Guten Abend,
seit Tagen suche ich vergeblich einen Adapter der die Verbindung einer Canon EOS 750D mit einem Okular mit c-mount Gewinde ermöglicht.
Vielleicht kann mir jemand einen link schicken oder, noch besser, kann mir einen solchen Adapter verkaufen, danke im voraus für jeden Hinweis.
Schöne Grüße aus der Steiermark
Manfred Rath
Guten Tag Herr Rath,
das gibt es wohl prinzipiell schon (https://www.amazon.de/Objektivadapter-C-Mount-EOS-Objektiv-Adapter-C-Mount/dp/B01BYGK8Q4 (https://www.amazon.de/Objektivadapter-C-Mount-EOS-Objektiv-Adapter-C-Mount/dp/B01BYGK8Q4)).
Das Auflagemaß bei C-Mount beträgt allerdings etwa 17,5 mm. Bei der Canon sind dies 44 mm. Man kann also C-Mount-Optik oft optisch nicht sinnvoll an einer Canon EOS750D adaptieren, da das Bild nicht auf den Sensor gebracht werden kann - abgesehen von ggf. durch die Umfokussierung bedingten Abbildungsfehlern. Umgekehrt - also ein Objektiv für die Canon an eine C-Mount-Kamera - geht dagegen problemlos.
Viele Grüße
Christian
Hallo Manfred,
die hier sollten mechanisch passen: https://www.baader-planetarium.com/de/c-mount-canon-eos.html
https://www.ebay.de/itm/284649396434?hash=item42466d18d2:g:9IIAAOSwqudiAL3T
Aber ob du tatsächlich ein Bild bekommst, möchte ich allerdings infrage stellen.
Meine Versuche, die EOS an C-Mount zu bringen waren nicht erfolgreich.
Gruß
Peter
Hallo Herr Rath,
der von Peter Reil verlinkte Adapter von Baader Planetarium ist aber genau das Gegenteil von dem, was Sie anscheinend möchten. Der Adapter von Baader Planetarium ermöglicht die Verwendung eines Canon EF Objektivs an einer C-Mount Video- oder USB-Kamera...also für Ihren Anwendungsfall nicht zu gebrauchen.
Ansonsten schließe ich mich den Vorschreibern an, das Auflagemaß der 0,5x C-Mount Linse ist für die EOS Spiegelreflexkamera zu kurz (17,526mm bzw.0,69")...bei einer spiegellosen EOS Kamera (M6, M50, RP, R, R6...) mit Auflagemaß 18mm würde es schon klappen, es gibt Adapter für C-Mount (Objektive) an diese spiegellosen Systemkameras, deren C-Mount Gewinde im Zentrum dann einfach ein wenig rückversetzt ist (umknapp 0,5mm).
Scheitern wird das Ganze aber spätestens am erforderlichen Bildkreis...der 0,5x Adapter, den Sie zeigen, ist für einen CMOS-Sensor 1/3" (Formatdiagonale ~6mm) oder 1/2" (Formatdiagonale ~8mm)oder max. 2/3" Format (Formatdiagonale ~11mm) geeignet. So bekommen Sie auf dem APS-C (Formatdiagonale ~26,8mm) bzw. Vollformat-Chip (Formatdiagonale ~43mm) immer ein sehr kleines kreisrundes Bild und Sie nutzen das Format der Kamera gar nicht richtig aus.
Viele Grüße
Kay Hörster
Hallo Manfred,
so einen (https://www.ebay.de/itm/382496001199?hash=item590e89ccaf:g:RiQAAOSwhHJbIeQS) hier hätte ich zwar doppelt, kann ihn dir aber beim besten Willen nicht zu dem Preis anbieten.
Guten Abend,
danke für die zahlreichen Antworten, mir wurde dadurch bewusst, dass die Adaption Canon auf c-mount wenig Sinn macht, werde mich wohl um eine andere Lösung bemühen.
Schönen Abend - Red Bull Salzburg gegen die Bayern steht bald am Programm... ;D
Manfred
Hallo Manfred,
ich weiß ja nicht, was es da für Probleme geben soll...
meiner einer nutzt Canomm EOS 550D am Lomo MBI-11 (das Institutsmonster), am Biolam-I, am Lumam-I1, am großen Euromex Unendlich sowie am Biolam-M mit PZO-Trino, jeweils mit dem passenden Adapter Canon Bajonett auf M42. Und das ohne Probleme; allerdings mit den werksseitig vorgegebenen Optiken. Also unendlich sowie ohne Problem, PZO mit Projektiv, Biolam-M und I mit MFN-11 Trino und das Monster mit Okular K 2,5x. Das alles fast parfokal!
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
dazwischen ist ein C-Mount???? 8)
Gruß
Peter
Hallo,
irgendwie entgleiten die sachlichen Infos hier wieder einmal. In der Ursprungsfrage ging es darum, ob der von Hr. Rath abgebildete Adapter 0,5x, der offensichtlich zur Verwendung einer CMOS-USB Kamera z.B. von diesem Typ (http://www.globalindustrial.com/p/amscope-18mp-usb3-0-real-time-live-video-microscope-digital-camera) an einem Trino- oder Okularstutzen mit Ø23,2 mm gedacht ist, an eine Canon DSLR mit deutlich größerem Auflagemaß und Format adaptiert werden kann und ein Bild liefert.
Mechanisch kann diese 0,5x Optik an die Kamera angeschlossen werden (ADi und DSB haben ja den mechanischen Adapter verlinkt), ich bezweifle aber wehement, dass selbst durch massives Umfokussieren des Mikroskops überhaupt das Zwischenbild des Mikroskops mit diesem 0,5x Optik-Adapter auf dem APS-C Sensor der DSLR abgebildet werden kann. Die Differenzen der Auflagemaße (Canon DSLR 44 mm zu C-Mount 17,526 mm) sind viel zu groß, die 0,5x Optik arbeitet an einer DSLR wie ein Objektiv bei viel zu großem Auszug (starker Nahbereich). Sollte trotzdem ein Bild zu erzeugen sein, so ist der Bildkreis der 0,5x Optik im Verhältnis des Bildkreises eines APS-C Sensors deutlich zu klein, er entspricht nur etwa 1/3 des Bildkreises, also etwa 9 mm. Ich verschenke also massiv Pixel, das Bild dieser Optik auf dem APS-C Sensor hat einen sehr großen schwarzen Rand. Ich habe es eben selbst mal spaßeshalber getestet.
Wenn das Bild von Interesse ist, kann ich es morgen Abend gerne einstellen.
@Wolfgang: Natürlich kann man die Canon DSLR an ein Mikroskop (160 mm TL oder unendlich) adaptieren, aber die Ausgangsfrage bezog sich ja auf die Kombination mit der abgebildeten 0,5x Optik...und das geht nicht aus o.g. Gründen.
Viele Grüße
Kay
Hallo Kay,
oops, hab ich doch glatt übersehen :-(
Es ist do, dass ich am PZO-Trino ein Projektiv (unbeschriftet) verwende, am Unendlichen ohne Zwischenoptik, an den MFN-Trinos die mitgelieferte Zwischenoptik und am Monster ein 2,5x Okular als Zweischenoptik.
Monster ohne Zwischenoptik= nicht parfokal und riesige Vergrößerung, geht gar nicht
MFN-Tubus ohne Zwischenoptik= parfokal aber Riesenvergrößerung, geht auch nicht
PZO-Trino ohne Projektiv= nicht parfokal und Riesenvergrößerung, geht also auch nicht.
Ergebnis: 0,5x mal eben so adaptieren stell ich mir extrem schwierig vor!
Ich verwende auch eine Euromex DC5000 Okularkamera mit C-Mount; der mitgelieferte Adapter C-Mount/Okularstutzen 0,5x brachte eine viel zu große Nachvergrößerung; durch verwendung eines 0,37x Adapter ist es besser geworden, allerdings hab ich mir dadurch auch eine leichte Vignettierung eingefangen!
Mein Tip: Die Hoffnung stirbt als letztes, also einfach probieren bis es passt.
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
nur zur Klärung: Ich bin mit meinen Adaptionen wohl auf, alles funktioniert bestens am Ortholux bzw. Metallux II / Dialux / Orthoplan. Auch am Leica / WILD M10 habe ich eine sehr schöne Adaption und auch das Jenaval (oo-Optik) lässt sich bestens zum Fotografieren nutzen. Ich kann an allen Miks mit C-Mount CMOS-Kamera (1/2,3"), APS-C und Vollformat arbeiten. Ich zeige aber selten bis gar keine fotografierten Präparate, weil ich die nachfolgenden Schritte der Bildbearbeitung (Workflow) noch optimieren möchte, ist aber nicht Prio...aber mit meinen Adaptionen selbst bin ich sehr zufrieden. Ich bin da ehr der Techniker und probiere gerne die Konstellationen am Mik aus. Wenn's klappt und die Bildqualität passt, mache ich eine neue Baustelle auf...der Fuhrpark gibt noch einiges her ;) ;) ;)
Mir ging es lediglich darum, dem Fragesteller die Hürden aufzuzeigen, die sich beim Adaptieren der 0,5x Optik an einer DSLR ergeben...das wird einfach nichts und braucht meiner Meinung nach nicht weiter verfolgt werden.
Im Anhang noch das Bild für den Bildkreis der 0,5x Optik (etwa 9 mm) im Vergleich zum APS-C Format (Diagonale ~27 mm). Ich denke, hier sieht man eindrücklich, was an Pixeln verschenkt wird.
Viele Grüße
Kay
Vom Originalbild (APS-C mit 0,5x Optik) habe ich nun noch den kreisförmig ausgeleuchteten Teil ausgeschnitten - ich mag quadratisches Format ;) - und auf forenfreundliche 1200 x 1200 Pixel skaliert und auf 80% komprimiert (eigentlich wären ca. 1980 x 1980 Pixel nutzbar). An den Rändern sind leichte CA zu erkennen, aber die Qualität ist doch eigentlich nicht schlecht. Es funktioniert aber eben wegen des geringen Auflagemaßes von C-Mount nur an spiegellosen Systemkameras (bei mir eine Sony NEX 5R / 16 MPixel), wenn man genügend Pixel zur Verfügung hat.
Viele Grüße
Kay
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=41016.msg302252#msg302252
Guten Morgen,
letztendlich habe ich mich, aufgrund überzeugender Argumente (danke Kay und alle anderen), für den Kauf einer c-mount Kamera entschieden.
Montiert an meinem neu gekauften Digitalmikroskop (Bresser ;))macht es hervorragende Bilder, die damit erreichbare Qualität für mich völlig ausreichend.
Die beigefügten Bilder sind bis auf Komprimierung völlig unbearbeitet.
Schönen Sonntag und beste Grüße aus Österreich
Hallo Manfred,
na also... geht doch! Jetzt noch, wie üblich ;-) durch die Bildbearbeitung gejagt, und gut so.
Mir täts reichen.
Grüße
Wolfgang
Hallo Manfred,
das sind ordentliche Bilder, aber wie groß ist denn der maximal abbildbare Objektdurchmesser (Objektdiagonale)
bei diesem Bresser Makroskop ?
Wenn du in deiner Ausgangsfrage den Anwendungszweck des gesuchten c-mount Adapters für deine Canon EOS 750D genannt hättest, hätte ich dir eher zu einem Retroadapter (ca. 10 €) für das 18-55 mm Kit-Objektiv deiner EOS geraten.
viele Grüße
Wilfried
Lieber Wilfried,
ich weiß ja nicht, wie stabil das Ganze ist, aber vielleicht fährt Manfred tatsächlich mit der leichteren c-mount-Kamera besser als mit einem DSLR mit Kitobjektiv und Retroadapter (gewichtsmäßig).
Herzliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
zuhause habe ich die Canon EOS mit Kitobjektiv in Retrostellung an einem alten Zeiss STEMI Stativ aber im Institut habe ich die gleiche Lösung sogar an einem Bresser STEMI Stativ und die Stabilität reicht locker aus.
Aber entscheidend ist halt gegenüber der C-mount Kameralösung das viel größere abbildbare Bildfeld der Canon mit dem APSC Chip.
Laut Bresser ist die Lösung von Manfred auf einen 1/2 Zoll Chip ausgelegt. Der hat eine Bilddiagonale von 8mm. Damit erreicht man laut den Angaben von Bresser einen Vergrößerungsbereich von 0,7 bis 4,5 x . Das größte ins Bild passende Objekt ist also 8mm/0,7 =11,42mm.
Mit dem Kit Objektiv in Retrostellung ist die Vergrösserung etwa im selben Bereich, aber durch den großen Chip mit einer Diagonalen von ca. 27 mm ist der abbildbare Bereich bei jeder Vergrößerung über 3 mal grösser als bei dem Bresser Gerät.
Und die Canon 750D von Manfred hat 23 Megapixel.
viele Grüße
Wilfried
Schönen Nachmittag,
um den ins Bild passenden Bereich zu demonstrieren habe ich Millimeterpapier in niedrigster (0,7x) sowie größtmöglicher Vergrößerung (4,5x) fotografiert.
Der Bereich reicht von ca. 16,5 * 12,5mm sowie 2,5 * 2mm, für mich vollkommen ausreichend.
Das Bresser ist sehr stabil, würde also auch die 750 mit Kitobjektiv in Retrostellung "ertragen", diese ist jedoch fix auf meinem Zeiss Standard montiert, der dauernde Wechsel würde mich gewiss nerven.
Viele Grüße, und, danke für die Hinweise
Manfred Rath
Hallo Manfred,
das war ein Mißverständnis, weil ich mich nie mit Makro, Retroadaptern etc. beschäftigt habe. Ich dachte auch erst, dass die Canon statt der c-mount-Kamera auf das Bresser-Makroskop sollte, hatte aber schon Zweifel, ob ich das richtig verstanden habe. Um mich hier nicht gleich zum "Dödel" zu machen, habe ich Wilfried per PN gefragt, wie er das genau gemeint hat ::)
Natürlich soll die Kamera mit dem Objektiv n i c h t auf das Bresser Makroskop, sondern Wilfried meinte, die Kamera mit dem Kitobjektiv und Retroadapter s t a t t des Bresser-Gerätes!
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Manfred,
ich habe interessehalber auch einmal dieses Bresser Makroskop bestellt. Was schon direkt auffiel: Die Verbindung (Hohlstecker) des Netzteils mit dem Gehäuse ist hakelig und hat einen enormen Wackelkontakt und ist so quasi unbeutzbar, wenn man den Stecker nicht noch irgendwie in einer Kontaktposition fixiert. Bei jeder Berührung des Stativ flackert sonst das Licht oder ist schlicht aus.
Ob das bei aller Geräten dieser Serie so ist, weiß ich natürlich nicht. Das Kabel ist auch mit etwas mehr als einem Meter ziemlich kurz geraten, finde ich.
Das Gerät an sich erscheint mir ebenfalls durchaus brauchbar - allerdings nur im Auflicht. Das Durchlicht ist ein schlechter Witz und führt zu einem katastrophal ausgeleuchteten Bild, das zudem (mit zwei verschiednenen c-mount-Kameras getestet) Streifen aufweist. Insgesamt ist das Makroskop schon ok, wenn man ohnehin eine 1/2"-c-mount-Kamera hat. Allerdings würde ich 450 EUR (ohne Kamera!!) jetzt nicht gerade als ein Schnäppchen dafür ansehen...
@Wilfried: Ich habe heute einen solchen Retroadapter bekommen und mal grob ohne Stativ durch die Canon mit Kitobjektiv geschaut. In der Tat scheint das eine ähnliche Auflösung zu bringen, ist aber etwas weniger komfortabel. Kannst Du mal ein Bild Deiner Stativlösung dafür zeigen?
Hezrliche Grüße
Peter