Hallo!
Eine Frage an die Jenaval (-vert, -lumar ) DIK-Anwender:
Ich probiere gerade eine DIK-Einrichtung an meinem Jenaval aus. Bei der Justierung ergibt sich eine Verständnisfrage:
In der Bedienungsanleitung finde ich den Satz
ZitatSteckschlüssel (Bild 3/36) links und rechts in die
Zentrierlöcher im Prismenrevolver (Bild 5/57) einführen,
und zwar in die, die der optischen Achse am nächsten liegen.
Schlüssel drehen, bis das Feld am dunkelsten erscheint
und keine reliefartige Kontrastierung zu sehen
ist.
Handelt es sich bei "keine" um einen Druckfehler oder ist wirklich gemeint, dass man bei diesem Schritt
keine reliefartige Kontrastierung sehen soll?
Aber so recht glaube ich nicht an einen Tippfehler, dern bei der Beschreibung einer zweiten Anleitung für ein etwas anderes DIK-System am Jenaval ist diese Formulierunmg identisch.
Hier habe ich irgendwie ein Verständnisproblem, denn das Ziel beim DIK ist doch ( u.a. ) die reliefartige Darstellung - oder doch nicht ???
Zum Verständnis des Zusammenhangs unten der gesamte Text.
Herzliche Grüße
Peter
2.1. Einrichtung für differentiellen Interferenzkontrast
DIK d
• Zwischenringe mit Prismen (Bild 5/56) der Einrichtung
DIK d auf die DlK-fähigen Objektive der Standardausrüstung
aufschrauben; die Zuordnung Zwischenring-Objektiv
geht aus der aufgedruckten Vergrößerung hervor, bzw. ist
der Tabelle unter Punkt 2.3. zu entnehmen. (Die Zwischenringe
DIK d 12,5/25 funktionieren sowohl mit GF-PA 12,5x
als auch mit GF-PA 25x).
• Die Kombinationen Zwischenring-Objektiv in den Objektivrevolver
einschrauben. Das Objektiv 12,5x vorteilhaft in
das am Revolver mit 1 gekennzeichnete Auge, übrige Objektive
in der Reihe steigender Vergrößerungen sinngemäß in die
Augen 2, 3, 4 ... schrauben. Diese Zuordnung auch bei
späteren Arbeiten mit der DIK-Einrichtung beibehalten, um
Justieraufwand zu vermeiden.
• Prismenrevolver DIK (Bild 6/57) in die entsprechende
Schwalbenführung (Bild 1/4) des Kondensoreinhängers bis
Anschlag einschieben und mit Rändelmutter klemmen.
Prismenrevolver so schalten, daß im Sichtfenster das
Symbol o erscheint.
• Analysatorschieber DIK d (Bild 5/51) in den Ausbruch
(Bild 1/2) bis Anschlag einschieben und Markierung 0 auf
objektivbezogen,
4 verschiedene Ausführungen
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Indexpunkt stellen.
• Filteraufnahme (Bild 1/8) nach vorn vom Stativfuß abziehen
und an ihre Stelle den Polarisator DIK d (Bild 5/
52) aufschieben; drehbaren Polarisator so stellen, daß
der Hebel zwischen die beiden Striche zu liegen kommt.
λ - und λ/4-Platte aus dem Strahlengang ausschwenken«
• Präparat auflegen, Objektiv einschalten, Objekt scharfstellen
und nach Köhler beleuchten. (Auffinden und Scharfstellen
schwer sichtbarer Objekte vorteilhaft bei weitgehend
geschlossener Aperturblende. Danach Aperturblende wieder
voll öffnen).
• Durch geringfügiges Drehen von Polarisator und/oder
Analysator maximale Dunkelheit im Feld einstellen.
• Bertrandlinse einschalten. Dazu Zugstange (Bild 1/1)
herausziehen. Mit Knebel an der Zugstange Bertrandlinse
auf Aperturblende fokussieren und diese mit Zentrierschrauben
(Bild 1/6) zur Pupille zentrieren. Gegebenenfalls muß
die Aperturblende etwas geschlossen werden.
• Stifthebel in einen der beiden Schlitze im Zwischenring
DIK d einführen und damit den gerändelten inneren Ring so
lange drehen, bis der in der Pupille sichtbar werdende
zentrale, schwarze Interferenzetreifen waagerecht liegt.
• Prismenrevolver DIK so schalten, daß die Vergrößerung des
Objektivs im Fenster erscheint. Die Pupille muß nahezu
einheitlich gefärbt bzw. in einheitlicher Helligkeit erscheinen;
falls sich die Zahl der Interferenzstreifen verdoppelt,
liegt das Prisma im Zwischenring DIK d um 180°
im Azimut verdreht. In diesem Fall Prismenrevolver wieder
auf 0 zurückschalten, Prisma im Zwischenring um 180°
weiterdrehen, bis das Interferenzstreifensystem wieder
waagerecht erscheint; erneut Prismenrevolver auf Arbeitsobjektiv
schalten, die Pupille erscheint jetzt nahezu
einheitlich gefärbt bzw. in einheitlicher Helligkeit.
• Aperturblende mit Stellring (Bild 1/9} In Arbeitsstellung
bringen (1/2 bis 2/3 geöffnet).
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• Zugstange (Bild 1/1) wieder hineinschieben und damit
Bertrandlinse ausschalten; Feld beobachten.
• Steckschlüssel (Bild 3/36) links und rechts in die
Zentrierlöcher im Prismenrevolver (Bild 5/57) einführen,
und zwar in die, die der optischen Achse am nächsten liegen.
Schlüssel drehen, bis das Feld am dunkelsten erscheint
und
keine reliefartige Kontrastierung zu sehen
ist.• Prisma im Zwischenring DIK d mit Stifthebel geringfügig
verstellen, bis das Feld am dunkelsten erscheint. Damit
ist die Einrichtung justiert.