Guten Abend,
Ich habe die Schwierigkeit zu entscheiden, ab wann man Unterstützungen (DG Splitter, Streifen) nutzen sollte. Klar, sind die bei
dicken Schalen oder Radiolarien angebracht, aber wie legt man das fest? Eine einzelne "isthmia nervosa" braucht mit Sicherheit Unterstützungen damit diese nicht
vom DG zerdrückt wird. Aber wie sieht es im Verbund mit mehreren anderen dünneren Schalen; z.B ein Kreis Legebild; aus? Jede einzelne Schale
hat ja über und unter sich eine gewisse Schichtdicke an Medium, die im die im Gesamten die Schichtdicke erhöht, als wenn es nur eine einzelne Schale wäre.
Ich hoffe ihr versteht, was ich meine. Die Schichtdicke ist sicher auch von der Viskosität abhängig.
Sollte mein Denkansatz daneben liegen, sagt es mir bitte.
Gruss
Michael
Hallo Michael,
bei einem Legepräparat nehme ich grundsätzlich ,,Stützen". Es gibt z. B. Zinnfolien in unterschiedlichen Dicken, die man dafür nehmen kann.
lg
Anne
Hallo Anne
Ich lege zwar keine Diatomeen oder Radolarien aber kannst du da bezüglich der von dir angesprochenen Folien konkreter werden, das würde mich sehr weiterhelfen .
Besten Dank und liebe Grüße
Gerhard
Hallo Gerhard,
die Zinnfolien gibt es in verschiedenen Dicken, ist wohl Zahntechnikerbedarf. Ich habe 50, 100 und 200 my. Daraus kann man kleine Ecken schneiden oder runde Plättchen stanzen und diese vor dem Eindecken auf dem Deckglas mit dem Klebegrund aufkleben.
Ich habe diese von einem Freund aus einem Zahntechniklabor bekommen.
Zum Ausstanzen eignet sich eine dicke abgefeilte Injektionsnadel.
lg
Anne
Hallo Anne,
mir scheinen diese Sn_folien https://www.ebay.de/itm/125391097252?hash=item1d31e44da4%3Ag%3AeRcAAOSwvstiuxM5&LH_BIN=1
geeignet als Abstandshalter für diesen Zweck
Beste Grüße
Peter
Hallo Peter,
ja solche Folien meine ich. Leider sind diese nur 40 my dick.
Ich verwende am häufigsten die 100my Dicke.
lg
Anne
Moin Anne,
da kann man doch 2 oder 3 übereinander legen,oder?
Beste Grüße
Peter
Hallo Peter,
das kannst Du gerne versuchen, aber wie sollen die aufeinander halten?
Zudem sind diese Füßchen immer Quellen für Blasen im Präparat, daher bevorzuge ich die unterschiedlichen Dicken.
Sicherlich geht auch ein anderes Material, muss ja nicht Zinn sein.
Danke für die Tipps / Anregungen :)
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo,
für einen etwas anderen Einsatzzweck hatte ich mir eine Auswahl von Unterleg-, oder Passscheiben in Edelstahl zugelegt.
Die gibt es in allen möglichen Durchmessern und Dicken.
Schon die 0,10 mm dicken Scheiben liegen plan auf dem Glas auf.
Wäre das mal ein Versuch wert?
LG Frank
https://www.ebay.de/itm/264286405601?hash=item3d88b283e1:g:TIIAAOSwpY5h1~ld&amdata=enc%3AAQAHAAAA4HBuM73gk%2FW68SpIc1gnqbBezGjRfYHnmWIy2bQsZB0kskhOXLpFBHsXZBJQSwCdiUhBlUcZQQewVjIUAj7oTv%2BW11Ff%2B1M8EqK7669Z7DdLzULVQLYFiJURTnpstzo1oKAI%2F%2BqvVNEVJHxAW6Y9AxLGENZ4Fej6nXEAf4YL5NP8hq6QEDRAq4uA6E7Y7fcnI%2BG5KPD3Z7HpI%2B%2Bco6U%2FlMHvI06TgMYnSNbdD%2FesUWQ2wTh2cNjxvWscYu8nRt05BOyRGcQhuCcfhfjNR1bGp9C65ohSWOG5ce4Finz1hIHx%7Ctkp%3ABFBMmtqPur5g
Hallo Frank,
ich hatte das auch schon versucht.
Es muss ja dann eine relativ große Fläche/Ring auf dem Objektträger festgeklebt werden auf den das dann Deckglas kommt.
Ich habe es noch nicht geschafft, daher bin ich Anregungen dazu dankbar.
lg
anne
ich habe mir für dicke objekte das zugelegt.
die anglerschnur (nylon oder ähnliches) bekommt man im anglerbedarf oder von anglern.
zuerst an den zukünftigen DG-ecken einen winzigen punkt einbett-mittel,
dann je ein 3-5mm langes teilchen drauf. nun die objekte + eindeckmittel + DG.
tip: das mit den glaskugeln, die dann nichtmal sichtbar werden, ist ne katastrophe.
ciao,
güntherdorn
Hallo Anne,
der Test mit dem vermeintlich richtigen Klebstoff steht noch aus. Dieser hat s.g. Spacer eingebaut.
https://www.bohle.com/de-de/produkte/glasverklebung/klebstoffe/2903/uv-klebstoff-verifix-mv-760vis-spacer?c=13794
Der Ausdehnungskoeffizient von normalem Glas und Edelstahl passt einigermaßen, so dass keine Risse zu erwarten sind. Bei Borosilikatglas sehe ich aber diesbezüglich Einschränkungen.
Da die UV-Kleber auch weitestgehend resistent gegen diverse Chemikalien sind, schätze ich die grundsätzlich als geeignet ein. Wenn jemand negative Erkenntnisse hat, wäre eine kurze Info schön.
Die Idee von Günther hatte ich auch schon, aber auch hierzu noch nichts getestet. Aber die Angelschnüre habe ich schon.
Meine Überlegungen gingen immer in Richtung Mikro-Aquarium, weniger zu Dauerpräparaten. Ob die UV-Kleber gut Abdichten können, möchte ich noch untersuchen. Bei Vaseline hat es nicht gut geklappt bei meinen bescheidenen Fähigkeiten.
LG Frank
Hallo Frank,
das mit der Angelschnur hatte ich auch schon gehört, hatte ein Freund getestet.
Der Kleber mit Spacerfunktion ist interessant. Es heißt ja, bei zu geringer Schicht wird er nicht hart, die Frage ist wie hoch die Schicht dann sein muss, dass er sushärtet?
lg
Anne
Hallo Anne,
in den technischen Daten steht eine Schichtdicke von 0,08 mm bis 0,5 mm. Ich vermute, das der Spacer (kleine Kügelchen???) im Kleber so eine Dicke von 0,08 mm hat. Ich stelle mir das so vor, das man ruhig ein Gewichtsstück aufbringen darf, dann wird der Spalt von 0,08 mm nicht unterschritten = optimale Festigkeit (= so dünn wie möglich).
Somit wäre der dünnste Spalt den man mit 0,1 mm dicker Edelstahl Passscheibe herstellen kann 0,26 mm. Wenn man mehr benötigt, ist praktisch nur eine Änderung der in 0,1 mm Schritten erhältliche Passscheibe erfoderlich.
Vielleicht wäre eine Mikroskopierung des Klebers alleine auch mal interssant. ;D
LG Frank
Moin,
Bei der Firma Hasberger Schneider GmbH gibt es Lehrenband. Ich bin der Meinung geht bei 0,005mm los aus Federstahl in diversen Breiten.Dieses wird bei uns in der Metallverarbeitung zum Unterfüttern benutzt.
Viele Grüße Jörg
Hallo Jörg,
danke für den Hinweis. Ich hatte für die Firma so etwas gesucht (0,01 mm) und bin nur in China über Amazon fündig geworden.
Also Suche über Federstahl .... da bin ich noch nicht drauf gekommen.
Mal sehen was so etwas dort kostet.
0,02 mm gibt es übrigens auch als Fühlerblattlehre, die hatte ich mir schonmal zugelegt (sind mit <10 Euro rel. günstig).
Bei ebay gibt es dazu einige Treffer, je dünner, desto teurer!!!!
Man könnte auch Blattgold verwenden, ist wohl noch günstiger, als dieser Federstahl, tzzz.
LG Frank
Moin Frank,
Schau mal bei Hoffmann Werkzeuge nach.Es gibt die Bleche aber in härteren Federstahl Ausführung aber anscheinend auch in weichere Stahlsorten.
Gruß Jörg
Zitat von: Michael K. in Juli 10, 2022, 20:23:22 NACHMITTAGS
Aber wie sieht es im Verbund mit mehreren anderen dünneren Schalen; z.B ein Kreis Legebild; aus? Jede einzelne Schale
hat ja über und unter sich eine gewisse Schichtdicke an Medium, die im die im Gesamten die Schichtdicke erhöht, als wenn es nur eine einzelne Schale wäre.
Ich hoffe ihr versteht, was ich meine. Die Schichtdicke ist sicher auch von der Viskosität abhängig.
Gruss
Michael
Hallo Michael,
Deine Frage kannst wahrscheinlich nur Du selber beantworten. Welche Kieselalgen Du in welcher Stellung legst und welches Medium verwendet wird ist ja Deine Entscheidung.
Aus meiner Sicht musst Du die Höhe der höchsten Kieselalge mittels der Z-Achse messen. Eine Skala an dem Feintrieb würde helfen.
Mit einer Messuhr, oder ein Feinmesstaster (am besten digital, dann kann man überall nullen) kann man den Verstellweg des Feintriebes gut überprüfen.
Stellt sich die Frage, wo die Null-Linie zu legen ist. Der Objektträger bietet sich hier an, unbekannt ist dann natürlich die Schichtdicke des "Klebers" auf dem Du die Kieselalgen festsetzt. Da könntest Du Erfahrungswerte auch über eine Messung sammeln, oder einfach schätzen.
Die Messung der höchsten Kieselalge könnte man mit einem 40x/0,65 Objektiv durchführen, die haben eine moderate Schärfentiefe bei noch Sicherheitsreserven in dem Arbeitsabstand.
LG Frank
Hallo Michael,
Nachtrag:
die Z-Achsen haben etwas Spiel, bewegen sich nicht immer exakt gleich. Beim Hochfahren wird erst das Spiel ausgeglichen, bis sich der Objekttisch bewegt.
Bei meinem Axiolab waren das fast 0,2 mm. Danach hat die angebrachte Skala sehr genau funktioniert, bei mir 0,35 mm pro Umdrehung des Feintriebes.
Zur Sicherheit einfach die Messuhr mitlaufen lassen.
LG Frank
Hallo,
Das sind jetzt sehr viele Informationen. Erst mal Danke dafür.
Die Skala habe ich in der Tat noch nicht überprüft. Da würde sich aber auch ein Puppitaster eignen. Ist im Prinzip ein kleiner Messtaster mit analoger Anzeige.
Auch die Idee mit den Angelschnüren, sagt mir zu.
LG
Michael
Zitat von: Nochnmikroskop in Juli 17, 2022, 19:48:36 NACHMITTAGS
Die Messung der höchsten Kieselalge könnte man mit einem 40x/0,65 Objektiv durchführen, die haben eine moderate Schärfentiefe bei noch Sicherheitsreserven in dem Arbeitsabstand.
Wenn man mit dem Feintrieb am Mikroskop die Dicke von Objekten unterhalb des Deckglases misst, muss man allerdings den Brechungsindex des Einbettungsmediums mitberücksichtigen, entsprechend folgender Formel:
d=d' * (n_0/n_i)
d' ist dabei die Fokussierungsdifferenz, die man am Feintrieb abliest. n_0 ist der Brechungsindex des Objektes (im Normalfall identisch mit dem Brechungsindex des Einbettungsmediums) und n_i der Brechungsindex des Mediums zwischen Deckglas und Objektiv. d ist dann die wahre Dicke des Objektes.
LG
Jürgen
Hallo Jürgen,
ich dachte es geht um die Messung vor dem Aufbringen eines Deckglases, damit dieses eben nicht die Objekte quetscht.
Andererseits könnte man mit Deiner Formel wohl auf die Höhe von gelungenen Dauerpräparaten schließen.
LG Frank