Hallo,
schaut man sich eine Zecke unter dem Mikroskop an, fallen 2 seitlich gelegene Stigmen auf, die "Deckel" des Tracheensystems. Diese sind als sehr feine Siebe ausgebildet, damit keine Fremdkörper eingeatmet werden. Was man normalerweise nicht gut zu sehen bekommt, ist das Tracheensystem selber. Ich habe in den letzten Tagen ein paar Zecken in Natronlauge gekocht und so mazeriert. Dadurch wurden die Körper schön durchsichtig. Da die Tracheen als Einstülpungen der Epidermis zu verstehen sind, sind auch sie mit Chitin ausgesteift und überstehen die Mazeration. Hier nun ein Foto von dem wurzelförmigen Tracheen, die sich fein verzweigend jedes Organ des Körpers mit Sauerstoff versorgen. Das Bild ist sehr stark digital kontrastiert, so dass die Farben etwas extrem sind. Es habdelt sich um einen Teilstak aus dem mittleren Bereich, damit die Strukturen der Körperoberfläche nicht zu stark durchschlagen. Ein zweites Foto zeigt in etwa den Bereich des ersten Fotos, wobei das nicht das gleiche Exemplar, aber die gleiche Art ist: Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus)
Viel Freude beim Betrachten wünscht
Gerd
Hallo Gerd,
eine wirklich sehr interessante Arbeit!
Könnte man nicht evtl. noch versuchen, ein "Kontrastmittel" zu infiltrieren, um die Tracheen
stark hervorzuheben? Evtl. einen stark verdünnten Farbstoff, damit nicht alles überlagert wird?
Viele Grüße
Reinhard
Hallio Gerd,
schöne Bilder eines oft gezeigten, und doch immer wieder interessanten
Objektes!
Hallo Reinhard,
das Kontrastieren mit Farbe ginge vieleicht, wenn man das Tier darin baden würde, und später den auf der äüsseren Körperoberfläche haftenden Farbstoff wieder mit Lösungsmittel abspült.
Aber viel einfacher ist es bei solchem Kleinvieh, einfach ein hochviskoses Einbettungsmittel (z.B. Glyceringelatine) zu nehmen. Dann werden die Tracheen zwar nicht farblich, aber doch durch die Lichtbrechung aufgrund ihrer Luftfüllung schön dunkel kontrastiert.