Hallo zusammen
Beim Eindecken mit Histofluid habe ich immer wieder das Problem, das sich beim Austrocknen riesige Luftblasen bilden.
Diese sind nach dem Eindecken noch nicht sichtbar. Auch nicht nach einen Tag trocknen. Diese werden nach 3-5 Tage sichtbar und immer grösser!
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures001/31420_64005086.jpg)
Mein Vorgehen:
- Färben mit Etzhold
- Differenzieren
- Entwässern mit Isopropanol (wird mehrmals gewechselt)
- Xylol (wird mehrmals gewechselt)
- Auftropfen von Histokitt (Präperat ist noch mit Xylol durchdränkt, jedoch vorher dekaniert worden)
- Beschweren der Präperate mit 10g Gewichten
- Trocknen bei Raumtemperatur
Irgend etwas mache ich falsch!
Bin für jeden Ratschlag dankbar.
Hallo Michael,
habe keine Erfahrung mit Histokitt, aber der Name deutet dünne Schnitte an. Vielleicht ist er für etwas dickere Holzschnitte nicht geeignet?
Euparal wäre die Alternative!
Nachtrag: vielleicht hast Du zu viel Lömi, wenn das verdampft ist an der Stelle ja nichts!
Hallo Michael,
ich vermute, dass die Luftblasen nicht primär auf das Histokitt selbst zurückzuführen sind. Vielmehr glaube ich, das Du einen etwas dickeren Schnitt eingebettet hast. Im Zuge der Schwindung des Histokitt wird ab einem bestimmten "Trocknungsgrad" die Spannung unterhalb des Deckglases dadurch ausgeglichen, dass sich Luft von einer Stelle des Decklasrandes einzieht und sich an den Randgrenzen Deines Schnittes ausbreitet. Um dieses Problem zu vermeiden, empfehle ich Dir bei Holzschnitten in Xylol gelöstes Kanadabalsam als Einschlussmittel zu verwenden.
Viele Grüße!
Dieter
Guten Abend
Besten Dank für Eure zahlreichen Antworten.
Ich habe mich im Einbettmedium verschrieben. Es ist Histofluid und nicht Histokitt. Bitte verzeiht mein Versehen.
Beim Recherchieren auf der Mikroskopie-München Seite bin ich auf Malinol gestossen. Der Beschreibung nach könnte dies geeignet sein, um dickere Holzschnitte einzubetten. Habt Ihr damit Erfahrungen?
Hallo Michael,
ich habe auch ein paar Holzschnitte gemacht und diese in Euparal eingedeckt. Damit habe ich nur gute Erfahrungen gemacht und Du musst auch nicht die Wäscheklammer auf der Nase haben denn Xylol brauchst Du dann nicht.
Herzliche Grüsse
Eckhard
Hoi Michel
Ja, ich habe Erfahrung mit Malinol und Holzschnitten. Ich habe deren sehr Viele. Malinol hat den Vorteil, dass kleine Luftblasen während dem Aushärten noch verschwinden. Ich beschwere die Schnitte während der ersten Woche jeweils mit 100g.
Ich gehe jeweils folgendermassen vor.
Frisches Holz sofort schneiden oder im Tiefkühler lagern. Trockenes Holz mindestens eine Woche in Wasser-Alkohol-Glyzerin einlegen.
Dann Schnitte 25mü dick jeweils 10 Min. 40%, 60%, 80% und 100% in Brennsprit eingelegt. Weiter mit Xylol und ab auf den Objektträger auf dem ich einen Tropfen Malinol verteilt habe. Je Holz ein Radial-, Tangential- und Querschnitt unter ein 24x50mm Deckglas.
Unter dem Stemi mit dem Hinterteil der Präpariernadel die Luftblasen unter dem Deckglas hervortreiben.
Eine Woche mit Gewichtstein beschwert ruhen lassen.
Ich lagere grundsätzlich alle Präparate liegend. Ich glaube Malinol braucht Jahre um auszuhärten.
Gruss
Jürg
Hallo Michael,
Falls es Beschaffungsprobleme bei Malinol oder Euparal gibt (beides ist eigentlich von privat nicht erhältlich), Includal CB von ChemLab.at.
Detlef