Liebe Foristen,
vielleicht ist dem einen oder anderen schon mal ein alter Zeiss Winkel Objektivrevolver (matt verchromt und ohne zentrale Schraube) wie nachstehend gezeigt untergekommen. Hat jemand so einen Revolver schon mal zur Überholung zerlegt und kann Hinweise geben wie man vorgehen muss?
Grüße
Stephan Hiller
Guten Abend,
das würde mich auch interessieren. Ich habe gerade geschaut was das Forum so hergibt und nur diesen bald 2 Jahre alten Beitrag gefunden.
Vielen Dank
Peter
Hallo zusammen,
auch ich wäre daran sehr interessiert. In meiner leicht verblassten Erinnerung gibt es auch bei diesem stärker spitz-konischen Revolver zumindest zwei Varianten, von den eine ohne außenliegende Schraubenachse auskommt, die andere "mit".
Außerdem meine ich, das beide Versionen nur ein Kugellager aufweisen, das rings um die Schraubenachse liegt; nicht wie die späteren, geriffelten Modelle mit einem weiteren, separaten Kugellager (mit Kugelkäfig) entlang der inneren Peripherie.
Das ist aber alles so lange her (und aktuell nicht nachprüfbar), dass darauf bitte keine heiklen Demontagen begründet werden sollten.
Allen viel Erfolg und beste Grüße,
Thomas
Hallo zusammen,
diesen Revolvertyp von Winkel habe ich bis jetzt noch nie gehabt. Ähnliche, ohne von außen sichtbare Verschraubung hatten auch Leitz sowie Zeiss-Ost; bei denen ist das Ganze von innen, also innerhalb des Tubuskopfes, zugänglich. Bei manchen ist der Revolver am Tubuskopf mit drei oder vier Schrauben fixiert (und i.d.R. verstiftet), sodass man sich leichter tut, wenn man den Revolver samt Grundplatte erst einmal abschraubt., Aber ich weiß halt nicht, wie das beim Zeiss-Winkel im Tubuskopf aussieht, vielleicht würde ein Bild davon schon eine Vorstellung geben.
Ich werde Fotos hochladen...
Guten Tag,
Ich habe die Bilder gestern aufgenommen und zum Glück auf dem Handy wiedergefunden - habe experimentiert wegen max. Bildgröße und die Ursprungsbilder gelöscht und dachte die Kopien auch.
Jetzt ein paar Mutmaßungen.
Es gibt Okularseitig zwei Löcher. (1) und (2).
Eins wohl mit einer Schraube. Beim anderen? Dreck auf dem Schraubenkopf? Fehlende Schraube? Passstift?
Die Rastfeder muss man vielleicht nicht entfernen.
Grüße
Peter
Hallo Peter,
für mich stellt sich die Situation folgendermaßen dar: Dein letztes Bild habe ich dazu mal bemalt und das Komposit wieder hier eingestellt.
Die grün umkringelten Schrauben sind die Fixierung des Revolvers am Tubuskopf, die zugehörigen Passschrauben sind mit blauen Pfeilen markiert. Die mit roten Pfeilen markierten Schrauben bitte nicht lösen, sie halten die Rastfeder in Position und Zentrierung. Man könnte das zwar mit Bordmitteln wieder richten, ist aber ziemlich fummelig und muss nicht sein.
Wenn man die drei Schrauben löst bitte vorsichtig, es könnten Kugeln rollen, daher am besten "Angstwanne" verwenden. Es kann durchaus sein, dass der Revolver nicht als Ganzes abgeht, sondern die Schrauben die brünierte Platte gegen das eigentliche Lager drücken. Da könnten dann auch noch dahinter Distanzringe zum Vorschein kommen, die beim Zusammenbau möglichst wieder am selben Platz untergebracht werden sollten.
Vielen Dank Jürgen für die didaktisch wertvolle Beschriftung!
Hatte ich auch vor aber du warst schneller.
Ich habe schonmal einen Wechselrevolver fürs Standard 18 etc. gewartet, der läuft zwar wesentlich besser als vorher, ganz zufrieden bin ich aber nicht, er "reibt" etwas.
Daher bin ich noch etwas unentschieden, ob ich sobald an den Winkel GF Revolver gehe. Der ist nämlich so schwergängig, dass er gerade dazu ermuntert verbotenerweise die Objektive als Griff zu verwenden.
Grüße
Peter
Hallo Peter,
welches Fett hast Du denn für den Revolver verwendet? Man benötigt ein gutes, mittelfestes Haftfett (z.B. Zeiss HP150, evtl. noch etwas HF350 dazu; die Osim-Fette waren mir persönlich dazu etwas zu Rauh). Ein häufiger Grund für ein Reibegefühl bei den Revolvern ist auch, dass die Zentralschraube gerne etwas zu fest angezogen wird
Hallo Peter,
Zitatverbotenerweise die Objektive als Griff zu verwenden.
Hihi :-) bei meinen "Russen" geht das gar nicht anders; eine Riffelung am Revolver gibts da nicht (bei keinem)
Grüße
Wolfgang
Hallo Jürgen,
ZitatReibegefühl bei den Revolvern
kenn ich gut :-) ich hab hier ein "Buchuresti" aus Rumänien zu stehen. Da geht der Revolver wie auf Kies (Kugellager im Aussenkranz). Ich habs aufgemacht, die Kugeln wieder eingesammelt und unterm Stemi begutachtet: Autsch! Das waren keine Kugeln sondern Eier; der Stahl von so mieser Qualität, dass sie sich im Lauf der Zeit abgenutzt hatten. Passende Neue hab ich noch nicht; muss auch nicht, ist Deko.
Grüße
Wolfgang
Hallo Jürgen,
ich habe mir den Revolver vom Std. 18 heute nochmal kurz vorgenommen. Ich war bei der früheren Wartung nicht geduldig genug: Ich habe nicht genug mit Viertel-Drehungen (oder feiner) der Normal-Gängigen Schraube (Zentralschraube) gearbeitet, festgeknallt war da aber nichts. Als es zu locker war, hatte es geringes Spiel der ganzen "Scheibe".
Heute habe ich nochmal vorsichtig die Zentralschraube etwas gelockert, jetzt dreht der Revolver annehmbar, aber ich werde da möglicherweise mit einem viskoseren Fett nochmal rangehen, da sich der Revolver nicht verlässlich zwischen zwei Objektiven parken lässt, z.B. um Immersionsöl aufzutragen, das mache ich nämlich gerne so.
Das Fett war das weiche ML-FTS5. Ich habe neben Vaseline und einem Haushaltsöl (vermtl. ein Paraffinöl) nur zwei weitere Fette von Osim.
Vielen Dank,
Grüße
Peter