Liebes Forum,
ich zeige Euch heute Foraminiferen aus Kenya.
Alle Fotos sind aus mehreren Fotos gestacked.
Allerdings wurde der Hintergrund noch nicht "gesäubert" ;)
Kommentare und Kritik sind wie immer willkommen!!!
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/29493_31209679.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/29493_62258301.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/29493_50160154.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/29493_42614420.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/29493_38600745.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/29493_59311937.jpg)
Amplival - Umbau unendlich
GF Plan-Apo 12,5/0,35
Voll-Format Kamera 5D-MKII
Grüße Frank Fox
Hallo Frank,
die ersten drei gefallen mir am besten. Die müßte man sich auch mal polarisiert ansehen! Übrigens findet man mit etwas Glück ganz ähnliche Formen auch am Mittelmeer im Feinschill.
Hallo Ernst,
Danke für den Hinweis.
Ich schaue mir die auch mal "polarisiert" an und stelle die Fotos dann hier mal ein ;).
In welcher Gesteinsschicht kann man denn hier in unserer Gegend fossile Foraminiferen am Besten finden?
Herzliche Grüße
Frank
Hallo Frank,
wenn "hier in unserer Gegend" sich auf ganz Deutschland bezieht, könntest Du es im Helvetikum der Bayerischen Alpen versuchen (Stichworte: Siegsdorf bzw. Kressenberg). Die Foraminiferen sind dort allerdings nur schlecht im ganzen aus dem Gestein herauszubekommen; man muss schleifen.
Gruß,
Holger
Zitat von: FrankF in Januar 17, 2010, 11:38:30 VORMITTAGIch schaue mir die auch mal "polarisiert" an und stelle die Fotos dann hier mal ein ;).
In welcher Gesteinsschicht kann man denn hier in unserer Gegend fossile Foraminiferen am Besten finden?
Hallo Frank,
"tief im Westen" -rund um Trier-ist es mit den fossilen Foraminiferen nicht so einfach. Eigene Proben bekommst Du am nächsten/einfachsten in den französichen und luxemburgischen Jura-Aufschlüssen, im schwäbischen Jura oder in den Zementgruben des Münsterlandes. Aber wenn Du nicht gerade schleifen möchtest, wirst Du die Proben noch aufbereiten müssen. Das ist nicht immer einfach...
MfG, Bert
Hallo Frank,
1.
nach 10 Monaten möchte ich noch anmerken, dass die ersten 3 Aufnahmen von
Peneroplis planatus (Fichtel & Moll, 1798) sind. Flachwasservertreter mit Symbionten, die Photosynthese betreiben.
Eigenes optisches Foto von Peneroplis planatus (Fichtel & Moll, 1798), nördlich Socotra, Jemen mit Auflicht und gestackt:
Die Unregelmäßigkeiten sind echt.
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/50856_56998329.jpg)
weitere Infos siehe http://www.foraminifera.eu/peneroplis-planatus1-socotra.html
2.
Fossile Foraminiferen finden sich vielerorts in Deutschland in guter Erhaltung in Tongruben, Sanden, Kreide von rezent bis Kreide (eingeschränkt noch Jura, älter schwieriger). Siehe z.B. 180 Stück aus dem Paläogen Deutschlands: http://www.foraminifera.eu/querydb.php?country=Germany&period=Paleogene&aktion=suche
3.
Wir können Proben, Exemplare abgeben, wenn im Gegenzug ein paar nette Bilder pro Probe für die Webseite foraminifera.eu dabei herausspringen. Fossile Forams sind meist nicht durchscheinend. Durch Kontrastmittel können innere Strukturen sichtbar gemacht werden. Dünn- und Anschliffe helfen ebenfalls.
Gruß Michael
Foraminifera.eu-Projekt
www.foraminifera.eu
Zitat von: Holger in Januar 17, 2010, 19:50:16 NACHMITTAGS
Hallo Frank,
wenn "hier in unserer Gegend" sich auf ganz Deutschland bezieht, könntest Du es im Helvetikum der Bayerischen Alpen versuchen (Stichworte: Siegsdorf bzw. Kressenberg). Die Foraminiferen sind dort allerdings nur schlecht im ganzen aus dem Gestein herauszubekommen; man muss schleifen.
Gruß,
Holger
hallo, es gibt einen Ort wo man Nummuliten Säckeweise wegtragen könnte, in Adelholzen Im Höllgraben befindet sich ein Aufschluss wo die bis auf die Straße den Hang runter rieseln. ich hab da mal was geschrieben:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=5645.msg38293;topicseen#msg38293
Ansonsten gibt es schon auch härtere Schichten, den so genannten Haberkerndlstoa wie der Bayer sagt.
Ich habe einen interessanten italienischen Stein bei einem befreundeten Bildhauer entdeckt. Der Piedra Leccese ist ganz weich, lässt sich mit Holzbearbeitungswerkzeug leicht bearbeiten und ist ohne viel Aufwand gut schleifbar. Er besteht wohl hauptsächlich aus Foraminiferen wie es aussieht. Ich hab da noch einiges auf Lager falls mal Bedarf besteht. Nummuliten hätte ich auch noch abzugeben.
Schönen Gruß,
Rainer
Hallo Frank,
Foraminiferen findet man häufig in den Mergelschichten der Molassezone im nördlichen Alpenvorland. Das Material ist in Wasser auflösbar und kann selbst ohne aufwändige Präparation nach Foraminiferen untersucht werden. Diese sind in der Regel gut erhalten.
Freundliche Grüße
Rupert Lenzenweger