Hallo liebe Gemeinde,
die Bilder im Forum sind einfach wunderbar. So was kriege ich nicht hin. Aber der Ehrgeiz ist geweckt. Deswegen meine sicher oft gestellte Frage. (Unter "Suche" wurde keines meiner Stichworte fündig) Mit meiner Canon A620 habe ich immer die bekannten kreisförmigen Artefakte egal an welchem Mikroskop ich auch aufnehme. Ich meine auch, dass die Schärfe darunter leidet. Mit dem Auge sehe ich schärfer und kontrastreicher als am Monitor. Ich habe das Bresser Invers Mikroskop mit Zeiss Objektiven bestückt. Die Auflösung ist besser als mit den Originalobjektiven.
Kann mir jemand raten welche Kompaktkamera keinen Linsenartefakt hat? Welche Okular-Kamera Kombination hat sich bewährt.
Ich benötige hauptsächlich die Videofunktion, weil ich meine Opfer inflagranti erwischen möchte.
Hier die Testaufnahmen. (So etwas wurde sicher schon oft gezeigt; nur ich weiß nicht Bescheid.)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/29795_50726992.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/29795_1013293.jpg)
Lieber Heinrich,
diese runden Punkte können Pixelfehler oder Schmutz auf dem Chip sein. Das kommt wohl bei allen Digitalkameras vor. Die Punkte mit der Stempelfunktion von GIMP (Fotobearbeitungsprogramm kostenlos aus dem Internet) oder einem anderen Programm entfernen. Das ist die einfachste Lösung. Mit so einem Programm läßt sich auch die Bildhelligkeit nachträglich verbessern.
Liebe Grüße
Regi
Herzlichen Dank an regi. Vielleicht erspare ich mir so den Kauf einer neuen Kamera.
Hallo Heinrich,
ZitatVielleicht erspare ich mir so den Kauf einer neuen Kamera.
wenn Du Deine A 620 abgeben willst, dann sag bitte Bescheid!Der "Schmutz sieht nicht nach Chip-Schmutz aus, weil er sonst immer an der selben Stelle wäre. Fahr mal mit dem Kondensor rauf und runter um zu sehen, ob Du nicht irgendwelchen Dreck im Beleuchtungsstrahlengang abbildest!
Hallo Heinrich,
... eine weitere Möglichkeit für Schmutz wäre das Okular. Apropos Okular: Du verwedest doch Zeiss / West Objektive; da wären Zeiss / West KPL-Okulare eigentlich passender.
Gruß !
JB
Lieber Heinrich, lieber Klaus,
ich meinte genau die zwei exakten Kreise unten rechts, einer klein mit dunklem Rand, einer weiter unten etwas größer mit hellem Rand. Die sind auf beiden Bildern zu sehen und das sind Artefakte die vom Chip stammen. Ich kenne solche Artefakte von meiner Kamera, da hilft nur das Bild hinterher zu "putzen". Schmutz auf Okularen kann man sehr leicht finden indem man diese dreht, wenn sich der Schmutz mitbewegt sitzt er auf dem Okular.
Liebe Grüße
Regi
Liebe Regi,
noch ne Möglichkeit: Schmutz im Objekt!. Da hilft nur Kontrollaufnahme mit anderem Präparat!
Hallo Klaus,
ich glaube Regi meint die hier:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/29825_61686491.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net)
Die sind in Position und Größe auf beiden Bildern identisch.
Könnten die anderen Artefakte eine zu stark geschlossenen Aperturblende
und die Farbränder eine nicht passende Okular-Objektivkombination (Bresser-CZ und CZJ-CZ) als Ursache haben?
Und Heinrich, .... es sind schöne Aufnahmen! Wenn man bedenkt wie klein diese "Dinger" sind, ist das schon eine enorme Leistung.
Liebe Grüsse
Frank
hallo Herr Neumann,
ich vermute mal, dass Sie die Ringartefakte meinen (so, wie hier beschrieben
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=3059.0)
und nicht die kleinen Pünktchen, über die bisher diskutiert worden ist. Hierzu empfehle ich als Suchbegriff "canon a620", da finden Sie sehr viel Infos.
Hier ist ein schönes Foto, das die Qualität der A620 zeigt:
http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?2,32637,32637#msg-32637
Ihre Artefakte haben ihre Ursache nicht in der Kamera. Ihre Bilder lassen vermuten, dass die Irisblende des Kondensors zu weit geschlossen ist. Deshalb ist die "Netz" struktur der Pleurosigma auch nicht zu erkennen. Wenn diese sichtbar ist, ist die Beleuchtung korrekt. Bei der Kamera muss die Blende ganz geöffnet sein (Kamera auf Blendenvorwahl so dass die Zeit nachgeführt wird.). Dann sollten die Artefakte verschwinden.
beste Grüße Michael Plewka
Hallo,
die im Kreis angeordneten wolkigen Artefakte, die den gesamten Hintergrund ausfüllen, sind mit Sicherheit kein Schmutz.Sie ließen sich mit 7 verschiedenen Okularen an 3 verschiedenen Mikroskopen nachweisen. Vor einiger Zeit habe ich in einem Forum -diesem hier?- mitbekommen, dass solche Artefakte durch das Herstellungsverfahren der Kameralinsen -Schleuderguss? oder so was- entstehen. Bei Coolpix Kameras sollte das besonders auffallen. -Ob die Schreibweise richtig ist?- Schmutz im Strahlengang ist sicher auch dabei. Der kommt und wird gegangen. Das ist aber nicht mein Problem. Mich stören der wolkige unklare Hintergrund, der mangelhafte Kontrast und das insgesamt dunkle Erscheinungsbild. Meine A610 zeigt den Artefakt übrigens besonders krass. Nachträgliche Bildbearbeitung wäre eine Notlösung. Besser wäre ein makellos strahlender Hintergrund von Anfang an. So wie er auf den wunderbaren Bildern hier im Forum zu sehen ist. Früher habe ich das hingenommen. Aber, seit dem ich im Forum dabei bin, plagt mich der Ehrgeiz. Haben andere Benutzer von A620 dieses Problem nicht?
Hallo Klaus, meine A620 gebe ich nicht her. Sie hat mich schon um die halbe Welt begleitet. Das Mikroskop ist für sie ein Nebenjob, Heimarbeit an langen Winterabenden.
Zitat von: heinrich in Januar 19, 2010, 23:38:58 NACHMITTAGS
Hallo,
die im Kreis angeordneten wolkigen Artefakte, die den gesamten Hintergrund ausfüllen, sind mit Sicherheit kein Schmutz.Sie ließen sich mit 7 verschiedenen Okularen an 3 verschiedenen Mikroskopen nachweisen. Vor einiger Zeit habe ich in einem Forum -diesem hier?- mitbekommen, dass solche Artefakte durch das Herstellungsverfahren der Kameralinsen -Schleuderguss? oder so was- entstehen. Bei Coolpix Kameras sollte das besonders auffallen. -Ob die Schreibweise richtig ist?- Schmutz im Strahlengang ist sicher auch dabei. Der kommt und wird gegangen. Das ist aber nicht mein Problem. Mich stören der wolkige unklare Hintergrund, der mangelhafte Kontrast und das insgesamt dunkle Erscheinungsbild. Meine A610 zeigt den Artefakt übrigens besonders krass. Nachträgliche Bildbearbeitung wäre eine Notlösung. Besser wäre ein makellos strahlender Hintergrund von Anfang an. So wie er auf den wunderbaren Bildern hier im Forum zu sehen ist. Früher habe ich das hingenommen. Aber, seit dem ich im Forum dabei bin, plagt mich der Ehrgeiz. Haben andere Benutzer von A620 dieses Problem nicht?
Hallo Klaus, meine A620 gebe ich nicht her. Sie hat mich schon um die halbe Welt begleitet. Das Mikroskop ist für sie ein Nebenjob, Heimarbeit an langen Winterabenden.
Ob die Ursache für die "Unreinheiten" (ich nenne das einmal so) in der Kamera liegt oder nicht, das lässt sich durch ein einfaches Verfahren feststellen: Genau dasselbe Bild noch einmal machen, aber mit um 90° verdrehter Kamera! Wenn die "Flecken" (oder was auch immer) die Drehung mitvollziehen, dann liegt die Ursache in der Kamera. Wenn nicht, dann die Prozedur wiederholen mit um 90° verdrehtem Okular usw. Auf diese Weise lassen sich derartige Schmutzpartikel lokalisieren.
Gunther Chmela
Zitat von: heinrich in Januar 19, 2010, 23:38:58 NACHMITTAGS
Haben andere Benutzer von A620 dieses Problem nicht?
Nur wenn ich die Aperturblende zu weit zugezogen habe bekomme ich einen ähnlichen Hintergrund.
Zieh einmal ein Okular aus dem Tubus und öffne die Kondensorblende so weit, bis ihr Rand eben noch zu sehen ist.
Ansonsten habe ich mit meiner A620 keine Probleme.
Herzliche Grüße
Frank
herzlichen Dank an Michael Plewka,
werde mich morgen, wenn ich ausgeschlafen habe, damit beschäftigen.
Es stimmt, dass der Effekt mit Schliessen der Aperturblende zunimmt. Aber bei ganz offener Blende leidet bei mir der Kontrast. Das Bild sieht überbelichtet aus. Die Blendenautomatik habe ich benutzt. Die Belichtungszeit kommt von der Kamera. Vielleicht stimmt da was nicht. Die Bilder kommen so dunkel. Heute ist für mich Feierabend. Morgen werde ich meine älteren Mikrofotos und Urlaubsbilder auf Artefakte untersuchen. Erst einmal Dank an alle.
Lieber Herr Neumann,
ich arbeite seit Jahren mit der A620 und halten sie für die am besten geeignete Kompaktkamera für Mikrofotos. Ihre Beispielbilder sehen aus, als ob Sie gezoomt hätten. Zoomen Sie nicht - nicht nur wegen der Crash-Gefahr mit dem Okular. Die Bilder werden am schärfsten bei voll geöffneter Blende und mit dem geringstmöglichen ISO-Wert. Bringen Sie die Kamera so nah wie möglich vor das Okular. Wenn Sie nur ein Guckloch sehen, sollten Sie auf ein Brillen-Okular (möglichst mit 20er Sehfeld) umsteigen statt zu zoomen - das lohnt sich. Die Tipps zur Öffnung der Apertur etc. bleiben davon unbenommen.
Herzlichen Mikrogruß
Heribert Cypionka
Hallo Herr Neumann,
es kann natürlich auch sein, dass bei Ihrem inversen Mikroskop ein Kondensor mit geringer Aptertur, dafür mit hohem Arbeitsabstand verbaut ist. Bei Zeiss gibt es einen Kondensor mit Apertur 0,63, der einen Arbeitsabstand von ca. 1 cm hat. Der ist für das 40er Objektiv noch gut geeignet, für das 100er schon nicht mehr.
Von Bresser habe ich z.B. das "Science IVM 401" im Internet gefunden, mit Kondensor-Arbeitsabständen von 3 bzw. 7 cm. D.h. hier ist die Apertur wohl kleiner, und evtl. kommen daher die Probleme beim 40er Objektiv.
Um zu Ihrer eigentlichen Frage zu kommen:
Ich kenne diese Ringartefakte auch von meiner Olympus 5050. Die wäre also ebenfalls nicht geegnet.
Zur Zeit fotografiere ich mit einer Olympus E 330 (Liveview) mit vorgeschraubtem Kit-Objektiv durchs Okular, beim Objektiv habe ich die Brennweite von ca. 32-35 mm eingestellt, und da gibt es solche Artefakte überhaupt nicht. Ist allerdings keine Kompaktkamera, und man braucht einen Trino-Anschluss und etwas Bastelmut, und erhält einen schönen Turm :-)
Viele Grüße
K. Koch
Hallo,
ich glaube auch, dass es an der Kombination kleine Kondensorapertur am Inversmikroskop und Optik bei der Kompaktkamera liegt.
Am Zeiss Inversmikroskop IM35 kann ich sowohl mit Kompaktkamera Olympus SP 350 und Okular 10 KPL als auch mit DSLR direkt am Kameraport des Mikroskops fotografieren. Beim 40er Objektiv ergibt sich dann nur bei der Kompaktkamera so ein graugranularer Hintergrund (allerdings nicht ringförmig), der bei der DSLR nicht da ist.
Fotografiere ich mit der gleichen Kompaktkamera Okularkombination allerdings am Aufrechten Mikroskop mit grösseraperturigem 0.9 Kondensor, dann treten diese Artefakte beim 40/0.75 Objektiv nicht auf.
Gruss
Wilfried
Guten Tag
Diese Artefakte können notfalls auch in der Bildverabreitungssoftware entfernt werden.
In diesem Thread haben wir das einmal diskutiert.
Mein Vorschlag damals: in Photoshop (oder anderem Programm) mit negativer Ebene rausrechnen. (siehe Post #6).
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=3059.o
Gruss Horst
Ein Hallo an alle Mitstreiter,
dank Eurer Hilfe konnte ich das Problem mit dem Hintergrund am Dialux und Laboval 4 lösen: Aperturblende öffnen. Ich stelle jetzt manuell Blende 4,1 und von Hand die Belichtungszeit ein. Programm M. Automatisch belichtet meine Kamera etwas zu dunkel.
Hallo Herbert Cypionka: ich habe bisher voll gezoomt, weil so die Bildfläche voll ausgenutzt wurde. Werde den Tipp mit ISO 50 und weniger Zoom ausprobieren.
Hallo K.Koch: beim Bresser Invers IVM-491 liegt es tatsächlich am Kondensor, der wegen des grossen Arbeitsabstands eine kleine Appertur hat. Der Hintergrundartefakt lässt sich an diesem Mikroskop nicht durch Öffnen der Aperturblende vermeiden. Muss man hinnehmen, wenn man wie ich gerne mal manipuliert oder Individuen herauspipetiert.
Hallo Wilfried: alles was Du gesagt hast stimmt. Meine Mikroskope haben Trino-Tubusse mit 23 mm Ausgang. Am h
Häufigsten benutze ich das Bresser Invers und mache Videoclips, wenn was Interessantes passiert. Leider lässt sich der Hintergrundartefakt wegen des Kondensors nicht vermeiden. Wo der Artefakt herkommt, von der Kameralinse oder Blende ist für den Anwender ja egal. Wenn es die Linse ist, könnte man dann erwarten, das mit DSLR kein Problem auftritt? Für das Bresser gibt es einen Adapter für DSLR. Ich bräuchte allerdings eine Spiegelreflex mit Videofunktion. Nächste Weihnachten ist ja bald.
Hallo Horst: Nachbehandlung von Fotos stelle ich mir einfacher vor als bei Videoaufnahmen.
Facit: der Kondensor an Invers ist Schuld. Er kann aber nichts dafür, weil er einen grossen Arbeitsabstand bieten muss. Vielleicht erfüllt eine DSLR mit Videofunktion meinen Wunsch nach artefaktfreiem Hintergrund. Gibt es Videofans im Forum?