Kürzlich stolperte ich über das Inserat einer Mikroskop-Leuchte der besonderen Art:
(https://abload.de/img/ohnetitelgekqb.jpg)
Irgendwie konnte ich nicht glauben was ich da sah, doch von Sammellust und Neugier getrieben machte ich einen Termin aus, um der Sache auf den Grund zu gehen: Eine junge Studentin verfolgte mit dieser «Creation» ein Upcycling-Konzept (einen an sich lobenswerten Ansatz) und wollte dem Mikroskop, bevor es entsorgt würde, einen neuen Zweck geben. Sie wies mich auch noch darauf hin, dass sie kein normales Kunststoffkabel, sondern ein edles, textilumspanntes für die Stromzufuhr verwendet hatte...
Ich habe mir jedenfalls mit Freude diese «Leuchte» zugelegt und nutze sie – nach einer kurzen Downcycling-Prozedur – als Teile-Spender für mein kürzlich erworbenes CZ Phomi2.
Bei der «Leuchte» handelt es sich wohl um die zweite Version der ersten Generation des Phomis (1b), denn vieles scheint mit dem Phomi2 kompatibel zu sein.
Beim «Umbau» zur Leuchte wurde nur weniges im Innenleben des Statives zerstört, ein zusätzliches Loch für das Kabel gebohrt und die innere originale Verkabelung zum grossen Teil abgeschnitten. Die Optik hat – soviel ich sehen konnte – keinen Schaden gelitten. Allerdings zeigt das Prismensystem des Binokulars Flecken, bei denen ich mir unsicher bin, ob diese noch zu entfernen sind...
Die Kamera funktioniert noch: ein schönes mechanisches Surren und Klicken, ein Klang, der mich an meine Studienzeit in Wien erinnert. Damals hatte ich die Ehre als einer der wenigen Studierenden an einem eben solchen Mikroskop – dem Stolz des Instituts – arbeiten zu dürfen. (schon ein wenig seltsam dieser Wandel...).
Mit freundlichen Grüssen
Sebastian
der mehr ein Motor- als ein Upcycler ist