Moin,
ich dachte ich zeige hier auch einmal wieder ein neues Werk. Dieses Kreispräparat war bisher für mich das anspruchsvollste. Die Diatomeen aus der Probe waren im Mittel deutlich kleiner als bei dem ähnlich großen mit Material aus Newport Beach (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=42681.0). Trotz 389 (zumindest laut meiner Zählung ;D) einzelner Frusteln ist der Kreis hier nur 1.5 mm im Durchmesser...
Die Bilder sind mit dem 6,3er Apochromaten am Jenamed 2 entstanden, beim zweiten haben ich ein bisschen gespielt ;).
Viele Grüße
Jan
Lieber Jan,
Gratulation zu diesem beeindruckenden Werk !
Wunderschön.
Hallo Jan,
ein sehr beeindruckendes Präparat hast du da geschaffen - ganz dickes Kompliment von mir!
Als Liebhaber solcher "Salonpräparate" freue ich mich, dass diese Kunst noch nicht ganz ausgestorben ist.
Freundliche Grüße
Peter
Ich bin zutiefst beeindruckt!
Respekt!
Grüße, Thomas.
Hallo Jan,
ganz große Klasse!
Du machst mit den alten Techniken wirklich tolle Arbeit.
Ich hätte nicht die Geduld für so viele Stunden (100+?) an einem Präparat.
lg
anne
Hallo Jan,
Du stehst ja bzgl. der Legefähigkeiten Möller in Nichts mehr nach. Wahnsinn!
Hezrliche Grüße
Peter
Hallo Jan,
Das ist eine perfekt gelegte Arbeit. Du hast meinen vollen Respekt. !!
Mal eine technische Frage, welche Art von Legeborste nutzt du? Ich bin mittlerweile dazu übergegangen Glasnadeln zu nutzen. Diese ziehe ich mir selbst. Ob man Fäden aus Glasfasermatten oder ähnliches nutzen könnte, habe ich noch nicht getestet.
Wie kommst du an das Material aus Oamaru heran?
Gruss
Michael
Hallo Jan,
Glückwunsch zu dieser perfekten Arbeit und zu den beeindruckenden Photos!
Viele Grüße!
Rainer
Hi Jan,
absolut beeindruckende Arbeit.
Bleib dran, Respekt!
LG Michael
Hallo Jan
Auch von mir, Glückwunsch und Hochachtung für diese klasse Arbeit.
Ich glaube, wenn ich deine beiden Bilder noch länger anschaue,
träume ich heute Nacht von Diatomeen.
Gruß von Siegfried
Hallo Jan,
Hochachtung für diese Arbeit. Da komme ich aus dem Staunen nicht heraus !
Es freut mich, dass diese Legekunst nicht verloren geht.
Viele Grüße
Peter
Hallo,
mal eine Frage eines Unwissenden: Wieso sind die Diatomeen immer so fest mit dem Ortsnamen Oamaru verknüft? Was ist das Besondere an diesem Ort? Besondere Formen? Leichte Zugänglichkeit? Aussgerwöhnliche Vielfalt oder Masse? Diatomeen sind doch ubiquitär und sicher an vielen Orten der Welt reichlich zu finden... Warum also so oft "Oamaru"?
Hezrliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
um Deine Frage zu beantworten füge ich diesen link ein:
https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/03036758.2016.1208253
lg
anne
Guten Abend,
Einfach nur unglaublich :)
Liebe Grüße
Gerhard
Hallo,
vielen Dank für die sehr positive Resonanz! Eure Kommentare motivieren mich weiterzumachen. :)
@Peter Reil
Defintiv, ich finde auch dass das eine bewahrenswerte Kunst ist. Die alten Methoden von Möller und Co. haben auf jeden Fall auch bewiesen, dass sie gute Ergebnisse liefern und die Präparate lange stabil sind... Vielleicht schaut sich in 100 Jahren ja dann auch jemand die Präparate an, die man heute erstellt und hat genauso Freude daran. :)
@Anne
Ich werde schneller ;). 100 h waren es hier nicht ganz. Ich habe mal erfahren, dass Möller für eine 400er-Platte ca. 4 Arbeitstage kalkuliert hat. Das ist so die Größenordnung wo ich hin möchte...
@Michael
Ich nutze nach wie vor Haare. Glas- oder Wolframnadeln werden aber auch von einigen (modernen) Legern verwendet soweit ich weiß. Das Oamaru-Material habe ich dankenswerterweise von einem ebenfalls Diatomeen-interessierten Freund bekommen. Leider waren es pro Fundort nur sehr kleine Mengen, sodass es jeweils nur für ein großes Präparat gereicht hat (das andere habe ich ja schon gezeigt...)
@Peter V.
An Möller reiche ich noch nicht heran :) Das ist gerade was die ästhetische und technische Perfektion und die Abstände der Diatomeen voneinander angeht, echt nochmal ein anderes Level. Und an den nervlichen Stress eine 4000er Platte zu legen und dann einzudecken mag ich nicht einmal denken ;D. Am Universum hat Möller wohl ca. 4 Jahre gearbeitet...
Der Fundort Oamaru zeichnet sich aus meiner Sicht vor allem durch die große Vielfalt an Formen und guten Erhaltungszustand der Diatomeen an einem Ort aus. Es gibt aber durchaus andere Fundorte, die ebenfalls eine ähnliche, wenn auch nicht ganz vergleichbare Vielfalt aufweisen. (Newport Beach, Dunkirk, Malaga Cove, etc.).
@Peter H. und Gerhard
Vielen Dank!
Viele Grüße
Jan
Zitat von: Peter V. in August 31, 2022, 14:16:04 NACHMITTAGS
Hallo,
mal eine Frage eines Unwissenden: Wieso sind die Diatomeen immer so fest mit dem Ortsnamen Oamaru verknüft? Was ist das Besondere an diesem Ort? Besondere Formen? Leichte Zugänglichkeit? Aussgerwöhnliche Vielfalt oder Masse? Diatomeen sind doch ubiquitär und sicher an vielen Orten der Welt reichlich zu finden... Warum also so oft "Oamaru"?
Antwort:
Hallo Peter,
Der von Anne verlinkte Aufsatz gibt einen guten Überblick über die Sammlungsgeschichte und Auswertung.
Aus eigener Erfahrung kann ich dazu folgendes ergänzen.
Oamaru ist deshalb so bekannt, weil zum einen das Material früher leicht zu erreichen war ( überwiegend Schaafweiden oder Strassenhänge), weil sich in den verschiedenen Lokalitäten jeweils klar definierbare Arten häuften- häufig in auch makroskopisch klar zu identifizierbaren Schichten- die an anderen Oamaru -Fundorten so nicht zu finden waren, die Erhaltung der Schalen wegen der optimalen Fossilierungsbedingungen auch für große Formen exzellent waren und die Aufbereitung des Materials vernünftig möglich ist. Wegen der unglaublichen Artenvielfalt war es schon im 19. Jahrhundert bekannt,speziell was auch große Formen betrifft.
Leider haben sich die Zugangsbedingungen in den letzten Jahrzehnten deutlich verschlechtert. Während ich vor etwa 40 Jahren praktisch jede beschriebene Lokaltät besuchen konnte, ist das heute kaum mehr möglich.
Der Straßenbau und viele Bautätigkeiten haben eine Reihe von Fundorten in ihren Schichtungen zerstört, viele Wiesenstandort sind jetzt abgezäunt und die wenigen noch erhaltenen Fundorte sind geschützt und fallen damit als Fundorte für Liebhaber der Diatomeen aus.
Umso mehr freue ich mich, wenn Diatomeen definierter Fundorte so exzellent präsentiert werden und die Kunst, Diatomeen zu Legen, weiterlebt.
Grüße in die Runde
CMB
Hallo Jan
das ist ein sehr schönes Präparat, meinen Respekt dafür hast du!
Was den Fundort betrifft, auch auf die Gefahr, dass ich daneben liege,
tippe ich auf einen russischen Fundort. Ich kenne das Material von
Oamaru relativ gut und auch die russischen Fundstellen.
Im Cormacs Material ist die Diversität sehr hoch und
ich vermisse vielen Typen die da vorkommen.
Ich tippe auf Simbirsk oder Uljanowsk bzw. Kamyschin.
Insbesondere die Triceratium archangelskianum kommen in Oamaru nicht vor.
Gruss Martin
Hallo Jan und Martin,
ich bin nicht sicher, aber die Odontotropsis spec. gibt es doch auch nicht in Oamaru?
lg
anne
Liebe Anne und Jan
ja das ist mir auch aufgefallen,
ich würde einmal rückfragen inwieweit etwas
vertauscht wurde, ich finde es schon wichtig,
dass die Fundstelle richtig bezeichnet wird,
falls man sie nicht kennt weiss man immerhin,
das es unsicher ist.
Gruss Martin
Hallo Martin, hallo Anne,
ich kann dazu nur sagen, dass die Probe sehr eindeutig mit "Cormacks, Oamaru, Neuseeland" beschriftet ist und ich sie schon so bekommen habe. Die Ähnlichkeit zu russischen Fundorten ist mir durchaus auch aufgefallen, ich habe mir das allerdings mit der Entnahme der Probe in einer bestimmten, erdgeschichtlich ähnlichen Schicht erklärt. Von dem was ich gelesen habe, ist in Oamaru die Trennung zwischen den verschiedenen Schichten sehr scharf und es gibt daher selbst an einem Fundort teilweise große Unterschiede, jenachdem ob man Material aus einer Schicht einige Zentimeter höher oder tiefer entnimmt... Ich war allerdings bisher weder selbst dort, noch habe ich die Probe selbst entnommen... (Träume für die Zukunft muss man ja noch haben :D)
Zur Beurteilung des Vorkommens einzelner Arten fehlt mir die Bestimmungsliteratur und Erfahrung. Ich kann nur sagen, dass das Präparat bis auf die Silicoflagellaten und Spiculae, die noch in dem Material vorhanden waren, einen sehr guten Querschnitt durch die Probe darstellt und wie diese beschriftet ist.
Viele Grüße
Jan
Hallo Jan,
es haben sich Generationen von Amateuren und Diatomisten mit diesem Fundort beschäftigt.
siehe https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/03036758.2016.1208253
Unter anderem mein Freund Nigel Charles, der die Webpage oamarudiatoms.co.uk gemacht hat.
Um nur die Arbeit meines Freundes kurz zu schildern:
N. Charles hat 15 Jahre über 300 Proben, die auch z.T. von Edwards stammten und auch etliche (!) Proben von Cormacks beinhaltet haben untersucht.
In keiner seiner Proben sind diese Species aufgetaucht.
Oamaru ist durch seine Popularität sicherlich auch der best dokumentierte und untersuchte Fundort.
Deine Probe würde sozusagen "Sensationsfunde" enthalten, die Generationen von Diatomisten nicht entdeckt haben.
Hier wurde wohl etwas verschleppt aus einer anderen Probe.
lg
anne
Edit: Inzwischen bin ich relativ überzeugt Deine gesamte Probe ist russischen Ursprungs und wurde evtl. falsch beschriftet.
Zitat von: anne in September 04, 2022, 20:30:58 NACHMITTAGS
Edit: Inzwischen bin ich relativ überzeugt Deine gesamte Probe ist russischen Ursprungs und wurde evtl. falsch beschriftet.
I consider this relative good news, as even a "mixed source" slide has virtue on its own cause of the artistic value, but single source would be better.
But Jan, if you are no longer satisfied with your work ... I would not mind adding it to my own small collection ::),
Best Maarten