Mikro-Forum

Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: treinisch in Februar 01, 2010, 11:36:34 VORMITTAG

Titel: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: treinisch in Februar 01, 2010, 11:36:34 VORMITTAG
Liebe Experten,

ich frage mich, ob irgendwo im Beleuchtungsstrahlengang
etwas ,,schief" sein könnte.

Leider konnte ich nur freihändig durch das Okular
fotografieren, und leider ist das Foto nicht ganz scharf,
man sieht aber was ich meine, hoffe ich:

Links oben sind einige Lamellen scharf abgebildet und ohne
Farbsaum, rechts sind einige Lamellen der Leuchtfeldblende
nicht nur nicht scharf abgebildet, sondern weisen auch einen
deutlichen Farbsaum auf.

Kann es sein, dass die Leuchtfeldblende schief ist, oder
könnte es daran liegen, dass der wegklappbare Kondensorkopf
nicht bis in eine ganz gerade Position ,,vorrückt"?

Es handelt sich um ein Axioskop 20.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/30949_14120029.jpg)


Herzliche Grüße und vielen Dank

Timm
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Detlef Kramer in Februar 01, 2010, 11:59:56 VORMITTAG
Hallo Timm,

M.E. dürfte das nicht sein. Warum das so ist, kann ich zumindest anhand des Fotos nicht erkennen. Im Zweifelsfall ist das ein Fall für den Techniker. Das Mikroskop ist es in jedem Fall wert und Zeiss ist im Zweifelsfall kulant, vor allem, wenn Du das Gerät hinbringen könntest. Ich weiß leider nicht, wer für Hamm zuständig ist, müsste man eventuell bei Zeiss (Göttingen) erfragen. Alternativ wäre eine Fahrt zu Jülich in Bonn. In dem Fall Termin vereinbaren.

Viel Erfolg

Detlef
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: rhamvossen in Februar 01, 2010, 12:13:29 NACHMITTAGS
Hallo Timm,

It could also be that the lightsource is not completely centered. Best regards,

Rolf
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Dieter Stoffels in Februar 01, 2010, 12:36:26 NACHMITTAGS
Hallo Tim,

da Du Dein Mikroskop vermutlich gebraucht gekauft hast, solltest zuerst prüfen, ob der gesamte Kondensorträger in genau horizontaler Ausrichtung unter dem Tisch sitzt. Bei einer Schiefstellung dieses Trägers werden die Lamellen ungleich abgebildet. Eine Nachstellung könntes Du selbst vornehmen. Leider weiß ich nicht, mit welchen Kondensor Du arbeitest. Ich vermute, dass es sich um einen Universalkondensor N.A. 0,9 mit der Zeiss-Nr. 445236 handelt. Bitte prüfe, ob bei Deinem Kondensor die Frontoptik fest verschraubt ist oder ob diese locker in der Fassung sitzt. Solltest Du die Möglichkeit haben, einen weiteren Kondensor (Arbeitshöhe 41 mm!) einzusetzen zu können, kannst Du anhand der Lamellenabbildung sicher entscheiden, ob der Fehler auf den Kondensor selbst oder auf den Kondensorträger zurückzuführen ist. Von einem eigenständigen Nachstellen der klappbaren Frontoptik rate ich Dir ab. Bei der Firma Zeiss in Göttigen wäre Herr Sackel (Tel. 0551/5060-308) der richtige Ansprechpartner.

Viele Grüße!

Dieter Stoffels

Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 01, 2010, 12:47:17 NACHMITTAGS
Zitat von: treinisch in Februar 01, 2010, 11:36:34 VORMITTAG
Liebe Experten,

Herzlichen Dank, falls auch ich gemeint sein sollte.

Zitatich frage mich, ob irgendwo im Beleuchtungsstrahlengang
etwas ,,schief" sein könnte.

Ja, klar. Da ist etwas schief, lieber Herr Reinisch!

ZitatLinks oben sind einige Lamellen scharf abgebildet und ohne
Farbsaum, rechts sind einige Lamellen der Leuchtfeldblende
nicht nur nicht scharf abgebildet, sondern weisen auch einen
deutlichen Farbsaum auf.

Hier ist das hinreichend erklärt, so daß Sie den Beleuchtungsfehler bestimmt selbst beheben können:
Mikrofibel, 4.2.2  Suche und Behebung von Fehlern im Strahlengang, Kapitel 4.2.2.1  Ungleichmäßige Ausleuchtung

Gruß KH




Timm
[/quote]
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: junio in Februar 01, 2010, 13:30:07 NACHMITTAGS
Hallo Timm,

die saubere Zentrierung der Aperturblende zur Leuchtfeldblende muss ebenfalls sichergestellt sein.

Grüße von Jürgen Stahlschmidt
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Kay Hoerster in Februar 01, 2010, 19:10:05 NACHMITTAGS
Hallo Timm,

Herr Henkel hat ja schon auf das Kapitel 4.2.2.1 in der Mikrofibel hingewiesen, dort steht 'Wird ein chromatisch nicht korrigierter Kondensor nur wenige Zehntel Millimeter zu hoch eingestellt, so verschiebt sich die Farbe des mikroskopischen Bildes nach blau, bei etwas zu tiefer Einstellung deutlich nach rot...' Weiter im Absatz dann noch der Hinweis, daß die Farben auch an den Lamellen-Kanten der zugezogenen Leuchtfeldblende sichtbar werden. Ich kenne Deinen Kondensor und seine Korrektionsgrad nicht, werfe aber mal ein, daß auch ein Lamellenpaket nicht unendlich dünn ist, die Lamellen sind übereinander gelegt (in Deinem Bild sind 6 Lamellen zu sehen) und jede einzelne Lamelle ist mindestens 1/10 mm dick. Zumindest bei meinen Kondensoren sehe ich ebenfalls diese Farbsäume an den Lamellen, und zwar auch zu einer Seite verlagert. Auch bei der Höhenverstellung des Kondensors kann man schnell die Farbsäume erkennen, sobald man leicht (und ich meine wirklich nur leicht, eben ein paar 1/10 mm) in die Unschärfe kommt. Jetzt kannst Du probieren, ob die Farbsäume bei leichter Defokussierung/Höhenverstellung des Kondensors rechts verschwinden, links aber dann auftauchen.
Es wäre dann die Vermutung, daß das Lamellenpaket aufgrund der unterschiedlichen Höhenlage der einzelnen Lamellen dann diesen Effekt zeigt. Ich kann zumindest gut damit leben, die Farbsäume sind so dünn, daß sie beim Öffen der LF-Blende dann aus dem Bildfeld verschwinden.

Mit freundlichem Gruß

Kay
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: treinisch in Februar 01, 2010, 19:44:20 NACHMITTAGS
Zitat von: Kay Hoerster in Februar 01, 2010, 19:10:05 NACHMITTAGS
Herr Henkel hat ja schon auf das Kapitel 4.2.2.1 in der Mikrofibel hingewiesen, dort steht 'Wird ein chromatisch nicht korrigierter Kondensor nur wenige Zehntel Millimeter zu hoch eingestellt, so verschiebt sich die Farbe des mikroskopischen Bildes nach blau, bei etwas zu tiefer Einstellung deutlich nach rot...' Weiter im Absatz dann noch der Hinweis, daß die Farben auch an den Lamellen-Kanten der zugezogenen Leuchtfeldblende sichtbar werden. Ich kenne Deinen Kondensor und seine Korrektionsgrad nicht, werfe aber mal ein, daß auch ein Lamellenpaket nicht unendlich dünn ist, die Lamellen sind übereinander gelegt (in Deinem Bild sind 6 Lamellen zu sehen) und jede einzelne Lamelle ist mindestens 1/10 mm dick. Zumindest bei meinen Kondensoren sehe ich ebenfalls diese Farbsäume an den Lamellen, und zwar auch zu einer Seite verlagert. Auch bei der Höhenverstellung des Kondensors kann man schnell die Farbsäume erkennen, sobald man leicht (und ich meine wirklich nur leicht, eben ein paar 1/10 mm) in die Unschärfe kommt. Jetzt kannst Du probieren, ob die Farbsäume bei leichter Defokussierung/Höhenverstellung des Kondensors rechts verschwinden, links aber dann auftauchen.
Es wäre dann die Vermutung, daß das Lamellenpaket aufgrund der unterschiedlichen Höhenlage der einzelnen Lamellen dann diesen Effekt zeigt. Ich kann zumindest gut damit leben, die Farbsäume sind so dünn, daß sie beim Öffen der LF-Blende dann aus dem Bildfeld verschwinden.

Hallo Kay,

ja die Mikrofibel ist wirklich ein unglaubliches Werk. Ich habe mich selbst schon manches mal ertappt wie ich bei Fragen gedacht habe
,,schau doch einfach in die Mikrofibel". Tja und nun bin ich auch in die Falle getappt. Kaum zu glauben, dass es so etwas kostenlos
gibt.

Eine Reihe der möglichen Fehlerursachen habe ich überprüft, mit negativem Befund. Die Kondensorauflage ist absolut plan und
parallel, die Objektive sitzen fest, die Linsen des Kondensors sitzen auch fest und im Rahmen meiner Möglichkeiten das zu
messen auch gerade, die Lampe ist zentriert.

Was Du beschreibst ist bei mir auch so. Ich kann wahlweise den rechten oder den linken Rand fokussieren und dann ist eben
der jeweils andere Rand unscharf und mit Farbsaum. Und naja, der Farbsaum verschwindet schon, wenn ich die
Blende weit genug aufziehe, andererseits muss ich sie dafür ja weiter aufziehen, als ich es eigentlich machen würde, denn in der
Mikrofibel steht ja, dass man die Leuchtfeldblende nur soweit aufzieht, bis sie gerade aus dem Sehfeld verschwindet.

Der Punkt mit der Dicke der Lamellen ist ja einerseits richtig, aber andererseits sind bei einer Irisblende doch normalerweise
die Lamellen fischschuppenartig angeordnet, so dass die Blende im Prinzip überall gleich dick ist, oder ist das nicht so?

Ich denke, ich werde mal den freundlichen Herrn von Zeiss kontaktieren und sehen, was der zu dem Thema sagt.

Herzliche Grüße und vielen Dank an alle Poster aus diesem Thread

Timm Reinisch

Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Nomarski in Februar 01, 2010, 20:00:16 NACHMITTAGS
ZitatIch kann wahlweise den rechten oder den linken Rand fokussieren und dann ist eben
der jeweils andere Rand unscharf und mit Farbsaum.

Hallo Timm,

sehe ich das richtig? Je nach Kondensorhöhe sind manche Lamellen scharf und ohne Farbsaum,
gegeüberliegend dann unscharf und mit Farbsaum?
Ist das auch bei allen Objektiven so? Das würde ja darauf hindeuten, daß deine Lamellen nicht in einer Ebene liegen.
Was die Einstellung der Leuchtfeldblende anbetrifft, verfahre ich zwar meist auch so, wie in der Mikrofibel beschrieben, also öffnen bis zum Sehfeldrand. Ich habe aber festgestellt, daß in kritischen Fällen, wo ich die Apertur des Objektives auch ausnutzen muß, die Blende nun doch etwas weiter öffnen muß.

Aber um die Ursache für das Problem zu finden, würde ich es mal mit einem anderen Kondensor probieren oder falls die Möglichkeit besteht, am baugleichen Mikroskop vergleichen.
Und hast du schon mal den Leuchtfeldblendeneinsatz aus dem Fuß ausgebaut gehabt? Vielleicht sitzt der dort nicht richtig.

Gruß
Bernd
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Dieter Stoffels in Februar 01, 2010, 22:11:39 NACHMITTAGS
Hallo Tim,

mich würde interessieren um welchen Kondensor es sich bei Dir handelt und mit welcher Zeiss-Nummer der Kondensor beschriftet ist.

Vielen Dank!

Dieter
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: treinisch in Februar 01, 2010, 23:42:28 NACHMITTAGS
Zitat von: Nomarski in Februar 01, 2010, 20:00:16 NACHMITTAGS
sehe ich das richtig? Je nach Kondensorhöhe sind manche Lamellen scharf und ohne Farbsaum,
gegeüberliegend dann unscharf und mit Farbsaum?
Hallo Bernd,

Ja, genau so ist das.

Zitat
Aber um die Ursache für das Problem zu finden, würde ich es mal mit einem anderen Kondensor probieren oder falls die Möglichkeit besteht, am baugleichen Mikroskop vergleichen.
Und hast du schon mal den Leuchtfeldblendeneinsatz aus dem Fuß ausgebaut gehabt? Vielleicht sitzt der dort nicht richtig.

Anderen Kondensor probieren ist gut :-) Woher nehmen und nicht stehlen!

Leuchtfeldblendeneinsatz aus dem Fuß ausbauen? Das klingt nicht gut für meine Ohren.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich alles auseinandernehmen kann, mit der umgekehrten
Richtung bin ich ein wenig vorsichtiger! Wie würde ich denn den Sitz kontrollieren?
Da sind drei Schrauben an der Leuchtfeldblende....

Am Kondensor ist eine Anschlagschraube, ich habe hier ja den Rat bekommen, die Finger
davon zu lassen, deswegen habe ich auch nicht daran herumgespielt, allerdings habe ich
die beiden Flächen, die der kleinen Schraube und das Gegenstück an der beweglichen Linse
von einem dünnen Film aus altem Öl/Fett/Staub befreit, vielleicht 1/10mm, und habe den
Eindruck, dass das Problem nun geringer geworden ist. Naja, das würde für einen Test mit
einem anderen Kondensor sprechen.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/30999_55850527.jpg)


Herzliche Grüße
Timm

Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: treinisch in Februar 01, 2010, 23:44:19 NACHMITTAGS
Zitat von: Dieter Stoffels in Februar 01, 2010, 22:11:39 NACHMITTAGS
Hallo Tim,

mich würde interessieren um welchen Kondensor es sich bei Dir handelt und mit welcher Zeiss-Nummer der Kondensor beschriftet ist.

Hallo Dieter,

Entschuldigung! Du hattest ja weiter oben schonmal nach dem Kondensor gefragt,
es ist ein 445236.

Herzliche Grüße

Timm
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: reblaus in Februar 02, 2010, 00:21:50 VORMITTAG
Hallo an alle -

ja es ist ein wenig schief! Ist das Mikroskop neu - dann Reklamation.

Ist es alt: Dann lebe am besten damit. Ich habe schon einige Mikroskope bekannter Marken (z.B. Phomi II im damaligen Wert eines bescheidenen Einfamilienhäuschens) erlebt, bei denen trotz erhöhten Aufwands des Kundendienstes solche Schiefitäten, vor allem bei geringen Vergrößerungen nie beseitigt werden konnten.
Oder mach mal jetzt einige schönes Fotos; dann behebe den Fehler mit einem Riesenaufwand; dann mach wieder Fotos - du wirst keinerlei Unterschied feststellen, wenn die übrigen Bedingungen gleich sind!
Eine Irisblende mit sechs Lamellen ist ohnehin einer Firma wie Zeiss unwürdig (früher waren es immer dreizehn) und nötigt einen die Blende weiter aufzuziehen als nötig.
Aber ehrlich: Hat jemand schon mal einen Unterschied bemerkt, wenn die Blende mit scharfem Rand haargenau richtig offen war, oder wenn sie nicht ganz gestimmt hat?
Grüße
RB
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Dieter Stoffels in Februar 02, 2010, 08:52:35 VORMITTAG
Hallo Timm,

vielen Dank für die Angabe der Zeiss-Nummer. Ich besitze den gleichen Kondensor. Auch bei mir ist das von Dir beschriebene Phänomen zu beobachten, so dass ich davon ausgehe, dass es sich hier um eine Baueigentümlichkeit dieses Kondensors handelt. Eine Störung des mikroskopischen Bildes entsteht bei mir nicht, so dass ich bisher von einer Reparatur abgesehen habe.

Viele Grüße!

Dieter
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 02, 2010, 09:52:35 VORMITTAG
Zitat von: Dieter Stoffels in Februar 02, 2010, 08:52:35 VORMITTAG
Hallo Timm,

vielen Dank für die Angabe der Zeiss-Nummer. Ich besitze den gleichen Kondensor. Auch bei mir ist das von Dir beschriebene Phänomen zu beobachten, so dass ich davon ausgehe, dass es sich hier um eine Baueigentümlichkeit dieses Kondensors handelt. Eine Störung des mikroskopischen Bildes entsteht bei mir nicht, so dass ich bisher von einer Reparatur abgesehen habe.

Das darf nicht sein! Unterschiedliche Farbränder an den Lamellen sind intolerabel. Weil sie ja ein Hinweis auf eine unbeabsichtigte schiefe Beleuchtung sind.

Ich empfehle, eine winziges Objekt, irgendein "Pünktchen" im Bild anzuvisieren und dann nach oben und unten durchzufokussieren. Wenn schiefe Beleuchtung vorhanden ist, wird das Objekt beim Fokussiernen zur Seite hin ausweichen. Eine sehr exakte Prüfmethode.
KH
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Nomarski in Februar 02, 2010, 10:07:23 VORMITTAG
Hallo Timm,

ich würde wie du schon beschrieben hast, lieber davon absehen, an den verlackten Schrauben rumzudrehen.
Die sind nämlich nicht umsonst versiegelt und sollten nur gelöst werden, wenn man in der Lage ist, die Justage wieder herzustellen.
Wenn auch der Spalt, in dem sich die Lamellen bewegen parallel zur Tischebene liegt, könnte es an der Spaltbreite liegen, die es manchen Lamellen ermöglicht, etwas in "Schieflage" zu geraten.
Dann wäre es aber nur ein Schönheitsfehler, der wie von Rolf schon angedeutet, für die Beobachtung und die Fotografie nicht relevant ist.
Ob dieses der Fall ist, kannst du durch LEICHTEN Druck auf die Lamellen prüfen, sofern sich das Glas darüber entfernen läßt.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Dieter Stoffels in Februar 02, 2010, 10:09:22 VORMITTAG
Hallo Herr Henkel,

vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Ich glaube, dass die Dimension dieses  Schiefstandes an dieser Stelle etwas überbewertet wird. Ich habe bisher bei keiner Vergrößerung (Maßstabszahlen 2,5x-100x) den Effekt einer Schieflichtbeleuchtung beobachten können. Zudem ist die Blende beim Mikroskopieren mindestens zu 2/3-geöffnet. Trotzdem kann eine Rückfrage bei der Firma Zeiss sicher nicht schaden.

Viele Grüße!

Dieter
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: wilfried48 in Februar 02, 2010, 10:28:33 VORMITTAG
Zitat von: reblaus in Februar 02, 2010, 00:21:50 VORMITTAG
Aber ehrlich: Hat jemand schon mal einen Unterschied bemerkt, wenn die Blende mit scharfem Rand haargenau richtig offen war, oder wenn sie nicht ganz gestimmt hat?

Hallo,

ein ganz klares Nein, auch wenn sie noch weiter aufgezogen würde.
Wenn man die Kontrastübertragungsfunktion an der Auflösungsrenze wissenschaftlich untersuchen würde,könnte man diesen Unterschied
sicher nachweisen.
Aber schaut euch doch z.B. mal an, welche tollen Bilder Sabine (Bini) mit dem Zeiss Junior KF2 hier einstellt und dieses Mikroskop hat überhaupt keine Leuchtfeldblende, d.h. es wird bei jedem Objektiv immer dersselbe maximale Objektauschnitt beleuchtet, wie beim Übersichtsobjektiv.
Dieser Teil in der Theorie der Köhlerschen Beleuchtung ist in der Praxis offenbar eher unwichtig. Die Leuchtfeldblende ist wichtig um die Kondensorhöhe richtig einzustellen, damit die Beleuchtungsaperturblendenebene und das Lichtquellenbild zusammenfallen und in die hintere Brennebene des Objektivs abgebildet werden.
Wer ein Phasenkontrastmikroskop hat kann dies mit dem Hilfslinse bzw. Hilfsokular auch prüfen. Die anderen müssen sich auch hier auf den Mikroskophersteller verlassen.

Also die hier diskutierte leichte Schieflage des Leuchtfeldblendenbilds ist meines Erachtens "viel Gedöns um nichts" aber trotzdem ist der Mangel einer Präzisionsfirma wie Zeiss unwürdig.

viele Grüsse
Wilfried
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: treinisch in Februar 02, 2010, 12:44:49 NACHMITTAGS
Es ist tatsächlich so, wie sie sagen, Herr Henkel, beim Durchfokussieren
weicht das Objekt ein wenig nach rechts bzw. links aus. Ich musste
mich allerdings extrem konzentrieren um den Effekt zu bemerken.

Es ist einfach so, dass sich meine mangelnde Erfahrung natürlich
in verstärkter Unsicherheit äußert. Ich habe zwar eine
Vorstellung, warum es die Leuchtfeldblende gibt, aber keinerlei
Vorstellung welche Konsequenzen eine Abweichung von diesem
Ideal hat.

Deswegen ist auch der Hinweis, dass das Problem in der Praxis
wohl völlig irrelevant ist eine große Hilfe und ich denke, ich werde
es dabei belassen.

Umsonst war das ganze dennoch nicht, denn ich habe mein Mikroskop
nun viel besser kennengelernt und mich auch gründlicher mit
der köhlerschen Beleuchtung befasst, als ich es vielleicht ohne diesen
Phantomschmerz getan hätte.

Vielen vielen Dank für all die Tipps und Hinweise

Timm
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Peter V. in Februar 02, 2010, 14:37:50 NACHMITTAGS
Hallo Timm,

ich habe jetzt nur Dein letztes Posting und den Anfang dieses threads gelesen.
Offensichtlich hat aber im Verlauf der Diskussion jemand diesen Hinweis gegeben:


ZitatDeswegen ist auch der Hinweis, dass das Problem in der Praxis
wohl völlig irrelevant ist eine große Hilfe und ich denke, ich werde
es dabei belassen.

Genau das wollte ich ganz am Anfang schon schreiben, habe mich aber nicht getraut, weil sich ja des Problems schon intensiv angenommen wurde, und da wollte ich mich als "Pragmatiker" nicht einmischen und Zorn auf mich laden.
Mir kam es aber schon ein wenig so vor wie die Diskusson um das Lacerty Infinity. Leuchtfeldblendenfarbsäume sind zur Zeit wohl "in"  ;D

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Nomarski in Februar 03, 2010, 19:36:52 NACHMITTAGS
Hallo,

ZitatLeuchtfeldblendenfarbsäume sind zur Zeit wohl "in"  Grinsend

So nutze ich die Gelegenheit, um die Farbsäume auch von meiner schiefen Leuchtfeldblende zu zeigen ;D :

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/31143_55371360.jpg)
Dieses Bild wurde durch einen 10er Achromat eines Zeiss-Standards aufgenommen, die Randschärfe ist auch nicht 100%ig, was sich bei der visuellen Beobachtung noch weniger bemerkbar macht. Der Kondensor hat die Apertur von 0,9

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/31143_8683236.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/31143_55201310.jpg)
Bei absichtlicher defokusierung entstehen diese Farbsäume.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/31143_1031007.jpg)
Zum Vergleich die Aufnahme mit einem achr.apl. Kondensor Apertur 1,4

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/31143_46395329.jpg)
Auch hier wurde etwas defokussiert.

Aber das nur nebenbei. ;)

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 03, 2010, 22:18:40 NACHMITTAGS
Zitat von: Nomarski in Februar 03, 2010, 19:36:52 NACHMITTAGS
ZitatLeuchtfeldblendenfarbsäume sind zur Zeit wohl "in"  Grinsend

So nutze ich die Gelegenheit, um die Farbsäume auch von meiner schiefen Leuchtfeldblende zu zeigen ;D :

Werter Nomarski, was wollten Sie denn nun eigentlich darstellen?
Steh ich auf dem Schlauch oder was...?
Da sind doch keine einseitig unterschiedlichen Farbränder, die ein Anzeichen für unbeabsichtigte schiefe Beleuchtung sind; das ist doch alles in Ordnung, so wie es sein sollte - oder?
Gruß KH
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Nomarski in Februar 03, 2010, 22:43:34 NACHMITTAGS
Lieber Herr Henkel,

ZitatDa sind doch keine einseitig unterschiedlichen Farbränder, die ein Anzeichen für unbeabsichtigte schiefe Beleuchtung sind; das ist doch alles in Ordnung, so wie es sein sollte - oder?
Wenn sogar Sie das sagen, beruhigt mich das ungemein und hat die Bedeutung eines "TÜV-Stempels". :)

Aber zu Ihrer Frage:
Zitatwas wollten Sie denn nun eigentlich darstellen?
Wie Ihnen wohl nicht entgangen ist, gab es in der letzten Zeit mehrfach Diskussionen wegen dieses Themas. Worüber sonst nur seitenweise geschrieben wurde, wollte ich einfach mit ein paar Bildern mal zeigen.
Immerhin kann es für diejenigen nützlich sein, die sich ein Mikroskop erwerben wollen und vor dem Kauf das Gerät überprüfen möchten, ob alles in Ordnung ist, nicht hinterher, wenn es zu spät ist.

Gruß
Nomarski
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Detlef Kramer in Februar 03, 2010, 23:52:39 NACHMITTAGS
Lieber Bernd,

also ich empfand auch virtuelle Bauchschmerzen bei der Darstellung Deiner Fotos. Das hat mit der Problematik eigentlich wirklich nichts zu tun. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass dies behoben werden müsste. Und:
Zitatwegen diesem Thema
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", das kann ich mir nun nicht verkneifen ;D ;D ;D.

Herzlichen Gruß

Detlef
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Nomarski in Februar 04, 2010, 00:07:52 VORMITTAG
Zitat von: Detlef Kramer in Februar 03, 2010, 23:52:39 NACHMITTAGS
Lieber Bernd,

also ich empfand auch virtuelle Bauchschmerzen bei der Darstellung Deiner Fotos. Das hat mit der Problematik eigentlich wirklich nichts zu tun. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass dies behoben werden müsste. Und:
Zitatwegen diesem Thema
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", das kann ich mir nun nicht verkneifen ;D ;D ;D.

Herzlichen Gruß

Detlef

Danke, lieber Detlef,
dieser kleine Fehler ist bereits behoben und er schien dich mehr gestört zu haben als der Farbsaum an Timms Blendenrand.
Abrer ich stimme mit dir in dem Punkt überein: Mit der Problematik hat das wirklich nichts zu tun!
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: treinisch in Februar 04, 2010, 01:42:01 VORMITTAG
Hallo,

für mich ist das Thema eigentlich abgeschlossen, aber das mit den Bildern von der Leuchtfeldblende
ist glaube ich eine ganz gute Idee.

Wobei ich mich ganz leise und vorsichtig doch frage, ob da nicht bei dem Foto mit dem
achr.apl. Kondensor Apertur 1,4 doch ein deutlicher Farbrand, am linken Rand ist.  :D

Ich würde mal sagen der rechte Rand ist neutral grau/schwarz und der linke
geht doch schon nach sepia, oder?  ;)

Schmunzelnd

Timm

Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Nomarski in Februar 04, 2010, 08:33:45 VORMITTAG
Hallo Timm,

ZitatIch würde mal sagen der rechte Rand ist neutral grau/schwarz und der linke
geht doch schon nach sepia, oder?  Zwinkernd

Das wollte ich dir damit eigentlich gezeigt haben, daß auch beim Kondensor 1,4 noch Farbränder auftreten können, wenn auch nicht so drastisch wie bei deinem Mikroskop. Aber der Rand der Leuchtfeldblende dient eigentlich nur zur Zentrierhilfe und ist weder bei der Beobachtung noch bei der Fotografie zu sehen, es sei denn, man zieht sie soweit zu, daß Detlef virtuelle Bauchschmerzen bekommt. ;D

Ich bin sicher, daß man bei deinem Mikroskop durchaus eine Verbesserung bewirken kann, aber sowas geht nur vor Ort und nicht in diesem Forum per Ferndiagnose. Deswegen sei es von mir aus auch hiermit abgeschlossen.

Grüße
Bernd
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Peter V. in Februar 04, 2010, 08:42:59 VORMITTAG
Zitat"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", das kann ich mir nun nicht verkneifen   .

Herzlichen Gruß

Detlef

Da der Leuchtfeldblenden-thread offenbar beendet ist, können wir nun endlich ot werden und zu unser aller Lieblingsthema zurückkehren  ;D

Offenbar passieren solche kleine Lapsus ( ja, gleich vorweg, mit langem u, nicht Lapsi! ) auch ganz Anderen:

http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,325940,00.html

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Nomarski in Februar 04, 2010, 12:21:23 NACHMITTAGS
ZitatDa der Leuchtfeldblenden-thread offenbar beendet ist, können wir nun endlich ot werden und zu unser aller Lieblingsthema zurückkehren

Noch nicht ganz, da eine Sache noch nicht geklärt ist. Es wurde nämlich bereits angedeutet, daß auch die Aperturblende im Kondensor zentrisch im Beleuchtungsstrahlengang stehen muß. Genau das habe ich überprüft. Ich habe die Aperturblende dezentriert und bin auf diese Erscheinung des einseitigen Farbsaumes gestoßen.
Also ist die Ursache wahrscheinlich keine schiefe Leuchtfeldblende, auch keine dezentrierte Lampe, sondern eine dezentrierte Aperturblende. Und diese läßt sich zentrieren.

Viele Grüße
Bernd
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Detlef Kramer in Februar 04, 2010, 13:35:33 NACHMITTAGS
... oder eine schief sitzende Kondensor-Frontlinse. Das hat ja Timm schon selbst herausgefunden und zum Teil beseitigt. Man kann die Stellung dieser Linse ja korrigieren, ich weiß nur nicht, ob das ohne bestimmte Hilfsmittel funktioniert. Ich habe da keine Erfahrung. Im Prinzip müsste der Kondensor mit ausgeklappter Frontlinse sehr genau zur Feldblende zentriert werden, dann Frontlinse einklappen und durch Justieren des Endanschlags zentrieren.

Abgesehen davon: wie zentriert man die Aperturblende? Ich muss gestehen, dass ich diesen Kondensor nicht kenne.

Herzliche Grüße

Detlef
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: treinisch in Februar 04, 2010, 14:34:21 NACHMITTAGS
Zitat von: Detlef Kramer in Februar 04, 2010, 13:35:33 NACHMITTAGS
... oder eine schief sitzende Kondensor-Frontlinse. Das hat ja Timm schon selbst herausgefunden und zum Teil beseitigt. Man kann die Stellung dieser Linse ja korrigieren, ich weiß nur nicht, ob das ohne bestimmte Hilfsmittel funktioniert. Ich habe da keine Erfahrung. Im Prinzip müsste der Kondensor mit ausgeklappter Frontlinse sehr genau zur Feldblende zentriert werden, dann Frontlinse einklappen und durch Justieren des Endanschlags zentrieren.

Abgesehen davon: wie zentriert man die Aperturblende? Ich muss gestehen, dass ich diesen Kondensor nicht kenne.

Das interessiert mich auch! Wie zentriert man die Aperturblende?

Herzliche Grüße

Timm
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: rhamvossen in Februar 04, 2010, 15:11:58 NACHMITTAGS
Das interessiert mich auch! Wie zentriert man die Aperturblende?

Hi,

The aperture diaphragma is easily centerable in certain condensers like the Zernike pancake phase condensers. There, the same system is used to center the phase rings with. With a normal brightfield condenser that's not usually possible. Unless some screw adjustments can be made. Best regards,

Rolf
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Nomarski in Februar 04, 2010, 17:06:10 NACHMITTAGS
ZitatDas interessiert mich auch! Wie zentriert man die Aperturblende?

Herzliche Grüße

Timm

Hallo Timm,

hast du denn überhaupt kontrolliert, ob deine Aperturblende dezentriert ist? Wie verhält sich das, wenn du die Aperturblende voll geöffnet hast und dabei köhlerst? Wenn es wirklich am Kondensor liegt, hat man dort meist nur die Möglichkeit, die Frontlinse zu zentrieren, indem die drei Madenschrauben gelöst und so festgezogen werden, daß sie in einer anderen Lage geklemmt ist. Ohne Spezialvorrichtung ist das aber ein mühsamer Prozess, da die Schrauben nicht zugänglich sind, wenn der Kondensor sich in der Nähe des oberen Anschlag befindet. Auch die Hilfslinse, sofern vorhanden, kann dezentriert sein. Es muß also alles systematisch kontrolliert werden, bevor man irgendetwas verstellt, was nur noch eine weitere Verschlechterung bewirkt.

Grüße
Bernd
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Detlef Kramer in Februar 04, 2010, 17:51:56 NACHMITTAGS
lieber Bernd,

kein Vorwurf :D, aber Du hast doch die dezentrierte Aperturblende in die Diskussion gebracht:
Zitats wurde nämlich bereits angedeutet, daß auch die Aperturblende im Kondensor zentrisch im Beleuchtungsstrahlengang stehen muß. Genau das habe ich überprüft. Ich habe die Aperturblende dezentriert und bin auf diese Erscheinung des einseitigen Farbsaumes gestoßen.
Also ist die Ursache wahrscheinlich keine schiefe Leuchtfeldblende, auch keine dezentrierte Lampe, sondern eine dezentrierte Aperturblende. Und diese läßt sich zentrieren.

Ich selbst wäre auf die Idee gar nicht gekommen, weil ich eine zentrierbare Aperturblende bewusst noch nie gesehen habe.

Aber ich meine, nachdem Timm den Dreckklumpen am Anschlag der Frontlinse beseitigt hat und dabei auch wirklich einen positiven Effekt bemerkt hat, sollten wir die wirklich interessante Diskussion beenden. Das Ganze wäre einfacher, wenn wir das Mikroskop vor uns stehen hätten.

Herzliche Grüße

Detlef 
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Klaus Henkel in Februar 04, 2010, 17:54:06 NACHMITTAGS
Zitat von: treinisch in Februar 04, 2010, 14:34:21 NACHMITTAGS

Das interessiert mich auch! Wie zentriert man die Aperturblende?


Lieber Herr Reinisch!

Diese Prozedur nennt man normalerweise Kondensor zentrieren. Die Aperturblende ist heutzutage ein fester Bestandteil des Kondensors, und wenn man den zentriert, dann erledigt sich das mit der A.blende damit.
Wenn Sie einverstanden sind, gebe ich Ihnen hiermit eine Hausaufgabe auf. Sorgfältig lesen Kap. 4.1 der Mikrofibel. Danach haben Sie mit solchen Fragen bestimmt keine Schwierigkeiten mehr. Sie werden feststellen, daß ich jeweils beschreibe, wie es richtig ist, und anschließend gibt es auch Anmerkungen, wo man die Kirch' im Dorf lassen darf.

Beste Grüße KH
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Nomarski in Februar 04, 2010, 18:07:12 NACHMITTAGS
ZitatAber ich meine, nachdem Timm den Dreckklumpen am Anschlag der Frontlinse beseitigt hat und dabei auch wirklich einen positiven Effekt bemerkt hat, sollten wir die wirklich interessante Diskussion beenden. Das Ganze wäre einfacher, wenn wir das Mikroskop vor uns stehen hätten.

Richtig, Detlef! Diesen Anschlag kann man übrigens bei vielen Kondensoren auch noch einstellen. Wenn der nicht stimmt, ist die Frontlinse leicht gekippt und produziert Farbsäume. Man kann es ausprobieren, indem man die Frontlinde leicht kippt.

Und da es der Nummer nach sich um einen PH-Kondensor handelt, läßt sich aufgrund der Konstruktion die Aperturblende dezentrieren, wenn man den Revolver leicht aus der Rastung bringt.

Zitatnd dabei auch wirklich einen positiven Effekt bemerkt hat, sollten wir die wirklich interessante Diskussion beenden.
Einverstanden!

Gruß
Bernd
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Dieter Stoffels in Februar 04, 2010, 18:12:44 NACHMITTAGS
Hallo Timm,

an dieser Stelle möchte ich Dir dringend abraten, eigenständige Zentrierungen an Deiner Aperturblende durchzuführen. Die  "kleinen" Universalkondensoren für das Axioskop 1 und Axioskop 20 werden  nur sehr sehr selten im gebrauchten Zustand gehandelt und sind bei der Firma Zeiss meines Wissens absolut nicht mehr käuflich. Ein Nachkauf ist vermutlich nur durch einen weiteren Kauf eines Mikroskopes möglich. Eine Beschädigung der Lamelle wäre somit ein nicht mehr zu ersetzender Totalschaden des Kondensors. Lediglich Satzkondensoren werden ab und zu noch für diese Mikroskope gehandelt.

Viele Grüße!

Dieter
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: treinisch in Februar 04, 2010, 18:34:56 NACHMITTAGS
Zitat von: Dieter Stoffels in Februar 04, 2010, 18:12:44 NACHMITTAGS
an dieser Stelle möchte ich Dir dringen abraten, eigenständige Zentrierungen an Deiner Aperturblende durchzuführen. Die  "kleinen" Universalkondensoren für das Axioskop 1 und Axioskop 20 werden  nur sehr sehr selten im gebrauchten Zustand gehandelt und sind bei der Firma Zeiss meines Wissens absolut nicht mehr käuflich. Ein Nachkauf ist vermutlich nur durch einen weiteren Kauf eines Mikroskopes möglich. Eine Beschädigung der Lamelle wäre somit ein nicht mehr zu ersetzender Totalschaden des Kondensors. Lediglich Satzkondensoren werden ab und zu noch für diese Mikroskope gehandelt.

Hallo Dieter,

keine Sorge! Ich hatte nicht vor, an der Aperturblende herumzuspielen, abgesehen vom Öffnen oder Schließen derselben :D, es war mehr ein theoretisches Interesse.
Es kam ja schon mehrfach der Hinweis, dass hier kein allzu großes Problem vorliegt.
Deine Kondensor-Warnung ist, davon abgesehen, auch recht eindrücklich!

vlg

Timm
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: treinisch in Februar 04, 2010, 19:16:33 NACHMITTAGS
Zitat
Diese Prozedur nennt man normalerweise Kondensor zentrieren. Die Aperturblende ist heutzutage ein fester Bestandteil des Kondensors, und wenn man den zentriert, dann erledigt sich das mit der A.blende damit.
Wenn Sie einverstanden sind, gebe ich Ihnen hiermit eine Hausaufgabe auf. Sorgfältig lesen Kap. 4.1 der Mikrofibel. Danach haben Sie mit solchen Fragen bestimmt keine Schwierigkeiten mehr. Sie werden feststellen, daß ich jeweils beschreibe, wie es richtig ist, und anschließend gibt es auch Anmerkungen, wo man die Kirch' im Dorf lassen darf.
Sehr geehrter Herr Henkel,

da gehen Sie etwas hart mit mir ins Gericht, wie und warum man den Kondensor zentriert ist mir schon klar, und das tatsächlich aus der
Mikrofibel.

Aber bei dem in Frage stehenden Kondensor kann ja in der Tat die Position der Aperturblende relativ
zum Rest der Linsen des Kondensors selbst, also ohne die Position des Kondensors relativ zur Leuchtfeldblende zu verändern, verstellt werden, genau mit dem selben Mechanismus, mit dem auch die einzelnen Phasenblenden zentriert werden.

Das bloße Zentrieren des Kondensors würde ja insofern keine Abhilfe schaffen, wenn die Blende nicht richtig relativ zu den Linsen des Kondensors
ausgerichtet wäre, was sie im Übrigen aber ist.

Herzliche Grüße

Timm Reinisch
Titel: Re: Leuchtfeldblende schief?
Beitrag von: Nomarski in Februar 05, 2010, 09:39:02 VORMITTAG
Hallo Timm,

ZitatAber bei dem in Frage stehenden Kondensor kann ja in der Tat die Position der Aperturblende relativ
zum Rest der Linsen des Kondensors selbst, also ohne die Position des Kondensors relativ zur Leuchtfeldblende zu verändern, verstellt werden, genau mit dem selben Mechanismus, mit dem auch die einzelnen Phasenblenden zentriert werden.

Das bloße Zentrieren des Kondensors würde ja insofern keine Abhilfe schaffen, wenn die Blende nicht richtig relativ zu den Linsen des Kondensors
ausgerichtet wäre, was sie im Übrigen aber ist.
Dein Kondensor besteht aus einer Basisoptik, den Blenden und der klappbaren Frontoptik. Die Basisoptik läßt sich in dem Kondensorgehäuse nicht zentrieren. Um den Versatz zwischen optischen und mechanischen Mittelpunkt auszugleichen, hat man die Zentrierschrauben am Kondensorträger. Nun muß der Optische Mittelpunkt der Frontlinse mit dem der Basisoptik übereinstimmen, deswegen die Justiermöglickeiten wie bereits beschrieben.
Und in diesen optischen Mittelpunkt müssen auch die Blenden hingerückt sein, deswegen haben die Blenden auch noch kleine Justierschräubchen.
Die Justage ist bereits im Werk vorgenommen worden, so daß man normalerweise nichts mehr daran ändern muß und dieses auch nicht tun sollte ohne trifftige Gründe. Der Kondensor ist also eine abgeglichene Einheit!
Und du hast es ja selbst gesehen, was so ein bischen Dreck, der zwischen den Anschlägen gesessen hat, schon ausmacht. ;)

Viele Grüße
Bernd