Hallo an alle,
Könnt ihr mir einen achromatischen Adapter für eine C-Mount Kamera empfehlen?
Ich habe ein chinesisches gekauft, aber es sind Farbsäume sichtbar, die bei der Verwendung von kompensierenden fotografischen Okularen mit der Kamera nicht vorhanden sind.
Seltsam erscheint mir, dass es auch für Kameras keine Ausgleichsadapter gibt.
Danke an alle und beste Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
um welche Art optischer Adapter soll es gehen? Um ein nicht vollständig korrigiertes Objektiv ohne zugehöriges Kompensationsokular direkt mit der C-Mount Kamera zu verbinden? Oder um die C-Mount Kamera an das Okular zu adaptieren?
Hubert
Hallo Hubert,
Ich bezog mich auf einen solchen Linsentubus.
https://de.aliexpress.com/item/4001210438954.html?gatewayAdapt=glo2deu&srcSns=Copy&tid=white_backgroup_101&tt=sns_Copy&image=Hb0cf1a29817a4ca5bc65d0c74209c7a1B.jpg&aff_platform=default&templateId=white_backgroup_101&title=US+%2448.00+%7C+0.37X+0.5X+0.75X+1X+for+choice+fixed+Microscope+C+mount+eyepiece+adapter+with+23.2mm+interface&platform=AE&spm=a2g0s.imconversation.0.0.483c3e5fkm9mvF&aff_request_id=b56d29a5be154e368cfda0a54772f016-1593971120013-02338-_lri0Yp&spreadType=socialShare&sk=_lri0Yp&aff_trace_key=b56d29a5be154e368cfda0a54772f016-1593971120013-02338-_lri0Yp&businessType=ProductDetail&terminal_id=ee03b3f51b114aabb22e330d6fb21294
Ich habe es gekauft, um eine Kamera an das Mikroskop anzupassen.
Die Bilder der Kamera sind praktisch vergleichbar mit denen einer mit einem fotografischen Okular adaptierten Kamera gleicher Auflösung, der Unterschied liegt jedoch in den Farbsäumen, die die mit diesem Adapter aufgenommenen Bilder aufweisen.
Grundsätzlich möchte ich so eine Kamera am Mikroskop montieren.
https://it.aliexpress.com/item/32768110112.html?spm=a2g0y.12010612.8148356.5.728143f4Fc3btc
Kennen Sie bessere Produkte als das, was ich gekauft habe?
Danke und viele Grüße.
Enzo
Die meisten leben einfach mit diesem Fehler, denn die Lösung ist nicht nur achromatische Korrektur.
Zunächst: achromatische Adapter gibt es, sie sind schon deutlich teurer als Standardadapter von Amazon, Ebay & co.
https://www.lmscope.com/en/lmscope_out2.php?Marke=15&Kamera=6&Anschluss=2&Sprache=en&submit=Search
https://www.lmscope.com/pdf/Datenblatt_RelayLens05T_en.pdf
Allerdings ist damit noch nicht die Kompensationsleistung der Okulare erreicht, auf der fast alle 160mm Optiksysteme beruhen. Diese Kompensation gibt es nur mit Original Kameraadaptern, die ein Okular oder Projektiv mit entsprechender Kompensation benutzen. Meist ist eine DSLR (T2) an diese Adapter anschliessbar, mit C-Mount wird es dagegen oft schwierig.
Der legendäre Olympus OM Kameradapter ist z.B. so ein System, und kostet gebraucht mit Projektiv und DSLR Adapter auch gerne um 1000,- Euro. Es gibt Anschlüsse für Olympus OM und Canon EF. Die Optik ist aber perfekt.
Es gibt auch preiswertere Systeme, man muss sich halt in die Materie reinfuchsen und für den eigenen Hersteller was passendes suchen.
Bei modernen Infinity Optik Mikroskopen ist das Zwischenbild meist farbfehlerfrei (Nikon, Olympus, Motic, Zeiss Primo etc.), hier bieten die obigen Adapter (und auch preiswertere) sehr gute Leistung. Andere Infinity Systeme sind zwar im Objektiv nicht ganz farbfehlerfrei korrigiert (z.B. Zeiss ICS, Leica HCS), aber im Zusammenspiel mit der Tubuslinse dann schon, so dass am Okular- oder Kameraausgang ebenfalls ein farbfehlerfreies Bild entsteht.
Um wenigstens nicht noch weitere Fehler durch einen billigen Noname Adapter hinzuzufügen, würde ich wenigstens einen fokussierbaren Marken-Adapter mit passendem Faktor nehmen, z.B. den Touptek Adapter (abgestuft als 0,37x, 0,5x und 0,75x, je nach Sensordiagonale. Viele nehmen die 0,5x Adapter, haben aber einen 1/3" Chip und das verstärkt auch die Farbsäume, da man unnotig stark rausvergrössert.
https://www.asmetec-shop.de/de/AMA037.html
https://www.asmetec-shop.de/de/AMA050.html
Ralf
Hallo Enzo -
sag doch jetzt mal ob Dein Mikroskop eine Unendlichoptik oder eine Endlichoptik hast! Diese Adapter liefern nur mit Unendlichoptik ein gutes Bild bis zum Rand!
Gruß
Rolf
Hallo Enzo,
Ich nehme an, du hast ein Endlichsystem. Welches Mikroskop hast du? Ich könnte dir vielleicht ein Hybrid-Okular (mix von Okulare das als Projektiv funktioniert) zusammenstellen. Siehe auch:
https://mikroskopiedernatur.de/hybrid-okulare-kombination-mit-mikroskopkameras
Beste Grüsse,
Rolf
Hallo,
die einzige kommerzielle C-Mount Kamera-Adaption am Okular die ich zumindest theoretisch kenne, ist von Motic:
https://www.moticamseries.com/resources_howtomount.html?list=PLBD24CC88C2977198 (https://www.moticamseries.com/resources_howtomount.html?list=PLBD24CC88C2977198)
Da gibt es eine 12 mm Optik einschließlich Okularadapter, also beim 10x Mikroskop-Okular etwa eine Bildverkleinerung 0.5x. Die ist aber nur für kleinere Sensoren gedacht.
https://moticeurope.com/en/focusable-lens-12mm-for-moticam.html (https://moticeurope.com/en/focusable-lens-12mm-for-moticam.html)
https://moticeurope.com/en/eyepiece-adapter-30mm.html (https://moticeurope.com/en/eyepiece-adapter-30mm.html)
Hubert
Hallo Ralf,
danke für die vollständige Erklärung, alles klar, aber dieser Satz lässt mich zweifeln.
Zitat von: rem_online in Februar 17, 2022, 10:20:26 VORMITTAG
Viele nehmen die 0,5x Adapter, haben aber einen 1/3" Chip und das verstärkt auch die Farbsäume, da man unnotig stark rausvergrössert.
Ich habe eine 5,3MP Kamera und 1/1,9' Sensor mit 0,5x Röhre und eine 20MP Kamera mit 1x Röhre.
Sind die mir empfohlenen Tuben geeignet oder habe ich auch einen Fehler gemacht?
Die Farbsäume fand ich mit der 1' Kamera und 1x Tubus wenn man das Bild 1:1 heranzoomt. Es ist eine zu starke Vergrößerung, leer, aber ich habe es zum Vergleich mit dem Bild gemacht, das mit dem CZJ mf-Pojektiv k 4: 1 Reflex und Okular aufgenommen wurde, das bei einer Vergrößerung von 1: 1 keine Farbsäume hat.
Die erste 1000 € Tube ist für mich unerreichbar, die anderen schon. Aber ich glaube, dass es abgesehen von der Marke die gleichen aus China sind, weil sie auch preislich mit denen von mir identisch sind.
In der Tat dieser Asmetec
https://www.asmetec-shop.de/de/AMA037.html
Es sieht aus wie das gleiche, das ich bei Chinese Rising View gekauft habe.
https://it.aliexpress.com/item/32491969311.html?gatewayAdapt=glo2ita&spm=a2g0o.9042311.0.0.27424c4dIQZiH0
Ich weiß nicht, ob die Hersteller, die für Asmetec produzieren, bessere Produkte liefern.
Abschließend füge ich hinzu, dass die Fokussierung am Tubus nutzlos war, da sich bei der Montage auf dem CZJ-Trinokular der Abstand selbst bei minimalem Tubusauszug immer noch um etwa 0,5 mm verringert, was mich zu einer kleinen unerwünschten Korrektur zwingt der Fokus.
Danke und viele Grüße.
Enzo
Zitat von: reblaus in Februar 17, 2022, 10:24:22 VORMITTAG
sag doch jetzt mal ob Dein Mikroskop eine Unendlichoptik oder eine Endlichoptik hast! Diese Adapter liefern nur mit Unendlichoptik ein gutes Bild bis zum Rand!
Hallo Rolf,
Leider ist mein Mikroskop ein endliches optisches Amplival. Gibt es keine Lösung?
Danke schön.
Enzo
Zitat von: rhamvossen in Februar 17, 2022, 10:31:35 VORMITTAG
Siehe auch:
https://mikroskopiedernatur.de/hybrid-okulare-kombination-mit-mikroskopkameras
Danke Rolf,
sehr interessant, aber mir fehlen die Rohstoffe und ich verstehe die Theorie hinter dem Hybridokular nicht. Immer noch interessant.
Beste Grüsse.
Enzo
Danke Hubert und viele Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
drei Antworten:
1) Du hast recht, der Touptek Adapter ist wohl der gleiche, den Du schon hast. Das bringt nichts.
2) Die Kamera ist nie Parfokal, es wird aber besser wenn man sie aus dem Adapter rauschraubt? Dann hast Du zusätzlich das C-CS Mount Problem. Die Kamera hat dann eine Auflage für CS Mount, der Adapter ist C-Mount. Da fehlt ein paar Millimeter im Auflagemaß. Es gibt aber Adapter, Z.B. bei Amazon für 4,00 Euro, die das ausgleichen.
https://www.amazon.de/gp/product/B08HGHGTCP/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1
3) Du hast ein Zeiss Jena Amplival. Das ist 160mm, und Jena hatte starke Kompensationsokulare, z.T. auch noch verschiedene je nach Objektivserie und Vergrößerung. Da sind die Teile von Motic, die Hubert empfohlen hat, die optisch beste Lösung.
Ralf
Zitat von: rem_online in Februar 17, 2022, 16:05:44 NACHMITTAGS
Hallo Enzo,
drei Antworten:
...
3) Du hast ein Zeiss Jena Amplival. Das ist 160mm, und Jena hatte starke Kompensationsokulare, z.T. auch noch verschiedene je nach Objektivserie und Vergrößerung. Da sind die Teile von Motic, die Hubert empfohlen hat, die optisch beste Lösung.
Ralf
Hallo Enzo,
im Prinzip stimme ich Ralf zu, aber die Verwendung dieses 12mm Objektivs von Motic würde tatsächlich den Durchmesser des 10x Zeiss Jena Okular-Bildes (PK 10x hat SFZ 15,5) halbieren, also das Zwischenbild des Okulars auf einen Durchmesser von knapp 7,5 mm verkleinern. Das passt dann wieder nicht optimal zu Deinem 1" Sensor mit einer Diagonalen von 16 mm. Die Motic Lösung wäre besser geeignet für eine CMOS-Kamera mit 1/2" Chip.
Im Prinzip müsstest Du ein C-Mount Objektiv mit Brennweite 25 mm in Stellung oo an die CMOS-Kamera ansetzen und dann eine mechanische und vor allem lichtdichte Verbindung zum PK 10x Okular schaffen. Dabei die Kamera mit 25 mm Objektiv möglichst nah an die Augenlinse vom Okular bringen, die Austrittspupille des Okulars muss idealerweise mit der Eintrittspupille des auf oo gestellten 25 mm Objektivs der C-Mount Kamera zusammenfallen. Dann wäre die Bedingung für die afokale Projektion ideal gegeben, das PK 10x Okular beseitigt die Fehler des Zwischenbilds des Mikroskop-Objektivs und die CMOS-Kamera mit 25mm Objektiv bildet das auskorrigierte Bild auf dem 1" Sensor ab.
Ich kann mir vorstellen, das klingt alles reichlich kompliziert...aber ist eigentlich kein großes Mysterium und würde Deiner favorisierten Kamera mit 1" Chip das beste Bild liefern.
Viele Grüße
Kay
Danke danke Ralf und Kay für die Beratung,
aber meine Vorbereitung auf diesem Gebiet reicht nicht aus, um einen Adapter herzustellen, und vor allem habe ich keine Drehbank, um die Verbindungen herzustellen. Leider muss ich etwas Fertiges auf dem Markt verwenden.
Momentan montiere ich an meiner Kamera, mit C-Mount, den Tubus mit Relaisobjektiven (sagt man das?) von 1x, das sie für den 1'-Sensor empfohlen haben, und stecke den Adaptertubus der Kamera statt des projektiven Okulars in den Vertikaltubus des CZJ-Spitzenkopfes, dann ein vertikales Standardrohr von 160 mm.
Der 12-mm-Motic-Adapter hat keine Erklärung, vielleicht ist die obere Halterung eine C-Halterung, aber die untere ist unklar und scheint nicht mit dem 23-mm-Okulartubus von Zeiss kompatibel zu sein.
Ich denke, ich werde die projektiven CZJ MF-Okulare verwenden müssen, aber ich weiß nicht, ob es bevorzugte Kopplungen zwischen Mikroskopobjektiven und projektiven Okularen gibt und wenn ja, welche.
Bei einigen Tests mit einer Vollformat-Spiegelreflexkamera habe ich verstanden, dass das K4: 1-Projektionsokular der direkten Sicht entspricht, die Sie mit einem 10-fach-Okular haben. Die anderen projektiven Okulare sollten der Sicht mit Direktsichtokularen mit höherer Vergrößerung entsprechen, z. B. sollte MF-PK 8: 1 zu einem 20X-Direktsichtokular passen. Ich weiß nicht, ob ich falsch liege.
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
ZitatDer 12-mm-Motic-Adapter hat keine Erklärung, vielleicht ist die obere Halterung eine C-Halterung, aber die untere ist unklar und scheint nicht mit dem 23-mm-Okulartubus von Zeiss kompatibel zu sein.
der Motic Adapter ist für einen 1" Sensor nicht geeignet, er ist zumindest nach den Motic-Informationen nur bis zu 1/1.8" Sensoren zu verwenden. Das obere Teil mit Linse hat ein C-Mount Gewinde. Unten schraubt man direkt den Okularadapter an, der für Okular-Außendurchmesser bis 30 mm montierbar ist. Die Schrauben dienen der Klemmung außen an das Okular, wie im Übersichtsbild dargestellt ist.
Hubert
Hallo Enzo,
ist es möglich, dass Du einmal ein Bild von Deinem Mikroskop mit Fototubus zeigst?
Viele Grüße
Kay
Hallo Hubert,
Mir wurde klar, dass die einzige Lösung für mich das von Rolf / Rhamvossen vorgeschlagene Hybridokular wäre, das ich jedoch nicht bauen kann.
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
Wie schon gesagt, ich könnte ein Hybridokular für dich zusammenstellen, ich habe sehr viel Teile und Okulare. Ich habe CZJ aber noch nicht getestet, das werde ich bald machen. Welche Objektive hast du am Mikroskop? Beste Grüsse,
Rolf
Zitat von: Kay Hoerster in Februar 17, 2022, 18:16:49 NACHMITTAGS
ist es möglich, dass Du einmal ein Bild von Deinem Mikroskop mit Fototubus zeigst?
Hallo Kay,
sobald ich heute nachmittag zurückkomme schicke ich das foto. Inzwischen muss ich klarstellen, ich habe nicht verstanden, was für ein Okular das Zeiss C5x ist, das ist die Bedeutung des C in diesem Teil des von Rolf vorgeschlagenen Hybridokulars
https://mikroskopiedernatur.de/hybrid-okulare-kombination-mit-mikroskopkameras
Das andere Kpl10x sollte ein planarer Kompensator sein Endlich mal ein Hybridokular dieser Art welche Sensordiagonale würde abdecken?
Danke an alle und beste Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
Zeiss/West hat früh begonnen, die chromatische Abweichung bei den Objektiven zu standardisieren, sodass für alle dieselben Okulare verwendet werden konnten. Das bedeutet, es wurde eine CA auch in die schwach vergrößernden, einfachen Achromate hineinkonstruiert, die dann durch die Okulare k(c)ompensiert wurde. Die Bezeichnung C soll zum einen veranschaulichen, dass es sich um ein Okular mit Kompensationswirkung handelt, zum anderen wurden damit die einfachsten Okulare beschriftet, sozusagen Huygens-Typ mit Kompensation. Die nächst bessere Korrektion von anderen Fehlern sind dann die mit der Bezeichnung CPl, dann K und schließlich die KPl. Die S-KPl weisen den höchsten Korrektionsgrad aller Fehler auf und sind für die Kombination mit dem Objektiv 63 mm aus dem Mikroskop-Kameraprogramm optimiert.
Aber wenn ich bislang alles richtig verstanden habe (Enzo wird ja noch ein Bild vom Mik zeigen), arbeitet er mit Zeiss Jena (Amplival / Ergaval / Laboval?) und da ist der Korrektionsgrad in den Objektiven und Okularen sicherlich nicht identisch mit Zeiss West. Es kann natürlich (wie oftmals) zufällig ganz gut passen, aber das ist doch auch mit viel Tests und Ausprobieren verbunden. Warten wir erstmal auf das Mikroskop-Bild von Enzo, bevor wir weiter ins Blaue spekulieren...
Nur so meine Meinung,
viele Grüße
Kay
Hallo Enzo,
ZitatInzwischen muss ich klarstellen, ich habe nicht verstanden, was für ein Okular das Zeiss C5x ist, das ist die Bedeutung des C in diesem Teil des von Rolf vorgeschlagenen Hybridokulars
Dieses Okular ist für Objektive von Zeiss Oberkochen. Ich werde warscheinlich für CZJ ein anderes Hybridokular bauen müssen. Ich werde nächste Woche mal testen. Das in das Bild gezeigte Okular funktioniert gut mit die kleinere Sensoren wie 1 2/3 ". Überigens habe ich auch eine Kombination die perfekt ist für ein 1 " Sensor. Es gibt viele Möglichkeiten zum anpassen an die Sensorgrösse. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo, alle miteinander,
danke für die Klarstellung an JB und Kay. Danke Rolf, nach dem, was ich gelesen habe, könntest du meine einzige Hoffnung sein :)
Ich hänge das Foto des Mikroskops und die Innenseite des dritten Tubus an, wo man die Aufnahme für das Projektionsokular sieht und wo ich den 23-mm-Adapter der Kamera mit dem Relaisobjektiv einsetze.
Wenn das Binokularprisma weggelassen wird, erhält man einen leeren 160-mm-Tubus.
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
danke für die Bilder. Ich sehe also Apochromate (Zeiss Jena) und als Okulare scheinbar GF-PK10x, liege ich richtig? Der schwenkbare Tubus hat soweit ich weiß für die Okulare den Faktor 1,6 und für den Fotoausgang den Faktor 1, richtig?
Viele Grüße
Kay
Das ist soweit alles richtig. Ich habe mal ein Bild mit den Zeiss Jena Fotoanpassungen angehängt, der grüne Pfeil zeigt die Auflageposition der Okulare/Projektive. Wie Du sagst, das ist 160mm Tubuslänge. Wenn das mit dem Okular-Kameraadapter nicht Parfokal mit dem binokularen Okularbild ist, mach bitte den C-CS Adapter vor die Kamera. Du fokussierst sonst ständig um, und damit verlierst Du auch Abbildungsleistung. Das erwähnte Hybridokular würde dann auch hier sitzen, gute Lösung. Die mechanische Adaption der Kamera an das Okular habe ich aber noch nicht ganz verstanden. Nur so für meine eigene Weiterbildung.
Ralf
Zitat von: Kay Hoerster in Februar 18, 2022, 10:24:50 VORMITTAG
Ich sehe also Apochromate (Zeiss Jena) und als Okulare scheinbar GF-PK10x, liege ich richtig? Der schwenkbare Tubus hat soweit ich weiß für die Okulare den Faktor 1,6 und für den Fotoausgang den Faktor 1, richtig?
Hallo Kay,
du hast gut gesehen. Apochromaten benötigen kompensierende K-Okulare, aber chinesische Relaisobjektive haben diese Eigenschaften nicht. Würden sich die Dinge mit A-markierten planachromatischen Objektiven verbessern? Allerdings stehen nur sehr wenige zum Verkauf.
Mit freundlichen Grüßen.
Enzo
Zitat von: rem_online in Februar 18, 2022, 12:24:42 NACHMITTAGS
Du fokussierst sonst ständig um, und damit verlierst Du auch Abbildungsleistung. Das erwähnte Hybridokular würde dann auch hier sitzen, gute Lösung. Die mechanische Adaption der Kamera an das Okular habe ich aber noch nicht ganz verstanden. Nur so für meine eigene Weiterbildung.
Hallo Rolf,
Sie sagen, es ist besser, den Kameraadapter durch Abschrauben zu entfernen?
Meine Situation ist die der letzten Konfiguration, die Sie gesendet haben. Die Fälle, die ich untersucht habe, sind zwei.
Die erste (1) mit einer Canon SLR, die den Pentacon-Schrauben-Entwurf von 45,5 mm einhält, aber ich kenne den Abstand D zwischen der CZJ-Hilfskamera nicht.
Die zweite (2), die ich bevorzugen würde, besteht darin, anstelle des fotografischen Okulars (grüner Pfeil) den Adaptertubus der Kamera einzusetzen, der jedoch kein Kompensator ist.
Ich warte auf Ratschläge.
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
hast Du denn die von Dir gezeigte 20MPixel 1" CMOS Kamera (https://it.aliexpress.com/item/32768110112.html?spm=a2g0y.12010612.8148356.5.728143f4Fc3btc) schon gekauft?
Sie stammt mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem chinesischen Hause Touptek / Toupview und wird in nahezu gleicher Ausstattung von verschiedenen Händlern angeboten:
AmScope (https://amscope.com/products/mu2003-bi-ru1)
Bresser (https://www.amazon.de/Bresser-MikroCam-Mikroskopkamera-IMX183-Sensor/dp/B07FMW6Y9L)
ASMETEC (https://www.asmetec-shop.de/de/Touptek-E3CMOS20000KMA.html)
Es kommt aber alles aus der chinesischen Produktion von ToupTec.
AmScope verweist auch gleich auf die Verwendung eines 1x Optik-Adapters RU100, dann stimmt damit auch die Transformation des Mikroskop-Zwischenbildes (Ø ca. 15 - 20 mm) auf die 1" Sensorfläche (Diagonale 16 mm). Aber auch dieser 1x Optik-Adapter kann den Farbfehler der Zeiss Jena Objektive nicht kompensieren.
Willst Du eine wirklich gut korrigierte Abbildung auf dem Sensor haben, so wirst Du (nur) mit afokaler Projektion in Verbindung mit einem kompensierenden Carl Zeiss Jena Okular (PK10x oder GF-PK10x) glücklich. Wie ich zuvor geschrieben habe, muss dann in die Kamera ein C-Mount Objektiv mit ca. 25mm Brennweite eingesetzt werden, das 25mm Objektiv ist auf Unendlich fokussiert und beides ist nah an der Augenlinse des PK / GF-PK Okulars mechanisch befestigt.
Oder aber mit einem von Rolf vorgeschlagenem Hybrid-Okular, was einige Versuche erfordert und bestenfalls mit Zeiss Jena Okularen erfolgen sollte. Soweit ich Rolf's Methode verstanden habe, hat er bislang hauptsächlich mit Zeiss West Okularen experimentiert. Diese haben wiederum einen anderen Kompensations- und Korrektionsgrad im Vergleich zu Zeiss Jena.
Ich versuche am Wochenende einmal so einen Aufbau provisorisch zu machen, ich müsste noch PK mit SFZ 15,5 / GF-PK mit SFZ 20 Okulare haben sowie ein Zeiss Jena 40er Apo oder Zeiss Jena 40er Plan-Achromat. Wahrscheinlich werde ich den Aufbau am Zeiss Jena Laboval 4 machen, ich versuche auch den schwenkbaren Zeiss Jena Trino-Tubus zu verwenden. Aber eine 1" C-Mount Kamera habe ich nicht, dafür nutze ich dann eine spiegellose Systemkamera mit APS-C Chip und C-Mount Adapter. Das größere Sensorformat zeigt dann auch die maximalen Möglichkeiten der Adaption. Der APS-C Sensor hat ja eine Höhe von ~15 mm und schließt somit die Formatdiagonale des 1" CMOS Sensors gut ein.
Ich bin selbst gespannt auf das Ergebnis :) :) :) Vielleicht dauert es aber auch noch ein paar Tage länger und ist nicht gleich am Wochenende getan.
Viele Grüße
Kay
Hallo Enzo,
Ich hab mal auf die schnelle einen Test gemacht mit ein CZJ 16/0.40 Apochromat. Das verwendete Hybridokular ist warscheinlich noch nicht die definitive Version, also über den Aufbau sag ich jetzt noch nichts. Links: Olympus PEN E-Pl1, also Micro 4/3. Rechts: Touptek 5 MP Kamera. Einen 1' Sensor liegt zwischen die beiden. Mit die Olympus PEN gibt es wegen der relativ grosse Sensor natürlich ziemlich viel Vignettierung. Das Bild auf die Kamera war 100% parfokal mit das visuelle Bild. Natürlich gibt es Randunscharfe, das Objektiv hat eine starke Bildfeldwölbung. Was die mechanische Anpassung betrift, zurzeit habe ich noch keine gute Lösing. Ich verwende der Ihagee Adapter auf dem ich ein Stuck Rohr plaziere. In das Rohr kommt die Kamera. Der Abstand zwischen Kamera-Sensor und Okular wird so eingestellt bis das Bild ganz parfokal ist mit dem visuelle Bild. Der Test habe ich am Zeiss Standard GFL gemacht. Ich werde nächste Woche weiter experimentieren mit andere Objektive. Beste Grüsse,
Rolf
Das Bild: Pollen von Clivia miniata
Hallo Kai und Rolf,
Ich freue mich auf Ihre Experimente, obwohl ich gestehe, dass ich nicht bereit genug bin, alles zu verstehen.
Tatsächlich habe ich die theoretische Begründung hinter dem Hybridokular nicht verstanden.
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
ZitatTatsächlich habe ich die theoretische Begründung hinter dem Hybridokular nicht verstanden
Brauchst du auch nicht, es geht um das Endergebis ;). Wie das Optisch-physikalisch funktioniert weiss ich auch nicht genau aber die Hybridokulare funktionieren wie ein
Projektiv durch die vergrösserde Abstand zwischen Feldlinse und Augenlinse. Bei z.B. Zeiss gab es früher die FK Okulare, wo man diesem Abstand auch varieren könnte. Die Projektive von früher sind aber sehr begrenzt brauchbar im Digitalalter weil der Auschnitt der mann bekommt meist viel zu klein ist. Die Hybridokulare projizieren das Bild über einem sehr kurzen Abstand auf dem Sensor so das auch der Aufbau kompakt bleibt. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Rolf,
dann scheint mir das ein hybridokular so zu sein
https://mikroskopiedernatur.de/hybrid-okulare-kombination-mit-mikroskopkameras
es besteht aus Linsen von zwei verschiedenen kompensierenden Okularen, d. h. einer unteren Feldlinse, die von einem Okular mit höherer Vergrößerung genommen wird, und einer oberen Okularlinse, die von einem Okular mit geringerer Vergrößerung genommen wird (C = Kompensator). Um ein Bild zu haben, das mit einem kleinen Kamerasensor kompatibel ist, wird ein Abstandshalter hinzugefügt. Alle versuchen, die richtigen Abstände zu finden.
Habe ich es richtig verstanden oder nicht?
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
Es sind nicht immer zwei Linsen von gleichermaßen kompensierende Okulare, manchmal wird die Feldlinse eines weniger oder kaum kompensierendes Okular verwendet. Dagegen ist die Augenlinse immer von ein völlig kompensierendes Okular wie z.B. Kpl (Zeiss), P (Olympus) oder Periplan (Leitz) wenn das Hybridokular verwendet werden soll mit besser korrigierte Objektive und höher vergrösserende Achromaten. Die Art Feldlinse ist weniger wichtig. Der Abstand zwischen die zwei Linsen ist wichtig und sie ist entscheidend für die Grösse der Auschnitt der fotografiert wird. Oft ist die Kombination eine Feldlinse und Hülse eines geringer vergrösserendes Okular und die Augenlinse eines höher vergrösserendes Okular, z.B ein 5x Okular und 10x Okular mit einander kombiniert. Es hört sich an wie "trial and error", ist es natürlich teilweise auch. Aber mit dem Unterschied das es reproduzierbar ist. Die Linsen renommierte Hersteller sind berechnet, also wenn ein Hybridokular ein gutes Ergebnis gibt dann sehe ich das auch als ein berechnet System. Jemand anders wird mit dieselben Komponenten das Gleiche Ergebnis haben, das heißt, wenn die experimentellen Bedingungen die gleichen sind. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Rolf,
Danke für die Erklärung. Ich muss mir so etwas besorgen oder Projektiv- und Reflexokulare verwenden, wenn ich bessere Fotos will. Heute habe ich die mit einer chinesischen Kamera und Röhre erzielten Ergebnisse genau untersucht und festgestellt, dass sie neben einer fehlenden chromatischen Aberrationskorrektur auch eine auffällige Bildfeldwölbung aufweist.
Diese Produkte werden auf dem professionellen Markt zu einem hohen Preis gebrandmarkt und verkauft, und ich finde es seltsam, dass ein besseres Produkt nicht in Produktion ist, ein Mittelweg zwischen ihnen und den 1000-€-Adaptern.
Nochmals vielen Dank und beste Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
ZitatIch muss mir so etwas besorgen oder Projektiv- und Reflexokulare verwenden, wenn ich bessere Fotos will.
Dir ist doch klar das ich die Tests für dich mache oder? Also, wenn mit dem Hybridokular alles gut funktioniert dann werde ich es dir schicken zum testen. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Rolf,
ich danke dir vielmals für deine Freundlichkeit. Wenn es funktioniert, lass mich wissen, was es kostet.
Nochmals vielen Dank und guten Abend.
Enzo
Zitat von: reblaus in Februar 17, 2022, 10:24:22 VORMITTAG
Diese Adapter liefern nur mit Unendlichoptik ein gutes Bild bis zum Rand!
Hallo Rolf und alle zusammen,
Ich habe einen Test mit einer 25xinf / 0,17 unendlich Optik auf Epival im Durchlicht gemacht, also mit einer Tubuslinse, aber auch hier korrigiert der Adapter nicht die Farben in der Peripherie.
Das sichtbare Bild mit nicht kompensierenden planaren Okularen hat weniger Aberration und beginnt nach der dritten großen Linie von der Mitte, 0,3 mm, etwas Farbe zu zeigen.
Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass CZJ immer MF-K-Projektivokulare verwendet und daher mit der Tubuslinse nicht vollständig korrigiert oder daran, dass das Mikrometer ohne Deckglas war, aber ich bezweifle es. Oder könnte es an der zerlegten Tubuslinse einen Abstimmungsfehler geben?
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
Zitataber auch hier korrigiert der Adapter nicht die Farben in der Peripherie.
Der Adapter hat offenbar eine nicht-kompensierende Optik, also er sollte auch nichts korrigieren. Und das funktioniert gut mit moderne Unendlichmikroskope weil das Bild da nach die Tubuslinse auskorrigiert ist. Wie das beim CZJ Epival funktioniert, keine Ahnung, ich habe keine Erfahrung mit dieses Mikroskop. Vielleicht gibt es hier ein Besitzer des Epivals der etwas dazu sagen kann. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Rolf,
Tatsache ist jedoch, dass diese Kameraadapter nichts korrigieren, sondern nur Bildgrößenadapter sind.
Ich habe auch überprüft, indem ich einen Dia auf das Objektmikrometer gelegt habe und nichts ändert sich.
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Rolf,
Das Hybrid-Okular, das Sie mir geschickt haben, liefert ein hervorragendes Bild. Ich denke, ich werde Sie um ein weiteres für eine andere 1 / 1,9-Kamera bitten :)
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Enzo, hallo Rolf,
@Enzo: Ich wäre wirklich an einem Bild, welches mit dem Hybrid-Okular gemacht wurde, interessiert. Wahrscheinlich neben mir auch noch andere Kollegen hier im Forum. Und von Interesse ist natürlich auch, ob das Hybrid-Okular annähernd den Ausschnitt in den visuellen Okularen wiedergibt, ober ob eventuell schon eine Ausschnittvergrößerung stattfindet. Welches Sehfeld hat das Hybrid-Okular in etwa?
@Rolf: Würdest Du uns verraten, welche Kombination von Okularen Du hier verwendet hast?
Für weitere Infos sage ich im Voraus besten Dank.
Viele Grüße
Kay
Hallo Kay,
Auf meiner Homepage habe ich einen Vergleich gezeigt zwischen das Hybridokular (Kombination von Zeiss C5x und Leitz Periplan NF Okular) und die afokale methode. Allerdings sind die Bilder mit ein Olympus micro 4/3 Kamera afgenommen. Ein 1" Sensor sollte völlig oder fast völlig ausgeleuchtet werden. Ich stelle hier die Bilder ein.
Bild-1
Präparat von Arachnoidiscus fotografiert mit CZJ Apochromat 16/0.40. Die beiden oberen Bilder: Hybridokular C5-PeriNF10 fokussiert in der Mitte (links) und am Rand (rechts). Untere zwei Bilder: afokale Methode mit CZJ PK12.5x Okular und Olympus 17 mm Pancake Objektiv, fokussiert in der Mitte (links) und am Rand (rechts). Kamera: Olympus PEN E-Pl1.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/321322_32001227.jpg)
Bild-2
Diatomeen-Streupräparat fotografiert mit CZJ Apochromat 40/0.95. Links: Hybridokular C5-PeriNF10. Rechts: afokale Methode mit CZJ PK12.5x-Okular und Olympus 17 mm Pancake Objektiv. Kamera: Olympus PEN E-Pl1.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/321322_19575591.jpg)
Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Kay,
Um das Foto zu machen, muss ich eine Halterung für die Kamera und einen behelfsmäßigen Verbindungsschlauch aufbauen. Ich überlege, wie ich das machen soll, weil ich keine Drehbank habe.
Vorerst habe ich mit der Kamera in der Hand nachgesehen, aber ich habe gesehen, dass es keine Farbsäume gibt. Also auf den ersten Blick hat es mir sehr gut gefallen. Sobald ich löse schicke ich ein Foto.
Mit freundlichen Grüßen.
Enzo
Hallo Kai und Rolf,
Ich habe so gut ich konnte einen Test gemacht, aber mit Rohren mit nicht kongruentem Durchmesser. Daher wurde beim Hybridadapter die Kamera mit der Hand gestützt, also gut nicht zentriert und in Achse, aber man kann sich ein Bild machen.
Im Fall des 1x Topview- oder Risingview-Adapters haben wir eine höhere Vergrößerung und ein Sichtfeld, das näher an dem des 10x-Okulars (20) liegt, das 0,34 mm umrahmt, aber es korrigiert keine chromatische Aberration, im Gegenteil, es scheint so betonen es.
Ich denke, Rolf wird auch einen aufbauen können, der eine stärkere Vergrößerung bietet.
Allerdings liefert das Hybridokular ein deutlich besseres Bild als der chinesische Adapter.
Danke an Rolf und alle und viele Grüße.
Enzo
PS-Erstes Bild vom Hybrid-Okular und zweites Bild vom chinesischen Adapter.
Ups, ich habe mich geirrt :-[
Hallo, alle miteinander,
das Hybridokular habe ich von Rolf bekommen Frames genau das was man im Okular auf einem 1' Sensor sieht. Ich habe mich geirrt, weil ich es mit der trinokularen Ansicht verglichen habe, die eine 1,6-fache Vergrößerung hat. Den blöden Moment hatte ich auch.
Entschuldigung für die falsche Information und viele Grüße.
Enzo
Hallo Rolf und alle zusammen,
Ich habe mir aus diversen Tuben einen Adapter gebastelt und konnte die Kamera stabil montieren. Hier ist das Endergebnis. Ich würde sagen voll zufriedenstellend.
Mir scheint, dass es einen Unterschied zwischen horizontalem und vertikalem Fokus gibt und ich denke, es hängt vom Mikroskop oder der Kamera oder letztendlich von der Zentrierung des Tubus ab. Die Meinung zur Ursache liegt bei Ihnen.
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hi Enzo,
Which objective did you use? Could you show us a picture of your setup? At the left, there are tiny black corners which are not there at the right side, so maybe there is some additional centering needed.
ZitatMir scheint, dass es einen Unterschied zwischen horizontalem und vertikalem Fokus
Horizontally, there's a bigger distance from the center, so more will out of focus and the CZJ Apochromats give substancial field curvature. Best regards,
Rolf
Hallo Rolf,
Wie auf dem beigefügten Foto habe ich einen alten Adapter verwendet, vielleicht von Zeiss, der mit der Schraube 2 am Certical-Tubus des CZJ-Trinokularkopfs befestigt ist.
Das Hybrid-Okular sitzt im Tubus, die Tubuslänge beträgt 160 mm.
Der Adapter trägt wie erwartet einen 23mm-Okulartubus, der mit Schraube 1 fixiert ist und den ich auf die entsprechende Größe reduzieren musste.
An diesen Tubus wird die Kamera über einen Tubus mit 23 mm Durchmesser und C-Mount gekoppelt.
Mittels Schraube 1 wurde die Länge eingestellt, um die Parfokalität der Kamera zu erhalten.
Als Objektiv kam ein Apo 16x CZJ zum Einsatz.
Ich denke, dass Schraube 1 aus dem Rohr herauskommt, ich habe versucht, sie von der gegenüberliegenden Seite zu setzen, aber es ändert sich wenig. Ich könnte es mal mit Shims versuchen.
Danke und viele Grüße.
Enzo
Ich bin beeindruckt. Wie genau wird das Hybridokular gebaut? Ich habe mir die Homepage angeschaut, aber eine Frage: Wird ein neuer Metallzylinder erstellt, in den die Feldlinse vom C5x und die Augenlinse vom GF10x eingeschraubt wird? Auf dem Bild sieht es so aus, als ob das C5x in Bild A deutlich kürzer als C wäre? Ich habe kein C5x, aber ich würde mir die zwei Okulare besorgen, um so ein Hybridokular zu bauen.
Michael
Hi Enzo,
Thanks for sharing. Your adaptation looks very nice. Now, you can share with us some nice pictures of real slides in stead of a stage micrometer ;).
@Michael
ZitatWie genau wird das Hybridokular gebaut?
Die Augenlinse eines Zeiss C5x Okulars wird getauscht mit die Augenlinse eines Leitz Periplan NF10x. Die Periplan Augenlinse wird auf dem C5x Okular geschraubt, es werden nur Originalteilen verwendet. Du brauchst also diese zwei Okulare.
ZitatAuf dem Bild sieht es so aus, als ob das C5x in Bild A deutlich kürzer als C wäre?
Das ist das gleiche C5x Okular, in Abbildung 'C' wurde die schwarze Hülse abgenommen. Das Okular in dieser Abbildung ist aber für Objektive von Zeiss Oberkochen. Für CZJ bleibt die schwarze Hülse des C5x Okulars am platz! Dir ist auch klar das das hier diskutierte Hybridokular vor allem gemeint ist für Kameras mit einem 1" Sensor oder kleiner? Sonnst gibt es vignettierung.
Beste Grüsse,
Rolf
Hallo, alle miteinander,
Abgesehen von einem kleinen Problem mit der Zentrierung der Kamera, dessen Grund ich nicht verstanden habe, werde ich sie verwenden. Vor allem werde ich anfangen, die Kamera zu verwenden, die mit der chromatischen Aberration des chinesischen Adapters schlecht definierte Bilder lieferte.
Jetzt habe ich ein anderes Problem, nämlich eine Langsamkeit, eine Verzögerung bei der Aufnahme. Ich weiß nicht, wie ich die Ursache interpretieren soll: Kamera, CPU oder Grafikkarte.
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Rolf,
der Einsatz ist schon klar. Wenn ich den Sensor nicht voll ausnutze, wäre das schon ok, weil der eh mehr Auflösung hat als das Mikroskop liefert. Was genau ist ein C 5x für ein Okular? Ich kenne von CZJ solche ohne Buchstaben, A, P, K und PK, aber kein C.
Michael
Hallo Michael,
ZitatWas genau ist ein C 5x für ein Okular?
Ein einfaches kompensierendes Okular das hergestellt wurde von Carl Zeiss Oberkochen, also nicht CZJ. Welche Kamera und Mikroskop (und Objektive) hast du? Vielleicht kann für dich auch etwas zusammen basteln. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Rolf,
das erklärt es: ich schaute bei CZJ, darum kannte ich das nicht. Mit Zeiss West bin ich kein bisschen vertraut.
Ich habe ein CZJ Amplival mit den üblichen Achromaten, d.h. 3.2x, 10x, 16x, 40x und 100x. Davon benutze ich aber eigentlich nur die ersten vier oft. Als Kamera benutze ich meist eine Canon 60D (APS-C) und fotografiere mit einem M42 Objektiv durch das Okular, was mir das komplette Feld liefert, d.h. mit schwarzem Rand, weil ich gerne alles sehe, was es zu sehen gibt. Ich bekomme die Bilder, die ich brauche, aber die Qualität ist schlecht (Farbränder und vor allem eine Reflektion im M42-Objektiv). Als Fototubus habe ich einen T2-Adapter mit einer CZJ-Ringschwalbe versehen, d.h. ich bin im Aufbau flexibel. Im Moment benutze ich eine T2-Hülse mit einem Ring, um das Okular zu halten. Irgendwelche Distanzhülsen oder Adapter kann ich mir drucken.
Falls Du Material für ein passendes Okular hast, wäre das natürlich toll. Alleine das M42-Objektiv loszuwerden müsste die Qualität schon verbessern.
Viele Grüße,
Michael
Hallo Michael,
Alles klar. Ich werde nächste Woche mal etwas experimentieren. Ich denke, das wird schon klappen. Was für ein Okular verwendest du jetzt für die Fotografie? Beste Grüsse,
Rolf
Angeblich brauchen die Objektive bis inkl. 10x keine Korrektur, darum verwende ich dafür ein astronomisches Kessler-Okular mit 20 mm Brennweite, aber ich habe den Eindruck, dass etwas Korrektur schon not tut. Ansonsten benutze ich ein CZJ PK10x.
Michael