Guten Abend,
ich möchte mir eine USB Kamera (Digitales Okular) zulegen.
Ich habe auch schon drei Modelle, die in Frage kommen, herausgesucht:
1. DCM 130
http://www.mueller-optronic.com/xtcommerce/product_info.php/info/p246_Digitale-Mikroskop-Kamera.html
2. Microq-13
http://www.teleskop-austria.at/prod.php?tid=21&lng=de#ccd-microq-co
3. Tucsen Kamera 1.3 MP
http://www.tecmon.de/USB-Kameras-c-mount/1.3MP-TCA-1.31-Tucsen-Kamera-1/3-USB-2.0.html
Auf den endsprechenden Web-Seiten steht, dass die Kameras unter dem Betriebssystem WINDOWS erkannt werden
und die mitgelieferte Software auch unter Windows läuft.
Ich benutze LINUX und möchte aus verschiedenen Gründen kein Windows einsetzen,
deshalb müsste ich wissen, welche der Kameras unter LINUX erkannt wird.
Ich habe bei den Anbieter nachgefragt:
1. DCM 130 (mueller-optronic.com) am 17.01.2010 -> bisher keine Antwort
2. Microq-13 (teleskop-austria.at) am 17.01.2010 -> bisher keine Antwort
3. Tucsen Kamera 1.3 MP (tecmon.de) 12.01.2010 -> Antwort am 13.02.2010:
ZitatLinux Treiber direkt habe ich leider nicht. Ich habe davon gehört das man unter Linux gegebenenfalls teilweise auch über den Chipsatz auf die Kamera zugreifen kann, doch habe ich hier leider keine Erfahrungen mit.
Ich werde aber beim Hersteller nochmal nachfragen, ob es hierzu gegebenenfalls etwas neues gibt.
Leider habe ich bis heute nichts weiteres von Tecon gehört.
Nun bleibt mir nur das Forum:
Hat jemand von den LINUX-Usern hier im Forum eine der obigen drei Mikroskop Kameras oder eine andere, die ich noch nicht kenne,
in LINUX integrieren können?
Schon mal Danke.
Gruß, Edwin
Hallo Edwin,
siehst Du, genau aus diesem Grunde benutze ich immer noch diese S..... Windows: es gibt keine Treiber!!
(Anfrage an die Hotline: Ich benutze Windows XP und habe ein Problem..... Das sagten Sie bereits)
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang, Hallo Edwin,
also das mit Windows kann ich so nicht stehen lassen: Das Problem bei den USB Kameras ist nicht die mangelnde Unterstützung der Chipsätze, sondern die Informationspolitik der Hersteller (was ist da drin??). Die neueren USB Kameras können meistens alle durch den uvcvideo Treiber zur Mitarbeit bewegt werden, da diese Kameras nämlich eine einheitliche Schnittstelle verwenden. Den Herstellern ist die Herstellung und Lieferung von speziellen Treibern nämlich zu teuer. Die folgenden Listen zeugen daher auch von einer durchweg guten Unterstützung des Kernels bezüglich USB-Kameras:
- Die DCM-35 ist dort gelistet: http://mxhaard.free.fr/spca5xx.html
- Die Liste der Kameras mit einem erwähnten uvcvideo Zugriff: http://linux-uvc.berlios.de/. Mein Brr Kamera funktionierte mit diesem Treiber vom Fleck weg.
- Das Ergebniss von http://hardware4linux.info/search/ listet wesentlich mehr unterstützte als nicht unterstützte Kameras auf.
- Ohne Worte: http://www.linux-usb.org/usb.ids
Edwin, ich fürchte jedoch, dass Du zuerst eine Kamera kaufen müsstest bevor dir jemand sagen kann, ob diese unterstützt wird. Weder im Handbuch noch im Kopf des Händlers sind die Information zu finden, ob der Chip unterstützt wird. Um das heraus zu finden muss man leider Programme wie lsusb oder usbview zu Rate ziehen. Mit diesen detaillierten Informationen kann man dann noch notfalls in den Quelltexten suchen, ob der Chip auch funktioniert.
beim Thema Drucker würde ich euch ja noch eher recht geben, aber Drucker sind makroskopisch gesehen OT ;).
Grüße,
Dragan.
Hallo Wolfgang, Dragan,
danke für eure Antworten.
Dragan schreibt:
ZitatDas Problem bei den USB Kameras ist nicht die mangelnde Unterstützung der Chipsätze, sondern die Informationspolitik der Hersteller (was ist da drin??).
Genau das ist der Punkt. Ich denke, die gängigsten Chipsätze werden von Linux unterstützt und in diesen USB Kameras ist einer dieser gängigen drin, nur wäre interessant
zu wissen, welcher Chipsatz verbaut ist.
Glück Auf,
Edwin
Hallo Edwin,
es soll eine Unterstützung von Kameras der Firma TheImagingsource unter Linux geben. Ich habe es selbst (noch) nicht probiert, aber ich liebäugle auch damit. Bin allerdings eher ein Weichspülgang-Linuxer (ubuntu), daher habe ich doch ein wenig Scheu davor.
Ich kenne Dein Mikroskop nicht, gehe aber davon aus, dass Du ein Euromex betreibst. Dafür sollte es doch c-mount-Adapter geben, oder?
Hier mal die Links:
http://www.theimagingsource.com/de_DE/
http://www.unicap-imaging.com/
http://www.theimagingsourceforums.com/
Gedanklich spinne ich schon weiter, es gibt nämlich auch TWAIN Treiber für ImageJ, welches ich unter ubuntu gerne benutze.... Nur wie gesagt, habe ich Angst vor der Realität :-)
Gruß
Ulf
Hallo Ulf,
danke für deine Tipps.
Du schreibst:
Zitatvon aus, dass Du ein Euromex betreibst. Dafür sollte es doch c-mount-Adapter geben, oder?
Ja, aber ich wollte für dieses Euromex kein weiteres Geld ausgeben. Deshalb will ich ein "Digitales Okular",
das man einfach in den Okularstützen steckt anstatt des normalen Okulars.
Ich könnte dieses Okular dann auch bei einem anderen Mik. benutzen.
Glück Auf,
Edwin
Hallo Edwin,
aber eine Tucsen müsstest Du auch über einen C-mount-Adapter anbringen - aber ich glaube, sowas gibt es auch als Steck-Adapter auf einen Okulardurchmesser von 23,2 mm.
Ich habe eine Tucsen (5 Mpix), die ich aber nicht im Einsatz betreibe. Ich würde sie Dir leihweise zukommen lassen, damit Du experimentieren kannst. Nur habe ich leider keinen Okular-Adapter.
Gruß
Ulf
Hallo Ulf,
vielen Dank für dein Angebot, aber ohne Okular-Adapter nützt mir dies nicht viel.
Dein Angebot hat mich auf eine andere Idee gebracht:
Ich bestelle mir eine Kamera und wenn sie nicht unter Linux funktioniert, sende ich sie zurück.
(kostet mich dann nur Portokosten, glaube ich).
Genau so werde ich es machen und hier berichten.
Glück Auf,
Edwin
Hallo,
ich habe gestern (05.02.2010) Antwort bezüglicher der Microq-13 (teleskop-austria.at) unter Linux von Herrn Reutner bekommen:
Zitat
...
ich habe soeben die Nachricht bekommen, daß die MicroQ Kamera von Linux mit voller Auflösung erkannt wird.
Nähere Informationen im Attachment.
...
Und hier das Attachment:
Sogenannte "MicroQ" USB Camera.
Verpackung sagt:
OPLENIC, Inc. Microscope USB Eyepiece 1/4" Color CMOS 1.3MP resolution.
Pro_MicroScan Series; Model 5821
Kabel USB->MicroUSB ist mitgeliefert, Abdeckhülse für den Chip auch. Windows CD.
Das Ding ist ist eine "Venus USB 2.0 Camera" und melded sich via lsusb
als:
Bus 001 Device 005: ID 0ac8:3420 Z-Star Microelectronics Corp.
driver messages (debian kernel 2.6.32-trunk-amd64):
[ 88.796053] usb 1-4: new high speed USB device using ehci_hcd and address 5
[ 88.959362] usb 1-4: New USB device found, idVendor=0ac8, idProduct=3420
[ 88.959367] usb 1-4: New USB device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=0
[ 88.959371] usb 1-4: Product: Venus USB2.0 Camera
[ 88.959374] usb 1-4: Manufacturer: Vimicro Corp.
[ 88.959498] usb 1-4: configuration #1 chosen from 1 choice
[ 89.086909] Linux video capture interface: v2.00
[ 89.119198] uvcvideo: Found UVC 1.00 device Venus USB2.0 Camera (0ac8:3420)
[ 89.121194] input: Venus USB2.0 Camera as /devices/pci0000:00/0000:00:1d.7/usb1/1-4/1-4:1.0/input/input7
[ 89.121297] usbcore: registered new interface driver uvcvideo
[ 89.121342] USB Video Class driver (v0.1.0)
[ 89.144234] usbcore: registered new interface driver snd-usb-audio
Audio chip hat das Ding keinen, brauchen wir für das Mikroskop ja auch nicht.
Treiber ok, v4l2 kompatibel. Sollte also mit jedem normalen Video-player
funktionieren. Ich habe zufällig VLC und MPlayer installiert, versuche ersteren
weil der kürzer zu tippen ist (später mit mplayer versucht, geht auch).
- Start vlc (video lan client).
Ich habe immer "Ansicht" -> "erweiterte Steuerung" angewählt.
Damit habe ich record und take snapshot overhalb des play Knopfes.
- Menü "Media"->"Open Capture Device" (bei mir ctrl-C)
v4l2, "Video device name" -> /dev/video0
- Die maximale Auflösung der 1.3 Megapixel Camera ist 1365x1024.
Das geht sicher auch irgendwie im Menü einzustellen, ich mache der Einfachheit
halber als normaler user in einem Terminal:
vlc v4l2:///dev/video0:width=1365:height=1024
ein gängigeres Format ist natürlich auch möglich, z.B.:
vlc v4l2:///dev/video0:width=1280:height=1024
und voil`a, ich sehe das live-bild, kann Video Mitschnitte machen oder ein
Snapshot Bild:
$ file tmp/vlcsnap*
tmp/vlcsnap-2010-02-04-23h06m43s153.png: PNG image, 1365 x 1024, 8-bit/color RGB, non-interlaced
tmp/vlcsnap-2010-02-04-23h10m45s15.png: PNG image, 1365 x 1024, 8-bit/color RGB, non-interlaced
Ich habe exemplarisch obenstehendes auf einem Debian "testing" system gemacht,
also dem Nachfolger von "Lenny", es sollte aber genausogut mit jeder anderen
aktuellen Distribution auf Anhieb funktionieren. Irgendwelche driver mußte ich
nicht installieren, ein "sudo apt-get install vlc" reicht, falls vlc noch nicht
installiert sein sollte.
Na, geht doch!. Ich werde mir dann mal eine Microq bestellen.
Glück Auf,
Edwin