Liebe Anhänger der gepflegten Optikausrüstung!
Vor einigen Tagen ist mir ein mehr oder minder verbastelter Phototubus mit Zubehör ins Nest geflogen. Leider musste ich feststellen, dass er auf dem Weg aus dem Winterquartier, oder wo er sich auch immer vorher herumgetrieben hat, einige Federn lassen musste. Die Federn bestehen in diesem Fall aus den Linsen und dem Schwalbenschwanz (mikroskopseitig).
Zum Vergleich konnte ich einen kompletten, aber nur temporär verfügbaren, Phototubus heranziehen. Gerd stieß mich darauf, einen ,,festen" Winkeltubus -1,6 zum komplettieren des Phototubus zu benutzen. Tatsächlich hatte ich einen solchen in meiner Sammlung und wurde selbstverständlich in den Test einbezogen.
Zuerst wurden alle Tuben einem generellen optischen Funktionstest unterzogen. Nicht überraschend, der geliehene Phototubus und der feste Winkeltubus-1.6 wiesen die erwünschte Parfokalität auf. Mit meinem linsenlosen Freund konnte ich zumindest scharfe Abbildungen, das 6.3 er Objektiv ausgenommen, erhalten (100er nicht getestet), musste aber kräftig den Z-Trieb bedienen.
Anschließend erfolgte eine Prüfung ob ein rein mechanischer Um/Einbau möglich ist. Um es vorwegzunehmen so einfach ist die Sache nicht, und auch optisch ist es komplizierter.
Folgend sind die Geräte dargestellt sowie die entsprechenden optischen Elemente.
Bild 1 - Tuben + Optik.jpg
Im festen Tubus (linke Seite im Bild) ist nur eine Linse (mikroskopseitig) verbaut. Die Optik im Schwalbenschwanz besteht nur aus einer Glasplatte, die wohl als Staubschutz (+ Reflektionsschutz ?) dient. Bei einem entsprechenden Mikroskopier-Versuch, mit einem Schwalbenschwanz ohne Glas, konnte ich keinen Unterschied feststellen.
Der im Bild dargestellte Phototubus (rechte Seite), enthält zwei Linsen. Einmal eine Linse mit einer Gewinde-Hülse (das hier dargestellte Objekt ist nur ähnlich dem notwendigen Baustein, also rein exemplarisch). Die zweite Linse (zur Darstellung dem Leihgerät entnommen) wird mit dem Schwalbenschwanz eingebaut. Was kann man nun im Mikroskop beobachten, wenn man jeweils die eine bzw. die andere Linse entfernt ?
Verbleibt die mikroskopseitige Linse im Phototubus, ist die Parfokalität gestört aber noch erträglich (ist natürlich subjektiv), und man kann mit allen Objektiven eine scharfe Abbildung erhalten. Bei der Verwendung der Linse in Richtung Okular ist keine Abbildung im Okular zu erhalten.
Bei Verwendung der mikroskopseitigen Linse des festen Tubus ,,im" Phototubus konnte eine wesentliche Verbesserung festgestellt werden. Um den ungefähren Original-Abstand dieser Linse zum Prisma zu gewährleisten, wurde auf den ,,Unterbau" verzichtet.
Übrigens scheinen die Umlenkprismen hinsichtlich des Aufbaus identisch zu sein, wobei das Prisma im Photobus sehr viel kleiner ist als im festen Tubus. Leider habe keine genaue Analyse der Geometrie vorgenommen.
Zum Beifang gehörte das Element mit der Skala. Im rechten Teil des Bildes ist ein Aluminium-Kopf zu sehen, in welchem sich eine Linse verbirgt. Hat jemand eine Idee um was es sich handeln könnte ? Hinweis im "HB für Mikroskopie", Beyer gefunden!!
Bild 2 - einstellbarerTubus ges.jpg
Viele Grüße aus Berlin
Michael
Hallo Michael,
die beiden zerlegten Winkelprismen erleichtern das Verständnis nicht.
Ich benutze einen dreieinigen Fototubus, wie im Bild rechts, aber in meinem sind keine Linsen. Im Inneren befindet sich ein Prisma, das bei Rechtsdrehung des binokulartragenden Teils aus dem Strahlengang gerückt wird, während der Schwalbenschwanz fixiert bleibt und Sperr- oder Fotofilter montiert werden können. Die 1,6-fache Vergrößerung muss von einer Linse auf dem internen Prisma oder einer gekrümmten Prismenfläche erhalten werden, um eine konvergierende Oberfläche zu erzeugen.
Wenn das Fernglas nach rechts bewegt und das Prisma aus dem Strahlengang genommen wird, ist der auf den dritten Ausgang geschraubte Fototubus leer und darin befindet sich eine 23-mm-Aufnahme zum Einsetzen eines Okulars mit einer Tubuslänge von 160 mm. Für die Fotos wird ein fotografisches Okular MFK ...: 1 verwendet, das in 125 mm Entfernung ein reelles Bild erzeugt. Ist Ihr dreieiniges Prisma von einem anderen Typ?
Für das Mikro-Laboval gibt es eine modernere Version mit einem Prisma, das durch Ziehen eines seitlichen Hebels bewegt werden kann, und einem Fototubus mit Relaislinse und der Möglichkeit zum Fokussieren.
Senden Sie ein Bild Ihrer zusammengebauten Trino-Röhre, um es besser zu verstehen.
Mit freundlichen Grüßen.
Enzo
PS- Das Foto ist von der modernsten Röhre.
Hallo Enzo,
kein Problem, anbei die beiden Phototuben (meins und das geliehene Gerät) in einem Stück.
ZitatIm Inneren befindet sich ein Prisma, das bei Rechtsdrehung des binokulartragenden Teils aus dem Strahlengang gerückt wird, während der Schwalbenschwanz fixiert bleibt und Sperr- oder Fotofilter montiert werden können. ...
Wenn das Fernglas nach rechts bewegt und das Prisma aus dem Strahlengang genommen wird, ist der auf den dritten Ausgang geschraubte Fototubus leer und darin befindet sich eine 23-mm-Aufnahme zum Einsetzen eines Okulars mit einer Tubuslänge von 160 mm. Für die Fotos wird ein fotografisches Okular MFK ...: 1 verwendet, ...
Die gezeigten Phototuben arbeiten genauso, wie von dir beschrieben.
ZitatIch benutze einen dreieinigen Fototubus, wie im Bild rechts, aber in meinem sind keine Linsen.
Die 1,6-fache Vergrößerung muss von einer Linse auf dem internen Prisma oder einer gekrümmten Prismenfläche erhalten werden, um eine konvergierende Oberfläche zu erzeugen.
Das verstehe ich nicht ganz. In deinem modernen Phototubus befinden sich keine Linsen, wo aber ist dann die von dir erwähnte Linse verbaut ?
Beziehst du dich da auf den älteren Phototubus, wie den von mir abgebildeten Tubus? Wenn ja, ist das genau mein Problem, mir fehlen die Linsen!
Interessant ist auf jeden Fall der von dir gezeigte neuere Typ eines (Photo-) Tubus. Davon habe ich noch nie gehört oder gelesen. Rein technisch würde mich es schon interessieren, etwas darüber zu lesen. Hast du eine Kopie eines (offiziellen) Schriftstückes ? An welchem Mikroskop setzt du diesen Tubus ein ?
Viele Grüße aus Berlin
Michael
Hallo Michael,
die phofotubo, wie die von dir fotografierten, haben keine linsen im tubus, sondern nur einen sitz, um das kompensierende fotografische okular einzusetzen.
Der neue elfenbeinfarbene Fototubus, wie auf dem von mir gesendeten Foto, scheint nicht für das Amplival, sondern für die nächste Serie von CZJ-Mikroskopen bestimmt zu sein.
Leider habe ich keine Dokumentation gefunden, versuchen Sie auf Optik online zu suchen, weil ich Probleme habe, die Sprache zu verstehen.
Meiner Meinung nach ist der Tubus, den Sie haben, und den ich auch habe, besser, weil es möglich ist, verschiedene fotografische Okulare zu verwenden und die Vergrößerung zu variieren. Denken Sie daran, dass alles für das Vollformat berechnet wird und nicht für APSC oder irgendetwas anderes.
Mit freundlichen Grüßen.
Enzo
Zerlegung des PhototubusWie bereits im Thread "elegantere Lösung gesucht" -> https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48632.0, Antwort #14, soll eine eingehende Beschreibung des Phototubus (Variante schwenkbar), in diesem, bereits dem Phototubus gewidmetem Abschnitt, fortgeführt werden.
PhTubus+Huelse.jpg
Bild 1
Darstellung des Phototubus ohne Projektiv-Tubus, Blick von oben, die Halterung (links im Bild) welche den Projektiv-Tubus hält ist bereits demontiert, deutlich sichtbar die drei Bohrungen mit Gewinde in der Hülle des Phototubus
Zur Demontage der äußeren Hülle ist der obere Teil vom unteren Teil zu trennen. Diese Schrauben befinden sich im Inneren. Dazu Reinschauen von oben! (siehe erstes Bild) Da der Aufwand der Ausleuchtung (für ein Foto) mir zu groß ist deshalb die Erklärung am ausgebauten Turm -> Bild 2
Turm+Bohrungen.jpg
Bild 2 Blick in das Innere des Turmes
Deutlich erkennbar, die drei Bohrungen (rote Kreise) in welchen die Schrauben sitzen und mit dem unteren Teil verschraubt sind.
Sind die drei Schrauben gelöst, ist das untere Teil lose. Damit man alle 3 Schrauben erreicht, ist der Optik-Träger entsprechend zu drehen...
PhTubus unten+Untertasse.jpg
Bild 3 oberes Teil, bestehend aus Phototubus-Hülle (Turm noch drin) und unterem Teil
Jetzt die äußere Platte (4 Schrauben, graue Farbe, rote Pfeile) welche an der Hülle befestigt ist, lösen. In der Darstellung ist die Platte bereits entfernt. Die Platte am Turm (blanke Platte) kann dran bleiben.
Anschlag (gelbes A, gelbes A) so ausrichten, wie im Bild gezeigt! Der Turm kann jetzt aus der Hülle herausgeschoben werden. Achtung, kann etwas klemmen!
Linke Seite: Turm von unten, die drei Bohrungen jetzt von der anderen Seite
rechte Seite: unteres Teil, die drei Gewindebohrungen für die Schrauben, welche durch die Bohrungen führen, welche auf der linken Seite gezeigt werden
PhTubus+Turm+Untertasse.jpg
Bild 4
Alle drei Segmente nochmal auf einem Bild ...
Erläuterungen was nun wie passiert, bzw. wer welche Funktion übernimmt:
1) Feder welche den beweglichen Optik-Träger (Prisma + Linse) mit Turm verbindet, ist für ein "angenehmes" Bewegen zuständig.
2a) Begrenzungen für den Optik-Träger ist einerseits die kleine Backe (orangenes Rechteck, Bild 2) im Turm (Optik im Strahlengang) und
2b) andererseits die innere Wand (gelbes Rechteck, Bild 6, gelbes Rechteck) der Phototubus-Hülle (Optik nicht im Strahlengang)
3) Positionierung der Endzustände durch Rastung, dazu befinden sich 2 Stifte (Bild 5) an der Außenseite des Turms und eine "Pfanne" (Bild 6) an der Innenseite der Phototubus-Hülle
| Turm StifteRastung.jpg | PhTubushülle innen.jpg |
| Bild 5 unterer Bereich des Turms, die beiden Stifte | Bild 6 Hülle des Phototubus |
| die Pfanne auf der linken Seite innen (blauer Kreis) |
| Stift (roter Kreis) von innen als Schraubstift ausgeführt |
| Endposition siehe 2b (gelbes Rechteck gelbes Rechteck) |
Drehung des Mechanismus: Sobald der Stift mit dem Anschlag (am Optik-Träger, links im Bild 3 und 4 -> gelbes A gelbes A) in Kontakt kommt, wird die Bewegung des Optik-Trägers, durch Festhalten des Anschlages am Stift, bewirkt.
Interessanterweise ist nach dem Zusammenbau (Turm + Hülle) das Fehlerbild aufgetaucht, welches Thomas beschrieben hat. Wird die Optik ausgeschwenkt (Feder gespannt) und man lässt los, geht der Optik-Träger teilweise wieder zurück. Die Ursache lag darin, dass der eine Stift nicht die Pfanne findet. Um das Problem zu vermeiden, ist der Turm sehr sorgfältig in die Hülle einzuführen. D.h., man muß die (genaue) Position (Turm/Hülle) finden (rein/raus bzw. ein wenig ruckeln), an der die Rastung funktioniert. Das ist mir das erste Mal passiert. Es ist wohl so, dass es sich dabei lediglich um eine sehr kleine Positionsänderung des Turmes, innerhalb der Hülle, handelt. Viele Grüße,
Michael
PS: Bei der Demontage der Teile immer auf mögliche Ausgleichsplättchen (dünne Aluminiumstücke) achten!
Andere kleine Gegenstände mit ausgeprägtem "Fluchtwillen" habe ich nicht gefunden!
Anbei nochmal die (getrennte) Darstellung aus dem oben erwähnten Thread.
UL-Prismenturm Schrauben für Prisma.jpg
Seitliche Darstellung des Turms. Guter Blick auf die Möglichkeiten das Prisma, mit Hilfe der Schrauben, neu zu positionieren.
Prismenhalter.jpg
Der Optik-Träger jetzt aus dem Turm ausgebaut.
Neben Prisma und Anschlag ist jetzt die Vorrichtung zum Drehen zu betrachten. Die drei Schraubverbindungen stellen die Verbindung zum Turm her. Die weiter außen befindliche Bohrung nimmt das eine Ende der Feder auf. Das andere Ende muß in den Boden des Turms eingefädelt (Fummelarbeit) werden. Davon und von der Feder habe ich jetzt kein Bild...
Hallo Michael,
Zitat von: MiR in April 02, 2024, 21:25:48 NACHMITTAGSInteressanterweise ist nach dem Zusammenbau (Turm + Hülle) das Fehlerbild aufgetaucht, welches Thomas beschrieben hat. Wird die Optik ausgeschwenkt (Feder gespannt) und man lässt los, geht der Optik-Träger teilweise wieder zurück. Die Ursache lag darin, dass der eine Stift nicht die Pfanne findet. Um das Problem zu vermeiden, ist der Turm sehr sorgfältig in die Hülle einzuführen. D.h., man muß die (genaue) Position (Turm/Hülle) finden (rein/raus bzw. ein wenig ruckeln), an der die Rastung funktioniert. Das ist mir das erste Mal passiert. Es ist wohl so, dass es sich dabei lediglich um eine sehr kleine Positionsänderung des Turmes, innerhalb der Hülle, handelt.
Vielleicht führten diese und andere Probleme später zur Vereinfachung dieses Geräts durch die Hinzufügung eines externen Knopfes zum Bewegen des Prismas und den Verzicht auf das rotierende Rad, wie auf dem Foto im zweiten Beitrag (Antwort Nr. 1).
Ist es angesichts meiner Probleme mit der Zentrierung des fotografischen Bildes eine gute Idee, eine weitere Diskussion zu eröffnen?
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo,
ich muss mich mal in diesen interessanten Thread einklinken. Da ich ja viele Vale habe, habe ich auch "viele" Fototuben. Ich habe einen in dieser Knick-Versionen. Und drei mit dem Schieber. Bei keinem kenne ich Enzos Problem mit dem verschobenen Bild. Und der Knick-Tubus rastet problemlos ein.
@Enzo: Ich habe Dich vermutlich nicht richtig verstanden. Du schreibst etwas von einer Linse in Deinem speziellen Tubus.
Ich habe hier unter anderem diesen:
tubus1.jpg
Da ist kein Linse drin. Aber man kann die zwei Teilstücke durch drehen in der Länge verschieben und damit die Konfokalität anpassen. Das funktioniert aber bei mir nicht. Das bischen, was man da drehen kann (ich hatte ihn zerlegt, gereinigt und neu gefettet), bewirkt bei mir mit Projektiv nichts. In Projektion habe ich es noch nicht probiert, mache ich nachher mal.
Die Umschalttuben mit Schieber gab es in zwei unterschiedlichen ergonomischen Winkeln. In allen meinen Tuben ist auf geradem Weg vom Objektiv zur Kamera keine Linse verbaut. Wohl aber an dem Ausgang für das Bino.
tubus2.jpg
tubus3.jpg
Schönen Abend.
Carsten
Hallo Enzo,
ja, das sehe ich genauso. Der von dir ja hier schon gezeigte neuere Phototubus (bzw. eben von Carsten in Bild 2), bei welchem der Optik-Träger als Schlitten ausgeführt ist, hat meiner Ansicht viele Vorteile..., damit man eine ungefähre Vorstellung davon bekommt, anbei noch 2 Fotos vom Innenleben des Phototubus.
PhotoTubus_Typ2_Optik_aus40%.jpg
Lichtweg in Richtung Kamera offen
PhotoTubus_Typ2_Optik_drin40%.jpg
Lichtweg in Richtung Okular(e) offen
Die Linse unterhalb des Prismas sowie die Linse in der Hülle des Phototubus sind identisch zur schwenkbaren Version.
Viele Grüße,
Michael
PS: Ja, wäre sicher besser wenn du ein neues Thema startest..., du kannst ja per Link verweisen ...
Hallo Carsten,
schön, diesen "Rändelring"-Tubus mal etwas näher betrachten zu dürfen. Du schreibst, das in diesem Tubus keine Linse (bzw. auch keine andere Optik ?) enthalten ist. Aus deiner Beschreibung entnehme ich, dass du keine Anleitung dazu hast.
Ich bin auf einen Artikel aus der Zeitschrift "PhotoDeal" (Verlag Rudolf Hillebrand, Neuss) gestoßen, gefunden entweder hier im Forum oder im WWW. In Heft 83, IV/2013 werden auf den Seiten 44-51 von Günter Osten, ehem. Mitarbeiter bei Carl Zeiss Jena, verschiedene Geräte für die Mikrofotographie vorgestellt. Auf den Seiten 50-51 gibt es eine sehr gute Übersicht über die 4 Serien der Aufsetzkamerasysteme.
Der von dir gezeigte Tubus müsste zum mf-AKS- bzw. mf-AKS 2 Aufsetzkamerasystem gehören. Das Ding heißt "mf-AKS-Projektivanpassung" und gibt es in 3 Ausführungen 3.2, 5 und XX (die Schrift ist derart klein, kaum zu lesen). Ich nehme mal an für (mit) verschiedene(n) Projektive(n). Zwischen Diesem und der Kamera gehört noch ein mf-AKS-Ansetzstück T2 (nicht ganz so hoch wie die Projektivanpassung).
Zur Vollständigkeit halber: Die meisten dürften ja den einfachen Tubus (für die Projektivaufnahme) haben, welcher aus der Serie "mf-System CZ Jena" stammt und in der Übersicht als "mf-Tubus für Wechseltubus" bezeichnet wird.
Viele Grüße,
Michael
PS: Die oben genannte Übersicht ist in der Online-Version kaum zu entziffern, der Verlag hat aber noch ein paar Restexemplare.., Eines davon liegt gerade vor mir ...
Quelle: https://docplayer.org/27446190-Die-pentacon-six-m-mikrofotografie-im-mittelformat.html, merkwürdigerweise mit den (gedruckten) Seitenzahlen 56-63
Hallo Carsten,
Im vertikalen Lichtweg, wenn das Prisma zur Seite verschoben wird, befinden sich vor der Kamera keine optischen Elemente, außer dem projektiven Okular, das ohne Optik in das Gehäuse des Vertikaltubus eingesetzt wird und den Linsen Ihres verstellbaren Tubus entspricht .
Ich hatte auch ein Trinokular mit einem Tubus dieses Typs, wie in meiner ersten Nachricht dieser Diskussion abgebildet, aber ich habe es verkauft, weil ich es für bequemer hielt, das Abbildungsverhältnis zu ändern, indem ich das projektive Okular MF-Proiektiv K ersetzte, anstatt das gesamte Röhre mit der Optik.
Derzeit verwende ich jedoch ein als Projektor ausgefahrenes Okular im vertikalen grauen Tubus des Trinokulars und darüber eine Kamera mit einem 1"-Sensor, der mit einem Tubus mit Einstellhelikoid verbunden ist.
Ich berichte hier über das in der anderen Diskussion zum selben Trinokular in Meldung #20 veröffentlichte Foto (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48632.msg357399#msg357399).
Etwas ist nicht perfekt vertikal.
Aufgrund von Übersetzungsproblemen habe ich Michaels Rede zum mf-AKS-System leider nicht verstanden.
Vielen Dank an alle und viele Grüße.
Enzo
Guten Morgen Enzo,
das ist schade, dass du meinen Beitrag nicht verständlich übersetzen lassen konntest. Dazu zusammenfassend folgende 3 Punkte:
1) Ich wollte auf Literatur aufmerksam machen, welche das Gebiet der CZJ-Mikrofotographie ziemlich umfassend und zusammenhängend darstellt.
2) Dann interessiert mich was ist an Optik in dem speziellen Tubus ("mf-AKS-Projektivanpassung") eingebaut.
3) Wie wird er eingeordnet, also: offizielle Bezeichnung, Zugehörigkeit zu einer Serie, für welche Mikroskope empfohlen...
a) Wenn ich dich, in deinem neuen Beitrag, richtig verstanden habe, ist in diesem speziellen Tubus (mf-AKS...) nur eine festes Abbildungsverhältnis möglich. Wäre verständlich da es ja 3 Typen (3.2, 5 und XX) gibt. Sollte bedeuten, in diesen Tuben gibt es jeweils eine fest verbaute Optik.**
b) jetzt nutzt du wieder den Tubus mit austauschbarem Projektiv
c) derzeit aber ein Okular ... um möglichst viel (von dem was du im Okular siehst) auf die Kamera abzubilden? Könntest du von diesem Aufbau mal ein paar Bilder einstellen?
Viele Grüße,
Michael
**Möglicherweise ist das von mir bezeichnete "XX-Modell" (im Heft kaum lesbar) auch kein weiteres festes Abbildungsverhältnis sondern eine (optisch) variable Variante
Hallo,
auch bei den Modellen mit fest verbautem Projektiv läßt sich dieses ausbauen und mit anderen Projektiv verwenden.
Carsten
Hallo Michael,
Ich füge die Fotos bei: eine Gesamtansicht, das erweiterte Leitz Periplan GF 10x Okular, die verwendeten Komponenten.
Als Projektiv habe ich ein 15 mm erweitertes Okular verwendet, wie von Ralf im Artikel https://microscopievandenatuur.nl/verlengde-oculairen-als-projectief-voor-microfotografie empfohlen
Die Außermittigkeit kann von vielen Dingen abhängen: Okularverlängerungsrohr, Mikroskoptisch oder -arm, Kamerasensor. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass dieses Problem auch bei anderen Zwischenrohren und anderen Okularen besteht und die Objektivrevolverhalterung nicht manipuliert wurde.
Ich bin schwer gestürzt und habe das andere verlängerte Okular zerbrochen, das ich mit Zeiss West Kpl8x gemacht hatte. Ich wäre dankbar, wenn jemand im Forum eines zum Verkauf hätte.
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Michael,
Mein Problem könnte durch den Schwalbenschwanzring (der Chromring auf dem letzten Foto) verursacht werden, der von Lomo stammt. Möglicherweise gibt es einen Größenunterschied, der das Spiralrohr zu weit nach rechts verschiebt. Ich habe versucht, den grauen Vertikaltubus des Trinokulars um eine halbe Umdrehung zu drehen, und das ist das Ergebnis.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass das neueste Trinokular mit manueller Prismenbewegung das Beste und Logischste ist. Die ganze Kompliziertheit, es mit der Drehung des Außenteils zu bewegen, erscheint mir absurd. Wie ein Experte, der verstorbene Prof. Sini, sagte, muss der Designer in der Nacht zuvor schlecht geschlafen haben :)
Hat Thomas dann das Blockierungsproblem gelöst?
Danke und viele Grüße.
Enzo
Hallo Enzo,
das hatte ich auch vermutet, dass das Problem nicht am Phototubus selber besteht. Da kann ich dir nur zustimmen, dass der Phototubus mit dem Prismen-Schlitten wohl die bessere Variante ist. Wir werden wohl nie erfahren, was die Hintergründe für den komplizierten Mechanismus der "Schwenk"-Variante waren. Vielleicht, teilweise, auch ein Schlafproblem ... ;)
Ob der Phototubus von Thomas wieder einwandfrei funktioniert, ist mir nicht bekannt. Wahrscheinlich ist er zeitlich noch nicht dazu gekommen...
Viele Grüße,
Michael
Hallo Michael,
als Grund könnte ich mir folgenden vorstellen: Oft wurde ja der Fototubus mit Einstellokular verwendet; nun ist der sehr eng an den Okularen des Beobachtungsbinos dran, sodass eigentlich kein Zugang zu ihm ist; wenn man den Beobachtungstubus wegdreht, ist der Einblick in das Einstellokular frei. Eigentlich eine relativ elegante Lösung, das dann gleich mit dem Einschwenken des Umlenkprismas zu koppeln.
Hallo an alle,
vielen Dank für die zahlreichen Infos und Diskussionen. Wie Michael schon vermutet hat, bin ich noch nicht dazu gekommen mich mit dem Problem weiter zu beschäftigen. Allerdings hätte ich auch nicht vermutet, dass es so kompliziert wird. Aus dem Grund habe ich mich schlicht weg auch noch nicht daran gewagt den Fototubus komplett zu zerlegen.
Ich muss mir den ganzen Beitrag nochmals in Ruhe und Schritt für Schritt durchlesen, damit ich beim Zerlegen meines Tubus keinen Fehler mache.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Thomas
Hallo Michael,
Ich nutze diese Gelegenheit, um um Klarstellung zu bitten. Ich habe nicht verstanden, wofür die Pfanne (blauer Kreis in Abbildung 6 Ihres Beitrags #4) ist. Mir scheint, dass die beiden Anschlagpositionen durch die beiden Federstifte bestimmt werden, die in die eingefräste Vertiefung (gelbes Rechteck) passen gleiche Abbildung 6).
Danke und viele Grüße.
Enzo
Guten Morgen Enzo,
die beiden (Feder-) Stifte in Bild 5 (Antwort #4) sind, in Verbindung mit der Pfanne (Bild 6, blauer Kreis), für die Einstellung der beiden Positionen (Optik ein bzw. aus) verantwortlich. Wenn du einen direkten Blick auf die "Pfanne" hättest, würdest du sehen dass der (jeweilige) Stift perfekt in die Pfanne passt. Damit ist auch die (sicherlich gewünschte) Schwergängigkeit zu erklären, wenn ein Stift in die Pfanne einrastet. Womit auch das Rastgeräusch (für beide Positionen) verbunden ist. Man könnte meinen, das müsste ausreichend sein, um die gewünschten Endpositionen einzustellen.
Aus Sicherheitsgründen hat man sich wohl noch für feste Begrenzungen für den Optikträger (zweites Bild in Beitrag #5) entschieden. Welche durch die eingefräste Vertiefung (gelbes Rechteck, Bild 6) und die Backe (Block) (orangenes Rechteck, Bild 2 3) definiert werden.
Vielleicht war/ist der Verantwortliche für diese Technik ein Eisenbahn-Freund! Also jeweils am Ende des Fahrweges noch zwei "Prellböcke" aufzustellen, damit der "Zug" sich nicht aus dem "Fahrgleis" bewegt. ;) ;) (Na, da bin ich aber mal gespannt, was das Übersetzungsprogramm aus diesem Satz macht...)
Viele Grüße,
Michael
Hallo Michael,
die Übersetzung ist für mich schwierig und unsicher...
Zitat von: MiR in April 13, 2024, 10:05:49 VORMITTAGAus Sicherheitsgründen hat man sich wohl noch für feste Begrenzungen für den Optikträger (zweites Bild in Beitrag #5) entschieden. Welche durch die eingefräste Vertiefung (gelbes Rechteck, Bild 6) und die Backe (Block) (orangenes Rechteck, Bild 3) definiert werden.
Ich sehe in Abbildung 3 keine orangefarbenen Rechtecke, aber in Abbildung 6, und es befindet sich innerhalb des festen Teils. Es kommt mir eher wie ein Prismenblock vor.
Ich denke, ich verstehe, dass der eigentliche Block die berühmte Pfanne ist, die eine genau definierte Vertiefung hat, während der gefräste Teil keinen bestimmten Bezug bietet und nur dazu dient, den anderen Federstift zu verlängern, um Spannungen und mögliche unerwünschte Bewegungen zu vermeiden.
Was das komplizierte Rotations- und Bewegungssystem angeht, scheint Jürgens Erklärung richtig zu sein, da er davon ausgeht, dass der Sucher über dem vertikalen Tubus zur Bestimmung des Bildausschnitts verwendet wird. Das spätere Fernglas mit Schlittenbewegung war mit dem Tubus mit Linsen und Fokussierung verbunden und scheint auf Spiegelreflexkameras einer späteren Ära ausgerichtet zu sein, bei denen der Sucher für die Bildeinstellung auf dem vertikalen Vertikaltubus nicht notwendig ist.
Schließlich berücksichtige ich nicht das Federrohr, das Teil des Schraubflansches für das Sitzrohr ist (Antwort Nr. 4, Abbildung 1 links). Es scheint dazu gedacht, einen glatten vertikalen Tubus mit kleinerem Durchmesser aufzunehmen, vielleicht einen Fototubus einer früheren Serie. Ich weiß nicht mehr, ob dieses Detail auch beim Trinokular mit Prismenschieberbewegung vorhanden ist, kann jemand, der es besitzt, dazu etwas sagen?
Danke und viele Grüße.
Enzo
PS: Es tut mir leid, aber die Rückübersetzung ins Italienische sagt etwas anderes aus, als ich wollte. Ich hoffe, Sie können meine Gedanken verstehen.