Ich experimentiere gerade mit einem Zeiss Mikroskop ICM 405 welches für Auflicht- nicht aber Durchlicht DIC eingerichtet wurde.
(Zeiss Epiplan 4,8,16,40,80 mit entsprechenden Zeiss Inko f. Epiplan Prismen)
Dabei fehlt allerdings die herausnehmbare Lambda Platte die zum Analysatorschieber dazugelegt wird.
Die Anleitung zum Mikroskop ist etwas vage (="für Farbkontrast verwenden") bzgl. dem Verwendungszweck der Lambdaplatte.
Die Resultate sehen - gerade bei stark reflektierenden Objekten im Auflicht auch ohne Lambda Platte recht farbig aus
Da ich selber den vergleich nicht anstellen kann hatte ich noch folgende Fragen:
- Was kriegt man ohne Lambda Platte - kein farbiges oder gar kein DIC ?
- Gibt es da unterschieden zwischen Auf- resp. Duchlicht DIC (bzgl. Notwendigkeit einer Lambda Platte) ?
- Muss die Lambda Platte für DIC präzis orientiert werden ?
- Kann man mit einer Platte arbeiten die von anderen Herstellern stammt (bei den DIC Prismen kaum möglich...) ?
Gruß chishoro
Hallo chishoro,
die Lambda-Platte braucht man eigentlich nur, um farbigen DIC zu erzeugen. Man kann auch solche von Fremdherstellern verwenden. Sie muss immer in 45°-Stellung objektivseitig des Analysators eingeschoben werden.
Den gleichen Effekt kann man aber auch erzeugen, wenn man das DIC-Prisma aus dem Graubereich in den farbigen Bereich herausdreht.
Gruß !
JB
Zitat- Was kriegt man ohne Lambda Platte - kein farbiges oder gar kein DIC ?
Kein farbiges DIC.
Zitat- Muss die Lambda Platte für DIC präzis orientiert werden ?
Diagonal zur Schwingungsebene der Polarisatoren. Muß aber nicht auf einen Grad genau sein.
ZitatKann man mit einer Platte arbeiten die von anderen Herstellern stammt
Lambda-Platte ist Lambda-Platte. Auch die anderen Hersteller müssen dafür sorgen, daß der
Gangunterschied bei 550nm liegt.
Die Frage dazwischen habe ich nicht so richtig verstanden.
Gruß
Bernd
P.S.: Habe sogar Beispiele bei Durchlicht:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/29700_63464403.jpg)
Ohne Lambda-Platte
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/29700_37325887.jpg)
Mit Lambda-Platte
Es sei noch ergänzend anzumerken, daß bei DIC im Auflicht feinste Unebenheiten und Kratzer bei polierten Metalloberflächen reliefartig sichtbar gemacht werden können.
Mit den DIC-Prismen kann zwischen dem schwarten Nullstreifen und der Interferenzfarbe Rot I. Ordnung variiert werden, um den besten Kontrast zu erzeugen. Mit der Lambda-Platte wird dieser Stellbereich erweitert, was in manchen Fällen Vorteile bringt. Das Bild wird bunter, was oftmals seitens der Forumsmitglieder stark bewundert wird.