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Foren => Mikrofoto-Forum => Thema gestartet von: Hans-Jürgen Koch in Dezember 24, 2021, 09:14:48 VORMITTAG

Titel: Botanik: Tulpenbaum Liriodendron tulipifera – ein Aristokrat *
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch in Dezember 24, 2021, 09:14:48 VORMITTAG
Der in Nordamerika heimische Tulpenbaum gehört zu den mindestens 100 Millionen Jahren alten magnolienartiges Gewächsen und damit zu der wohl ältesten lebenden Blütenpflanzenart.

Bild 01 Habitus: Über 300 Jahre alter Tulpenbaum in Harpstedt.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_19575591.jpg)
Urheber: Billboa
Der Flecken Harpstedt ist eine Gemeinde im niedersächsischen Landkreis Oldenburg in der Region Oldenburger Land.

Liriodendron tulipifera kann ein Alter bis zu 300 Jahren und einen Brusthöhendurchmesser bis 2 Meter erreichen.
Der Naturstandort des Tulpenbaums liegt im südöstlichen Norden Amerikas. Vom nördlichen Rhode Island über Massachusetts und Vermont reicht seine Verbreitung bis in den Norden Floridas.
Verbreitungsschwerpunkt sind die Appalachen zwischen 1.000 und 1.400 Meter.
Im Tertiär und in der Unteren Kreidezeit war die Gattung Liriodendron auch in Europa weit verbreitet. Eine weitere Art existiert heute noch in Asien (L. chinense). In Europa wird die Art seit 1663 angebaut. In Deutschland wurden nachweislich seit 1787 Versuchsanbauten vorgenommen.

Bild 02 geradstämmiger Stamm und Borke, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_41962596.jpg)
Urheber: Henry Mühlpfordt
Günther Otto Schenck (Photochemiker und - Biologe, * 14.5.1913 Lörrach (Baden), † 25.3.2003 Mülheim/Ruhr) geht sogar von einem Maximalalter im Urwald von bis zu 700 Jahren aus und nennt ihn den wichtigsten Laubbaum und "Aristokraten" des amerikanischen Ostens.
Die becherförmigen, grüngelben Blüten mit ihren orangefarbenen Flecken erinnern an Tulpen- oder Magnolienblüten und werden durchschnittlich 10 Zentimeter groß. Im Herbst färbt sich das Laub des Liriodendron tulipifera flammend goldgelb.
Die Blüten sind meist im Laubwerk verborgen. Sie werden durch Insekten (Fliegen, Käfer und Hautflügler) bestäubt, die reichlich Pollen und Nektar vorfinden.
Tulpenbäume spielen im Herkunftsland eine gewisse Rolle als Honiglieferanten.

Bild 03 Blüte, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_42119052.jpg)
Urheber: Cryptosporella

Bild 04 Blätter, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_43527150.jpg)
Seine wechselständigen, sommergrünen Blätter weisen eine nur für ihn charakteristische ungleichmäßige, vier lappige und am Ende abgestumpfte Form auf, diese im Umriss annähernd quadratisch ist.

Bild 05 Fruchtstand, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_56200037.jpg)
Urheber: Agnieszka Kwiecień, Nova
Früchte zapfenartig, 6 – 8 cm lang

Das spektakuläre Goldgelb des Tulpenbaumlaubs im Herbst wäre geeignet, ein sehr ästhetisches Element des "Indian Summer" in unsere Landschaft zu bringen.
Die zunächst kegelförmig wachsenden dichten und geschlossenen Kronen werden im Alter eher rund und ausladend. Mit zunehmendem Alter bildet der Baum aus dem Wurzelwerk ein halbkugeliges Fundament, was ihm Standsicherheit und Schutz bei Überschwemmungen sichert. Alle Teile der Pflanze, besonders Holz und Rinde, sind für den Menschen schwach giftig.
Schädlinge treten bei uns bisher selten auf. Hallimasch kann als Kernfäuleerreger vorkommen.
Tulpenbäume entwickeln ein tiefreichendes und weitstreichendes Wurzelsystem. Sämlinge bilden früh eine Pfahlwurzel.

Wüchsige Tulpenbaumbestände gibt es unter anderem in Nordbaden zwischen Karlsruhe und Baden-Baden, der wohl wüchsigste (potenzieller Saatguterntebestand von 2 Hektar) im Stadtwald Baden-Baden selbst. Ein sehr schöner Bestand stockt auch im Stadtwald Weinsberg. Wüchsige Exemplare befinden sich in einem Privatwaldbetrieb in der Nähe von Hückeswagen/NRW.
Das Holz ist zerstreutporig, feinfaserig und lässt sich sehr gut verarbeiten und polieren. Die Rohdichte trockenen Holzes liegt bei 0,43 g/cm.
Unter zerstreutporigem Holz versteht man Hölzer, bei denen im Gegensatz zu ringporigem Holz große leitende Gefäße (Tracheen) sowohl im Frühholz als auch im Spätholz in etwa gleichmäßig gebildet werden. Nur am Ende der Vegetationsperiode werden ausschließlich englumige Gefäße gebildet, sodass Jahresringe trotzdem zu erkennen sind. Beispiel für zerstreutporige Hölzer sind die Linde und der Ahorn.

Kernholzbildung erfolgt erst in höherem Alter. Der Kern ist gelblichgrün bis braun (je nach Herkunfts- und Wuchsgebiet). Das Kernholz ist recht dauerhaft, das hellere Splintholz ist wenig beständig und bläueanfällig.
Die Verwendung von Tulpenbaumholz ist außerordentlich vielfältig: Schälholz, Modell- und Möbelholz, Särge, Musikinstrumentenbau, Drechslerholz, Fassdauben, Zündhölzer und Faserholz.
Beste Möbelholzeigenschaften sind vor allem die hohe Dimensionsstabilität und eine geringe Neigung zum Reißen. Tulpenbaumholz lässt sich wie kaum eine andere Baumart lasieren und polieren. Es wird auch als Ersatz für hochwertige Fichtenware verwendet (z. B. Treppenwangen). Im Musikinstrumentenbau wird Tulpenbaumholz ebenfalls gern verwendet (z. B. für Klaviertastaturen).
Vor 200 Jahren bestand in der Gegend, in denen der Baum heimisch ist, fast jedes Blockhaus aus Tulpenholz.
In Verbindung mit seinen hervorragenden Verarbeitungseigenschaften und seiner attraktiven Optik wird das Holz bei international hohem Bekanntheitsgrad auch für exklusive Verwendungen zunehmend nachgefragt (namentlich für Vertäfelungen z.B. in Yachten).
Die Vermarktung in Deutschland ist bisher eher aufwändig und unter Erlösgesichtspunkten stark wechselnd, da das geringe Holzaufkommen eine Spezialisierung von Verarbeitern nicht zulässt. Händler kaufen frei Waldstraße häufig zu "Schnäppchenpreisen". Gezahlt werden je Festmeter B-Ware frei Wald oft nicht einmal 100 Euro je Festmeter, auf Submissionen für gute Erdstämme bis um die 200 Euro.
Eine Holzsubmission ist ein forstwirtschaftliches Verkaufsverfahren, bei dem insbesondere wertvolles Rohholz (Wertholz) an Meistbietende veräußert wird. 

Bild 06 Illustration von 1818, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_36038289.jpg)
Dieses Werk ist gemeinfrei.
1 = Blüte mit Blättern, 4 Fruchtzapfen mit zungenförmigen Früchten, Flügelfrucht (Blütezeit Mai – Juni)
Liriodendron tulipifera fruktifiziert (Fruchtbildung) ab einem Alter von 15-20 Jahren, später regelmäßig, oft jährlich. Die Ausbreitung des Samens erfolgt durch Wind in bis zu 60 Meter Entfernung. Die Keimkraft ist im Herkunftsland, wie auch bei uns, nominell mit 10-15 % (maximal 35 %) gering, was durch die üppige, feinsamige Produktion (11.000-40.000 Stck./kg) aber mehr als ausgeglichen wird. Die Samen bleiben in der Natur etwa 4-7 Jahre keimfähig, bei künstlicher trocken-kühler Lagerung 3-4 Jahre.

Systematik:
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung: Magnolienartige (Magnoliales)
Familie: Magnoliengewächse (Magnoliaceae)
Gattung: Tulpenbäume (Liriodendron)
Art: Tulpenbaum
Wissenschaftlicher Name: Liriodendron tulipifera
Trivialnamen: Leierbaum, Amerikanischer Tulpenbaum
Englische Bezeichnung: Yellow-Poplar, Tuliptree, Whitewood
Die Baumart ist sehr schnellwüchsig und wird oft mit der Pappel verglichen (daher der englische Name Yellow-Poplar).
Der Name ist griechisch, ,,leirion" = Lilie, Leier; ,,dentron" = Baum. Ital. ,,tulipano" = Tulpe, ,,fer" = tragend.

Meine Pflanzenproben habe ich im August 2012 im Arboretum Bad Grund – Welt Wald Harz gesammelt. Die Proben lagern seitdem im Fixiergemisch AFE III.

Teil 1
Einjähriger Spross, Querschnitt
30 Mikromete
r


Bild 07 Ungefärbter Schnitt, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_55909147.jpg)

Bild 08 Ungefärbter Schnitt, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_33420276.jpg)

Bild 09 Ungefärbter Schnitt, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_32347029.jpg)

Bild 10 Ungefärbter Schnitt, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_22687807.jpg)

Bild 11 Übersicht, Dunkelfeld, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_2863675.jpg)

Bild 12 Detailaufnahme, Dunkelfeld, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_25773083.jpg)

Bild 13 Detailaufnahme, Dunkelfeld, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_30631159.jpg)

Bild 14 Detailaufnahme, Dunkelfeld, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_7244975.jpg)

Bild 15 Autofluoreszenz, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_65204782.jpg)
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485

Bild 16 Autofluoreszenz, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_49972132.jpg)

Bild 17 Autofluoreszenz, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315634_47096010.jpg)

Titel: Re: Botanik: Tulpenbaum Liriodendron tulipifera – ein Aristokrat
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch in Dezember 24, 2021, 09:18:08 VORMITTAG
Wacker 3 A - Färbung (Acridinrot – Acriflavin - Astrablau)
1. Schnitte liegen in 50 % Ethanol.
2. Aqua dest. 3x wechseln je 1 Minute.
3. Vorfärbung Acridiorot 8 Min.
4. 1x auswaschen mit Aqua dest.
5. Acriflavinlösung (differenzieren bis gerade keine Farbwolken mehr abgehen - Lupenkontrolle) 15 Sekunden
6. 2 x auswaschen mit Aqua dest.
7. Nachfärbung Astrablau 60 Sekunden
8. Auswaschen mit Aqua dest. bis keine Farbstoffreste verbleiben.
9. Entwässern mit 2x gewechseltem Isopropylalkohol (99,9 %)
10. Einschluss in Euparal
Ergebnis:
Zellwände blaugrün bis grün, verholzte Zellwände leuchtend rot, Zellwände der äußeren Hypodermis orangerot, Cuticula gelb, Zellwände der innenliegenden Hypodermis tiefrot.
Fotos: Nikon D5000, Sony Alpha 6000

Bild 18 Übersicht, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_21210914.jpg)

Bild 19 Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_56680499.jpg)

Bild 20 Detailaufnahme mit Beschriftung, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_40362448.jpg)
MP = Markparenchym, SK = Sklerenchym - Kappen, M = Markstrahl, zweireihig, XY = Xylem mit Tracheen, RP = Rindenparenchym, PH = Phloem, PXY = Protoxylem, K = Kambium
Das Sklerenchym, ein Gewebe aus fast immer abgestorbenen Zellen, und. das Leitgewebe, bestehend aus lebenden und aus abgestorbenen Zellen, dem außer der Stützfunktion die Aufgabe des Transports und der Verteilung von Wasser, Nährstoffen und Assimilaten zukommt.

Bild 21 Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_27717712.jpg)

Bild 22 Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_48132822.jpg)

Bild 23 Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_30542218.jpg)

Bild 24 Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_6444509.jpg)

Bild 25 Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_58000584.jpg)

Bild 26 Polarisation, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_52243212.jpg)

Bild 27 Polarisation, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_426867.jpg)

Bild 28 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_3841804.jpg)

Bild 29 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_34576242.jpg)

Bild 30 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_42750725.jpg)

Bild 31 Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315635_49212206.jpg)
Titel: Re: Botanik: Tulpenbaum Liriodendron tulipifera – ein Aristokrat
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch in Dezember 24, 2021, 09:21:15 VORMITTAG
Teil 2
Einjähriger Spross, Längsschnitt
30 Mikrometer

Bild 32 Übersicht, fixierte Probe, ungefärbter Schnitt, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_40256670.jpg)

Bild 33 Detailaufnahme, fixierte Probe, ungefärbter Schnitt, 
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_26765710.jpg)

Bild 34 Detailaufnahme, fixierte Probe, ungefärbter Schnitt, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_39564799.jpg)

Wie bezeichnet man diese Verstärkungen im Markparenchym ?
Bei der Echten Walnuss Juglans regia habe ich diese Verstärkungen
auch im Längsschnitt gesehen.

Bild 35 Detailaufnahme, fixierte Probe, ungefärbter Schnitt, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_20538874.jpg)

Bild 36 Leiterartige Unterbrechung, fixierte Probe, ungefärbter Schnitt, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_50632145.jpg)

Bild 37 Detailaufnahme, fixierte Probe, ungefärbter Schnitt, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_53036123.jpg)

Bild 38 Autofluoreszenz, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_7563067.jpg)

Bild 39 Autofluoreszenz, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_958745.jpg)

Bild 40 Übersicht, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_8628710.jpg)

Bild 41 Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_10549531.jpg)

Bild 42 Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_27836922.jpg)

Bild 43 Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_49205706.jpg)

Bild 44 Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_40198173.jpg)

Bild 45 Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_26239245.jpg)

Bild 46 Autofluoreszenz, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_34826618.jpg)

Bild 47 Autofluoreszenz, Markparenchym, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_45004109.jpg)
Parenchymzellen, die über Tüpfel miteinander verbunden sind.

Bild 48 Autofluoreszenz, Detailaufnahme, Tulpenbaum Liriodendron tulipifera
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315636_2383799.jpg)

Fazit:
Die lange 10- jährige Lagerung in einem AFE III – Gemisch hat die Pflanzenprobe spröde und hart gemacht.
Das Markparenchym und Xylem haben sich häufig kreisförmig vom Rest des Sprosses abgetrennt.
Ich habe viele Schnitte entsorgen müssen.
Die Gefäße vom Tulpenbaum sind zerstreuporig und ziemlich gleichmäßig über den Jahresring verteilt. Durchbrechungen sind leiterförmig.
Zerstreutporiges Holz:
Holz, bei dem die Tracheen über den ganzen Jahrring verteilt und gleich groß sind, wobei ihr Durchmesser annähernd gleichbleibt.
Die Holzstrahlen sind ein- bis vierreihig, zumeist zwei- und dreireihig.
Das Grundgewebe besteht überwiegend aus Libriformfasern und wenigen Fasertracheiden. Daneben gibt es zahlreiche nicht eindeutig zuzuordnende Zwischenformen.
Libriformfasern oder Holzfasern sind der Festigung dienende, abgestorbene Zellen im sekundären Xylem der Bedecktsamer (Angiospermen).

Quellen und weiterführende Informationen:
Wikipedia; Freie Enzyklopädie
Gregor Aas ,,Bäume", ISBN:3-7742-4058-2
Gregor Aas ,,Laubbäume", ISBN: 3774241848
Bachofer ,,Der Kosmos Baumführer", ISBN: 978-440-14660-6
Dieter Böhlmann, ,,Gehölzbiologie", ISBN: 978-3-494-01547-7
Adrian Bell ,,Illustrierte Morphologie der Blütenpflanzen", ISBN: 3-82552-8089-6
Humphries ,,Der Kosmos Baumführer", ISBN: 3-440-06140-X
Hugh Johanson ,,Das große Buch der Bäume", ISBN:3444-101538
Katherine Esau ,,Pflanzenanatomie", 1969
Fitschen ,,Gehölzflora", ISBN: 3-949-01221-0
Dieter Grosser ,,Die Hölzer Mitteleuropas", ISBN: 3-935638-22-1
Spohn ,,Kosmos Baumführer Europa", ISBN: 978-3-4440-44741-5
Peter A. Schmidt ,,Taschenlexikon der Gehölze", ISBN: 978-3-494-01448-7
P. Schütt ,,Lexikon der Bäume und Straucharten", ISBN: 978-3-86820-123-9
Egon Schuhmacher, ,,Wunderwelt der Bäume", ISBN: 3-570-1567-x
Bernd Schulz ,,Gehölzbestimmung im Winter", ISBN: 978-3-8001-7986-3
,,Bäume in Mitteleuropa", 1983
,,Botanica" Das Abc der Pflanzen, ISBN: 3-8290-0868-6
The Woodbook, ISBN: 978-3-8365-3603-5
,,Welcher Baum ist das?", ISBN: 978-3-440-16449-5
,,Das Kosmosbuch der Bäume", ISBN: 3-440-04898-5
,,Botanika" Das Abc der Pflanzen, ISBN: 3-8290-0868-6
,,Das große illustrierte Pflanzenbuch", 1966

Die Informationen für Beschreibungen werden von mir selbst aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Dabei benutze ich sowohl Bücher als auch Internet Quellen. Texte werden anschließend individuell von mir selbst verfasst.
Gerne zeige ich euch die schönen Seiten der Pflanzen.
Viele Aufnahmen von einer Pflanze ermöglichen eine umfassende Wahrnehmung.
Es freut mich natürlich sehr, wenn auch euch die Bilder gefallen.
Für konstruktive Kritik bin ich ebenso offen wie für lobende Worte.

Ich wünsche frohe Weihnachten und ein friedliches Weihnachtsfest.

Hans-Jürgen


Titel: Re: Botanik: Tulpenbaum Liriodendron tulipifera – ein Aristokrat
Beitrag von: Bernd Miggel in Dezember 24, 2021, 11:05:53 VORMITTAG
Lieber Hans-Jürgen,

ein tolles Weihnachtsgeschenk, herzlichen Dank!
Ich wünsche dir eine besinnliche Weihnachtszeit und ein gesundes Neues Jahr mit vielen, schönen Erlebnissen.

Bernd
Titel: Re: Botanik: Tulpenbaum Liriodendron tulipifera – ein Aristokrat
Beitrag von: liftboy in Dezember 24, 2021, 14:28:03 NACHMITTAGS
Lieber Hans-Jürgen,

ein wahres Freudenfest für die Augen!
Weiter so; ich freu mich schon aufs Wiedersehen.

Viele Grüße
Wolfgang
Titel: Re: Botanik: Tulpenbaum Liriodendron tulipifera – ein Aristokrat
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Dezember 24, 2021, 17:21:30 NACHMITTAGS
Grüß´ Dich Hans-Jürgen,
Gratulation
Das ist ja wieder ein super Beitrag! Ich bin wie immer  wie der Berliner  sagt "von die Socken"
Wieviel Tage oder Stunden benötigst Du für alles?
Es grüßt Dich mit allen guten Wünschen zu Weihnachten und für 2022!
Bleib negativ i.S.v. Corona
                                                       Peter
Titel: Re: Botanik: Tulpenbaum Liriodendron tulipifera – ein Aristokrat *
Beitrag von: Fahrenheit in Dezember 25, 2021, 08:12:31 VORMITTAG
Lieber Hans-Jürgen,

danke für den schönen Beitrag, den ich wie immer gerne gelistet habe!

Die Sklerenchymleisten im Markparenchym, die Du auch bei der Walnuss entdeckt hast, habe ich noch nicht gesehen. Ich habe mal in Schweingrubers Atlas nach gesehen: aber da sind für beide Arten nur Xylem und Phloem beschrieben. Auch in "The Plant Stem" vom selben Autor findet sich leider nichts.
Vielleicht weiß Detlef mehr?

Herzliche Grüße
Jörg
Titel: Re: Botanik: Tulpenbaum Liriodendron tulipifera – ein Aristokrat *
Beitrag von: Hans-Jürgen Koch in Dezember 25, 2021, 10:03:53 VORMITTAG
Hallo Bernd, Wolfgang, Peter und Jörg,

danke für eure Rückmeldungen.

@Wolfgang,
ich bin auch schon gespannt auf die Themen zu unserem ,,Dörnbergertreffen" (September 2022) in der Jugend- und Freizeiteinrichtung Kassel.

@Peter,
meine Arbeit zum Tulpenbaum hat 27 Tage gedauert.

@ Jörg,
die ,,Sklerenchymleisten" im Markparenchym habe ich auch nur bei der Walnuss und jetzt beim Tulpenbaum entdeckt. In der Fachliteratur ist zu diesem Thema nichts zu finden.

Gruß
Hans-Jürgen