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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: tlansing in Juni 12, 2023, 19:59:26 NACHMITTAGS

Titel: Brauche Hilfe bei einem festsitzenden Teil an einem Zeiss PM3 Tubuskopf
Beitrag von: tlansing in Juni 12, 2023, 19:59:26 NACHMITTAGS
Die Klemmschraube am Tubuskopf (siehe Pfeil auf dem Foto unten) klemmt und deshalb kann ich den Binokularkopf nicht am Tubuskopf befestigen. Ich habe die Klemmschraube gelöst und versucht, mit der flachen Seite eines Schraubendrehers auf den Teil zu drücken, der in die Öffnung hineinragt, an der der Fernglaskopf befestigt ist, um zu sehen, ob ich ihn bewegen kann, aber ohne Erfolg. Ich habe auch versucht, die beiden anderen kleineren Schrauben zu lösen (auf dem Foto bei etwa 8 und 10 Uhr zu sehen), aber auch das hat nicht funktioniert. Ich würde mich über Vorschläge freuen, wie ich die Klemmschraube lösen kann und danke im Voraus für Ihre Hilfe.

Tim

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Titel: Re: Brauche Hilfe bei einem festsitzenden Teil an einem Zeiss PM3 Tubuskopf
Beitrag von: Gerd Schmahl in Juni 12, 2023, 21:02:20 NACHMITTAGS
Hallo Tim,
ich kenne den Mechanismus nicht persönlich, aber bei festsitzenden Teilen hilft oft Wärme. Nun soll man ja Optiken nicht über Gebühr erwärmen, aber wenn Du mit einem Lötkolben nur das in die Öffnung ragende mit einem Pfeil gekennzeichnete Teil erwärmst, sollte sich vielleicht etwas bewegen lassen.
Vorsichtig muss man auch mit Kriechölen oder ähnlichen sein (Ballistol, WD-40) wenn Optiken in der Nähe sind, weil die im ungünstigen Fall bis auf die Optik kriechen können. Auf keinen Fall dergleichen sprühen, sondern etwas in ein kleines Gefäß (ich nutze Kronkorken - die liegen bei mir rum  :) )geben und mit einem Pinsel vorsichtig wenig an den Spalt zwischen die fest sitzenden Teile geben. Wenn Du die Rändelschraube rechts im Bild schon draußen hattest, würde ich das von deren Gewinde aus probieren, also auf der Seite des Problems, das der Optik abgewandt ist.

Ein Abbauen des ganzen Ringes würde ich bleiben lassen! Das sieht sehr nach einem justierten Teil aus, dass Du wahrscheinlich mit Hausmitteln nicht wieder in die richtige Lage bringen kannst. Ich vermute, dass die drei großen Schrauben den Ring halten und mit den langen Löchern für die richtige Lage im Kreis verantwortlich sind, während die kleinen Schrauben wohl als Auflagepunke fungieren und den Winkel zum Tubus bestimmen. Wenn Du das zerlegst wird die optische Achse wohl nicht mehr 100%ig stimmen.
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Brauche Hilfe bei einem festsitzenden Teil an einem Zeiss PM3 Tubuskopf
Beitrag von: Jürgen Boschert in Juni 12, 2023, 21:47:13 NACHMITTAGS
Hallo Timm,

bei den Tubusköpfen ist das altersbedingt ein recht häufiges Problem. Mit Wärme bitte eher zurückhaltend,(die Prismen sind verklebt und reagieren auf größere Temperaturänderungen empfindlich). Schraube den silbernen Rändelknopf ganz ab. Dann kommt das äußere Ende des gefederten Arretierungsstiftes zum Vorschein. Gib hier einen Tropfen Xylol drauf, warte, wiederhole das , wenn das Xylol verdunstet ist; versuche immer wieder zwischendurch, den in den Tubusring hineinragenden Bolzen -wie schon versucht- mit einem flachen Schraubendreher zurückzudrücken; irgendwann wird das klappen. Lasse um Himmelswillen den Tubusring selbst unberührt.

Wie schon erwähnt , ist der Bolzen, der den Tubus fixieren soll, gefedert. Das nach außen gerichtete Ende ist dtl. dünner als der innerhalb der Tubusringes sichtbare Teil. In seiner Führung ist eine Feder über diesen dünneren Teil geschoben, sodass der Bolzen gegen die Ringschwalbe des Tubus gedrückt. Gesichert ist der Bolzen außen mit einem sehr kleinen Seggering; den kannst kannst Du vorsichtig entfernen, nachdem Du ihn aus dem verbackenen Fett freigelegt hast. Dann kannst Du den Bolzen nach innen herausdrücken, alles säubern und neu fetten.

Bei Rückfragen gerne auch PM oder Email.
Titel: Re: Brauche Hilfe bei einem festsitzenden Teil an einem Zeiss PM3 Tubuskopf
Beitrag von: tlansing in Juni 13, 2023, 12:05:04 NACHMITTAGS
Hallo Jurgen,

vielen Dank für deine Vorschläge.  Leider habe ich keinen Zugang zu Xylol, um zu versuchen, den Stift im Inneren der Klemmschraube zu lösen.  Kannst du eine Alternative empfehlen?  Der Pfeil in Bild 2 zeigt, wo ich versucht habe, kleine Mengen von WD-40 auf die Kante des Stifts aufzutragen, um ihn zu lösen, ohne Erfolg.  Außerdem hatte ich in einem anderen Forum gepostet und den folgenden Vorschlag erhalten.  Der Vorschlag lautete, die gesamte Federschraubenbaugruppe zu entfernen, indem man die Stellschraube herausdreht (siehe roter Pfeil in Bild 1), sie in Benzin, Ethanol oder was auch immer einweichen, auseinandernehmen, neu einfetten und wieder zusammenbauen.  Macht das für Sie Sinn und wenn ja, wie kann ich die Baugruppe nach dem Lösen der Stellschraube entfernen?

Tim
Titel: Re: Brauche Hilfe bei einem festsitzenden Teil an einem Zeiss PM3 Tubuskopf
Beitrag von: reblaus in Juni 13, 2023, 12:29:01 NACHMITTAGS
Hallo Tim -

Baugruppe ist eingeschraubt und ich hatte auch schon einschlägige Erlebnisse damit. Wenn das Gewinde genauso  verkleistert ist wie der Bolzen kann das Rausschrauben schwierig werden, weil man an dem Feingewinde keinen guten Ansatz hat.

Viel Erfolg

Rolf
Titel: Re: Brauche Hilfe bei einem festsitzenden Teil an einem Zeiss PM3 Tubuskopf
Beitrag von: tlansing in Juni 13, 2023, 14:36:01 NACHMITTAGS
Hallo Rolf,

Es macht Sinn, dass die Baugruppe eingeschraubt ist, aber wie schraubt man sie ab?  Ich sehe keine Schlitze für einen Schraubendreher oder einen Schraubenschlüssel und ich würde vermuten, dass man nicht in den Gewindeteil greifen will, um ihn abzuschrauben.  Ich wäre für jeden Vorschlag dankbar.

Beste Wünsche,
Tim
Titel: Re: Brauche Hilfe bei einem festsitzenden Teil an einem Zeiss PM3 Tubuskopf
Beitrag von: tlansing in Juni 13, 2023, 14:37:34 NACHMITTAGS
Ich habe vergessen zu fragen, ob ich auch die Stellschraube lösen muss.
Titel: Re: Brauche Hilfe bei einem festsitzenden Teil an einem Zeiss PM3 Tubuskopf
Beitrag von: Jürgen Boschert in Juni 13, 2023, 15:07:23 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

erstmal als Ersatz für Xylol geht auch ein nicht zu leichtflüchtiges Benzin (also hier kein Wundbenzin), sondern Terpentin(ersatz) konventionelles Waschbenzin aus dem Supermarkt oder Feuerzeugbenzin.

WD-40 muss sehr vorsichtig angewendet werden, auf keinen Fall sprühen!

Nach Möglichkeit die Gewindehülse nicht entfernen, ist nicht nötig. Selbst wenn Du die Fixierungsmade entfernt bekommst, ist das Herausschrauben der Hülse sehr kritisch, da das Gewinde ja durch eben diese Arretierungsmade (bewusst) einen Schlag ab hat! Die Hülse selbst ist aus sehr weichem Messing und überlebt den Versuch des Herausdrehens oft nicht lebend, man muss also entsprechenden Ersatz in der Hinterhand haben.

Wärme kann man vorsichtig auch mit einem Lötkolben gezielt und dosiert aufbringen. Aber zuerst würde ich den Seggering entfernen und mit viel Geduld und Lösungsmittel versuchen, den Bolzen nach innen herauszubekommen.