Hallo zusammen,
bestimmt wurde die Frage schon oft gestellt....
Ich brauche eine Waage die mir im Bereich 0,1-1gr relativ genaue Werte liefert.
Sollte allerdings nicht ein Vermögen kosten.
Gibt es Empfehlungen?
Bin auch für Angebote offen.
lg
anne
Hallo,
wenn es um kleine Mengen geht, sind die Waagen in der Art von eBay gar nicht schlecht:
https://www.ebay.de/itm/323964081177?hash=item4b6dc39419:g:A5MAAOSwD0dduZnI
Ich habe nach "Waage 0,01g" gesucht.
Ansonsten vielleicht eine gebrauchte Oberschalenwaagen/Laborwaage ebenfalls von Ebay:
https://www.ebay.de/itm/353746775353?hash=item525cf36d39:g:gFAAAOSw8Bxhe0TS
Diese kann insgesamt mehr Gewicht aufnehmen, kostet halt auch ein Stück mehr.
viele Grüße
André
Hallo Anne,
ich hatte hier meine Waagen-Erfahrungen beschrieben:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=39929.0
Viele Grüße,
Bob
Hallo Andre,
so eine Waage wie im zweiten link habe ich, sogar eine recht teure von G&G.
Auch angegeben mit 0,1 gr Genauigkeit.
Allerdings spricht sie trotzdem auf so kleine Mengen nicht an, das ist ja das Ärgerliche.
Daher ja auch das Problem.
Platz für eine weitere große Waage wie Bob sie zeigt habe ich nicht.
Bei den Taschenwaagen gibt es doch bestimmt auch Qualitätsunterschiede, gibt es da eine Empfehlung?
lg
anne
Hallo Anne,
verstehe ich das richtig? Du möchtest Gewichte im Bereich von nur 0,1 Gramm bis 1 Gramm wiegen und das relativ genau? Dann spielt die Mindestlast der Waage nämlich eine entscheidende Rolle. Leider schweigen sich viele Anbieter darüber aus. Es gibt da viele Angebote, die eine Anzeige auf 0,001 g (1 mg) bieten, Du solltest eine nehmen, bei der ein oder zwei Kalibriergewichte mitgeliefert werden und die möglichst einen Windschutz hat.
Sowas in der Art vielleicht: https://www.amazon.de/dp/B089CLQXCM/ref=aod_recs_desktop_prsubs_7
Da gibts aber jede Menge ähnlicher Angebote.
Ob die was taugt, kann vermutlich nur jemand sagen, der sie verwendet.
Wenns noch eine Dezimalstelle genauer sein soll, dann bist Du schon bei einer Analysenwaage.
Viele Grüße, Jochen
Hallo Anne,
genau diese Waage https://www.ebay.de/itm/323964081177?hash=item4b6dc39419:g:A5MAAOSwD0dduZnI
habe ich für meine seltenen Wägungen (zB. Gefäße für Handzentrifuge) gekauft. Darüber hinaus habe ich mir einen Gewichtssatz aus dem Reich der Mitte für kleines Geld bestellz.
Anbei eine Liste mit den erzielten Genauigkeiten.
Mikrogrüße
Peter
hallo Anne
schaue einmal hier:
https://www.frankonia.de/p/topshot-competition/pulverwaage-c30-digital/159781?query=Pulverwaagen
1 Grain entspricht 64,79891 Milligramm
Messgenauigkeit : +/- 0,1 grain
umschaltbar auf Gramm, etc.,
Hallo Anne,
wir hatten vor etwa einem halben Jahr hier eine Diskussion, die in eine ähnliche Richtung ging: Kalibriergewichte für Feinwaage (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=43294.msg319406#msg319406).
Als Ergebnis habe ich mir dann diese KUBEI 100g/0.001g USB Milligramm Digitalwaage (https://www.amazon.de/KUBEI-Mini-Hochpr%C3%A4zise-Digitalwaage-Schmuckwaage-Kalibriergewichte/dp/B08NH9TJN5/ref=asc_df_B08NH9TJN5?tag=bingshoppin0b-21&linkCode=df0&hvadid=80608057914089&hvnetw=o&hvqmt=e&hvbmt=be&hvdev=c&hvlocint=&hvlocphy=&hvtargid=pla-4584207588722019&psc=1) gekauft und bin nach wie vor sehr zufrieden damit.
LG Michael
Hallo zusammen,
danke für die wirklich tollen Tipps!!!
Nun habe ich nur noch die Qual der Wahl.
Jochen, das mit der Mindestlast ist ein sehr guter Tipp, die ist dann wohl bei meiner Waage recht hoch, obwohl ich immer versuche zuzuwiegen mit den kleinen Mengen um dies zu umgehen.
lg
anne
Hallo Anne,
ich möchte Dir die KERN EWJ300-3 ans Herz legen (siehe Datenblatt).
Kern EWJ 300-3 Präzisionswaage Wägebereich (max.) 300g Ablesbarkeit 0.001g
Bei voelkner 481,94 €, billiger gehts nicht für eine richtige (Präzisions)waage mit interner Justierung.
https://www.voelkner.de/products/1031071/Kern-EWJ-300-3-Praezisionswaage-Waegebereich-max.-300g-Ablesbarkeit-0.001g-ueber-Steckernetzteil-akkubetrieben-Mehrfarbig.html?ref=43&offer=0&utm_source=google&utm_medium=organic&utm_campaign=fpla&gclid=EAIaIQobChMIjtXxqPm3-QIVA-7mCh196gdoEAQYASABEgKAvPD_BwE (https://www.voelkner.de/products/1031071/Kern-EWJ-300-3-Praezisionswaage-Waegebereich-max.-300g-Ablesbarkeit-0.001g-ueber-Steckernetzteil-akkubetrieben-Mehrfarbig.html?ref=43&offer=0&utm_source=google&utm_medium=organic&utm_campaign=fpla&gclid=EAIaIQobChMIjtXxqPm3-QIVA-7mCh196gdoEAQYASABEgKAvPD_BwE)
Wir wiegen mit dieser Waage auch die Bohnen für unsere Kaffeemaschine.
LG Helmut
Milligramme wiegt man nicht auf einer 200-g-Waage (außer die ist ab 6-stellig).
Für den Bereich um 1g meine Empfehlung z.B.:
https://www.ebay.de/itm/384410938580?hash=item5980ad6cd4:g:bZEAAOSw2vNhTZXq (https://www.ebay.de/itm/384410938580?hash=item5980ad6cd4:g:bZEAAOSw2vNhTZXq)
Für Wägungen unter 1g ein Stück Blech oder eine kleine Petrischale auflegen und mit der Tarataste Nullen. Damit ist man weg vom kritischen Arbeitsbereich (= oberhalb der Mindestlast, in der Linearität).
Das Problem bei diesen Taschenwaagen sind zwei Punkte:
1) Verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand Strom (Überwachung der Einschalttaste im Schlummermodus). Abhilfe: Bei längerem Nichtgebrauch deshalb die Batterien rausnehmen und zur Waage legen.
2) Nach >1 Jahr unbenutztem Rumliegen zicken die Gummikontakte unter den Tasten rum und streiken manchmal. Abhilfe: Waagengehäuse aufklipsen und die Gummikontakte und die Platinenkontakte darunter mit reinem Isopropanol zweimal reinigen (Vorwäsche und Hauptwäsche) [KEIN Desinfekt-Isoprop geeignet, weil Glycerin oder Rückfetter drin!]. Unter einem Staubschutz trocknen lassen und wieder zusammenklipsen.
Wenn das nicht funktioniert, sich bei dem geringen Preis eine Neue spendieren.
Gruß - Werner
Hallo Werner.
Doch, es geht. ,,Milligramme", zumindest 10 mg, kann man auf einer 220 g Analysenwaage mit d=0.1mg (5-Stellig) abwiegen. Sie hat halt über 1000 € gekostet.
Die KERN EWJ300-3 ist, wie die Waage die Du zitierst, 4-Stellig, d=1mg, min 100 mg können gewogen werden.
LG Helmut
Gehen tut alles..., aber:
Beim Messen an der Grasnarbe muß man dabei mit Fehlern von >± 50% rechnen. Der optimal lineare Bereich liegt zwischen 1 und 200 g, dafür ist die Mechanik und Elektronik ausgelegt.
Wenn man eine Mikrowaage bis 20 g für unter 20€ bekommen kann, ist die besser für kleine Mengen, weil dafür ausgelegt. 200 g Last verträgt die nicht, dafür gibt es andere.
Ich habe eine Mikrowaage TGS-2, die geht bis 2 g, darüber reißt das Drehspul-Spannband (Kunden schaffen das). Die hat mal 40000 DM gekostet.
Gruß - Werner
P.S.: im Gewichtssatz fehlt die Pinzette mit Plastikspitzen, ist wichtiger als der Pinsel.
Die Anwärmzeit bei der Kern ist extrem hoch, das riecht nach Notmaßnahme.
Hallo Werner.
Zufrieden? 🤪
LG Helmut
Halo zusammen,
um im Ergebnis meine Frage zu beantworten, ich habe die Waage bestellt die Werner empfohlen hat.
Ich benötige diesen Wägebereich vielleicht einmal im Jahr. Da ich für den ständig genutzten Wägebereich schon eine Waage habe, wollte ich nun nicht so viel dafür ausgeben.
Ich bin mal gespannt, welchen Eindruck dann die Waage macht, wenn diese vor mir steht.
lg
anne
Hallo Werner,
Mettler Toledo, Wägefiebel Seite 8:
Trennen Sie die Waage nicht vom Stromnetz und lassen Sie sie immer eingeschaltet. So kann sich in der Waage ein thermisches Gleichgewicht einstellen.
Wenn Sie die Waage ausschalten, benutzen Sie dafür die Anzeigetaste (bei älteren Modellen die Tarataste). Die Waage befindet sich dann im Standby Mode. Die Elektronik steht weiterhin unter Strom und es ist keine Aufwärmzeit nötig.
!TIPP: Beim ersten Anschliessen an das Stromnetz empfehlen wir unterschiedliche Aufwärmzeiten. Diese betragen für:
• Mikrowaagen bis zu 12 Stunden,
• Semimikrowaagen und Analysenwaagen ca. 6 Stunden
• Präzisionswaagen ca. 3 Stunden.
Beachten Sie unabhängig von diesen Richtwerten auf jeden Fall die in der Bedienungsanleitung angegebenen Minimalzeiten.
https://www.mt.com/dam/LabDiv/labtec/proper-weighing/Weighing_the_Right_Way_3_DE.pdf (https://www.mt.com/dam/LabDiv/labtec/proper-weighing/Weighing_the_Right_Way_3_DE.pdf)
Soviel zur Aufwärmzeit von 8h.
LG Helmut
...klingt immer noch nach Notmaßnahme (um die Spezifikationen retten zu können).
Habe ich bei Perkin-Elmer auch erlebt!
Einstrahl-Photometer des zweiten Fertigungsloses eines Gerätes drifteten wellenlängenmäßig leicht, aber störend weg, die des ersten Loses dagegen überhaupt nicht. Anordnung des Verkaufsmanagement war eine längere Vorwärmzeit als Abhilfe, am besten gar nicht ausschalten.
Verkäufer leben in dem Irrglauben, daß sich die Kunden als isoliert betrachten lassen ("Einzelfall-Probleme").
Aber: Chemielabore haben auch Kontakt miteinander. Die Laborleiter treffen sich auf allerlei Tagungen und Messen und kennen sich persönlich. Dabei wird auch über die Meßgeräte gesprochen, wenn da ein Gerät Probleme macht, verbreitet sich das sehr schnell und weit. Die Konkurrenz bekommt das auch mit und nutzt die Information genüßlich aus...
Ich hatte beide Fertigungslose in meinem Bereich und dabei auch so eine neue Driftkiste. Ich wußte aber auch, daß die anderen älteren Geräte besser sind. Ein Austausch der Monochromatorgruppe durch eine neu gelieferte war erfolglos, also wandte ich mich hilfesuchend an die Entwicklungsabteilung.
Die erklärten eine Drift als nicht möglich, weil sie eine Temperaturkompensation des Monochromators durch Verwenden von Stahlstangen gleicher Dicke, aber unterschiedlicher Legierung und Wärmedehnung durchgeführt hätten. Es gab die Drift aber tatsächlich reproduzierbar und die Entwickler gingen der Sache nun intern nach. Im Endeffekt stellte sich heraus, daß ein Einkäufer eigenmächtig in vorauseilendem Gehorsam die teurere Stahllegierung verworfen und die billigere in doppelter Länge bestellt hatte.
Erst als alle neuen Geräte und Ersatzteil-Lagerbestände mit den richtigen Stahlstangen ausgestattet wurden, war das Problem gelöst.
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Die Perkin-Elmer Mikrowaage AD-2 (Spannband-Drehspulwaage, Cahn Patent) aus USA war mit einer Temperatur-Meßpille am Wägesystem ausgestattet, deren Wert im Regelverstärker analog verarbeitet und so die Temperaturdrift kompensiert wurde. Die Waage war nach spätestens zwei Stunden stabil, oft schon nach 15 Minuten.
Es geht also doch - wenn man bei der Konstruktion dran denkt.
Es gibt auch bei "veralteten" Präzisions-Drehspulinstrumenten (besser 1% Genauigkeit) eine versteckte Temperaturkompensation in Form eines unscheinbaren kleinen justierbaren Blechstreifens am Luftspalt des Magneten. Der ist aus einer speziellen Stahllegierung hergestellt, damit wird der Temperaturgang des Dauermagneten durch einen kleinen Bypass auf konstante Stärke des inneren Magnetfeldes kompensiert. Die Lage sollte nicht verändert werden, da von der Endkontrolle im Werk richtig eingestellt.
Diese Erkenntnis ist heute verlorengegangen. Alte Veröffentlichungen liest heute kaum jemand mehr...
Gruß - Werner
es geht auch ganz einfach:
für 10€ gebr. apotheker-waage,
selbstbau-ständer und
einem neuen klein-gewichtesatz für 5€.
ciao,
güntherdorn
Hallo,
wenn man eine Waage benötigt, sollte man sich einige Fragen stellen:
Was will ich wiegen? Hier werden schon die ersten Denkfehler gemacht. Beispiel. Ich benötige für einen Lösung 20mg die in 100ml Wasser zu lösen sind.
1. Versuch: 100ml Becherglas wird auf die Waage gestellt, dann werden 100ml Wasser dazugewogen und zum Schluss die 20mg Substanz.
Hier sollte man bevor man anfängt, nachdenken. Wozu brauche ich diese Lösung und wie genau muss die Konzentration sein? Für eine Farbstofflösung zum Anfärben von Präparaten ist keine analytische Genauigkeit erforderlich. Die Rezepte geben meist die Größenordnung an. Bei 20mg also keine 2g und auch keine 50mg also 20mg sind anzustreben. Wäre eine genauere Menge erforderlich würde man 20,0mg oder 20,00mg schreiben. Nun brauche ich eine Waage die 20mg wiegen kann. Hier muss man unterscheiden zwischen Wägegenauigkeit und Ablesegenauigkeit. Überlegenswert wäre auch wenn die Substanz nicht zu kostbar ist 200mg abzuwiegen und 1000ml Wasser zugeben, falls die Waage nur 200mg vernünftig wiegen kann. Bevor man hier für eine analytische Waage ein Vermögen ausgibt, sollte man nachdenken. Auch bei einer Einwaage der 20,0mg sollte man nicht sklavisch die 20,0mg anstreben sondern nur die Größenordnung treffen und wenn es dann 21,7 mg sind, kann man die Menge des Wassers anpassen oder rechnet dann halt ein bißchen, wenn man diese Genauigkeit braucht braucht. Das macht jeder Analytiker auch so. Das gleiche gilt auch für die Kalibriergewichte, die man nur dann braucht wenn eine Waage für analytische Zwecke geeicht werden muss. Dies ist dann der Fall, wenn es um rechtlich belastbare Analsenergebnisse geht. Ansonsten reicht eine Funktionskontrolle mit einem beliebigen Vergleichsgewicht (Münze, Büroklammer o.ä.) die man einmal wiegt und dann gut aufbewahrt, um die Reproduzierbarkeit und Funktion zu überprüfen.
Liebe Grüße
Tilman
Hallo Tilmann,
danke für die pragmatische Erklärung.
Dann liege ich mit meiner 20€ Waage ganz gut, da es für mich nicht so genau sein muss, ich jedoch anstatt 0,2g auch nicht 0,4g in der Probe drin haben will.
lg
anne
Bingo!
Hallo Anne,
Zitat... da es für mich nit so genau sein muss, ich jedoch anstatt 0,2gr auch nicht 0,4gr in der Probe drin haben will.
das war ja eigentlich der entscheidende Punkt, Du hast angegeben insbesondere im Bereich 0.1-1 g wiegen zu wollen. Die relative Genauigkeit ist heute selbst bei billigen Waagen für den Normalverbraucher vollkommen ausreichend. Das Hauptproblem ist dass die Anzeigegenauigkeit nichts darüber aussagt, ob man bis auf Null herunter Proben wiegen kann. Bei Deiner neuen Waage ist eine Anzeigegenauigkeit von 0.001 g angegeben, es steht aber auch explizit dabei dass Massen unter 0.01 g nicht angezeigt werden. Daher muss man bei der Wahl einer billigen Waage immer darauf achten dass sie um etwa zwei Größenordnungen genauer anzeigt als die zu messende Minimalmasse.
Hubert
Hallo,
das ist leider die Crux in unserer digitalen Welt. Messgenauigkeit ist nicht gleich Ablesegenauigkeit.