Hallo Beisammen!
Vorgestellt habe ich mich hier: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=43435.0
Ich habe mir gestern ein gebrauchtes Biolam D12 gekauft. Das Mikroskop dürfte nach Angeben des Verkäufers die letzten 30 Jahre nicht benutzt worden sein. Es ist alles einwandfrei, mit kompletten Zubehör, ohne jegliche Gebrausspuren und keine Beschädigungen.
Es ist soweit auch alles "leichtgängig", nur das alte Fett will ich von den Führungen und beweglichen Teilen weg haben. Also bin ich jetzt am Zerlegen, reinigen und neu fetten. Man findet dazu viele Infos hier im Forum und auch im übrigen www.
Nur bin ich jetzt auf ein Problem beim Zerlegen gestoßen und ich finde keine Infos, wie ich die Rändelmutter für die Grobverstellung demontiere. Siehe Bild Punkt 1! Hat diese Rändelmuttern und die durchgehende Achse schon mal wer demontiert. Es ist keine Stellschraube auf der Rändelmutter drauf. Ich kann mir vorstellen, dass man die Rändelmutter herunterziehen kann, bin mir aber nicht sicher. Beschädigen will ich auch nichts.
Zu Punkt 2: Durch lösen der beiden Schrauben und vorsichtiges herunterhebeln der kleinen Platte, welche 2 mal verstiftet ist, dürfte auch das schrägverzahnte Messingzahnrad demontierbar sein, oder?
Vielleicht hat auch wer einen Link für dieses Vorhaben, jedenfalls habe ich für genau dieses Problemchen nichts gefunden. Vielleicht habe ich auch falsch gesucht.
Ich bin auf eure Hilfe angewiesen. Danke schon im Voraus für Antworten.
Grüße Anton
Hallo Anton,
hier im Forum ist ,,liftboy" Wolfgang Grigoleit der LOMO-Spezialist, der Dir bestimmt helfen kann. Es gibt auch noch eine LOMO-Seite von ihm: http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/index.htm
Viel Erfolg beim Basteln und beim Mikroskopieren!
Werner
Danke Werner. Ich warte jetzt ein bisschen ab, ob sich hier wer meldet, sonst kontaktiere ich den liftboy Wolfgang extra. Die verlinkte Webseite habe ich schon angeschaut, aber nichts gefunden. Ich werde aber jetzt noch mal schauen. Heute habe ich eine richtig schöne Sonntagsarbeit, die Freude macht.
Grüße Anton
Hallo Anton,
die Grobtriebknöpfe sind mit Sicherheit geschraubt. Wenn Du die seitlichen Blechdeckel entfernst wird eine Mutter zum Vorschein kommen. Früher waren die Knöpfe nicht so breit und die (Stirnloch-) Mutter war sichtbar.
Was hinter dem Halter des Grobtriebzahnrads steckt kanst Du am Ende dieses Dokuments sehen: http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/MBI-4.pdf
Viele Grüße,
Bob
Hallo Bob
Bringt man die seitlichen Deckel an den Drehknöpfen, Rändelmuttern oder wie man das auch nennt, beschädigungsfrei herunter?
Grüße Anton
Hallo Anton,
da will ich Dir gern helfen (muss ich dringend auf die Seite bringen, fehlt noch)
1. Abbau der Triebknöpfe = mit Stirnlochschlüssel oder Seegerringzange die Mittelmuttern abschrauben (vorher die Bremse durch drehen der Knöpfe gegen den Uhrzeigersinn lösen; oft gehen allein dadurch schon die Knöpfe ab)
2. Tubusträger abbauen (hast Du schon gemacht)
3. Der Zahnradblock (Rändelmutter :-] ) ist mit zwei Schauben befestigt; die gehen schwer ab, also passendes Werkzeug verwenden!
4. der Block muss mühsam rausgehebel werden, da er verstiftet ist!
5. die Seitenplatten des Grobtriebes abschrauben, dann sollte sich die Achse komplett rausziehen lassen
6. Achse und Block gut reinigen, Block ölen und Achse fetten; zusammenbauen
Viel Spaß
Wolfgang
bei Schwierigkeiten sprich mich ruhig an
Edit
ich bin ein Dämel :-O
zu Punkt 1 = Du hast ja die neue Version
Da müssen von den Triebknöpfen die grauen Deckel vorsichtig runtergehebelt werden (sind eingeklebt) ansonsten wie oben
-
Hallo Wolfgang
Erstmal einen großen Dank, dass du mir hilfst! Ich habe eine Riesenfreude, dass ich dieses Mikroskop gekauft habe, da es ohne Makel ist. Davon bin ich beim Kauf ausgegangen, dass die Führungen und beweglichen Teile etwas verharzt sind, obwohl es gar nicht arg ist. Beim Kauf hat sich alles super bewegen lassen. Und dennoch mach ich mir jetzt die Mühe mit der Wartung, weil das Mikroskop die nächsten 30 Jahre auch noch seinen Dienst tuen soll.
Zitat(muss ich dringend auf die Seite bringen, fehlt noch)
Darum habe ich auch nichts gefunden, obwohl ich ordentlich gesucht habe. Oft machen es sich Forumsteilnehmer einfach, indem sie einfach fragen, weil sie zu faul sind sich der Suche zu bemühen.
ZitatDa müssen von den Triebknöpfen die grauen Deckel vorsichtig runtergehebelt werden (sind eingeklebt)
Ich habe das Gefühl, dass das ohne sichliche Beschädigung nicht hinzukriegen ist. Was soll ich da am besten für ein Werkzeug (Messer, Uhrmacherschraubenzieher, usw.) verwenden, dass das danach nicht zu unansehlich ausschaut? Deine Antwort ist natürlich "ohne Gewähr".
Grüße Anton
Hallo Anton,
ich hab das schon öfter gemacht und das hat immer funktioniert; sollte also auch bei Dir klappen:
Die Triebknöpfe gegen den Uhrzeigersinn drehen, die müssen sich dann abdrehen lassen. Die Deckel bekommst Du dann einfach ab, indem Du mit einem stumpfen Gegenstand durch das Achsloch stößt; dann fallen die Deckel von selber ab (der Kleber ist nicht berühmt).
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang!
Zitatindem Du mit einem stumpfen Gegenstand durch das Achsloch stößt; dann fallen die Deckel von selber ab
Entschuldigung, aber diese Frage verstehe ich nicht, vielleicht habe ich einen Denkfehler. Die Deckel haben ja kein "Achsloch".
Kannst du das bitte genauer erklären?
Grüße Anton
Hallo Anton,
wie schon gesagt: die Knöpfe abschrauben! Dann von hinten durch die Öffnung, in der vorher die Achse war, durchstossen.
Eben nur einen stumpfen Gegenstand, sons hast Du einen "Pickel" in der Platte. :-)
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang
Bitte entschuldige, aber ich blick nicht durch.
Meinst du, ich soll einfach einen stumpfen Gegenstand nehmen und mit diesen auf die Position 3 auf dem Bild "draufklopfen", damit der Deckel auf Grund des schlechten Klebers herunterspringt?
Grüße Anton
Hallo Wolfgang
Jetzt habe ich es kapiert. Diese Drehknöpfe haben ein Innengewinde. Einer ist schon demontiert.
Und ich dachte immer, dass ich zuerst den äusseren Deckel irgendwie demontieren muss, um dann auf eine Mutter oder sonstige Befestigung des Drehknopfes zu stoßen. Jetzt ist mir leichter, und ich bin wieder einen Schritt weiter.
Grüße Anton
So, es geht wieder weiter. Der Bereich Grobverstellung/Feinverstellung ist fertig. Was mich besonders freut, ist die Genauigkeit der damals gefertigten Teile. Die Schwalbenschwanzführungen passen exakt, bzw. können nicht genauer sein, sonst würden sie schwergängig sein und ich habe mir auch die Mühe gemacht, zB. den Bolzen und die Bohrung für das schrägverzahnte Ritzel der Grobverstellung zu messen. Der Bolzen hat exakt 4.00 mm und die Bohrung 4,005 mm. Das nenne ich Präzision. Ich habe geeignete Messmittel dafür. Auch die Winkel an den Schwalbenschwanzführungen passen genau. Ich habe es mit einer Tuschierpaste kontrolliert. Ich bin sehr positiv überrascht.
Grüße Anton
Hallo Anton,
dann hast Du ein "Sonntagsteil" erwischt! In der Regel wird in Russland mit z.T. erheblichen Toleranzen gefertigt, was dann mit Beilegstücken korrigiert wird. Fein das alles wieder schnurrt... noch ein Fan der Gemeinde :-)
Grüße
Wolfgang
Je neuer die Lomos sind, desto schlimmer die Verarbeitung der Mikroskope.
Das war bis jetzt meine Erfahrung. :-)
Grüße, Thomas.
Hallo Thomas,
da muss ich Dir leider Recht geben! Das war auch der Grund, warum Bresser Lomo zum Schluß aufgegeben hat... zuviel Reklamationen und zu geringe Gewinnspanne. Genauso bei BW-Optik; die machen jetzt Restetruhe, aber weil sie an den Resten noch Gewinn machen wollen, sind die Preise denen von Zeiss u.ä. angepasst und das läuft nicht.
Grüße
Wolfgang
Jetzt habe ich auch was gesehen, was mir nicht so gefällt. Es sind die beiden Verstiftungen bei dem niederschraubbaren Bügel wo das Ritzel für die Grobverstellung ist und die beiden Verstifungen bei dem Messingteil mit Schwalbenschwanzführung der zwischen Grob- und Feinverstellung ist. Dieser Teil hat auch zwei Verstifungen und ist verschraubt mit dem Messingteil für die Grobverstellung.
Die herausragenden Stifte sind mit freien Auge sichtbar schief. Das dürfte nicht sein. Ich gehe davon aus, dass diese Teile bei der Fertigung zuerst leicht verschraubt, dann eingestellt, fest verschraubt und dann verstiftet wurden. Sicher ist, dass die Fertiger beim Bohren für die Stifte die Werkstücke nicht sauber waagrecht aufgespannt, bzw. die Pinole, Tisch, usw. schief stand. Anders ist das nicht möglich. Es hat mich gewundert, dass es beim zerlegen des Bügels mit dem Ritzel für die Grobverstellung den ersten Millimeter leicht ging diesen herauszuhelbeln und dann immer strenger. Das kommt davon, wenn die Passstifte schief drinnen sitzen. Ich kenne das nur von den heutigen billigen Fernostmaschinen.
Schauen wir mal, ob noch so eine Überraschung kommt. Ansonsten war bisher alles andere sauber verarbeitet. Ich habe fast mein ganzes Leben im Bereich Werkzeugbau und Feinmechanik gearbeitet und da fallen einem solche Sachen sofort auf.
Eine Frage auch gleich noch: Die Grobverstellung ist jetzt "relativ" leichtgängig, im Gegensatz zu vorher mit dem klebrigen verharzten Fett. Für den Fall, dass Verstellung zu leichtgängig sein sollte, sollte man vielleicht bei der "Bremse" die aus dieser geschlitzten Kunststoffkonushülse und einer Kunststoffbeilagscheibe besteht, nicht eventuell eine breitere Beilagscheibe einsetzen, damit die Kunststoffhülse mehr zusammendrückt und dadurch die Welle schwergängiger wird? Wenn ja, um wieviel breiter soll die Kunststoffbeilagscheibe sein? ZB. + 0,1 oder 0,2 oder 0,3 mm. Polyamid und Drehmaschine habe ich da.
Grüße Anton
Früher oder später landest du auch bei Leitz oder Zeiss.
Dann tanzt dein Herz vor Verzückung ob der phänomenalen Feinmechanik. 😊
Meine alten Leitz Teile treiben mir immer noch die Freudentränen in die Augen.
Grüße, Thomas.
ZitatFrüher oder später landest du auch bei Leitz oder Zeiss.
ja, ja, eher nicht! Vielleicht ein mal im Monat, wo ich das Mikroskop verwende, macht das wenig Sinn, mir ein höherwertiges Mikroskop zuzulegen. Jetzt mit dem "neuen" werde ich wahrscheinlich öfters hineingucken. Ich bin zuletzt schon mit einem Schülermikroskop aus dem Baumarkt recht und schlecht ausgekommen. Ich mach ja jetzt mit dem Biolam schon einen Riesensprung. Wie schon geschrieben werde ich mir aber noch eine Okularkamera zulegen. Der Willhabeneffekt hat schon eingesetzt.
Ich habs schon gesehen - Ihr Profis hier im Forum lebt in einer anderen Welt. Wenn ich da so lese, was es so alles gibt und was möglich ist, habe ich ordentlichen Nachholbedarf. Lustig ist es ja mit dem Mikroskop zu arbeiten.
Damit es nicht untergeht - Eine Frage auch gleich noch: Die Grobverstellung ist jetzt "relativ" leichtgängig, im Gegensatz zu vorher mit dem klebrigen verharzten Fett. Für den Fall, dass Verstellung zu leichtgängig sein sollte, sollte man vielleicht bei der "Bremse" die aus dieser geschlitzten Kunststoffkonushülse und einer Kunststoffbeilagscheibe besteht, nicht eventuell eine breitere Beilagscheibe einsetzen, damit die Kunststoffhülse mehr zusammendrückt und dadurch die Welle schwergängiger wird? Wenn ja, um wieviel breiter soll die Kunststoffbeilagscheibe sein? ZB. + 0,1 oder 0,2 oder 0,3 mm. Polyamid und Drehmaschine habe ich da.
Grüße Anton
Ja, ich schon wieder!
Ich habe mir bei der Webseite: http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/index.htm das .pdf Feintrieb Scheibe heruntergeladen und da steht ua:
ZitatDer Service beschränkt sich auf die Reinigung.
Dazu wird der Feintrieb wie beschrieben zerlegt, und mit Benzin
gereinigt.
Im Anschluss wird das Gewinde leicht mit säurefreiem Fett
versorgt, und der Stift mit demselben Fett in die Bohrung
(Spitze nach oben) eingesetzt.
Das hab ich auch so gemacht und gottseidank ein komisches Gefühl wegen der Scheibe und Benzinverträglichkeit gehabt. Ich habe die Feingewindemutter von der Scheibe nicht abgeschraubt. Ich dachte, das sei nicht notwendig. Als ich mit Benzin und Pinsel die Mutter zu reinigen begann, merkte ich sofort dass die Scheibe klebrig wird. Die Scheibe ist nicht benzinverträglich. Gott sei Dank hatte ich den Kompressor eingeschaltet und ich bließ mit der Pressluft das anhaftende Benzin schnell weg. Der Schaden hielt sich in Grenzen, weil nur um den Bereich der Mutter die Scheibe mit Benzin benetzt wurde. In diesem Bereich sind jetzt leichte Schattierungen, aber im zusammengebauten Zustand sind diese nicht sichtbar. Ist aber nicht tragisch.
@Wolfgang - Vielleicht sollte man in der .pdf darauf hinweisen, dass die Scheibe nicht lösungsmittelbeständig ist. Ich habe Glück im Unglück gehabt, weil ich schon so eine Vermutung hatte.
Gibt es beim Reinigen des Kondensors, bzw. der Antriebswelle für die Höhenverstellung des Kondensors auch noch Überraschungen?
Grüße Anton
Hallo Anton,
was beim Geier sind da für Scheiben verbaut!?
Ich habe bisher alles mit Benzin gereinigt und da ist noch nie was kaputtgegangen oder klebrig geworden. Passende Kunstsoffscheiben hab ich da und kann Dir welche in unterschiedlichen Stärken schicken.
Das hatte ich aber auch schon mal, dass sich der Konus zu weit in seinen Sitz eingearbeitet hatte; ging ganz einfach, indem ich zwei "normale" Unterlegscheiben aus Metall dazugetan hatte (Messing oder VA ist schön, aber wegen dem Fett geht auch Stahl)
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgeng!
Ich habe die schwarze Scheibe für die Höhenverstellung gemeint. Siehe Bild!
Dort wo der Pfeil ist, sieht man die Schlieren etwas. Diese kamen vom Benzin, weil dieser den Kunststoff angelöst hat. Ist aber nicht tragisch, weil man das dann im zusammengebauten Zustand nicht sieht.
Dann stelle ich noch ein Bild vom Antrieb für die Kondenserverstellung dieses Modells hier rein. Diese habe ich im Netz nirgendwo gefunden.
So, jetzt kommt der Kondenser dran. Hoffentlich kann ich ihn wieder einwandfrei zusammenstellen. Dazu finde ich für dieses Modell im Netzt auch keine Unterlagen. Aber schaun mer mal, sagen die Bayern :)
Grüße Anton
Hallo Anton,
die Schwachstelle der Kondensor verstellung ist bei den neueren Modellen die Zahnstange der Triebes; die ist nämlich neuerdings aus Kunststoff. Bei den älteren Geräten war das noch Messing (ich hab mir welche machen lassen)
Zum Zerlegen des Kondensors siehe hier: http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/KOH-3-Rep.pdf (http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/KOH-3-Rep.pdf)
Ich hoffe das hilft :-)
Wolfgang
Hallo Wolfgang
ZitatIch hoffe das hilft :-)
Das hilft mehr als du glaubst, hab vielen Dank! Der Link war das, was ich suchte. Beim Zerlegen des Kondensors hatte ich unabsichtlich mehrere Lamellen verschoben und ausgefädelt. Anhand den Fotos von den .pdf's krieg ich den Zusammenbau wieder hin. Es ist halt ein bisschen Spielerei. Gott sei Dank ist diese Lamellenmechanik komplett unbeschädigt und bestens erhalten. Der Verkäufer hat die Wahrheit gesagt, dass mit diesem Mikroskop fast nie gearbeitet wurde.
Eigentlich hätte ich den Bereich um den Kondensor gar nicht zerlegen müssen, da er leichtgängig war. Aber wenn man schon bei der Wartung dabei ist, gehört dieser Bereich auch dazu.
Das mit der Kunststoffzahnstange habe ich schon gesehen, aber erst nach dem Waschen mit Benzin. Gott sei Dank, ist die Zahnstange ohne jegliche Beschädigungen.
Falls diese mal kaputt gehen sollte, darf ich mich dann bei dir melden? Da du dir solche Zahnstangen hast anfertigen lassen, hast du eine 2D oder 3D Zeichnung?
So, weiter gehts mit der Einfädelei!
Grüße Anton
Hallo Beisammen!
Es ist geschafft, dieses Lamellengefummel ist wieder fertig zusammengebaut. Das öffnen und schließen geht jetzt butterweich. Ich den heruntergeladenen Unterlagen steht was von einer Viertelstunde Arbeit. Ja, wenn man in Übung ist, bzw. die Routine hat. Ich habe fast 2 Stunden vorsichtig umhergemurkst, aber das macht nichts. Mit jeden Mal neu zusammenstellen, weil sich immer wieder eine Lamelle ausgehakelt hat, usw, kriegt man immer mehr Routine. Ich habe es x-mal versuchen müssen, bis es gepasst hat. Als die Lamellen sauber drinnen waren, habe ich es geschafft, als ich die Scheibe mit den Schlitzen draufsetzte, dass sich wieder einzelne Lamellen auszuhakelten. Aber am Schluss hat meine Hartnäkigkeit gesiegt.
Morgen kommt noch der Kreuztisch dran.
Jetzt brauche ich noch was zum Reinigen der Objektive und Okulare. Ich weiß aber nicht so recht, was ich am besten kaufen soll.
Wäre dieses Set etwas: https://www.amazon.de/Reinigungsset-f%C3%BCr-Mikroskop-Sieben-teilig/dp/B01N9QP6ZX
Grüße Anton
Upps, die Irisblende sieht aber ölig aus.. Die Lamellen sollte man nie fetten, höchsten mit einem "Hauch"...
Grüsse,
Martin
Hallo Martin!
Hm, was soll ich sagen, du hast recht! Ich habe die Anleitung noch mal gelesen und dabei was übersehen.
Da steht:
ZitatIch selbst pflege die Lamellen vor dem Zusammenbau einzufetten, sie kleben so
aneinander und lassen sich m.E. leichter einsetzen (besonders die letzten). Im
Anschluss wird die gesamte Blende mit Benzin entfettet.
Was ich aber komisch finde, ist der Umstand, dass die Blende vorher auch ordentlich gefettet war. Mein Vorbesitzer hat das Mikroskop vor über 30 Jahren neu gekauft und nichts daran geändert.
Warum war das vor der Reinigung auch so fettig? Wenn mich dieses alte Fett an der Blende nicht gestört hätte, hätte ich die Blende sicher nicht zerlegt.
Was soll ich jetzt machen? Gefettet habe ich die Blende mit Vaseline. Ich habe keine besondere Lust, die Blende wieder zu zerlegen, aber wenn es sein muss, dann ist es halt so.
Edit: Ich habe mir das jetzt noch mal angeschaut. Ich könnte die Blende nochmal eine Stunde in Benzin einlegen und dann vorsichtig ausblasen. Anschließend vielleicht mit einem Hauch Ballistol einsprühen. Wäre das was?
Derzeit funktioniert die Blende schön butterweich, besser gesagt traumhaft.
Grüße Anton
Ich bin nicht der Bastelprofi, ich hatte das nur im Hinterkopf. Da antwortet sicher wer kompetenteres. Beim zusammenbauen der Iris gibt es noch den Trick mit dem druntergelegten Magneten (z.B. so ein flacher Kühlschranktürmagnet). Da bleiben die Lamellen auch ruhig, ohne Fett...
Grüsse
Martin
Danke Martin, das merke ich mir fürs nächste Mal. Vielleicht muss ich eh noch mal zerlegen.
Grüße Anton
Hallo erstmal,
die gefetteten / geölten Lamellen sind der Auslieferungszustand! Were schon mal gesehen hat, wie schnell fettfreie Lamellen rosten, der weiß wovon ich rede! Die Lamellen mit Flugrost sind definitiv hin, die gleiten dann nicht mehr. Ich hab mich mal an der Reparatur versucht... Sträflingsarbeit!
Gerade eben hab ich die Leuchtfeldblende einer Meopta-Köhlerleuchte repariert :-) gleiches Spiel, nur größere Lamellen. Die Lamellen lagen alle ordentlich da, wo sie hingehören... Oberteil (mit den Schlitzen) drauf und nix! 5 Pins lagen nicht im Schlitz. auseinandernehmen? Never! Also eine lange Stecknadel genommen, und 2cm von der Spitze weg um 45° abgewinkelt. Damit kommt man dann an die Pins ohne das Oberteil nochmal anzuheben. Zurechtgerückt und schwupp, fertig!
Wolfgang
Danke für die erfreuliche Nachricht, weil ich keine Lust habe, dieses Teil wieder zu zerlegen und weil es noch dazu so gut funktioniert. Der Originalzustand war extrem gefettet, aber durch das leicht verharzte alte Fett nicht mehr so leichtgängig.
Ich dachte jetzt schon, dass eventuell durch die Wärme der Beleuchtung (Lichtstrahl) die Blende vielleicht nicht gefettet sein soll, bzw. nur mit einem Hochtemperaturfett. Nicht dass da warmes/heißes Fett heruntertropft. Das ist aber nur eine Vermutung und Halbwissen gewesen.
Schön langsam schaut jetzt ein Ende heraus. Die Höhengrobverstellung ist mir noch eine Spur zu leichtgängig. Da werde ich bei der Bremse (Kunststoff-Konushülse mit Anpressscheibe) eine breitere Scheibe machen, damit der Konus besser zusammengedrückt wird. Das werde ich durch verschieden breite Beilagscheiben austesten, wie breit die Scheibe im Endeffekt sein muss und dann eine neue Kunststoffscheibe aus Polyamid in diesem Maß drehen.
Für mich stehen jetzt noch ein paar Fragen an.
Kann man dieses Set zur Reinigung von Objektiven und Okulare kaufen, bzw. ist es in Ordnung: https://www.amazon.de/Reinigungsset-f%C3%BCr-Mikroskop-Sieben-teilig/dp/B01N9QP6ZX
Kann man eine dieser beiden Okularkameras für einfache Verwendung kaufen: https://www.amazon.de/Mikroskop-Kamera-Elektronische-Okular-Adapter/dp/B08P15KSWR/ref=sr_1_7?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=AX9JO4XP083K&keywords=okular+kamera&qid=1645613796&s=industrial&sprefix=okularkamera%2Cindustrial%2C108&sr=1-7
https://www.amazon.de/Bresser-integriertem-Sperrfilter-verschiedenen-Mikroskope/dp/B01GG2EUWO/ref=sr_1_5?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=AX9JO4XP083K&keywords=okular+kamera&qid=1645613881&s=industrial&sprefix=okularkamera%2Cindustrial%2C108&sr=1-5
Ich bin so froh, dass ich hier fragen kann. Sonst wäre ich ein bisschen aufgeschmissen. Ich kenne keinen einzigen Mechaniker für so was. Man braucht bei Wartung und Reparatur für solche Geräte nicht nur Grundwissen der Mechanik und Optik, sondern auch noch Spezialwissen zB: Gewusst wie!
Grüße Anton
Grüße Anton
Hallo Anton,
auch von mir ein herzliches Willkommen und meinen Respekt für dein Vorhaben mit dem Lomo.
Bzgl. einer deiner Kameraoptionen. Ich habe direkt bei Aliexpress eine vermutlich baugleiche Kamera (https://de.aliexpress.com/item/32913814498.html?gatewayAdapt=glo2deu&spm=a2g0o.order_list.0.0.21ef5c5feb3UCy) bestellt. Solltest du sie als Okularersatz für einen Tubus verwenden wollen, benötigst du vermutlich noch ein Adapter mit Reduzieroptik, da die Kamera nur über den Chip, ein Gehäuse und den C-Mount Anschluss verfügt. Ich hatte mich für einen x0,3 (https://de.aliexpress.com/item/1005003309160656.html?gatewayAdapt=glo2deu&spm=a2g0o.order_list.0.0.21ef5c5fK89HN1) entschieden und erhalte ein akzeptables Blickfeld. Nicht so groß, wie beim Blick durch das Okular, aber für mich ok.
Hier wäre der Adapter schon dabei, nur 0,5x.
https://www.amazon.de/USB2-0-Mikroskop-Kamera-Laufwerk-Kostenlose-Industrie-Okular-Kamera-0-5X-CCD-Adapter/dp/B07L8G1JS9/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=2UW5QLALA6H8N&keywords=0%2C3+X%2F0%2C4+X%2F0%2C5+X+C-mount+Adapter+Objektiv+f+CCD+CMOS+Industrie+Kamera&qid=1645622133&sprefix=0+3+x%2F0+4+x%2F0+5+x+c-mount+adapter+objektiv+f+ccd+cmos+industrie+kamera%2Caps%2C344&sr=8-2
Wäre das was? Bei Ali habe ich noch nie bestellt.
Grüße Anton
Hallo Anton,
ich stimme Axel's Einwand / Vorschlag zu, eine Optik mit Faktor 0,3 wäre sicherlich sinnvoll, um im Kamerabild einen halbwegs gleichen Ausschnitt wie im Okular zu erhalten. Diese Optik verkleinert das mikroskopische Zwischenbild mit idR einem Durchmesser von 18 - 20 mm auf die Chipfläche mit Durchmesser der Format-Diagonalen von ~7,2 mm (1/2,5" Chip = 5,8 x 4,3 mm), besser wäre sogar ein Faktor 0,35 - 0,4 (7,2/20=0,36 und 7,2/18=0,4). Ohne diesen Adapter hätte man eine recht starke Ausschnitts-Vergrößerung. Der Nachteil dieser das Zwischenbild verkleinernden Transfer-Optik ist die fehlende Kompensation der Objektiv-Farbfehler (CVD) des Mikroskop-Objektivs, insbesondere zum Bildrand macht sich bei solchen Optik-Adaptern die CVD bemerkbar. Die CVD wird bei Mikroskopen mit Tubuslänge 160 / 170 mm (endlich-Systeme) erst durch das kompensierende Okular beseitigt.
Weiterhin haben beide Kameras nur USB2, damit sind höhere Bildfrequenzen bei höheren Auflösungen kaum machbar, das Bild ruckelt stark und reagiert z.B. beim Bewegen des Kreuztisches oder Fokussieren mit Verzögerung. Nimm besser eine Kamera mit USB3, wenn der Rechner das zulässt.
Viele Grüße
Kay
Danke für die Antworten. Jetzt summts in meinem Hirn, weil ich genau mit dieser Materie nie zu tuen gehabt habe.
Also sollte es ein Faktor zwischen x0,3 und x0,4 sein und nicht wie beim letzten Link x0,5?
Das mit USB 3 ist mir schon klar, aber würde für einen semiprofessionellen Mikroskopawender nicht auch USB 2 reichen?
Grüße Anton
Zitat von: Hobbyskopierer in Februar 23, 2022, 14:46:49 NACHMITTAGS
Danke für die Antworten. Jetzt summts in meinem Hirn, weil ich genau mit dieser Materie nie zu tuen gehabt habe.
Also sollte es ein Faktor zwischen x0,3 und x0,4 sein und nicht wie beim letzten Link x0,5?
Das mit USB 3 ist mir schon klar, aber würde für einen semiprofessionellen Mikroskopawender nicht auch USB 2 reichen?
Grüße Anton
Hallo Anton, x0,5 ist natürlich besser als ganz ohne Verkleinerung, aber Du verschenkst schon etwas an Bildfeld im Vergleich zum Okularbild.
Ich hatte mal eine 1,3 MPixel USB C-Mount Kamera mit USB2 Anschluss, ich empfand die Verzögerung schon als sehr störend und ein Fokussieren war dadurch auch kaum möglich USB2 ist einfach für Live-Bild ein Flaschenhals. Man schießt halt immer schon über den Fokuspunkt hinaus, bevor es auf dem Bildschirm sichtbar wird. Erst mit USB3 habe ich viel mehr Freude an den Kameras, selbst mit einer 18MPixel Kamera ist das Beobachten / Verschieben und Fokussieren bei voller Auflösung noch erträglich, für schnelleren Bildaufbau wird die Auflösung per Software verringert.
Ist meine Erfahrung...ich bin aber auch an die 18MPixel Kamera recht günstig gekommen, aber 3 - 5 MPixel Kameras mit USB3 entwickeln sich vom Preis auch in akzeptable Regionen, aber unter 150,-€ wird's eng oder gebraucht (ebay Kleinanzeigen).
Wenn es nicht unbedingt eine Okularkamera / USB C-Mount-Kamera sein soll, gibt's natürlich noch weitere Möglichkeiten mit den spiegellosen Systemkameras (APS-C, Olympus µ3/4 etc. bis hin zu Vollformat). Das ist nochmal ein großes Feld und eine große Spielwiese ;D ;D ;D aber für Dich mit gut ausgestatteter Mechanik-Werkstatt sicherlich gut machbar. Hier werden hauptsächlich kleinere Drehteile / Tuben als Verbindung zwischen Kamera / Objektiv und Mikroskop / Okular benötigt. Das ist aber immer sehr individuell und hängt vom präferierten Kameramodell ab.
Viele Grüße
Kay
So jetzt summt mir der Kopf noch mehr. Ich muss mich da jetzt erst mal belesen, zu viele verwendete Fremdwörter momentan für mich.
Bezüglich Anfertigung von Adaptern und dergleichen, ja es ist eine ganze Werkstatt mit Präzisionsmaschinen da. Da habe ich mir nach Aufgabe des Gewerbes die wichtigsten behalten.
Grüße Anton
Hallo erstmal,
meiner einer hat das Glück gehabt, eine 0,37 Optik zu ergattern. Nur ganz leichte Vignettierung, stört nicht, aber schönes Bild. Und das Ruckeln bei USB2 stört bei Schnitten und Amöben überhaupt nicht; läuft aber bei mir störungsfrei unter XP, WIN7 und sogar unter WIN10.
Grüße
Wolfgang
Hallo Anton,
ich habe die Kamera noch nicht so lange und experimentiere noch mit den Einstellungen, Zwischenring und so weiter.
Das X0,3 hat auf der Kameraseite eine enge Blende, die vermutlich die Farbverschiebung am Bildrand verdeckt. Diese Blende ist mit einer Stirnmutter versehen - entfernt habe ich sie jedoch noch nicht.
Wenn es nicht so eilig mit der Bestellung ist, kann ich gern heute Abend mal versuchen einen Vergleich zu dokumentieren: Aufnahme mit Handy durchs Okular vs. die 5 MP Kamera mit der x0,3 Reduktionslinse.
Aber im Moment ist das Wetter noch so schön, da wartet der Garten.
Gerne, das interessiert mich und sicher auch noch andere. Ich habe es überhaupt nicht eilig. Es ist nur der "Willhabeneffekt" ;D eingetreten. Wenn man bedenkt, dass ich mich mit einem Schülermikroskop die letzten Jahre durchgewurschtelt habe und notgedrungen auch damit durchkam, ist das jetzt ja ein gewaltiger Schritt. Ich bin in Pension und da macht man normalerweise so große Schritte nicht mehr.
Grüße Anton
Hallo Beisammen!
Geschafft, das Mikroskop ist jetzt wieder wie neu! Es freut mich sehr.
Und danke für eure Hilfe, sonst hätte ich mein Schätzchen vielleicht nicht so gut hinbekommen.
Als nächstes muss ich mich mit dem Gerät und der ganzen Materie ums Mikroskopieren mal richtig zurechtfinden. Bisher habe ich nur ganz einfache Sachen gemacht. Das ist die nächste Herausforderung. Gut dass es dieses Forum gibt. Infos über Infos.
Grüße Anton
Gratuliere!!!!
Martin
Zitat von: Toad- in Februar 23, 2022, 16:40:28 NACHMITTAGS
Wenn es nicht so eilig mit der Bestellung ist, kann ich gern heute Abend mal versuchen einen Vergleich zu dokumentieren: Aufnahme mit Handy durchs Okular vs. die 5 MP Kamera mit der x0,3 Reduktionslinse.
So, hat etwas länger gedauert, aber hier sind nun die Vergleiche.
Benutzt habe ich einen Objektträger zur Kalibrierung. Die Zahlen sind in mm, Teilung in 1/10 mm, also 100 µm. Die "5" befindet sich in der Mitte und so kann man das Blickfeld <5> an den Teilstrichen ablesen. Leider liegt der Objektträger am rechten Rand nicht mehr sauber auf dem Objekttisch auf. Dadurch kommt es zu einer (artefaktischen) Unschärfe > 6,2 mm. Das achromatische Objektiv hat eine 4x Vergrößerung.
Das Testsystem ist älteres Dell Latitude E4300 (Core2Duo) mit Win 10. Software ist ImageView (geliefert zusammen mit der Kamera. Hierbei handelt es sich vermutlich um eine customisierte Version von Touptek Lite). Eine ganz geringe zeitliche Verzögerung beim Arbeiten am Kreuztisch und Scharfstellen konnte ich beobachten - m.E. ist dies für einfache Anwendungen nicht relevant.
1. Bild (Okulare und Adapter.jpg): Die beteiligten Akteure
2. Bild (S5mini_WF10x-18mm_004xAchrom.jpg): Aufnahme von Hand durchs Okular. Ohne feste Smartphone-Halterung ist das mühselig , aber auch hier (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=43328.msg319735#msg319735) hilft das Forum weiter. Man erkennt ein Blickfeld von 3 bis 7 mm, genau so sieht es das Auge. Kein Farbverlauf zum linken Rand, jedoch leicht zum rechten Rand hin. Eine leichte Unschärfe in den Randzonen (achromatisches Objektiv)
3. Bild (5MP_Spacer0_0.3x_004xAchrom.jpg): Ohne Spacer! Hier erkennt man das Blickfeld von gut 3,5 bis 6,5 mm. Die schwarzen Ränder werden vermutlich durch die enge Blende (Stirnmutter) hervorgerufen, die man auch gut auf den Bestellfotos sieht. Keine Farbverschiebung, keine Unschärfe (bis auf die > 6,2)
4. Bild (5MP_Spacer5_0.3x_004xAchrom.jpg): mit 5mm Spacer zwischen Kamera und Reduktionslinse. Blickfeld 4 bis 6 mm ohne Rand. Unschärfe und Farbverschiebung rechts, links ist ok
Hallo Axel,
ohne den Spacer kann ich die Optik nicht nutzen, weil das Gewinde dann direkt auf den Chip drückt!
Passt aber trotzdem.
Grüße
Wolfgang
Zitatohne den Spacer kann ich die Optik nicht nutzen, weil das Gewinde dann direkt auf den Chip drückt!
Vielleicht könnte man bei der Reduktionslinse vom Gewinde was wegdrehen (Kürzen).
Vorsichtig einspannen (mit minimalen Druck am Spannfutter) und kleine Späne auf der Drehmaschine machen.
Grüße Anton
Hallo Anton,
jau! hohe Drehzahl, blaue Späne :-) kenn ich aus meiner Lehrzeit, hat mich manchen Stahl gekostet.
an gefassten Optiken sollte man besser nicht drehen!
Grüße
Wolfgang
... sorry, war spät gestern (oder früh heute) das 4. Bild ist nicht korrekt. Hier habe ich versehentlich das 3. nochmal hochgeladen. Ich korrigiere das gleich mal ...
So, jetzt ist es korrekt. Mit Spacer hat man ein nochmal reduzierteres Blickfeld.
@Wolfgang: Ich messe heute Abend mal die Tiefe der Kamera und Höhe des Außengewindes der Linse aus.
Hallo Wolfgang
Zitathohe Drehzahl, blaue Späne :-) kenn ich aus meiner Lehrzeit, hat mich manchen Stahl gekostet.
an gefassten Optiken sollte man besser nicht drehen!
Du meinst aber hier die Stahlbearbeitung, das ist eine ganz andere Liga.
Ich meine da ganz wenig Spannkraft, scharf geschliffenes Drehmesser mit großer Spannut und nur jeweils 0,1 mm Zustellung bei der Bearbeitung. Da passiert nichts.
Ich habe vor 30 Jahren oft an solchen Sachen gearbeitet. Hauptsächlich waren es Adaptierungen bei Fotoapparaten, seltener in der Feinmechanik, weil es zu dieser Zeit bei uns noch so manches nicht zu kaufen gab. Heutzutage kriegt man das alles fertig zu kaufen und eine Sonderanfertigung lohnt sich in keiner Weise mehr.
Denk an die Fertigung von Schweizer Uhren oder in der Feinmechanik ZB. bei der Medizintechnik bzw. Dentaltechnik. Da werden heutzutage auch fast alle Teile auf Werkzeugmaschinen gemacht und das ohne Probleme. Damals hatte ich ua. eine kleine Lorch Uhrmacherdrehbank. Das war erst ein Spielzeug. Da muss man, wenn man gröbere Zerspanung gewohnt ist, komplett umdenken.
Du hast schon Recht, wenn man an die (Schwer) Zerspanung von Stahl denkt, bzw. man damit aufgewachsen ist, hat man eine andere Denkensweise.
Grüße Anton
Edit: Vielleicht wäre ein Distanzring auch eine Lösung, wodurch die Einschraubtiefe verkürzt wird.
Das Biolam ist kein Auflichtmikroskop.
Heute musste ich gleich einiges ausprobieren, dabei bin ich schnell an die Grenzen gestoßen. Ich wollte versuchen, den P/N Übergang eines Wavers zu sehen. Dieser hat eine Größenordnung im niedrigstellingen Nanometerbereich. Also stellte ich eine Maschinenleuchte mit einer 100 Watt Glühbirne als Beleuchtung "von oben" ganz nache an das Objektiv. So ein Waver ist ja nicht durchsichtig. Dann wäre es eh einfach. Spätestens bei einer 600fachen Vergrößerung habe ich nicht mehr viel gesehen, besser gesagt, es wurde immer finsterer. Bei 400facher Vergrößerung ging es noch.
Ich habe dann ein bisserl gesucht, ob es da nicht was Besseres als die Maschinenleuchte gibt. Gefunden habe ich hier die Ringleuchte. https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=16241.msg124970#msg124970
Bei niedriger Vergrößerung reicht ja die Maschinenleuchte oder ähnliches. Da hatte ich nie Probleme bei feinen Schneidkanten, absolut scharfkantigen Kernstiften, polierten Flächen usw. Aber, funktioniert so eine Ringleuchte auch noch bei 1000facher Vergrößerung (mit Imersionsöl)? Ich meine eine ausreichende Helligkeit und nicht den "Sonnenuntergang"
Grüße Anton
Vielleicht wäre es gescheiter, diesen Beitrag wo anders anzuhängen. Ich bin noch nicht ganz so bewandert hier.
Hallo Anton,
je höher die Vergrößerung oder genauer gesagt: Je höher die numerische Apertur, um so niedriger der Arbeitsabstand des Objektivs. Bei einem 40er Objektiv mit 0,65er n.A. sind es kaum noch 2/10tel mm. Da bekommt man einfach kein Licht mehr in den schmalen Spalt zwischen Objektiv un Objekt und wenn, dann nur in einem sehr flachen Winkel. Die Ringleuchte, kann das nicht besser, nur allseitiger. Das ist nicht immer von Vorteil, weil es dann kaum noch Schatten gibt. Die Ringleuchten sind außerdem für Stereomikrokope gedacht, die ein Objektiv von ca. 5cm Durchmesser haben.
Dazu kommt noch folgender Fakt: Die Durchlichtobjektive sind i.d.R. für Deckglasdicken von 0,17mm gerechnet. Das fällt bei n.A. unter 0,5 kaum ins Gerwcht, aber für höhere n.A. muß das zunehmend genauer eingehalten werden. Auflichtobjektive sind i.d.R. für unbedeckte Objekte gerechnet.
Für Dein BIO-Lamm heißt das: bIs zum 20ere Achromaten geht improvisiertes Auflicht, darüber nicht mehr.
Mit einem 100er Immersionsobjektiv geht nur die Beleuchtung durch das Objektiv selbst (Auflicht-Hellfeld) Das Bild würde Dich aber auch an einem professionellen Auflichtmikroskop enttäuschen: Es zeigt fast nur das Relief der Oberfläche. Das ist was für ganz plane Anschliffe von Gesteinen oder Werkstoffen (Metallen)
LG Gerd
Danke Gerd für die ausführliche Info. Du hast recht. Der Martin hat es mir auch schon klipp und klar mit 2 Worten gesagt.
Ich habe mir schon gedacht, wenn das Objektiv so nah am Objekt ist, dass da in den winzigen Spalt kaum noch Licht hineinkann. Deckglas nabe ich nicht genommen.
Entschuldigt mein laienhaftes Schreiben. Dann muss ich wohl damit leben, kann man nichts machen.
Blöd ist, dass ich Auflichtmikroskopie nur ganz selten brauche und gute Mikroskope dafür teuer sind.
Ich warte jetzt mal ab, ich kann nicht schon wieder ein Mikroskop nach Hause bringen. Da spielt meine 2. Hälfte nur eingeschränkt mit.
Jetzt schau ich mal, ob Biolam Auflichtmikroskope gebaut hat.
Grüße Anton
Hallo Adi
Entschuldige bitte, ich verstehe, weil ich noch zu laienhaft bin, deine Frage nicht ganz.
Zitatwenn Du ein gutes Auflicht-Objektiv mit dem RMS-Gewinde und einem relativ großen
Arbeitsabstand hättest, könntest Du es mit Biolam auch verwenden.
Ich formuliere es nach meinem Kenntnisstand so: Ich besorge mir zB. ein solches Auflicht-Objektiv mit RMS Gewinde. Platz ist ja noch für ein viertes Objektiv. Der Abstand (Brennweite) wäre in diesem Fall zwischen Objektiv und Objekt größer und die Beleuchtungsmöglichkeit von oben wäre natürlich dann auch besser. Ich kann mir gut vorstellen, dass man dann mit einem 40fach Objektiv halbwegs brauchbare Ergebnisse erzielt, falls es ein solches für Auflichtobjektiv gibt. Bei meinem Versuch war es mit dem 40fach Objektiv und 10x Okular schon zu dunkel. Zumindest der Willhaben Effekt ist schon da.
Bitte belehrt mich eines besseren.
Grüße Anton
Hallo Anton,
geht nicht, gibts nicht :-) bittesehr:
http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Biolam-N.pdf (http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Biolam-N.pdf)
http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Lomo%20M.pdf (http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Lomo%20M.pdf)
http://mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/LOMO-MBI-11.pdf (http://mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/LOMO-MBI-11.pdf)
und noch viele andere mehr. All diese Mikroskope sind mit Objektivgewinde M27 ausgestattet, damit die großen Epi-Pbjektive reinpassen, die RMS brauchen dann einen Zwischenring. Was den WAF-Faktor angeht, ist das schon eine andere Klasse (Größe, Gewicht).
Ein reines Auflichtteil (kein Durchlichttisch) hätte ich noch da.
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang
ZitatEin reines Auflichtteil (kein Durchlichttisch) hätte ich noch da.
Darf ich fragen, wie so ein Teil genau aussieht?
Hallo Adi
Zitatdas klappt bis 100x aber der Arbeitsabstand muss mindestens 1mm betragen.
Was braucht man da für ein Objektiv, was einen Arbeitsabstand von 1 mm hat?
Grüße Anton
Hallo Anton,
es gibt Objektive mit höherem Arbeitsabstand. Da steht dann meist "LWD" für "long working distance" drauf oder "ULWD" für "ultra long working distance". Diese Objektive haben i.d.R. aber auch breitere Front-Linsen, um wenigstens halbwegs an der n.A. der "normalen" Objektive heran zu reichen.Sie sind meist für die Mikroskopie durch den Boden einer Petrischale auf einem inversen Mikroskop konzipiert und i.d.R. etwas teurer als ein LOMO-Biolam-Mikroskop mit 3 Objektiven...
Zitat von: HobbyskopiererIch wollte versuchen, den P/N Übergang eines Wavers zu sehen. Dieser hat eine Größenordnung im niedrigstellingen Nanometerbereich
Da sind wir dann aber eventuell schon unterhalb der Auflösungsgrenze der Lichtmikroskopie. Die Wellenlänge des Lichtes begrenz das Auflösungsvermögen im sichtbaren Licht auf etwa 0,3µm, also 300nm. Darunter hat dann auch das beste Immersionsobjektiv keine Chance mehr. Da musst Du dann doch nach einem REM Ausschau halten statt nach einem ULWD-Objektiv...
LG Gerd
Zitat von: liftboy in Februar 24, 2022, 09:47:41 VORMITTAG
Hallo Axel,
ohne den Spacer kann ich die Optik nicht nutzen, weil das Gewinde dann direkt auf den Chip drückt!
Passt aber trotzdem.
Grüße
Wolfgang
... so, ich war da ja noch messtechnisch etwas schuldig.
Kameramodul: freier Raum zwischen dem oberen Rand Innengewinde bis Chip (Schutzscheibe davor):
8,8 mmReduzierlinse x0,3: obere Kante Außengewinde bis Verdickung am Linsengehäuse:
7,3 mmBedeutet, dass man die Reduzierlinse "bis zum Anschlag" in das Kameramodul schrauben kann. Ein Spacer wird bei diesen beiden nicht benötigt.
Ich möchte nur zu gern wissen, ob man die Blende (https://de.aliexpress.com/item/1005003309160656.html?gatewayAdapt=glo2deu&spm=a2g0o.order_list.0.0.21ef5c5fvspx6x) nicht etwas "aufbohren kann, um den schwarzen Rand zu eliminieren. Leider fehlt mir (noch) für die Stirnmutter das passende Werkzeug (Und 2 Nägel + Flachzange bei optischen Geräten: no way!)
Hallo an Alle
Abschließend möchte ich mich bei euch für die Hilfe und die wertvollen Tipps herzlich bedanken. Ohne diese Hilfe hätte ich das Mikroskop sicher nicht so einwandfrei hinbekommen, wie es jetzt neuwertig dasteht. Ich bin mit diesem Instrument mehr als zufrieden und es ist für meine Zwecke eher schon überdimensioniert. Das mit der Okularkamera haut auch hin. Das ist eine mit 5 MP. Nur bei der Reduzierlinse x0,5 hätte ich vielleicht eine mit x0,3 nehmen sollen. Aber was solls, die Reduzierlinse mit Kamera war ein "Gesamtpaket" und ich habe es einfach genommen. Ich will ja nicht der Oberprofi werden, sondern wenn was anfällt, dann habe ich ein gutes Mikroskop jederzeit zur Hand und das ist mir das wichtigste.
Als nächsten Schritt werde ich die Mikrofibel von Klaus Henkel "studieren". Ich bin bis jetzt wegen anderen Arbeiten, obwohl ich in Pension bin, nicht dazugekommen. Die Fibel ist mir wichtig, weil für mich eure Beiträge zum Teil noch immer "latein" sind.
In dem Sinne und nochmals danke
Anton
Hallo Anton,
schade, dass Du so weit weg bist :-( Du würdest hier gut zu uns passen. Wenn Du Service für Dein Mikro brauchst, sprich mich ruhig an.
Viele Grüße
Wolfgang
Danke Wolfgang für die Hilfe, die du mir anbietest. Ich komme darauf sicher zurück, wenn wieder was ansteht.
Das hier wird sicher nicht das letzte Projekt sein, was Mikroskopie anbelangt. Du wirst das sicher kennen, wenn auf einmal der "Willhaben" Effekt wieder da ist.
Eine Frage noch zu diesem Thema: Meine Schwiegertochter sagte zu mir, dass sie an der Universität (Biologiestudium) nur Mikroskope mit Binokular haben. Ich sagte zu ihr, dass das durch die Okularkamera eigentlich überflüssig ist. Dennoch fand sie mein Mikroskop wegen des fehlenden Binokulars etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man "Binokular" gewohnt ist. Aber keine Sorge, sie hat es gleich 2 Tage lang in Besitz genommen.
Ich habe bei Ebay gesucht und da dürfte es tatsächlich was geben, zB. https://www.ebay.de/itm/234447273303?hash=item3696257d57:g:yBgAAOSwZ9liH2gN
Ich habe das Binokular auch schon als Einzelteil gesehen, welches auf mein Mikroskop passen müsste/sollte. Wäre das der Fall?
Bei einem solchen Kauf kann man natürlich unangenehme Überraschungen bezüglich Optik bekommen. Ich habe es hier bei der Forumsuche schon gelesen, dass das eine Frickelei sein kann, wenn es bei der Optik, Prisma und dergleichen was hat, aber ich liebe ja eh Herausforderungen. Das hatte ich beruflich mein Leben lang. Was mir da noch auffällt, haben diese Binokulare in der Regel keine so hohe Vergrößerung. Stimmt das so?
So tragisch ist das aber nicht, da in der Biologie in der Regel keine so hohe Vergrößerungen benötigt werden.
Grüße Anton
Hallo Anton,
Tuben haben eigentlich keine Eigenvergrößerung (Monotubus, Geradetubus, etc.) Es gibt Binokulare von Zeiss ohne Eigenvergrößerung oder mit 1,5x, die von Lomo haben immer 1,5x und wenn Du einen brauchst hätte ich auch einen da :-).
Grüße
Wolfgang
Hallo
Wenn ich das 90x Objektiv und ein Binokular 1,5x verwende, funktioniert das noch gut?
Das ist dann 135fache Vergrößerung.
In der Biologie ist diese Vergrößerung oft ausreichend. Die Kritik der Schwiegertochter wegen des Monookulars hat mich am falschen Fuß erwischt.
Grüße Anton und Entschuldigung wegen meiner laienhaften Fragestellung.
Hallo Anton,
Zitat von: HobbyskopiererWenn ich das 90x Objektiv und ein Binokular 1,5x verwende, funktioniert das noch gut?
Das ist dann 135fache Vergrößerung.
Du musst immer alle Komponenten multiplizieren. Deine Rechnung ist ohne Okular. Mit einem 10er Okular wärst Du schon vei 1350facher Vergrößerung, was knapp über der förderlichen Vergrößerung von 1250 für das 90/1,25er Objektiv wäre. Das ist schon nahe an der Grenze dessen, was mit der Lichtmikroskopie überhaupt machbar ist.
Wenn Du einen Tubus ohne Eigenvergrößerung hast, wie Deinen Mono-Schrägtubus, kannst Du ein stärker vergrößerndes Okular verwenden, um auf die gleiche Gesamtvergrößerung zu kommen, in diesem Fall das K15.
Die Faustregel für die förderliche Vergrößerung lautet von ca. 500x bis 1000x der numerischen Apertur des Objektivs, bist Du im grünen Bereich. Darunter verschenkst Du zu viel, darüber sind keine weiteren Informationen heraus zu holen ("leere Vergrößerung").
Mit einer Kamera statt einem Okular wird die Rechnung etwas komplizierter, denn da spielt die Pixelgröße mit hinein (für das menschliche Auge ist der "Pixelabstand" der einzelnen Sinneszellen schon in die Faustformelgröße eingeflossen)
Beste Grüße
Gerd
Danke, jetzt verstehe ich erst. In einem Beispiel wären das bei einem 40x Objektiv mit x1,5 Binokular und einem 7x Okular dann 420fache Vergrößerung.
Grüße Anton
Hallo Anton,
Genau!
Allerdings gibt es trotzdem noch große Unterschiede, ob man durch einen Tubus mit nur einem einfachen Prisma schaut oder durch einen Binitubus mit mehreren Dachkantprismen. Je mehr Glasflächen dazwischen sind, desto mehr Flächen gibt es, an denen Licht verloren gehen oder Staub sich ablagern kann.
Auch ist es nicht egal, ob ich durch ein 10x Okular schaue oder durch ein 15x. Je größer die Okularvergrößerung, desto anstrengender wird der Blick hindurch. Ich arbeite nur ausnahmsweise mit Okularvergrößerungen über 10x. Lieber bleibe ich noch etwas unter dem Maximum der förderlichen Vergrößerung, aber bei mir spielt der Mikroskopie-Genuss auch eine größere Rolle als das Ausnutzen des letzten Quäntchens Auflösung, um etwas zu erkennen, was noch niemand gesehen hat.
Wenn man das zusammenzählt, kommt man zu dem Schluss, dass man Tuben mit vergrößerndem Faktor eher meidet. An Dein Gerät passen auch die Tuben von Zeiss-Jena. Die neueren Bibotuben, die aus zwei Teilen zusammengesetzt sind, haben nicht alle einen Faktor.
Wenn Du überwiegend mit der Kamera mikroskopierst, wäre die Anschaffung eines Geradtubus überlegenswert, denn das ist nur ein Rohr ohne weiteres Glas, das dann natürlich gerade nach oben ragt. Für größere und vor allem schwerere Kameras wäre das auf jeden Fall anzuraten.
Beste Grüße
Gerd
Danke Gerd für die ausführlichen Infos!
Wenn ich bedenke, mit was ich vor längerer Zeit, bis vor über 30 Jahren, zum Mikroskopieren hatte - ein Biolam, aber nur mit dem 7x Okular und danach nur ein Schülermikroskop. Jetzt ein Biolam mit 3 Okularen und Okularkamera.
Das ist als wenn man von einem VW Polo auf einen Mercedes umsteigt.
Ich weiß derzeit noch nicht so richtig, wie es mit der Mikroskopie weitergeht. Die Schwiegertochter will es für das Studium auch verwenden und ihr wäre ein Binotubus lieber, weil sie den gewohnt ist. Ich habe mit der derzeitigen Ausstattung das Auslangen.
Ich muss nur aufpassen, dass mir meine 2. Hälfte nicht zu viel dreinfunkt, weil sie sieht die Mikroskopie immer noch als eine Art Spielerei. Das ist es aber nicht. Die letzten 10 Jahre verwendete ich das Mikroskop oft auch im Werkzeugbau, eher Feinmechanik, um Schneidkanten in allen möglichen Winkeln, Kanten an touschierten Flächen, Messer, usw anzusehen. Die beste Technik für das Schleifen und die Schärfe eines Rasiermessers und Skapells habe ich mit dem Mikroskop herausgefunden. Zwischendurch dann auch mal wieder eine Untersuchung auf Bienenkrankheiten.
Grüße Anton
Hallo Anton,
wie schon von Anderen gut beschrieben, kann man die Biolams gut mit Zeiss Jena Teilen ausbauen. Hier ein Beispielprojekt.
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=37526.msg275879#msg275879
Das mit der besseren Hälfte kennen wir alle. Für eine Weile zieht das Argument, die getätigte Investition nun endlich richtig gut nutzen zu können, wenn man nur noch ein klein wenig mehr ausbaut...
Ralf
Hallo Anton,
genau! Es gibt reichlich Teile von Zeiss/J die ans Lomo passen. Beispiel:
Alle Tuben, sei es Geradetubus, Binokular, Trinokular oder pankratischer Tubus.
der 5fach Objektivrevolver passt auch, muss jedoch stramm eingesetzt und justiert werden, da der Anschlag anders als beim Lomo ist; ist dann aber prima! Ich hab alle Mikros damit ausgerüstet. Der Zeiss Kondensor (alte Form) passt direkt, die neue Form mit größerem Durchmesser geht aber auch, wenn man die Hülse aus dem Träger nimmt und nur mit den Zentrierschrauben spannt. Ebenso passen auch die meisten Tische. Nur der Objektführer... der will nicht. Die Ursache sind die Zentrierzapfen, die bei Lomo mit der Befestigungsschraube in einer Linie liegen, und bei Zeiss versetzt sind (die kann man aber rausschrauben).
Das 90er Objektiv nutze ich so gut wie gar nicht, weil mir die Ölpanscherei zuwider ist; geht ja auch mit dest. Wasser, aber das Bild ist dann doch gruselig. Mein größtes im täglichen Gebrauch ist das 60x, das harmoniert dann auch noch mit der Tubusvergrößerung 1,5x und den 10x20 Brille WF Okularen. Wenn ich dann doch mals ans 90er dran muß, dann nur mit den K7 Okularen, das Bild ist dann in Ordnung aber "Angströhre" wegen dem kleinen Sehfeld :-)
Viele Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang
Zitatdie kann man aber rausschrauben
Wenn man aber ein Dauerpräparat macht, die Koordinaten einer bestimmten Stelle vom Objektführer auf den Objektträger schreibt, schaut es schlecht aus, wenn man diese Position später wieder mal anfährt und die Zentrierzapfen fehlen.
Ihr Profis habt ja eh wahrscheinlich mehrere Mikroskope und Möglichkeiten und ich würde wahrscheinlich einfach auf einer anderen Position neue Stifte setzen, falls das wirklich mal sein sollte. Ich glaube aber, dass das kaum der Fall sein wird, ist aber gut zu wissen. Jetzt kenne ich auch die Gemeinsamkeiten von Zeiss/Jena und Biolam, danke.
Grüße Anton
Hallo Anton,
solltest Du Interesse an einem Zeiss Jena Bino mit dem kantigen Prisma haben, wie es im von Ralf (rem_online) verlinkten Artikel (http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=37526.msg275879#msg275879) zu sehen ist, melde Dich bei mir, ich habe ein Set übrig und würde es verkaufen.
Viele Grüße
Kay
Hallo Beisammen!
Jetzt habe ich die Bescherung da. Meine Schwiegertochter (Biologiestudentin) war von meinem "neuen" Mikroskop so angetan, dass sie sich ohne mein Wissen kurzerhand entschlossen hat, sich auch eines, nur mit Binokular anzuschaffen.
Also ersteigerte sie sich bei Ebay Deutschland eines: https://www.ebay.de/itm/Mikroskop-LOMO-Biolam-Binokular-Kreuztisch-Beleuchtung-/234447273303?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&_trksid=p2047675.l2557&nma=true&si=Xq83ROsfYJz5Dx5UR2Lqx9U1mKg%253D&orig_cvip=true&nordt=true&rt=nc
Natürlich mit dem Gedanken "der Papa wirds schon richten", wenn was nicht in Ordnung ist.
Rein optisch schaut das Mikroskop wie neu aus.
Das Paket ist mit zerlegten Mikroskop, bestens verpakt, heil angekommen. Nach erster Begutachtung ist alles in Ordnung, nur die Feineinstellung lässt sich nur eine Umdrehung drehen. Das ist bei meinem anders. Jedenfalls muss ich das Mikroskop, so wie meines, komplett zerlegen, entfetten, reinigen und wieder zusammenbauen inkl. neuem Fett. Damit habe ich keine Probleme mehr, weil ich das schon gemacht habe.
Bei der Optik kann ich noch nichts genaues sagen, jedoch habe ich eine Frage wegen der Objektive.
Die beiden äusseren Objektive am Bild haben bei der Linse einen Federweg von ca. 2 mm. Die Linse lässt sich in das Objektiv hineindrücken. Die beiden mittleren Objektive haben keinen Federweg.
Entweder ist da was verharzt, oder haben die grundsätzlich keinen Federweg?
Ich schätze eher, dass es da wegen einer Verharzung oder so was ans zerlegen geht und ins Ultraschallbad damit.
Ich finde momentan auch keine Infos dazu, vielleicht suche ich auch falsch, obwohl ich auch hier: http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/lomo.php gesucht habe.
Bei den Linsenbezeichnungen kenne ich mich auch noch nicht ganz aus.
Jedenfalls freue ich mich schon darauf, das Mikroskop auf Verdermann zu bringen, obwohl ich erst ab übernächster Woche Zeit habe.
Ach, was hab ich mir da angefangen. Zum Glück habe ich Freude daran, da herumzubasteln, obwohl ich nicht viel Ahnung (ausser der reinen Mechanik) habe. Wie lange wird es dauern, steht der Nächste mit seinem Mikroskop da. Bei den Studenten ist das oft so eine Sache, wenn das Geld nicht so üppig ist und man trotzdem was hochwertiges braucht. In diesem Fall bietet sich ein Biolam bestens an.
Übrigens noch, das Binokular ist ein Ay-12, 1,5x
Grüße Anton
Hallo Anton,
zuerst der Feintrieb:
http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Feintrieb-Scheibe.pdf (http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Feintrieb-Scheibe.pdf)
da findest Du alles was Du brauchst.
Nun zu den Objektiven, von links nach rechts:
F=16/0,30 entspricht ca, einem 20x und ist ein Planobjektiv
F=6,3/0,65 entspricht ca. einem 40x und ist ebgenfale sein Planobjektiv
90x/1,25 MI ist ein 90x Ölimmersionsobjektiv
40x/0,75 WI ist ein Wasserimmersionsobjektiv
Das Ölimmersionsobjektiv ist bei allen Herstellern gefedert; liegt an dem geringen Arbeitsabstand, da hat man ruckzuck ein Präparat geschlachtet. Die alten Objektive mit Brennweitenangabe gab es gefedert und ungefedert. Das Baujahr erhältst Du wenn Du die Seriennummer auf der anderen Seite der Objektive ansiehst: die ersten beiden Zahlen sind das Baujahr.
Mit dem passenden Werkzeug kann man so ein Objektiv auch zerlegen und die Federung warten. Ich häng mal ein Bild dran; so ähnlich ist das bei allen. Ultraschall bringt da gar nichts :-( da hilft nur zerlegen und schmirgeln, die Oxidschicht muss vom Messing runter, dann gehts auch wieder. Aber nicht ölen! das läuft trocken!!
Aber was willst Du mehr? Du hast einen voll bestückten Revolver, eine Leuchte, einen Objektführer und den Binotubus!
Der Tisch ist drehzentrierbar; wenn der nicht mehr dreht, schick ihn mir, den kriegst Du alleine ohne Spezialwerkzeug nicht repariert. Wenn er gar nicht mehr zu richten ist geb ich Dir einen anderen.
Grüße
Wolfgang
Danke Wolfgang für deine Ausführungen.
Frage noch: Weißt du, ob die beiden mittleren Objektive auf dem Bild gefedert sind oder nicht?
Schaun mer mal, was da wieder alles ankommt. Bin schon neugierig. Ich liebe kleine Herausforderungen.
ZitatDer Tisch ist drehzentrierbar; wenn der nicht mehr dreht, schick ihn mir, den kriegst Du alleine ohne Spezialwerkzeug nicht repariert.
Der dreht sich, ist aber nicht an jeder Stelle gleichmäßig leichtgängig. Falls ich den zerlegen muss, was ich auch mache, reicht da nicht ein Stirnlochschlüssel für den schwarzen Kunststoffring innen? So einen verstellbaren hätte ich da. Notfalls würde auch eine Seegeringzange helfen, oder?
Grüße Anton
Hab ich mich verschrieben: Sollte heissen, ob die beiden äusseren Objektive auf dem Bild gefedert sind. Da bewegen sich die Linsen nicht.
jupp! dann passt das!
Das Wasserimmersionsobjektiv ist nicht gefedert (serienmäßig, weil Du da ohne Deckgals ins Wasser gehst), und das F16 = 20X ist auch niemals gefedert, weil großer Arbeitsabstand = keine Gefahr.
Die Seegerringzange kannst Du vergessen! Da brechen die Spitzen ab. Tipp: vorm zerlegen den ganzen Tisch vorsichtig auf ca. 60°C bringen, das hilft meistens.
Grüße
Wolfgang
Danke Wolfgang, deine Infos helfen mir bestens weiter. Dank deiner Infos brauche ich schon mal die Objektive nicht zerlegen.
Schaun mer mal, ob ich zurecht komme, wenn nein, wende ich mich an dich. Aber wie schon geschrieben, komme ich erst übernächste Woche dazu.
Das wird ein flottes Mikroskop für meine Schwiegertocher. Man muss sich ja schließlich auch ein wenig einschleimen :) :).
Grüße Anton
Aber das 6,3 und 16 haben doch eine ganz andere Abgleichlänge als die höher vergrößernden! Das wird keinen Spaß machen.
Grüße
Martin
Hallo
ZitatAber das 6,3 und 16 haben doch eine ganz andere Abgleichlänge als die höher vergrößernden!
Der Revolver war mit diesen 4 Objektiven beim Kauf bestückt. Das ist eigenartig.
Grüße Anton
Na, eigenartig ist das nicht. Du hast das Mikroskop ja nicht "ab Werk" gekauft. Am Revolver befindet sich halt eine Sammlung von Objektiven. Bei einem "normalen" Objektivsatz mit der gleichen, zueinander passenden Abgleichlänge hat das Objektiv mit der stärksten Vergrößerung die längste und das mit der geringsten Vergrößerung die kürzeste Baulänge (gemessen vom Gewindeanschlag zur Frontlinse).
Grüße
Martin
Hallo Martin,
Du hast recht! Die angebotenen Mikros haben meist eine bunte Mischung von Teilen, nur damit es komplett erscheint.
Ich hatte schon Epi-Objektive mit Tubus 190 zusammen mit normalen 160ern im Revolver. Sind halt meist Erben oder Schrottis welche die Sachen verkaufen.
@ Anton
eventuell muss ich mal in meinen Schubladen suchen, damit Du etwas hast, was dann auch funktioniert :-)
Grüße
Wolfgang
Bitte Wolfgang, hab noch ein bisschen Geduld. Jetzt schaue ich mal, dass ich das Mikroskop sauber hinbekomme und dann gehts ans Eingemachte. Wie ich schon geschrieben habe, komme ich erst übernächste Woche dazu. Obwohl ich in Rente bin, bin ich für nächste Woche mehr als ausgebucht. Aber danke für deine Mühe schon im Voraus.
Dieses Mikroskop wurde als Nachlass angeboten. Das könnte auf Grund der noch weiteren Angebote (kein Mikroskop mehr) vom Verkäufer, welche ältere Gegenstände beinhalteten, stimmen.
Grüße Anton
Hallo Anton,
ZitatObwohl ich in Rente bin, bin ich für nächste Woche mehr als ausgebucht.
haha, Rentner haben nie Zeit, die haben zwei Bücher. Auf dem einen steht "Geh mal" und dem anderen "Mach mal".
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Zitat von: liftboy in März 20, 2022, 11:20:42 VORMITTAG
haha, Rentner haben nie Zeit, die haben zwei Bücher. Auf dem einen steht "Geh mal" und dem anderen "Mach mal".
Ich verkaufe das an mich, du hast Recht :D
Ich habe auch ein Lomo-Objektiv mit Kragen gereinigt und wieder zusammengebaut, aber die Frage bleibt, dass die genaue Position des Eingriffs des beweglichen Teils am Kragen nicht korrekt ist. Ich habe einige Markierungen gemacht, aber die Markierungen sind nie sicher, da die Verschiebung des beweglichen Teils Bruchteile eines Millimeters beträgt und möglicherweise nicht mit der Skala übereinstimmt, dh 0,17 kann tatsächlich 0,16 oder 0,18 werden.
Ich rede nicht von der Einsteckrichtung und den von Lomo markierten Xs auf beiden Seiten.
Werkzeuge für die Endkontrolle werden Sie sicherlich haben, aber ich habe keine und wenn ich gezwungen bin, diese Demontagen durchzuführen, habe ich immer den Zweifel, dass die Arbeit nicht so gemacht wird, wie sie sollte.
Hast du einen Tipp, wo man diese Tools kaufen kann? Ich würde auch Schlüssel brauchen, um die Linsenringe zu demontieren, für die Ringe und Kappen mit zwei Löchern und besonders für die runden Kontermuttern mit Schlitzen zum Sichern der Schrauben, wie die an der Vorderseite der Lomo-Geschütztürme.
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
aber das ist doch ganz einfach:
Du fährst nach Leningrad (pardon, St.Petersburg) fragst da nach den Lomo-Werken und kaufst dort das benötigte Werkzeug.
By the way: mich hat man damals beinahe verhaftet! Lomo arbeitet nun haupsächlich für Rüstungszwecke (Zieloptiken etc.)
Du kannst ja mal auf ihre Seite gehen und sehen, was sie so machen ( http://lomo.ru/forinvestors/ (http://lomo.ru/forinvestors/) ) interessant ist das allemal.
Hallo?! wir sind hier in Russland, da ist man tolererant, zumindest bei der Produktion und Montage :-) wenn die Schraube nicht so recht ins Gewinde passt, wird schon mal mit dem Hammer nachgeholfen (der das gemacht hat muss das ja nicht wieder auseinandernehmen) davon ab sind die Teakmöbel aus Indien auch nicht besser (Schraube M5, Mutter M6, Differenz=Stoffstreifen). Wir Deutschen sind da einfach zu kleinlich ;-)
Was Dein Problem angeht: Du siehst das doch beim Einstellen! (besser/schlechter)
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
Ich verstehe, dass sie diese Werkzeuge auch in Deutschland nicht verkaufen. Tatsächlich müssen sogar CZJ-Mikroskope die gleichen Teile zerlegen.
Es stimmt, dass das russische Material oft schon ab Werk beschädigt war, weil sie eine bestimmte Anzahl produzieren mussten und es nicht als zählte.
Wie auch immer, es scheint mir, dass sie, oder wer immer sie sind, eine gute Rakete gebaut haben :D
Danke und viele Grüße.
Hallo Beisammen!
So, es geht wieder weiter. Das Gestell mit allen beweglichen Teilen habe ich fertig.
Ein kleines Missgeschick ist mir aber schon passiert. Als ich den Innenring von der Lagerung für den Drehtisch herausdrehen wollte, gab es einen kleinen Bruch. Ich habe 2 2mm Auswerferstifte bei den Bohrungen hineingesteckt und mit einem Langen Schraubenzieher als Hebel wollte ich aufdrehen. Meine Frau hat den Drehtisch gehalten. Anstatt sich zu lockern gab es einen Bruch, siehe Bild. Ich habe mit Ballistol nachheholfen und jetzt lässt sich das Lager, ohne zu zerlegen wieder leicht drehen. Ich hätte vielleicht mit dem Föhn anwärmen sollen, dann wäre es vielleicht aufgegangen. Wenn das jetzt nicht funktioniert hätte, hätte ich wahrscheinlich einen neuen Ring aus Alu oder Edelstahl gemacht. Ich belasse es einstweilen so.
Jetzt gehts an das Binokular AY 12.
Da gibt es schon das erste Problem, weil sich die Mechanik vom Dioptrienausgleich nicht verdrehen lässt. Dank der Unterlagen von http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/ und der Lomoinfothek habe ich interessante Zeilen gelesen, dass sich das mit dem Haarföhn eventuell lösen lässt. Schaun mer mal, sagen die Bayern!
Ich habe aber keine Unterlagen gefunden, wie man das Mittelteil vom Binokular (der Schwenkbereich für den Abstand der 2 menschlichen Augen) zerlegt. Das Mittelteil lässt sich zwar schwenken, aber ich vermute, dass da auch diese alte verharzte Schmiere drinnen ist. Gibt es da irgendwo Unterlagen, oder hat das schon wer zerlegt und kann mir helfen?
Vielleicht braucht man nur das Deckplättchen, wo die Typenbezeichnung drauf steht, aufzumachen und dann die Teile auseinanderziehen?
Danke im Voraus und zugleich um Bitte für eure Ratschläge.
Grüße Anton
Tja mein Lieber, da hättest Du besser vorher gefragt :-( der Tisch lässt sich wesentlich leichter zerlegen, wenn man ihn heiß macht! Aber das kann so bleiben... sieht ja keiner :-))
Am Bino musst Du die beiden Seitenschalen abschrauben, dann kommst Du auch an die Mechanik.
Aber Vorsicht!! Kein Öl oder Fett oder Fingerpratzen auf die Prismen! Das kreigst Du nie wieder richtig hin.
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang!
ZitatTja mein Lieber, da hättest Du besser vorher gefragt :-( der Tisch lässt sich wesentlich leichter zerlegen, wenn man ihn heiß macht!
Ein bisserl Lehrgeld darf ich auch bezahlen. Das eigenartige war, dass ich gar nicht so fest aufgedreht habe und der Kunststoff ist schon gebrochen. Dieses Teil ist eine absolut minderwertige Kunststoffqualität, obwohl es 1993 (Baujahr des Mikroskops) schon hochwertige Kunststoffe gab. Wichtig ist mir, dass ich das kleine Missgeschick hier dokumentiert habe, damit der Nächste nicht wieder drauf reinfällt.
Bin neugierig, wie es mir jetzt mit dem Binokular geht. Ein bisserl Unbehagen habe ich schon.
Grüße Anton
Hallo Anton,
wenn Du genau hinsiehst, wirst Du feststellen, dass das gar kein Kunststoff ist, der hätte sich nur verbogen. Das ist Zinkdruckguss! Wie schon der Name sagt: bricht wie Zuckerguss :-)
Im Lauf der Zeit quillt das Zeug auf und verklemmt sich, dann geht nur herausbrechen. Dafür hab ich mir dann Stahlteile drehen lassen (nicht gerade billig).
Grüße
Wolfgang
Hallo Anton,
Ich gehe davon aus, dass der runde Tisch nicht in der Biolam D-Serie vorgesehen ist, sondern in der R-Serie.In der D-Serie (tragbar) gibt es einen kleinen quadratischen Tisch mit ST12-Übersetzer. Wenn das Mikroskop mit dem runden Tisch geliefert wurde, hat der Vorbesitzer ihn ersetzt.
Zur Frage des zerbrochenen Rings muss man bedenken, dass die Russen zum Sparen neigen und wahrscheinlich von einem Stahlring (vulgär Eisen), dem ich oft begegnet bin, zu einem aus Legierung übergegangen sind, der einfacher herzustellen ist, aber mit die Probleme, die Sie kennen.
Es war zunächst notwendig, die Drehung zu entriegeln und dann weiterzutasten, um den Ring abzuschrauben. Wenn eine Person den Tisch hält und die andere versucht, den Ring abzuschrauben, entstehen Verdrehungen, die zu diesen Konsequenzen führen. Vielleicht wäre es für Sie besser, weniger auszugeben, und Wolfgang dazu zu bringen, Ihnen einen neuen Tisch oder einen Standardring zu geben.
Mein Rat ist, beim Zerlegen keine Eile zu haben und die benötigten Methoden und Werkzeuge sorgfältig zu prüfen, Eile führt fast immer zu Brüchen.
Viel Erfolg bei der Nachbereitung und viele Grüße.
Enzo
Hallo erstmal,
da war aber auch auf meiner Seite ein Beitrag von David Walker uber die Tischreparatur:
http://mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/TischRep.pdf (http://mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/TischRep.pdf)
Ich werde den Beitrag aber nochmal überarbeiten und um eigene Erfahrungen bereichern :-)
Es ist allerdings in der Tat bei allen Lomo Mikroskopen so, dass man mit Erwärmung viel erreichen kann; das "Russische Panzerfett" gibt da stark nach. Natürlich muss nach dem Zerlegen das alte Fett komplett entfernt und durch gutes, neues ersetzt werden.
Grüße
Wolfgang
Hallo Beisammen!
Ich mach mir jetzt wegen des kleinen Mißgeschickes der beiden Ausbrüche bei diesem Ring nicht in die H...e. Das sieht man nicht und es ist nachwievor eine einwandfreie Funktion gegeben. Ich bin von Kunststoff ausgegangen, aber dass es sich dabei um Alu-Zinkdruckguss (reines Zink kann ich nicht so recht glauben) handelt. Das habe ich übersehen, bzw. gar nicht so genau geschaut. Jedenalls ist dieses Material der größte Mist. Ich habe in meinem Berufsleben mehrfach Niederdruckspritzgießformen für Alu-Zink gebaut und mit diesen Werkzeugen auch Teile hergestellt. So was hätte ich nicht abliefern dürfen, da wäre ich über kurz oder lang in Konkurs gegangen.
Wenn durch diese 2 Ausbrüche die Funktion der Lagerung nicht mehr gegeben gewesen wäre, hätte ich einfach einen neuen solchen Ring aus Alu oder Edelstahl nachgefertigt. So was zu machen, sind ja keine Höhepunkte. Ich habe ja noch 2 Drehmaschinen, welche ich mir für die Rente behalten habe. Hin und wieder muss man mit den Maschinen eh was machen, obwohl es mich nicht mehr so recht freut.
So und jetzt geht es ans Binokular!
Grüße Anton
sodele,
ich hab die pdf-Datei noch mal überarbeitet (der damalige Übersetzer hat da doch recht viel unverständliches reingehauen!)
Der abgebildete Stirnlochschlüssel ist vielseitig einstzbar und wirklich nicht teuer; ich hab im Werkzeugladen 5€ bezahlt.
Grüße an alle "Schrauber"
Wolfgang
Hallo!
Ich habe jetzt die Dioptrienverstellung vom Binokular heruntergeschraubt (3 Schrauben), dann den Ring mit der Skala entfernt, das Rohr ordentlich mir dem Föhn angewärmt (so warm, dass ich es nicht mehr mit bloßen Händen angreifen konnte) und siehe da, man kann wieder drehen. Mit ein wenig anwärmen ging nichts. Jedoch habe ich ein Problem und bitte um eure Hilfe.
Ich kann die Dioptrienverstellung nicht zerlegen. Ich will ja das alte Fett entfernen. Da dürfte irgend ein Steilgewinde für die Verstellung zuständig sein, aber wie zerlege ich das, ohne was zu beschädigen?
Wie auf dem Bild - so weit kann ich herausdrehen, dann stehts an, als wenn ein Anschlag wäre? In einem Bereich von ca. 5 mm ist es jetzt "relativ" leichtgängig.
Vielleicht muss ich noch mehr erhitzen?
Gebt mir bitte einen Rad!
Grüße Anton
Hallo Anton, wenn der Stutzen ähnlich aufgebaut ist, wie bei den Bino's von Carl Zeiss Jena, befindet sich vorne im (inneren) Stutzen (vom Anschraubflansch hineinschauen) noch ein Feingewindering, der den mechanischen Anschlag für den Fokussierbereich des Stutzens bildet...dieser soll ja nicht gleich herausfallen, wenn man mal bis zum Anschlag dreht. Diesen Feingewinde-Ring kann man noch herausschrauben.
Es wird sich aber sicherlich noch der ein oder andere Kenner der Materie melden, ich bin ehr dann bei Carl Zeiss Jena zu Hause.
Viele Grüße
Kay
Hallo Anton,
Du bist Dir sicher, das dass ein Lomo Tubus ist? Lomo ist einfach:
Stellring ab (3 Schrauben) Diopterteil rausdrehen ( wenn ich merke, dass das Gewindeende erreicht ist, ich also das Teil eigentlich rausziehen könnte, mach ich mir mit einem Filzer einen Strich über beide Teile, damit das beim Zusammenbau auch wieder da sitzt. Das Steilgewinde hat nämlich zwei Anfänge! Wenn da nicht die richtigen übereinanderkommen wars das!!
Wenn das nicht Lomo ist, kann es sein, dass an der Seite des Tubus noch irgendwo eine kleine Madenschraube sitzt die das Ende arretiert; eventuell ist die überlackiert.
Meine Lomo-Binos lassen sich jedenfalls alle problemlos zerlegen.
Grüße
Wolfgang
Hallo - So jetzt hab ich die Teile auseinander. Ich habe den Föhn noch mal ordentlich eingesetzt.
Das Innengewinde ist um einige mm kürzer als das Aussengewinde. So hatten sich die Gewindegänge im letzten Stück am Aussengewinde vollkommen mit "Panzerfett" füllen können. Dadurch war mein Verfahrbereich nur ca. 5 mm, weil diese Position vorher so eingestellt war. Die gefüllten Gewindegänge waren wie ein Anschlag.
Normalerweise müsste es bei mehrgängigen Gewinden egal sein, wie man nach dem Zerlegen wieder zusammenschraubt. Aber ich habe sicherheitshalber eine Markierung gemacht.
Danke erstmal.
Grüße Anton
Ps: Noch was - nach der Reinigung und neuem fetten habe ich einen Test gemacht, ob sich der Gewindetrieb an anderen Stellen als der markierte auch verschrauben lässt. Kein Problem, lässt sich an jeden Gewindegang verschrauben.
@ Wolfgang - Ich vermute, da hast du ein "Montagsgewinde" mal bekommen. Wahrscheinlich wurden da 2 Teile aneinander angepasst. Kann ich mir bei denen gut vorstellen. Das selbe kann ich mir auch bei den Schwalbenschwanzführungen vorstellen. Die am besten zusammenpassen, werden hergenommen. Das ist halt der feine Unterschied zur deutschen Qualität. Qualität kostet halt!
....üßbrigens, wenn ich euch nicht hätte!!!!
Grüße Anton
Hallo Beisammen!
So, das Mikroskop ist fertig. Die zukünftige Schwiegertochter hat eine Riesenfreude damit. Nur, um eine beschädigungsfreie Transportmöglichkeit hat sie mich noch gebeten. Ich hatte einen neuwertigen "Alukoffer" da und diesen habe ich dann zweckentfremdet. Das ist eine Spielerei so eine Transportmöglichkeit zu schaffen. Das schaut dann so wie im Bild aus. Dieser Koffer gefällt mir um einiges besser als diese Holzkisten von Biolam, weil alles gut fixiert ist, nichts verrutschen kann und alles sehr gut geschützt ist.
Das wegen der Objektive habe ich mit ihr noch nicht ganz abgeklärt. Sie soll eine ähnliche Vergrößerung bekommen, so wie sie es auf der Uni hat. Da werde ich aber bei euch anfragen, ob wer was passendes hat. Bei diesen Onlineplattformen ist das ein Katz und Maus Spiel.
Grüße Anton
Hallo Beisammen!
Lange ist es her, dass ich was geschrieben habe, aber ich habe jetzt ein Problemchen mit den Objektiven bei meinem Mikroskop und nicht beim Mikroskop der Schwiegertochter, welches ich als letztes generalüberholt habe.
Ein Kreuz ist bei mir, dass ich das Mikroskop nur selten brauche, aber wenn, dann bin ich sehr froh drüber. Ohne Mikroskop geht es nicht. So ähnlich ist es auch um meinen Kenntnisstand um die Mikroskopie.
Ich bin mit meinen Objektiven gar nicht zufrieden. Ich habe einfach die 4 Objektive, die in Verwendung sind zum Fotographieren herausgeschraubt.
Im Anhang ist das Foto. Die beiden Objektive mit 40 und 90 facher Vergrößerung sind mir klar.
Aber die beiden Plan Objektive F=16 und F=6,3 sind mir nicht klar. Welche Vergrößerung haben diese?
Zweitens - ich benötige ein Objektiv für mein Biolam 12 mit wesentlich kleiner Vergrößerung. Wenn es geht unter 10x. Ich traue mich nichts bestellen, weil ich nicht weiß, ob ich das richtige kaufe. Ich weiß lediglich, dass die Zeiss Jena Objektive passen, ein RMS Gewinde haben und die Tubuslänge 160 sein dürfte.
Okulare habe ich 7x, 10x, 15x.
Vielleicht kann mir bitte wer helfen. Ihr seid Profis, weil ihr euch der Mikroskopie verschrieben habt, ich bin leider nur hin und wieder ein Anwender und Restaurator von lediglich 2 Mikroskopen.
Grüße Anton
Ich wünsche mir, dass die Reihenfolge der Vergrößerungen der Objektive etwas zusammenpassen.
Hallo Anton,
schöne Objektive... passen aber leider nicht so ganz zusammen:
zu dem 40x und 90x gehört ein passendes 8x oder 9xPlan mit Abgleich 33mm.
Die beiden anderen Planobjektive haben 47mm Abgleich!
f=6,3 entspricht ~40x (das hast Du schon passend) und f=16 entspricht ~16x
Mit einem 9x Objektiv könnt ich Dir aushelfen.
Noch kleinere Objektivvergrößerungen sind sowieso selten abgeglichen, da kannst Du einen beliebigen "Chinesen" reindrehen.
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang - danke für die Antwort.
Zitatschöne Objektive... passen aber leider nicht so ganz zusammen:
Da bin ich ganz deiner Meinung und habe das auch immer wieder festgestellt.
Wäre das so richtig wenn ich folgende Anordnung mache:
Das 40x und 90x belasse ich.
Ich kaufe von dir das 9x Plan mit Abgleich 33mm. Bitte teile mir die Zahlungsmodalitäten per PN mit.
Das F=16 kann ich auch belassen, so wie ich das verstanden habe.
Wenn der Abgleich bei mir nicht gleich ist, nehme ich das in Kauf, da ich ja nicht oft mit dem Mikroskop arbeite und so macht es mir nichts aus, wenn man bei einen Objektivwechsel wieder neu justieren muss. Schließlich macht es auch noch Spaß in die Mikrowelt hineinzuschauen und ein bisschen an den Rädchen zu drehen.
Grüße Anton
Ps: Oder sollte ich besser das "normale" 40x weglassen und dafür das F=6,3 Objektiv belassen?
Hallo Anton,
Du hast eine PN
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang!
Ich stelle hier ein Bild von meinem Biolam Mikroskop ein, da es anscheinend über PN nicht möglich ist, ein Bild anzuhängen. Nur der Rundtisch ist nicht original. Der ist mit dem Binokularmikro meiner Schwiegertochter vertauscht.
Grüße Anton