Hallo zusammen,
in einem vorherigen Thema hatte ich ja erwähnt, daß ich die Prismen in meinem
Pluta DIK Kondensor neu justieren wollte.
Unser Forumsmitglied SIMON hatte mir dankenswerterweise die Justierstifte ausgeliehen,
da bei meinem SET keine dabei waren.
Ich habe sie mir nun nachgefertigt und meine Prismen einzeln justiert.
Mit Stift 24 in Loch 25
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/325079_36849274.jpg)
wurde so eingestellt, bis die Interferenzstreifen senkrecht stehen.
Siehe folgende 2 Bilder.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/325079_63208015.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/325079_32001227.jpg)
Und das bei den Prismen für 10er, 20er, 40er und 100er Objektiv.
Mein erster Eindruck nach der Justage ist positiv.
Ich habe aber jetzt 2 Bilder hier eingestellt von Desmidiaceen,
einmal Micrasterias thomasiana und eine Euastrum oblongum.
Habe diese heute aus einer frischen Probe von meinem einzigen Biotop
hier in Hasenthal, wo Desmidiaceen vorkommen, entnommen.
Hätte mir auch eine fossile Diatomee ablichten können, wo die Plastizität
bedeutend besser dargestellt wird.
Aber ich will ja auch Funde im Wassertropfen mit meinem Pluta DIK immer
besser aufnehmen., was nicht einfach ist und ich erst am Anfang bin.
Hier die beiden verbesserungswürdigen Desmidiaceen-Bilder.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/325079_19575591.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures012/325079_41962596.jpg)
Gruß von Siegfried
Lieber Siegfried,
das ist klasse geworden!
LG Ralf
Hallo Sigi,
ich wollte, hier gäbe es überhaupt ein Biotop, in dem Desmidiaceen vorkämen.. :-\
Alse, für diesse Bilder musst Du Dich nun wirklich nicht schämen! ;) Da gibts wohl nicht mehr so viel zu verbessern. Mit welchen Objektiven arbeitest Du am Pluta?
Hezrliche Grüße
Peter
Hallo Sigi,
ja nun ist der 3D Effekt wieder sauber da!
Der Pluta DIC ist doch einfach wunderschön.
lg
anne
Hallo liebe Anne, Ralf und Peter
Danke für euere positiven Kommentare zu meinem Beitrag und den Bildern.
@Peter
Speziell für diese Aufnahmen habe ich das Zeiss Planapo 25/0,65 verwendet.
Ansonsten verwende ich noch Zeiss Plan 10, Olympus Splan 40/0.70,
Zeiss Neofluar 100/1.30 welches zwar geht, aber ein Plan-Neofluar wäre sicher besser.
Da will ich auf jeden Fall noch hin.
Simon (Soki) verwendet zB. Nikon Planapo 60/ 0.95,
welches natürlich in einer anderen Liga spielt.
Wie hat Wolfgang im Forum geschrieben,
"Ohne Knete keine Fete"
So ist es halt auch bei unserem Hobby.
Meine gezeigten Bilder sind natürlich nachbearbeitet.
Auch hier habe ich schon mit einem Bekannten von mir einen Treff ausgemacht, wo er mir
einige Kniffe mit Lightroom zeigen will, denn so gewisse Feinheiten in der Farbgebung, Kontrast, Tonwert usw.
ergeben schon besser Bilder, wenn manns halt kann. Und ob eine bessere Kamera auch noch von Vorteil wäre,
da bin ich noch am überlegen.
Gruß von Siegfried
Hallo Sigi,
nach welcher Anleitung hast Du eigentlich Deinen Pluta justiert?
Was Dein Bild betrifft: Nun stell mal Dein Licht nicht so unter den Scheffel. Das ist doch prima! Sooo viel gibt es aus meiner Sicht daran nicht mehr zu verbessern.
Was sollte denn eine "bessere" Kamera bringen und inwiefern sollte sie besser sein? Du hast doch einen Canon DSLR, wenn ich mich recht erinnere.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Siegfried,
zunächst einmal einen herzlichen Glückwunsch zur überaus erfolgreichen Überarbeitung Deines PZO Pluta-DIK.
Ich möchte gar nicht wissen, was da für eine gnadenlose Fummelei hinter Dir liegt ...
Zitat"Meine gezeigten Bilder sind natürlich nachbearbeitet."
Meine Bitte: Könntest Du einmal ein
unbearbeitetes Bild von der Micrasterias thomasiana ohne Freistellung zeigen ?
Viele Grüße
Joachim
Hallo Siegfried,
danke für diesen interessanten Bericht. Mir scheint, dass Deine Kamera-Anpassung noch nicht ideal ist. Bei beiden hübschen Algen ist die rechte Seite für meine Augen unschärfer als die jeweils linke Seite, und es zeigen sich rechts stärkere Farbsäume. Entweder das Objekt lag nicht mittig und der (einseitige) Schärfeverlust ist bedingt durch zunehmende Fehler am Bildfeldrand, oder aber die Adaptation der Kamera verursacht diese Asymmetrie.
Der Differentialinterferenzkontrast ist sicherlich gut justiert und kontrastiert sehr gut.
Schöne Grüße
Ole
Hallo
@Peter
Ich habe mich nach diesen Angaben von Jon gerichtet.
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=13827.15
Und Simon, der auch seinen Pluta DIK justiert hat, hat das auch so bestätigt.
Und zur Kamera:
Ich benutze ja eine EOS 5D MKII.
Bin auch soweit zufrieden. Aber manchmal bilde ich mir ein, daß andere Kameras
wie zB. die Sony alpha 6500 doch schon bessere Roh-Bilder liefern.
In meinem näheren Bekanntenkreis hat jemand so eine und wenn es terminlich bei Ihm klappt,
adaptieren wir sie mal an mein Mikroskop. Dann schau mer mal.
@Joachim
Die Justage war gar nicht so schlimm, mit dem richtigen Werkzeug und mit Phasenfernrohr.
Ein unbearbeitetes Foto stelle ich hier äußerst ungern ein, auch weil durch die Verkleinerung doch einiges verloren geht.
Aber wenn du mir über PN deine mail-adresse mitteilst, schicke ich dir gerne das Original.
Dann können wir uns ja intern drüber austauschen.
@Ole
Ja, die Fotos sind auch für mich noch unbefriedigend.
Erstens hatte ich bei beiden Algen, nie einen Moment, an dem sie ganz ruhig waren,
hatte sie ja auch nicht separiert, sondern sie waren noch im Tropfen mit anderen Bestandteilen.
So konnte ich auch nicht stacken.
Auch lagen sie nicht eben.
Aber deinen Hinweisen wegen der Farbsäume uA. gehe ich nach.
Nur im Moment bin ich etwas knapp mit der Zeit dran (passendes Wetter für Wald und Gartenarbeiten).
So ist es halt, wenn man Großgrund- und Eigenheimbesitzer ist. ;) :D
Wenn ich mit der Fehlersuche vorankomme, melde ich mich wieder.
Und danke an Alle für die Hinweise. Das ist das Schöne an diesem Forum.
Gruß von Siegfried
Hallo Siegfried,
von DIC verstehe ich ja absolut nichts, aber deine Bilder sind wirklich klasse!
Viele Grüße
Alexander
Hallo Siegfried,
danke für die Beschreibung der Justage! Die Bilder sehen gut aus und haben kaum Gradienten.
Was ich mich frage: Wenn man die freie Wahl hätte - würde man die Ausrichtung des 3D-Effekts so wählen? Ich habe eben mal beim meinem Zeiss alt endlich-DIK nachgesehen, da verläuft der Auslöschungsbalken von links unten nach rechts oben. Es gibt doch vermutlich eine Ausrichtung, die tendentiell häufig geeignet ist um dem menschlichen Auge zu gefallen.
Viele Grüße,
Bob
Hallo Bob
Ich habe natürlich auch andere Ausrichtungen getestet,
aber senkrecht, war der Plastische Effekt am besten.
Gruß von Siegfried
Hallo Siegfied,
hast Du denn auch die Ausrichtung der Analysator-Prismen justiert? Ich ging davon aus, dass Du deren Stellung als Grundlage genommen hast, um die Prismen im Kondensor für ein optimales Bild zu justieren. Dann hätten die Analysator-Prismen die Ausrichtung vorgegeben. Lassen die Analysator-Prismen sich auch justieren?
Viele Grüße,
Bob
Hallo Bob
Bei der Justierung der Kondensorprismen sind die Prismen im Interferenzkopf nicht eingeschwenkt.
Dann steht der Schalter auf null.
Die Prismen im Kopf können dann aber beim Einstellen des DIC in waagerechte und senkrechte Richtung verändert werden.
Gruß von Siegfried
Hallo Sigi,
ob igrnedetwas schief ist (Tisch oder Kameeraadaption), lässt sich ja sehr leicht mit einem Objektmikrometer feststellen (hast Du eines?)
Alternativ ein kleines Objekt mit nur einer eindeutigen Schärfeebene ohne Verstellung der Fokussierung sanft an drei verschiedere "X"- Positionen "fahren" und drei Aufnahmen anfertigen. Aber ich traue Dir zu, dass Du auf diese genialen Tricks schon selbst gekommen bist ;)
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter
Meine Frau ist zunächst alleine in den Garten.
Sie hat eingesehen daß optische Themen wichtiger sind, als Rosenschneiden. ;) :D
Hier 3 Fotos vom Objektmikrometer.
Zeiss Planapo 25, Leitz Periplan 10x18 Brille, Panzerfaust 53mm.
Gruß von Siegfried
Hallo Sigi,
ZitatSie hat eingesehen daß optische Themen wichtiger sind, als Rosenschneiden
Sehr einsichtig! Gute Frau!
Also, es mag Leute mit kritischeren Augen geben als mich, aber ich sehe keine wesentlichen Unschärfen, die auf eine nicht planparallele Fotoadaption oder einen schiefen Tisch hindeuten würden. Ich denke, dass die Micratserias einfach etwas "schief" lag. Hier würde nur Stacking Abhilfe schaffen, das aber bei Algen oft zu unbefriedigenden Ergebnissen führt.
Du hast mir ja nun das Originalbild aus der Kamera geschickt. Ich dachte, das sei bereits das bearbeitete Bild!! Du schriebst mir aber auf Nachfrage, dass es tatsächlich das unbearbeitete Originalfoto ist. Eigentlich untrscheidet es sich doch gar nicht mehr von dem Foto, das Du im Forum gezeigt hast. Ehrlich gesagt - ich finde es absolut ok!
Es ist ja nicht verkehrt, sich verbessern zu wollen und natürlich kann man auch auf verbesserungsfähige Punkte hinweisen, aber ich habe mittlerweile den Eindruck, dass die Anforderungen an ein Mikrofoto hier im Forum ins Unermessliche steigen. Vor ein paar Jahren hätte man Dir begeistert zu dieser Micrasterias gratuliert!
Dass man auch am Mikrometer eine gewisse CVD sieht, ist ja vertsändlich, wenn Du ein Zeiss-Objektiv und eine Leitz-Okular verwendest.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Siegfried -
die Unschärfe rechts, die weiter oben erwähnt wurde, hätte ich sofort auf ein leicht welliges Objekt zurückgeführt. Es handelt sich schließlich um einen dreidimensionalen Organismus und nicht um eine Strichplatte und Du hast ja nicht gestackt oder mitleidlos gequetscht.
Meine Glückwünsche zu Deiner Einrichtung und den Ergebnissen, die Du damit erzielst!
Viele Grüße
Rolf
Hallo
@Peter
Zufrieden bin ich mit meinen Bildern leider noch nicht.
Gerade bei Fotos von Tümpelobjekten habe ich noch sehr viel Nachholbedarf,
vorallem bei der Präparatevorbereitung.
Und wo ich mir absolut unsicher bin, ist die Wiedergabe auf einer Canon Spiegelrefelx, das Grün.
Wenn ich zB. bei diesem Beitrag:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=43867.0
das 5. Bild anschaue und das Grün sehe, kann ich doch schon fast nicht glauben, daß es auf dem Rohbild genau so aussieht.(Canon APSC)
Ich sage immer "Das Grün der Könner)
Und was würdest du für ein Okular als Projektiv empfehlen, daß die CVD besser werden?
@Rolf
Danke für deine Meinung.
Gruß von Siegfried
Hallo Sigi,.
ZitatHallo
@Peter
Zufrieden bin ich mit meinen Bildern leider noch nicht.
Gerade bei Fotos von Tümpelobjekten habe ich noch sehr viel Nachholbedarf,
vorallem bei der Präparatevorbereitung.
wenn Du meinst....
ZitatUnd was würdest du für ein Okular als Projektiv empfehlen, daß die CVD besser werden?
Ich bin jetzt nicht der Experte für Adaptionen an endliche Zeiss-Mikroskope, aber nach meiner Kenntnis wäre wohl das seltene (und sehr teure) S-KPL10 das Fotookoluar der Wahl - oder eben ein ganz normales 10x-KPL statt des Fotoookulars. Für Zeiss, wohlgemerkt. Du verwendest aber auch Olympus-Optik. Bei so einem Gemisch wird es schwieirger, dann bräuchtest Du eben für das 40er-Olympus-Objektiv ein Olympus-Okular z.B. WHK 10x. Letztlich muss für eine 100-prozentig korrekte Adaption das Okular eben immer zum Objektiv passen. Aber Du wirst wohl kaum dauernd die Fotookulare wechseln wollen.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter
Danke für deine Hinweise.
Das Leben als Hobbymikroskopiker geht weiter.
Spass machts immer und ab und an gelingt auch mal was Gutes.
Und Neuanschaffungen sind bestimmt auch wieder drin,
auch wenn ich immer klage. ;) ;D
Gruß von Siegfried
Hallo Siegfried,
ich benutze auch den Pluta DIK mit Original Objektiven oder Zeiss Jena Objektiven und dazu passenden Okularen. Stellschlüssel habe ich auch
Bei meinem gebraucht gekauften Biolar war alles ok Streifen senkrecht parallel. Bildeindruck ok.
Eine Frage, die Du vielleicht beantworten kannst, oder ein anderer Kenner.
Ich arbeite gelegentlich mit dem Spaltkondensor und den Originalobjektiven zu Brechzahlbestimmung. Dabei ist zu sehen, daß die Streifen des Prismas für Homogenfeld und geringe Bildaufspaltung nicht ganz gerade, sondern leicht einseitig gebogen zu sehen sind, wenn man das Mikroskop so einstellt, daß sie zu sehen sind und kein homogenesFeld.
Bei allen Prismen erhalte ich auch für die Phasenverschiebung bei Messung des Streifenvesatzes rechts und links immer 2 leicht unterschiedliche Werte, nicht dramatisch aber messbar, ich nehme dann immer den Mittelwert. Kann das an einer Dejustage der Analysator - Prismen liegen ?
VG
pschmidt
Hallo Namensvetter
Ich habe ja die Pluta DIK Einrichtung an mein Zeiss Standard adaptiert.
Zum Spaltkondensor kann ich leider nur folgendes sagen.
Nachdem ich meine Pluta DIK Einrichtung (Nur DIK-Kondensor und Interferenzkopf) von einem polnischen Händler erworben hatte
und sehr zufrieden mit der Abwicklung war, ordete ich im Nachgang auch noch den Spalkondensor und die dazugehörigen Objektive
sozusagen für Lau.
Muß aber unumwunden zugeben, daß ich bis heute mich nicht intensiv damit befasst habe.
Vor habe ich es aber irgendwann :) :-[ sicher noch.
Deshalb kann ich dir leider nicht weiter helfen.
Gruß von Siegfried Schmidt
Hallo Siegfried,
Es funktioniert ja prinzipiell reproduzierbar. Bei meinen bisherigen Versuchen konnte ich den Fehler bei genauer Messung so auf 1-3% senken. Ich denke der Fehleranteil der Messung ist größer als die vermutetze geringe Fehlstellung der Prismen. Eventuell wage ich mich mal an eine Nachjustage.
Anbei mal ein Beispiel, wie das mit dem Spaltkondensor im Homogenfeld mit totaler Bildaufspaltung aussieht.
Zur Orientierung: die Algen haben einen Durchmesser von 1,8 µm, anhand der Messung der Phasenverschiebung mit der Mikrometerschraube kann man bei bekannter Dicke der Strukturen den Brechungsindex ermitteln und daraus ggf. auch rechnerisch weitere Größen ableiten.
Um nicht immer Umrüsten zu müssen auf den DIK Kondensor mit Prismen und zurück zum Spaltkondensor,
begnüge ich mich, wenn letzerer eingebaut ist für reine Beobachtung mit Hellfeld auf einem Zweitmikroskop, was durchaus auch ganz gute Resultate ergibt.
Viele Grüße
pschmidt
Hallo Namensvetter
Danke für die Anregung.
Ich hoffe ich finde demnächst die Zeit, mich endlich auch mit dem Spaltkondensor zu befassen.
Momentan hat mir Rolf Vossen ein Hybridokular zugesandt, welches ich als Projektiv teste,
um meine Bilder noch zu verbessern. (Chromatische Farbsäume etc. pp)
Gruß von Siegfried