Hallo,
mich würde einmal interessieren, womit die "ambitionierten" Botanik-Schnippler hauptsächlich schneiden. Ich habe den Eindruck, dass sich zwar einige irgendwann einmal ein Schlitten- oder Rotationsmikrotom zugelegt haben, letztlich aber doch zumeist bei einem hochwertigen Zylinder- oder Säulen-Tischmikrotom mit handgeführtem Klingenhalter bleiben.
Vielleicht ist das aber auch eine Fehleinschätzung?
Hezrliche Grüße
Peter
Säulen-Tischmikrotom
Hallo,
ich benutze das Tempelchen und ab und zu ein schwarzes Leitz Schrägschlittenmikrotom. Als Messer nutze ich Einmalklingenhalter, sowohl am Templechen als auch am Schlittenmikrotom, als Klingen die Leica-Klingen.
Viele Grüße!
Rainer
Ich bin mit den Tischmikrotomen nie wirklich glücklich geworden: Bei harten Proben (Holz) bzw. dünnen Schnitten (PEG- bzw. Paraffin-Einbettung) kommt man schnell an die Grenzen. Schnitte mit reproduzierbar konstanter Schnittdicke habe ich mit diesen Handmikrotomen leider nie hinbekommen.
Mängel in der Feinmotorik mussten somit durch "schweres Gerät" kompensiert werden. Deshalb ist bei mir mittlerweile ein kleiner Zoo an Mikrotomen eingezogen, siehe unten. Ein Reichert-Schlittenmikrotom, ein selbstgebasteltes Leichtgewicht-Schlittenmikrotom (ca. 3,7kg) sowie seit kurzem ein Ultramikrotom.
Für den allgemeinen Einsatz bei botanische Schnitten ist mir das Reichert am liebsten.
mikrotom-1a.jpg
mikrotom-2a.jpg
mikrotom-3a.jpg
Hallo jcs,
leider kann ich die Bilder nicht aufrufen...
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Peter V. in November 05, 2023, 12:26:10 NACHMITTAGSleider kann ich die Bilder nicht aufrufen...
Hmm, rätselhaft. Jetzt habe ich direkt in den Text eingebunden, hoffentlich funktioniert das.
LG
Jürgen
Ich habe zwei Zylinderhandmikrotome, ein Tempelchen, ein HAGA und nun drei Schlittenmikrotome.
Schneiden tue ich vorwiegend mit den Schlittenmikrotom.
Sowohl das Zylinder als auch das Tempelchen verwende ich nur für dafür geeignete Präparate, wie Blätter, Nadel (Kiefer, Tanne, Fichte, ...), Wurzeln oder Sprossteile von krautigen Pflanzen mit nicht zu großem Durchmesser.
Bei verholzten Präparaten scheitern diese Geräte sehr oft, auch z.B. bei hohlen Stängeln, wo
das Gewebe zum Zerreißen droht - hier ist eine sanfte, sehr lange Messerführung am Schlitten, wo
der Schnitt beim Schneiden am Messer schon aufschwimmen kann, besser geeignet.
Mit dem HAGA konnte ich mich noch nicht anfreunden - die Abstufung mit 25 Mikrometer ist eine schlechte Idee -
25 ist oft zu dünn, der Schnitt gelingt nicht und 50 Mikrometer ist oft zu dick -
aber vermutlich habe ich noch nicht genug geübt mit dem Ding.
LG
Leo
Das Tempelchen:
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Meine beiden Reichert-Mikrotome:
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Meine aktuelle Neuerwerbung - Foto ist noch vom Verkäufer - ist ein sehr schweres Gerät:
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LG
Leo
Hallo Peter,
ich schneide überwiegend mit einem SLEE 5062 Rotationsmikrotom (halbautomatisch).
Hallo Peter,
ich schneide meine Objekte (Stängel, Seta, etc. ) bei Laubmoosen an einem Tischmikrotom vom Typp "Tempelchen" ; das Material ist nicht fixiert und wird mit Holundermark umschlossen; geschnitten wird mit einem Klingenhalter Marke Eigenbau; als Klingen werden Rasierklingen in 2 unterschiedlichen Längen verwendet.
Gruss Arnold
Hallo Peter,
Ich verwende ein manuelles Mikrotom mit geführter Klinge der Firma Allmikro mit einem mit Holunder bespannten Objekt. Ich bin nicht zufrieden, weil der Holunder nicht gut fließt und oft durch die Referenzebene behindert wird.
Grüße Enzo
Lieber Peter,
mein Schlittenmikrotom fristet ein trauriges Schattendasein: ich schneide auf dem Tempelchen mit einem Jung Zylindermikrotom und Leica 818 im SHK Halter.
Beste Grüße
Jörg
Alles was irgendwie Probleme machen kann, schneide ich mit dem HN 40.
Für einfache Proben wie Nadeln usw nehme ich gern das Spencer / AO 900 oder auch ein Leitz Handzylindermikrotom.
Mein Euromex Tischmikrotom habe ich noch nicht ausprobiert, das ist erst letzte Woche eingetroffen.
Wie schon der ein oder andere Vorredner:
Ich bin mit dem Handmikrotom nie glücklich geworden. Inzwischen ausschließlich Schlittenmikrotom HN40 mit Leica 818.
Beste Grüße, Oliver
Hallo,
ich mache in meinem Ruhestand ausschließlich botanische Schnitte und die mit dem Tempelchen, SHK und Leica-Klingen. Natürlich besitze ich auch ein Schlittenmikrotom aber bis das aufgebaut ist und betriebsbereit, bin ich mit dem Tempelchen längst fertig. Mit dem HAGA komme ich nicht zurecht.
Detlef
Ein Gruß an die Schnippler,
ich habe den Tisch meines Kosmos-Mikrotoms auf 90mm Durchm vergrößert. Eine Führungsleiste am Tisch angeklemmt. Am Messerhalter eine Schrägführung.(s.Bild) Ein Schlittenm. ist für mein vkl. Zimmer zu groß und schwer.
Gruß Peter
Hallo,
nun als Gelegenheitsschnippler bin ich zwar nicht angesprochen, ich fand es nur interessant, dass Reichart in den frühen Modellen so viele Details vom Schanze (Anfang 20igstes Jh.) übernommen hat. Die Schwarmintelligenz weiß von einem ähnlichen Modell zu berichten, welches im Labor von Prof. Golgi stand. Ich nehm das dann als Ansporn, wenn es mal nicht so klappt mit den Schnitten. ;)
Grüße,
Michael/M59
Schanze_5200.jpg
Hallo zusammen,
ich verwende ein schlachtschiffgraues Leitz Grundschlittenmikrotom mit Stahlmessern und ein Swift Tischmikrotom mit meinem Cutterklingenhalter am häufigsten. Einsatzbereite gute Alternativen wären noch das uralte Schlttenmikrotom von Schanze mit Spezial-Cutterklingenhalter und ein gutes Sartorius Handmikrotom im selbstgebauten Tischhalter sowie ein Kosmos Studenten-Rotationsmikrotom mit den Originalmessern. Ich bin aber auch Handschnitten überhaupt nicht abgeneigt.
Viele Grüße,
Bob
Sieh an!