Hallo,
die ,,Goldmacherei" ist natürlich nur dann eine Kunst, fehlt es an den passenden Substanzen. Mit etwas Calaverit (Goldtellurid) ist dieser Verlegenheit abgeholfen.
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Calaverit
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Calaverit, vicinale Fläche im Auflicht
Kräftiges Erhitzen, z.B. im Reagenzglas, setzt das Gold als Schmelzperle frei. Das Tellur oxidiert und sublimiert als weißes Tellur(IV)-oxid am kalten Glas.
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Gold, Schmelzperle, abgebildet mit dem 10er
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315797_19575591.jpg) (https://abload.de/image.php?img=g42yj3r.jpg)
Schmelzperle im Auflicht mit dem 16er
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/315797_41962596.jpg) (https://abload.de/image.php?img=g5rpk6c.jpg)
Tellur(IV)-oxid, Sublimat, Pol-Durchlicht, 16er
Viele Grüße,
Heiko
Hallo Adalbert,
ein Dinosaurier-Auge, meinte meine Tochter. :)
Gruß, Heiko
Hallo Heiko,
klasse! Bist Du mal wieder im Goldrausch?
Ist die Perle im Glas eingeschmolzen oder was ist das rund um das Dino-Auge? Tellur(IV)-oxid?
Beste Grüße
Gerd
Hallo Gerd,
einerseits ist Deine Frage schnell beantwortet: Eigelb und Eiklar = Schmelzperle und Telluroxid.
Andererseits ... liegt die Schmelztemperatur des Goldes > 1000°C. Das 08-15-Reagenzglas hätte dies ,,unerweicht" schwerlich überstanden. Mein Erklärungsansatz ist ein eutektischer: Au-Te-(Ag).
Viele Grüße,
Heiko