Die Gattung ,,Prunus", aus der Familie der Rosengewächse ist fossil mindestens seit dem
Oligozän nachweisbar und umfasst ca. 430 Arten in den gemäßigten Breiten.
Das
Oligozän ist in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Serie innerhalb des Systems des Paläogens, früher des Tertiärs. Der Beginn des Oligozäns liegt bei etwa 33,9 Millionen Jahren, es endete vor etwa 23,03 Millionen Jahren.
Dem Oligozän folgte das Miozän und ihm ging das Eozän voraus.
Prunus spinosa kommen in den nördlichen gemäßigten Zonen, in den Subtropen Afrikas, in SO- Asien bis in die Tropen und in S- Amerika in den Anden vor.
Der Schlehdorn ist seit der Römerzeit in Kultur, wird heute noch als wurzelsprossbildende Pionierholzart zur Hangbefestigung verwendet.
Der Schwarzdorn bei dem Heiligtum der
Madonna von Bra in Piemont blüht seit dem Jahre 1336 jedes Jahr mitten im Winter. Dieses Phänomen, das für ein Wunder gehalten wird, ist tatsächlich wahr: Er blüht um Weihnachten oder im Januar und dann nochmals im März.
,,
Bra" st eine Gemeinde in der italienischen Provinz Cuneo der Region Piemont.
Auch im Aberglauben und im Volksbrauch spielte der Schlehendorn eine große Rolle, z. B. galt ein reicher Fruchtbehang als Anzeichen eines strengen Winters.
Bild 01 Habitus, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361966/1.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Prunus spinosa ist ein sparrig wachsender bis zu 4 Meter hoher Dornenstrauch, der in Hecken, an Waldrändern und auf Brachflächen verbreitet ist, da er sich durch seine zahlreichen Wurzelausläufer und Kriechwurzeln schnell ausbreitet. Die Schlehe ist mehrstämmig und kann bis zu 40 Jahre alt werden.
Die Pflanze bildet undurchdringliche Gestrüppe mit kräftigen Kurztriebdornen. Das lieben die Singvögel (geschützter Brutplatz).
Die Zweige der Schlehen werden in Gradierwerken (z.B. in Bad Salzungen) als Packmaterial verwendet, da sie sehr lange haltbar sind.
Die Schlehenfrüchte werden in der Volksheilkunde als Adstrigens sowie getrocknete Früchte als Mittel gegen Magenschwäche, Blasen und Harnleiden eingesetzt.
Inhaltsstoffe der Früchte – Prunispinosae fructus:Zucker, Gerbstoffe, Vitamin C, Fruchtsäuren, Pektin, Farbstoffe, Zucker und Amygdalin, in den Samen Blausäureglykoside.
Die Fruchtreife ist von September bis Oktober.
Gut durchgefroren eignen sich die Früchte für Schlehenlikör und Saft.
Schlehenbestände werden häufig von Schlehenspinnern befallen. Die Raupen der Gespinstmotte (Yponomeuta) bilden dichte Gespinste und fressen die Sträucher oft völlig kahl. Ein zweiter Austrieb bleibt hingegen verschont.
Bild 02 Kurztriebdorn, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361968/2.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Die Schlehe hat viele harte, spitze Dornen. Kurztriebe sind oft zu Dornen umgewandelt.
Die sommergrünen Schlehen sind aber auch andererseits auch ökologisch sehr wertvoll, da sie bereits im März bis April vor dem Laubaustrieb blühen (Frühjahrsblüher) und den ersten Insekten entsprechend Pollen und Nektar anbieten.
Bild 03 Blüten, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361967/3.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Die reinweißen, fünfzähligen Blüten stehen einzeln oder zu zweit, aber dicht gedrängt an den Kurztrieben. Sie sind kurz gestielt und duften nach Mandeln.
Bild 04 Blüte, Makroaufnahme, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361971/4.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Die wechdelständig, oft büschelig angeordneten, ziemlich weichen Blätter sind ei-lanzettlich, am Grunde keilförmig verschmälert, an der Spitze spitz bis stumpf. Sie sind 2 bis 5 cm lang, 1 bis 2 cm breit, anfangs behaart, später kahl, oberseits dunkelgrün und etwas runzelig, unterseits blassgrün.
Bild 05 Blätter, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361970/5.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Die Blätter sind am Rand kerbig gesägt.
Bild 06 Steinfrüchte des Schlehdorns, Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361969/6.jpg)
Urheber: Georg Buzin
Die Steinfrüchte besitzen ein fleischiges Mesokarp und ein sklerifiziertes ("steiniges") Endokarp.
Das grüne, feste Fruchtfleisch löst sich nicht vom Steinkern. Der mehr oder weniger spitzige, harte, leicht abgeflachte Steinkern besitzt eine eiförmige bis ellipsoide oder rundliche Gestalt.
Bild 07 Ober- und Unterseite eines Blattes, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361972/7.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Bild 08 Blattstiel, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361973/8.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Der Blattstiel ist 2 bis 10 mm lang, kahl oder spärlich behaart.
Bild 09 Knospen, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361974/9.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Kugelige Blütenknospen flankieren häufig die eiförmigen, halbkugeligen oder kugeligen Laubknospen.
Systematik:Ordnung: Rosenartige Rosales
Familie: Rosengewächse Rosaceae
Unterfamilie: Spiraeoideae
Tribus: Steinobstgewächse Amygdaleae
Gattung: Prunus
Art: Schlehdorn
Wissenschaftlicher Name: Prunus spinosa
Trivialnamen: Schlehendorn, (Gemeine) Schlehe, Sauerpflaume, Heckendorn, Schwarzdorn, Dornschlehe oder Deutsche Akazie
Englische Bezeichnung: blackthorn, sloe
Der Name lat. ,,spinosa" = dornig. Der deutsche Name Schlehe leitet sich vom althochdeutschen ,,sleha" ab.
Teil 1
Spross, Querschnitt
20 Mikrometer
Bild 10 Schnittstellen, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361975/10.jpg)
Foto: H.-J-Koch
Bild 11 Übersicht mit Beschriftung, ungefärbter Schnitt, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361977/11.jpg)
MST = Markstrahl, J = Jahresringgrenze, MST = Markstrahl, XY = Xylem, PH = Phloem, RP = Rindenparenchym, P = Periderm
Die primären Holzstrahlen verbinden die Primärrinde und das Mark. Sie werden auch als Markstrahlen bezeichnet. Holzstrahlen haben die Aufgabe, die Nähr- und Wuchsstoffe in radialer Richtung weiterzuleiten und zu speichern.
Bild 12 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361976/12.jpg)
Bild 13 Jahresringgrenze, ungefärbter Schnitt, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361978/13.jpg)
Bild 14 Dunkelfeld, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361979/14.jpg)
Bild 15 Dunkelfeld, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361980/15.jpg)
Bild 16 Dunkelfeld, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361982/16.jpg)
Die ungefärbten Schnitte (Nr.17 -18) sind nicht fixiert und unmittelbar nach der Probenentnahme fotografiert.
Bild 17 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz,
Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361981/17.jpg)
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485
Bild 18 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361983/18.jpg)
Die ungefärbten Schnitte (Nr.19 – 20 – 21) habe ich eine Stunde später aufgenommen.
Die Farben der Autofluoreszenz sind wesentlich blasser.
Bild 19 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz,
Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361985/19.jpg)
FH = Frühholz, SP = Spätholz
Im Frühjahr werden weitlumige Tracheiden angelegt, die ausschließlich der Wasserleitung dienen (Frühholz), während im Spätsommer zunehmend englumigere Zellen mit dickeren Zellwänden gebildet werden, die vorwiegend als Festigungselemente fungieren (Spätholz).
Bild 20 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz,
Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361986/20.jpg)
Bild 21 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz,
Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361984/21.jpg)
Warum sind diese Zellen, die bis in das Phloem reichen so gebogen angeordnet?
W-3A-Färbung nach Wacker (
Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)
Arbeitsablauf:1.Schnitte liegt in 30 % Ethanol.
2. Aqua dest. 3x wechseln je 1 Minute.
3. Vorfärbung Acridinrotlösung 7 Minuten
4. 1x auswaschen mit Aqua dest. .
5. Acriflavinlösung (differenzieren bis gerade keine Farbwolken mehr abgehen - Lupenkontrolle) ca.30 Sekunden !!
6. 2 x auswaschen mit Aqua dest..
7. Nachfärbung Astrablaulösung 1 Minuten
Bei der Nachfärbung mit Astrablau eine Mischung aus Astrablau und Acriflavin im Verhältnis 3 : 1 verwendet (blau + gelb = grün).
Tipp:Eine schöne Variante erhält man, wenn man in der letzten Färbestufe eine Mischung aus Astrablau und Acriflavin im Verhältnis 3:1 verwendet. (3 Tropfen Astrablau und 1 Tropfen Acriflavin separat ansetzen und Gemisch mit der Pipette übertragen.
8. Auswaschen mit Aqua dest. bis keine Farbstoffreste auf dem Objektträger verbleiben.
9. Entwässern mit 3x gewechseltem Isopropylalkohol (99,9 %)
10. Einschluss in Euparal.
Ergebnis:
Zellwände blaugrün bis grün, verholzte Zellwände leuchtend rot, Zellwände der äußeren Hypodermis orangerot, Cuticula gelb, Zellwände der innenliegenden Hypodermis tiefrot.
Bei der Betrachtung wird eine Kontrastverbesserung bei Verwendung eines BG 38 Filters (blaugrün, 3 mm dick) erreicht.
Fotos: Nikon D5000, Sony alpha 6000
Bild 22 Übersicht, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361990/22.jpg)
Bild 23 Detailaufnahme, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361989/23.jpg)
Bild 24 Xylem, Markparenchym, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361988/24.jpg)
Bild 25 Detailaufnahme, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361993/25.jpg)
Bild 26 Detailaufnahme, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361991/26.jpg)
Bild 27 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361992/27.jpg)
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485
Bild 28 Jahresringgrenze, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361994/28.jpg)
Bild 29 Markparenchym, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37361995/29.jpg)
Teil 2
Spross, Längsschnitt
25 Mikrometer
W-3A-Färbung nach Wacker (
Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)
Bild 30 Übersicht, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37363491/30.jpg)
Bild 31 Detailaufnahme, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37363490/31.jpg)
Bild 32 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37363489/32.jpg)
Bild 33 Abschlussgewebe, Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37363494/33.jpg)
Bild 34 Holzstrahl, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37363499/34.jpg)
Teil 3
Blattstiel, Querschnitt
25 Mikrometer
Bild 35 Blattstiel in Styrodur eingespannt, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37363497/35.jpg)
Bild 36 Übersicht, ungefärbter Schnitt, Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37363498/36.jpg)
Der Blattstiel ist spärlich behaart.
Bild 37 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz,
Schlehdorn Prunus spinosa
(https://www2.pic-upload.de/img/37363500/37.jpg)
Verzeichnis der benutzten Literatur:Wikipedia; Freie Enzyklopädie
Aichele ,,Der Kosmos Pflanzenführer", ISBN: 3-86047-394-8
Frank Erdnüß ,,Pflanzenbestimmung für Dummies", ISBN: 978-3-527-71428-5
Daniel Ennet ,,Lexikon der Heilpflanzen", ISBN: 3-933203-96-1
Humphries ,,Der Kosmos Baumführer", ISBN: 3-440-06140-X
Bernd Miggel ,,Holzbestimmung mit dem Mikroskop", ISBN: 978-930167-81-4
Spohn ,,Kosmos Baumführer Europa", ISBN: 978-3-4440-44741-5
Peter A. Schmidt ,,Taschenlexikon der Gehölze", ISBN: 978-3-494-01448-7
Erwin Schorr ,,Pflanzen unter dem Mikroskop"; ISBN: 3 476 30333 0
Bernd Schulz ,,Gehölzbestimmung im Winter mit Knospen und Zweigen", ISBN: 978-3-8186-1138-5
P. Schütt ,,Lexikon der Bäume und Straucharten", ISBN: 978-3-86820-123-9
Schmeil – Fitschen ,,Die Flora deutschlands und der angrenzenden Länder", ISBN: 978-3-494-01700-6
P. Schmidt, U. Hecker ,,Die wildwachsenden und kultivierten Laub- und Nadelgehölze Mitteleuropas, ISBN: 978-3-494-01800-3
Schönfeld ,,Das neue Handbuch der Heilpflanzen", ISBN: 978-6-440-12932-6
,,Botanica" Das Abc der Pflanzen, ISBN: 3-8290-0868-6
,,Die große Enzyklopädie der Arzneipflanzen und Drogen", ISBN: 978-3-89996-508-7
,,Welcher Baum ist das?", ISBN: 978-3-440-16449-5
,,Der Kosmos Pflanzenführer", ISBN: 978-3-44016318-4
,,Tiere und Pflanzen", ISBN: 978-3-440-14136-6
,,Das große illustrierte Pflanzenbuch", 1966
Gerhard Stinglwagner ,,Wald & Forst-Lexikon", ISBN: 978-3-440-15219-5
,,Pflanzen bestimmen für Dummies", ISBN: 978-3-527-71428-5
Die Informationen für Beschreibungen werden von mir selbst aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Dabei benutze ich sowohl Bücher als auch Internet Quellen.
Ich recherchiere dann weiter, suche die zugrundeliegenden Studien heraus, werte sie aus und verbinde alles miteinander.
Beim Recherchieren öffnet sich oft nicht nur eine neue Tür, sondern gleich mehrere. Dahinter verbargen sich weitere spannende Informationen.
Für konstruktive Kritik bin ich ebenso offen wie für lobende Worte.
Hans-Jürgen
Guten Abend Hans-Jürgen,
das ist ja wieder ein Feuerwerk, Gratulation .
Da wir viele Jahre in Altenau im Harz Ferien machten, haben wir oft "Schlehenfeuer" ,ein sehr schmackhafter Likör, getrunken.
Mit ihm hatte man dann die nötige Bettschwere.*)
In Bild 11, 23 und 25 sieht man im PH radiale Ausläufer, die dann tangential abbiegen. Was ist das, und warum biegen diese ab?
In Bild 35 zeigst Du einen in Styrodur eingespannten Stängel, der ca. (10-15)d aus dem Styrodur herausragt. Ebenfalls erkennt man das Messer. Ist der Stängel so biegesteif, daß Du in diesem Abstand schneiden kannst? Oder schneidest Du auch durch das Styrodur?
Gruß Peter Wff
*) Im Herrenabend könnte man Unterrockstürmer sagen
Hallo Peter,
danke für deine Rückmeldung.
Das Bild 21 zeigt diese veränderte Anordnung deutlich.
Ich habe geschrieben: "Warum sind diese Zellen, die bis in das Phloem reichen so gebogen angeordnet?"
Ich habe keine Erklärung.
Zum Blattstiel: Schnitt durch Styrodur und Blattstiel.
Gruß
Hans-Jürgen
H-J,
Thank you (again) for sharing this wonderful quality plant cuts and supporting documentation.
Wish I had the patience and endurance to try and match 10% of the quality of your work.
Best Maarten
Lieber Hans-Jürgen,
Deine Beiträge sind einfach immer eine Wucht, ästhetisch wie auch fachlich. Danke dafür!
Hallo Maarten und Jürgen,
danke für euer Interesse und das Lob.
Gruß
Hans-Jürgen
Hallo Hans-Jürgen,
wie immer tolle Darstellung!
Zur Charakterisierung möchte ich noch hinzufügen, daß die Schlehe kalkhaltige Böden bevorzugt. Auf sauren Böden, wie z.B. Sandstein, wird man sie kaum finden.
Meine bevorzugte Verwendung: Sloegin. Einfach die vollreifen Früchte mit einer Nadel mehrfach einstechen und in Gin aufsetzen. Ab Weihnachten kann man ihn kosten....
Grüße
Martin
Lieber Hans-Jürgen,
vielen Dank für den schönen und interessanten Beitrag, den ich gerne gelistet habe.
Bezüglich des gebogenen Wachstums in Bild 21 und anderen: ich denke, dass dies durch eine mechanische Belastung des Sprosses entstanden ist.
Bste Grüße
Jörg
Hallo Martin,
danke für die Ergänzung zum Schlehdorn.
Die Bezeichnung ,,Sloegin" habe ich noch nie gehört.
,,Google" sagt: Den Sloe Gin kann man hervorragend pur trinken, ich werde es probieren.
Hallo Jörg,
danke.
,,Mechanische Belastung des Sprosses" kann ich mir vorstellen.
Gruß
Hans-Jürgen
Hier ist ein Rezept:
https://www.severnbites.com/2016/12/16/lets-make-sloe-gin/
Auf den Zucker verzichte ich. Aber das ist Geschmacksache...
Grüße
Martin
Hallo Martin,
danke für den Link.
Gruß
Hans-Jürgen
Ich melde mich als Otto-Normalverspeiser, der weder Mikroskop noch Alkohol noch Zucker braucht.
Ich werfe die absolut reifen Früchte (kennt kaum einer den Zustand) zusammen mit Banane kurzzeitig in den Mixer auf niedrigsten Umdrehungen. Heraus kommt nach kurzer Standzeit eine Art Gelee, an dessen Geschmack man sich gewöhnen kann. Kerne werden nicht zermahlen und werden ausgespuckt. Superreife Früchte sind auch nicht sehr adstringierend.
So, letztes Jahr wollte ich mir wieder eine solche Dröhnung verschaffen, nachdem ich Jahre damit verbracht habe, die guten Standorte zu finden. Und was erlebe ich bei meine Explorationsfahrten, jetzt mit sonnengetriebenen eBike? Nur noch vergammelte und überalterte Bestände und die letzten guten Sträucher brutal niedergemetzelt durch die modernen Schreddermaschinen, sodass die nächsten Jahre sicher nichts mehr nachwächst. Die so maschinell zerrupften Sträuche sind eine ästhetische Katastrophe daß sich beim Anblick einem der Magen umdreht. Gibt es überhaupt noch jemanden, der mit Verstand und Respekt und eigener Hand Bäume und Sträucher als Lebewesen behandelt und sie im wahrsten Sinne des Wortes pflegt?
Die Kettensäge ist die Atombombe der Pflanzen, dagegen kommt auch das Mikroskop nicht an, so schön die Fotos auch sind.