Hallo Miteinander
Ich versuche gerade wieder in die Mikroskopie einzusteigen.
Vor ca 30Jahren hatte ich ein Leitz HM-Lux 3
Aktuell dachte ich, ein Zeiss Standard 18 zu nehmen. Nun lese ich hier viel über die Delamination der Optiken.
Ich hätte gerne ein Mikroskop das funktioniert, und nicht restauriert werden muss.
Sonstige Anforderungen:
Da ich von der Fotografie komme, sollte es leicht an eine DSLM anzuschließen sein.
Das scheint bei den Zeissen kompliziert zu sein.
Es sollte perspektivisch auf Dunkelfeld und Polarisation ausbaubar sein.
Und so kann man eine Menge Geld liegen lassen.
Ich bin mir gerade nicht sicher ob ich das will. Und ob ich nicht erstmal ,,klein" anfange.
Was ich betreiben will: Tümpeln (bin auch ein Fan von Tardigrada) , Polarisation
Die konkreten Fragen:
Gibt es ein Leitz Gegenstück zum Zeiss Standard, haben die weniger Probleme mit Delamination?
Man bekommt diverse HM-Luxe relativ günstig, sind die auf Dunkelfeld ausbaubar?
Aus möglicherweise nostalgischen Gründen zieht es mich zu Leitz
Gibt es Zeiss Objektive die nicht delaminieren?
Passen neuere Objektive beider Hersteller an die alten Objektivrevolver?
Kommt sicher noch mehr.
Grüße und Danke
Kai
Auch erst mal Danke für die Mikroskopangebote die ich bekommen habe.
Hallo Kai,
meine ganz persönliche Meinung zu Leitz-Mikroskopen, besonders in Hinblick auf die Ausbaubarkeit die Du ja bzgl DF und Pol anstrebst: lieber graue ältere Leitz-Modelle in Betracht ziehen:
Vorteile:
-46mm breiten Kondensorschlitten für die es relativ oft Hellfeld, Dunkelfeld, Heine u Zernike -Phasenkontrast -Kondensoren gibt
- 170mm Tubuslängen-Optik oft günstiger als die für 160mm, diese ist jedoch an den 170er Stativen verwendbar!
Nachteil:
Kameraadaptation nicht trivial, aber möglich
Auf Filterschlitz im Tubuskopf Stativkopf achten (da Du ja Pol anstrebst) für den Analysator, gekaufte Pol-einrichtungen eher teuer, aber selbermachen relativ unproblematisch.
Auch Leitz Objektive können, möglicherweise etwas weniger oft, delaminiert sein. Die Delaminationen sind oft etwas diskreter, meine Delaminationsliste führen alte Apochromate, gefolgt vom 100er Planapochromat (beides für 170mm) an . Auch bei den Optiken für 160mm trifft es z.B. NPL Fluotare. Bei hochwertigen/preisigeren Optiken bleibt nur der Kauf mit Rückgaberecht ob von privat oder im Fachhandel oder man ist halt eine kleine Zockernatur ;)
Bester Gruß Stefan
Danke Stefan,
Welche grauen Leitz Mikroskope wären das konkret?
Ich durchschaue den Dschungel an Geräten noch nicht.
Vor allem die Kompatibilität der Komponenten.
Grüße
Kai
Hallo Kai,
wenn Du nicht auf die "großen Marken" bestehst, kann ich Die ein super Angebot machen:
Ein Lomo Biolam, aufrüstbar bis zum DIK (Pluta von PZO). http://mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Biolam-Mikroskope.pdf (http://mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Biolam-Mikroskope.pdf)
Dabei ist ein Binokular und ein voll bestückter 5 fach Revolver. Beleuchtung (erstmal) über Spiegel; eine OI-35 Leuchte könnte ich liefern. Das Ganze ist 160mm Endlichoptik, da sind ZTubehörteile günstig, zumal das meiste von Zeiss/J passt.
Service und Unterstützung gibts hier bei mir :-)
Grüße
Wolfgang
Hallo Kai, auf die Schnelle zu deiner Frage bzgl der grauen und evtl auch "neueren" weißen, alles Endlich-Optik gibt es hier reichlich Links: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=29911.0
Bester Gruß Stefan
Zitat von: liftboy in September 30, 2023, 13:01:23 NACHMITTAGS
wenn Du nicht auf die "großen Marken" bestehst, kann ich Die ein super Angebot machen:
Ein Lomo Biolam, aufrüstbar bis zum DIK (Pluta von PZO). http://mikroskopfreunde-nordhessen.de/
(http://mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Biolam-Mikroskope.pdf)
Danke Wolfgang, bin noch in der Orientierungsphase
Grüße
Kai
Meine Leitz Recherche
Laborlux 12 oder K
Ortholux
Orthoplan
Was sind die Unterschiede, die Mechanik?
Und
Diavert , bekommt man relativ günstig, muss man auch unterbekommen...
Zitat von: Kai.B in September 30, 2023, 13:00:32 NACHMITTAGS
Welche grauen Leitz Mikroskope wären das konkret?
Zu der hammerschlag-grauen Reihe gehören das HM-LUX (extrem minimalistisch), SM-LUX, Dialux, Orthoplan 2 und Orthoplan (sehr groß und extrem leistungsfähig), siehe Foto unten. Viele Bauteile sind zwischen den einzelnen Modell kompatibel.
Ich persönlich kann das kleine Leitz SM-LUX empfehlen, vor allem wenn man die schwache Glühlampenbeleuchtung durch eine moderne LED-Beleuchtung ersetzt. Denn das ist eigentlich der Hauptschwachpunkt. Ansonsten geht eigentlich alles von dir genannte damit sehr gut, wenn man sich die entsprechenden Teile besorgt (Trinokular-Tubuskopf mit Kamera-Port, Polfilter) bzw. bastelt (Ringblenden für Dunkelfeld, Adapter für Kameraanschluss). Dabei ist es schön kompakt. Wenn man mehr Platz (z.B. für externe Lampenhäuser) hat, kann man natürlich auch gleich zu den größeren Modellen Dialux oder Ortholux 2 greifen, die es aber nicht ganz so oft gibt. Das Orthoplan wäre wahrscheinlich overkill.
Da du allerdings früher mal ein HM-LUX 3 hattest, mag das kantige hammerschlag-graue Design vielleicht etwas altbacken anmuten. Aber da gehen die Meinungen auseinander. ;)
Zitat von: purkinje in September 30, 2023, 12:44:46 NACHMITTAGS
Auf Filterschlitz im Tubuskopf achten (da Du ja Pol anstrebst) für den Analysator, gekaufte Pol-einrichtungen eher teuer, aber selbermachen relativ unproblematisch.
Mir ist kein Tubuskopf bekannt, der einen Schlitz für einen Einschubfilter besitzt. Der findet sich bei den größeren Modellen (Dialux, Ortholux 2 und Orthoplan) eigentlich immer im Stativ über dem Objektivrevolver. Der Filterschlitz ist aber auch nicht unbedingt nötig. Im Leitz SM-LUX wird der Analysator oben auf die Tubusöffnung im Stativ gesteckt. Dafür muss man nur kurz den Tubuskopf abnehmen. Teuer muss in dem Fall auch nicht sein, wenn ein einfaches Set reicht. Denn da gibt von Motic ein überraschenderweise kompatibles Polarisationsset (B.209NT) (https://moticeurope.com/en/polarizing-set-b209nt.html). Der kleine Analysator passt genau in die Tubusöffnung am SM-LUX. Der große Polarisator passt allerdings nicht genau in die Vertiefung für die Filteraufnahme über der Kollektorlinse, sondern liegt nur lose auf. Aber das reicht ja vollkommen.
Zitat von: Kai.B in September 30, 2023, 14:06:37 NACHMITTAGS
Meine Leitz Recherche
Laborlux 12 oder K
Ortholux
Orthoplan
Was sind die Unterschiede, die Mechanik?
Und
Diavert , bekommt man relativ günstig, muss man auch unterbekommen...
Hier geht einiges Durcheinander: Das Laborlux 12 und K gehören zu neueren "weißen" Serie (160mm Tubuslänge) zur der auch dein HM-LUX 3 gehörte. Das Ortholux gehört zu den älteren schwarzen Mikroskopen. Wahrscheinlich meinst du das Ortholux 2, welches wie das Orthoplan zur hammerschlag-grauen Serie (170mm Tubuslänge) gehört.
Die beiden genannten Laborluxe gehören zwar zur neueren Reihe, rangieren aber unterhalb eines Ortholux 2 und Orthoplan. Gewissermaßen sind die Laborluxe die Nachfolger vom Dialux und SM-LUX (irgendwo dazwischen).
Laborlux 12 und K ("weiße Serie"):
- Tubuslänge 160 mm (neuerer Standard)
- Nutzbare Zwischenbildgröße 18 mm
- Tubusschwalbendurchmesser 42 mm
- Objektivrevolver nicht wechselbar
- Kondensoren wechselbar mit Schiebefassung, aber ohne Hilfslinse
- Tisch nicht wechselbar
- Fokussierung mit Zweiknopf-Grob- und Feintrieb am Laborlux 12 bzw. Einknopf-Kombinationsfeintrieb am Laborlux K (nicht so gern gesehen)
Ortholux 2 ("hammerschlag-graue Serie"):
- Tubuslänge 170 mm
- Nutzbare Zwischenbildgröße 20 mm
- Tubusschwalbendurchmesser 43 mm
- Objektivrevolver wechselbar
- Kondensoren wechselbar mit Schiebefassung
- Tisch wechselbar
- Fokussierung mit Zweiknopf-Grob- und Feintrieb
- weit ausbaubar bis zum DIC (sowohl Durchlicht als Auflicht)
Orthoplan ("hammerschlag-graue Serie"):
- Tubuslänge 170 mm
- Nutzbare Zwischenbildgröße 26 mm
- Tubusschwalbendurchmesser 50 mm
- Objektivrevolver wechselbar
- Kondensoren wechselbar mit Schiebefassung
- Tisch wechselbar
- Fokussierung mit Zweiknopf-Grob- und Feintrieb
- weit ausbaubar bis zum DIC (sowohl Durchlicht als Auflicht)
- deutlich größer und schwerer
Sehfeld, Objektivrevolver-Einschübe (Schwalbenschwanz-Abmessungen) und Tubusköpfe (Durchmesser der Ringschwalbe), Ploemopak-Fluoreszenzeinheiten und Lampenhäuser (Durchmesser des Bajonetts). Für mehr Details kann ich dir den Artikel "The Leitz Orthoplan and Ortholux II Research Microscopes" von Normand L. Overney und Gregor T. Overney empfehlen (https://www.microscopy-uk.org.uk/mag/artoct09/The_Leitz_Orthoplan_and_Ortholux_II_Research_Microscopes_Ver_4.pdf) und darin insbesondere das Kapitel "The Ortholux II and Orthoplan – A Comparison". Ist allerdings nur in Englisch verfügbar. Für einen anschaulichen Vergleich kann folgende aus dem Artikel stammende Abbildung dienen. Dabei fällt schonmal der deutliche Größenunterschied der Stative auf. Das Orthoplan (unten rechts) ist vergleichsweise schwer und benötigt mehr Platz.
Vielen Dank Stevie, für die ausführliche Darstellung.
Dann wären für mich zunächst SM-Lux und Ortholux 2 in der engeren Wahl.
Allerdings sind sie preislich eine Ecke auseinander.
Das Laborlux liegt dazwischen, wäre es dennoch eine Alternative?
Welche Auswirkung hat die Zwischenbildgröße?
Wie sind diese gegenüber dem Zeiss Standard 18. einzuschätzen?
Grüße
Kai
Hallo
@Stevie,
Danke für die notwendige Korrektur, ich meinte den Stativ-und nicht den Tubus-Kopf, nichtsdestotrotz halte ich einen Schieber oder einklappbaren Analysator für ganz praktisch, nicht jeder legt sich ja für jedes Kontrastverfahren ein eigenes Stativ zu ;D
Der Overney-Artikel fand sich übrigens bereits in meinem o.g. Link
@Kai
noch ein Nachtrag: V.a. beim grauen Dialux (war ein klassisches Labor-Routinemikroskop ohne Dokumentationsnotwendigkeit) gibt es oft nur einen Binotubus dazu, egal welches dieser Mikroskope auf einen Trinotubus achten und nach Möglichkeit vorbesichtigen ob alles mechanisch funktioniert und Tubus und Optik sauber sind. Trinotuben sind einzel gekauft relativ selten, teuer und dann oft nicht einmal ganz in Ordnung.
Bester Gruß Stefan
Zitat von: Kai.B in September 30, 2023, 15:32:31 NACHMITTAGS
Dann wären für mich zunächst SM-Lux und Ortholux 2 in der engeren Wahl.
Allerdings sind sie preislich eine Ecke auseinander.
Das Ortholux 2 ist das größere Mikroskop mit einigen Vorteilen am Stativ und tendenziell besserer Grundausstattung:
- Bessere Beleuchtung: 50W Halogenlampe in angeflanschtem Lampenhaus vs. kleine Glühbirne im Mikroskopsockel. Dieser Nachteil lässt sich heute durch Austausch der Originalbeleuchtung gegen eine LED-Lösung beheben.
- Wechselbarer Objektivrevolver. Natürlich kann man auch beim SM-LUX die Objektive einzeln wechseln, weshalb dieser Punkt weniger tragisch sein mag.
- Filterschlitz für die Aufnahme eines Filterschiebers über dem Objektivrevolver. Dadurch kann z.B. ein Polfilter schneller eingeschoben/entfernt werden. Beim SM-LUX gibt es, wie gesagt, einen Pol-Steckfilter für den Tubus. Aber dazu muss halt der Tubuskopf abgenommen werden. Ist war auch schnell gemacht (nur ein Hebel). Aber eben nicht ganz so bequem wie mit Filterschieber, wie purkinje ganz richtig sagt.
- Standardmäßig universelle Wechselkondensor-Aufnahme. Dadurch kann man den Kondensor schnell und einfach wechseln, z.B. wenn man einen Dunkelfeld- oder Phasenkontrastkondensor mit Revolverscheibe nachgekauft hat. Das SM-LUX gibt es durchaus auch mit dieser Wechselkondensor-Aufnahme. Es gibt aber auch SM-LUX-Varianten mit fest verbauten Kondensor. Da müsste man dann erst die Wechselkondensor-Aufnahme nachkaufen und den Mikroskoptisch ausbauen. Also beim SM-LUX-Kauf darauf achten, welche Variante man vor sich hat.
- Standardmäßig besserer Kondensor: Es handelt sich also um den Wechselkondensor mit Schwalbenschwanzführung, meistens auch mit der besseren achromatischen Klapp-Linse. Beim SM-LUX gibt es das durchaus auch, aber, wie gesagt, gibt es auch Varianten mit fest verbautem Kondensor, den man nicht ohne weiteres wechseln kann. Der fest verbaute hat den Nachteil, dass Dunkelfeld und Phasenkontrast nur eingeschränkt mittels einfacher Hülsen möglich sind, die von unten in den Kondensor gesteckt werden und nicht zentrierbar sind. Hier empfehlen sich andere Kondensoren. Also beim SM-LUX-Kauf darauf achten, welche Variante man vor sich hat.
- Fokustrieb: Das Orthlux 2 hat standardmäßig den besseren Zweiknopf-Grob- und Feintrieb. Beim SM-LUX gibt es auch Varianten mit dem schlechteren Einknopf-Kombinationsfeintrieb (ähnlich dem Laborlux K). Also beim SM-LUX-Kauf darauf achten, welche Variante man vor sich hat.
- häufig mit besserem Tubuskopf: Das Ortholux kommt häufig schon mit Trinokular, welches den Anschluss einer Kamera ermöglicht. Das SM-LUX kommt meistens nur mit Binokular oder sogar nur Monokular. Ist aber problemlos nachrüstbar. Wichtig ist der Durchmesser der Ringschwalbe von 43 mm, wie bei Ortholux 2 und Dialux (nicht aber Orthoplan und nicht die neuere "weißen Serie").
Zitat von: Kai.B in September 30, 2023, 15:32:31 NACHMITTAGS
Das Laborlux liegt dazwischen, wäre es dennoch eine Alternative?
Bei den von dir genannten Anwendungen (HF, DF und Pol) sind die neueren Laborluxe (der "weißen" Serie) natürlich auch eine Alternative. (Übrigens auch das graue Dialux, das ja genau zwischen SM-LUX und Ortholux liegt.) Da sollte man dann auch auf die oben genannten Punkte achten, die sich je nach Variante (Laborlux 11, 12, K, D, S, etc.) unterscheiden, siehe hier (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=29911.msg222576#msg222576). Ausstattungstechnisch wäre für dich ein Trinokular-Tubuskopf sowie ein Kondensor mit Revolverscheibe und Zentrierung für DF-Blenden wichtig. Man beachte, dass die Tubusköpfe und Kondensoren, der weißen Laborluxe nicht mit den grauen SM-LUX/Dialux/Ortholux 2 kompatibel sind. Die weißen Laborluxe verwenden die neuere 160mm Tubuslänge, was an sich kein großes Kriterium ist, da die 160er und 170er-Objektive in der Praxis weitgehend kompatibel sind (siehe Leitz Memo (http://www.science-info.net/docs/leitz/Leitz-160mm-Memo.pdf) )
Zitat von: Kai.B in September 30, 2023, 15:32:31 NACHMITTAGS
Welche Auswirkung hat die Zwischenbildgröße?
Wie sind diese gegenüber dem Zeiss Standard 18. einzuschätzen?
Hier geht es um das Sehfeld, also den Durchmesser des Bildes, das du durch das Okular sehen kannst. Je größer, desto mehr siehst du von deiner Probe (bei gleicher Vergrößerung). Also größere Sehfeld bzw. Sehfeldzahl (SZ), desto besser. Begrenzt wird das Sehfeld entscheidend vom Tubus und Okular. Tubustechnisch können SM-LUX, Dialux, Ortholux 2 durchaus SZ 20 bzw. 20 mm Zwischenbilddurchmesser. Allerdings haben die zugehörigen 10x Periplan-Okulare maximal SZ 18.
Beim Zeiss Standard scheint es ganz ähnlich zu sein. Es gibt wohl Okulare mit SZ 20, aber die sind deutlich seltener erhältlich.
(Das sind übrigens alles Okulare mit 23,2 mm Steckdurchmesser/Tubusdurchmesser. Das wesentlich größere Orthoplan braucht für sein gigantisches Sehfeld von biszu SZ 28 einen Steckdurchmesser von 30mm.)
Es sei noch erwähnt, dass je größer das Sehfeld, desto höher die Anforderungen an die verwendeten Objektive - Stichwort Randunschärfe und Bildfeldebnung. Das Zwischenbild ist je nach Objektivgüte immer nur bis zu einem gewissen Grad (Durchmesser) geebnet ("plan") und weist unter Umständen eine gewisse Randunschärfe auf. Das ist bei Beobachtung mit dem Auge nicht so entscheidend, da man bei Bedarf ganz leicht nachfokussieren kann. Aber gerade für die Mikrofotografie ist die Bildfeldebnung nicht unwesentlich. Die einfachsten (Leitz-)Objektive (ohne spezielle Kennzeichnung) sind nicht 100%ig eben, auch nicht bei SZ 18. Die Leitz NPL-Objektive ("normalplan") sind dann bis min. SZ 18 eben (bei 170mm Tubuslänge), möglicherweise sogar bis ca. 20 oder 22 (bei 160mm Tubuslänge).