushidelic in Oktober 19, 2021, 18:13:05 NACHMITTAGS
Nach dem Blick durch's Okular
wurd' mir heut' auf einmal klar:
Klar ist nichts, im Gegenteil,
Dunst und Nebel allderweil!
Sobald das Objektiv im Öl gebadet,
es der Brillianz ganz merklich schadet.
Vermutlich ist das Öl hinüber,
der Anblick, der wird immer trüber.
Nun streikt auch noch das 50er trocken,
Ist's auch das Öl? Ich bin erschrocken!

Hurz!

LG Michael
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Herbert Dietrich in Oktober 19, 2021, 18:43:34 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

wie wahr, bei mir ist das Immersionsöl auch klarer als die Augen, leider!


Herzliche Grüße

Herbert
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Eckhard F. H. in Oktober 19, 2021, 22:10:19 NACHMITTAGS
@Peter:
"Hurz?:) Ich habe gerade nochmal in den Kalender geschaut. Nein, es ist defintiv nicht der erste April...oder doch?"

Obwohl ich auch zu solchem Schwerenötertum wie Du neige, am Alter könnte es natürlich auch liegen. Dagegen spricht allerdings, daß das Bild nach dem Putzen wieder klar und scharf ist.

@Michael
"...Sobald das Objektiv im Öl gebadet,
es der Brillianz ganz merklich schadet.
Vermutlich ist das Öl hinüber,
der Anblick, der wird immer trüber..."

Manchmal ist die Leitung zu meinem Hirn sehr lang(sagt meine zumindest meine Frau). Indes, es überdenkt in solchen Fällen auch mehrere Varianten vom Widerpart Gesagtem(oder versucht es zumindest). In Deinem Fall:
Meinst Du ins Objektiv eingedrungenes Immersionsöl oder verwandtes verschmutztes Immersionsöl?

Danke und Gruß an Euch Beide.  ;D
Eckhard
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: sushidelic in Oktober 20, 2021, 08:11:18 VORMITTAG
Hallo Eckhard,

um etwas Konstruktiveres (zumindest der Versuch) beizutragen - wenn Putzen des Objektives tatsächlich hilft, und es danach mit dem selben Immersionsöl wieder bessere Bilder zeigt, dann kann ja das Öl per se nicht trüb sein. Ob evtl. sich bei überaltertem Öl Fremdstoffe/Alterungsprodukte bilden, die sich nach etwas längerem Bad auf der Linse und anderen Glasflächen absetzen, scheint mir zumindest unwahrscheinlich.
Deswegen würde ich hier auch auf einen anderen Faktor tippen. Evtl. ist tatsächlich das Auge nach längerer Betrachtung etwas "müde", und die Pause beim Putzen des Objektives ermöglicht die Regeneration? Als Test vielleicht ein Dauerpräparat mit bekannter Qualität verwenden. Sobald der flaue Bildeindruck auftritt, mal alles so lassen, wie es ist, und dann einfach eine Viertelstunde Beobachtungspause machen. Wenn sich dann die Augen erholt haben, ist der Bildeindruck besser oder ist das Bild weiterhin flau?
Der sehr parallele Strahlengang bei hoher Vergrößerung und Apertur ist nicht ohne und hat eine sehr eigene Qualität des Lichtes, meine Frau zum Beispiel kann da nicht lange durch das Bino schauen, ohne dass ihr der Blick unangenehm wird. Bei kleineren Vergrößerungen geht das deutlich schmerzloser.

Und ich habe auch Immersionsöl, das überaltert ist. Ein Fläschchen altes Olympus Fluoreszenz-Immersionsöl ist so zähflüssig (geworden?), dass es sich fast wie Honig aus der Flasche drücken lässt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das im Originalzustand schon so war.

LG Michael
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Eckhard F. H. in Oktober 20, 2021, 09:21:41 VORMITTAG
Hallo Michael,
danke für die Stellungnahme zum Problem. Meine Frau und ich sind auch in die Jahre gekommen und die machen im Alter Jedem zu schaffen. Zum Glück haben wir einen Sohn, der vom Fach ist und uns hilft, visuelle Probleme mittels moderner PC-Technik weitgehend zu umschiffen.
Gruß - EFH
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Silber_und_Licht in Oktober 20, 2021, 16:26:08 NACHMITTAGS
Zitat von: sushidelic in Oktober 20, 2021, 08:11:18 VORMITTAG
Ob evtl. sich bei überaltertem Öl Fremdstoffe/Alterungsprodukte bilden, die sich nach etwas längerem Bad auf der Linse und anderen Glasflächen absetzen, scheint mir zumindest unwahrscheinlich.


Da kann ich nicht unbedingt zustimmen, weil: In den 1990er Jahren hat man ziemlich intensiv nach Immersionsflüssigkeiten für die Mikroskopie gesucht. Mikroskopie-Hersteller haben Labors beauftragt, "Öl" zu finden welches erstens nicht so teuer ist wie das altbekannte Zedernholz-Öl, zweitens nicht harzt - also nicht eindickt oder sogar fest wird - und drittens keine PCB-Bestandteile enthält. Denn zuvor hat man bereits Zedernholz-Öl-Ersatz gefunden. Brechungsindex, Dispersion, Haltbarkeit u.a.m. - alles o.k. Bis man herausfand, dass PCB nicht unbedingt der Gesundheit dienlich ist, und wer weiß wie in professionellen Labors gerne mit Immersionsöl herumgeschweinigelt wird, wird verstehen dass man für die PCB-Vorbehalte bei den Mikroskop-Herstellern Verständnis hatte.

Gefunden hat man natürlich verwendbare Substanzen, wenngleich sie keineswegs mehr entschieden billiger waren als das o.a. Zedernholz-Öl. PCB frei und fluoreszenzfrei waren die Öle auch, aber sie hatten den Nachteil, dass sie bei niedrigen Temperaturen - und hier hieß "niedrig" auch schon 18-20°C - Schlieren bilden konnten und oftmals auch in der Konsistenz paraffinartige Ausflockungen. So eine kleine Flocke vor der Linse ist natürlich optisch nicht von Vorteil. Ich habe schon richtig trüb-milchiges Immersionsöl in den Fläschchen gehabt. Dieser Zustand ließ sich durch Erwärmen so auf rund 25°C wieder beseitigen, ich habe das schon mal im temperierten Wasser (Ultraschall)-bad gemacht, weil das Öl natürlich nicht billig war/ist und man ein halbvolles Fläschen nicht gerne wegschmeißt. Das hielt dann in der Regel eine Weile - solange bis die Finanzabteilung beginnend im Herbst wieder sparen wollte und nächtens die Temperatur auf 16°C absenkte. Dann war am nächsten Morgen wieder Muß im Glas wenn man nicht aufpasste. Ob Luftsauerstoff und Alter der Charge dabei auch eine Rolle spielte, habe ich nicht überprüft. Wobei das Alter dann aber schon in lediglich Monaten zu messen wäre. Eigentlich kein Zeitraum für Immersionsöl.

Dieses Problem ist ZEISS und LEICA - von NIKON und OLYMPUS weiß ich nichts zu diesem Thema - natürlich nicht verborgen geblieben und es ist seit langem Schnee von vorgestern. Die heutigen Immersionsöle verhalten sich nach meiner Erfahrung recht konsistent - und wir brauchen davon eine ziemlich Menge von allen vier o.a. genannten Herstellern. Dass das Thema aber immer noch von Bedeutung ist, sieht man daran, dass NIKON in den letzten 10 Jahren mehrfach mit neuem Immersionsöl auf den Markt kam und beispielsweise ZEISS, aber auch die Konkurrenz unterschiedliche Immersionsflüssigkeiten für unterschiedlichste Anwendungen und Temperaturen empfiehlt und anbietet - und ja, man kann die Unterschiede sehen, durchaus. Zumindest wenn man sich im Hochauflösungsbereich tummeln möchte. Deshalb verwende ich kein noname-Immersionsöl, und ganz bestimmt auch kein Öl von beispielsweise Olympus an ZEISS oder Leica-Geräten, auch privat nicht. Die Menge die ich hier verbrauche kann ich trotz des hohen Preises gerade noch verschmerzen. Andere Dinge sind bei diesem Hobby ganz erheblich kostspieliger.

Es kommt mir immer etwas befremdlich vor, wenn einerseits mit höchsten Aperturen, kurzen Wellenlängen und allerlei Tricks gearbeitet wird um auch das allerletzte Quentchen Informationsleistung aus Mikroskop und Objektiv zu quetschen und dann zum 08/15 Immersionsöl gegriffen wird. Aber man muss ja, wie ich hier erfahren konnte, auch ein PlanApo 63/1,4Öl nicht unbedingt mit immergiertem Kondensor benutzen. Man sieht ja auch so .....

Vielleicht mal drüber nachdenken?

Freundliche Grüße vom Wolfgang



Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Thomas Böder in Oktober 20, 2021, 16:51:40 NACHMITTAGS
Danke für deinen guten und hilfreichen Beitrag Wolfgang!

Grüße, Thomas.
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Silber_und_Licht in Oktober 20, 2021, 19:42:28 NACHMITTAGS
Oh, bitte, gerne geschehen.

Vielleicht noch eines kurz zur Ergänzung, weil Michael oben von Immersionsöl mit sehr hoher Viskosität berichtet. Nun kann ich natürlich nichts zum Zustand und Alter dieses Flascheninhalts sagen, aber die Hersteller bieten durchaus Immersionsmittel/-öle mit unterschiedlicher Viskosität an. War das in früheren Zeiten weniger nötig, so herrschen heute in vielen biologischen Labors die Inversmikroskope vor und die werden dann selbstverständlich auch mit hochauflösenden Immersionsobjektiven betrieben. Zu dünnes Öl strebt dann leicht in eine Richtung in der man es nicht haben möchte, zumal bei Objektiven mit größerem Arbeitsabstand.

Ein extremes Beispiel ist ein hervorragendes Objektiv von LEICA: 20x/0,95 W mit rund zwei Millimetern Arbeitsabstand. So einen Abstand mit Wasser überbrücken zu wollen ist selbst bei einem aufrechten Mikroskop nur schlecht möglich und da das Objektiv nicht unbedingt als Tauchobjektiv ausgelegt ist und auch nicht in den Präparateraum eintauchen soll, benötigt man also eine hochviskose Flüssigkeit mit wasserähnlichen optischen Eigenschaften. Wofür man so ein Objektiv braucht? Unter anderem um in abgeschlossenen Kammern mit wässrigen Präparaten große Tiefen bei möglichst gutem Auflösungsvermögen zu überbrücken.

Freundliche Grüße

Wolfgang
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Thomas Böder in Oktober 21, 2021, 09:45:53 VORMITTAG
Ich habe jetzt ein Fläschchen vom edlen Zeiss Immersionsöl bestellt.
Na mal sehen.   8)
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: jochen53 in Oktober 21, 2021, 10:39:06 VORMITTAG
Hallo,

einen Hersteller-Namen habe ich bisher vermißt (oder überlesen): Cargille, eine US-Firma, die sich auf alle möglichen optischen "Kontakt-Flüssigkeiten", darunter auch Immersionsöle spezialisiert hat:
https://www.cargille.com/immersion-oils/

Viele Grüße, Jochen
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: deBult in Oktober 21, 2021, 13:22:03 NACHMITTAGS
@ Wolfgang

Quote " und ganz bestimmt auch kein Öl von beispielsweise Olympus an ZEISS oder Leica-Geräten"

Could you please elaborate / explain this guidance?

Any (negative) observations on the Olympus immersion oil (not trying to challenge you, just interested on the why, using Zeiss oil on my Olympus right now).

Best, Maarten
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Peter Reil in Oktober 21, 2021, 13:52:00 NACHMITTAGS
Zitat von: deBult in Oktober 21, 2021, 13:22:03 NACHMITTAGS
" und ganz bestimmt auch kein Öl von beispielsweise Olympus an ZEISS oder Leica-Geräten"

Hallo,

diese Argumentation kenne ich von meinem Autohändler: ... "ganz bestimmt kein Öl von beispielsweise VW an BMW oder MINI-Motoren" zu verwenden.  ;D

Aber wenn Wolfgang uns hier tatsächlich im Bild zeigen kann, dass man bei der Verwendung von z. B.  OLYMPUS Öl statt solchem von Zeiss Unterschiede sehen kann, will ich das fortan glauben.

Gruß
Peter
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Herbert Dietrich in Oktober 21, 2021, 15:04:07 NACHMITTAGS
Liebe Öler,

da kann ich mich nur wiederholen:

nimm gutes Öl, nimm bessres Öl, am besten nimm gleich Markenöl

aber bitte kein Bio-Basis-Öl, gell Karrle

Ich verwende Immersionsöl von Merck und von Zeiss und habe aufgrund meiner alternden
Augen bisher keinen Unterschied feststellen können. Beginnender grauer Star lässt grüßen.

Herzliche Grüße

Herbert

Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: jochen53 in Oktober 21, 2021, 15:04:32 NACHMITTAGS
Hallo,

für Immersionsöle gibt es eine internationale Norm: ISO 8036, früher gab es auch eine deutsche Norm: DIN 58884.
Kein renommierter Hersteller, ob es jetzt Motic, Olympus, Nikon oder die deutschen Vertreiber/Hersteller Leica oder Zeiss sind, kann es sich leisten, Objektive anzubieten, die nicht mit international genormten Immersionsölen verträglich sind. Wenn ich hier lese, daß Immersionsobjektive mit iso-Propylalkohol gereinigt werden, wundere ich mich über nichts mehr.
Viele Grüße, Jochen
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Alfons Renz in Oktober 21, 2021, 15:16:04 NACHMITTAGS
Hallo,

Wir hatten das Thema 'Immersionsöle' schon einmal gehabt.

https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=7704.0 (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=7704.0)

Das Einfachste ist ein Mischtest: Man gibt je einen Tropfen der verschiedenen Immersionsöle auf einem Objektträger und beobachte die eventuelle Schlierenbildung beim Mischen mit einem Zahnstocher. Solche Schlieren entstehen auch, wenn ein nicht kompatibles Öl auf eine Objektiv mit Resten des alten Öls aufgebracht wird.

Abgesehen davon lösen sich manche Linseneinfassungen und Kitte im nicht-kompatiblen Öl. Deshalb lieber keine Experimente mit wertvollen Objektiven!

Viel Erfolg,

Alfons

Alfons
Titel: Re: Immersionsöl
Beitrag von: Peter V. in Oktober 21, 2021, 18:44:25 NACHMITTAGS
Hallo,

ich sehe es so: Bei 08/15-Optik ist es relativ "wurscht", welches Öl man nimmt. Bei hochwertiger Optik würde ich - gerade bei dauerhafter Benutzung - ein Markenöl nehmen, wobei ich ziemlich sicher bin, dass man auch mit einem nicht "mikroskopmarkenspezifischen", aber dennoch hochwertigen Öl wie z.B. von Merck nichts falsch macht. Ich weiß natürlich nicht, ob die Öle von Zeiss oder Leica tatsächlich auf deren Optik "abgestimmt" sind - unter welchem Aspekt auch immer, z.B. Verträglichkeit mit dem Kitt der Frontlinsenfassung. Dass nun ein Leica-Öl an einer Nikon-Optik ein schlechteres Bild ergibt als bei der Verwendung von Nikon-Öl...? Ich neige eher dazu, das für eine Mär zu halten. Letztlich denke ich, dass noch kein Durschnittsmikroskopiker am Öl verarmt ist, auch wenn er ein hochwertiges Markenöl genommen hat. Wenn ich lese, dass absolute Vielmikroskopiker wie Martin Kreutz und Michael Plewka in der letzten Zeit quasi die zweite Flasche (nicht Fläschchen  ;)) Öl in ihrem gesamten Mikroskopikerleben gekauft haben....  :D


Herzliche Grüße
Peter