Hallo ins Forum,
habe am Wochenende die ersten Schnitte von einem Tulpenstängel angefertigt (meine ersten botanischen Schnitte, sonst nur Harz eingebettete Bakterien am Ultramikrotom geschnitten).
Folgendes sehr unkonventionelles Vorgehen:
-Tulpenstängel frisch abgeschnitten auf etwa 2 cm Länge, ins Mikrotom eingebaut
-mit einer Rasierklinge gleich in einem Mikrotom geschnitten (Selbstbau, den ich in der Bucht ersteigert hatte), etwa 50 µm eingestellt, ohne Fixierung, keine Befeuchtung der Rasierklinge, da die Schnitte feucht genug waren
-Schnitte nicht gewaschen
-Schnitte mit FCA (Fuchsin-Chrysoidin-Astrablau, von Morphisto) für 5 min gefärbt
- in Wasser gewaschen
-mit Wasser auf einen Objektträger gebracht und im Axiophot (5x, 10x Objektiv) mit C-mount Kamera Bilder angefertigt.
Nach einer Hellfeldaufnahme auf Dunkelfeld umgeschaltet und ich war doch sehr angetan von den sich plakativ ergebenden Farben der FCA Anfärbung. Zusätzlich habe ich den Wasserfilm über dem Schnitt über Nacht eintrocknen lassen. Es war in etwa der gleiche Effekt mit dem getrockneten Schnitt zu sehen.
Vielleicht kann dieses Vorgehen mal zur Nachahmung dienen. Geht relativ einfach und schnell. Besonders geeignet um plakative Bilder im Dunkelfeld zu erzeugen.
Schönen Restsonntag
Manfred
Hallo, das sieht doch prima aus. Zum digital archivieren ideal.
Probiere ich auch mal. Schnell und unkonventionell.
vG Peter Mikropit