Ich habe eine Frage zum Wild M420 1,25x Phototubus. Ist in dem per Default eine Tubuslinse?
Viele Grüsse
Florian
Hallo Florian,
der Ausgang der M420/400 Makroobjektive ist immer Unendlichoptik, es braucht dann eine Tubuslinse (1,25x bedeutet hier f=200mm).
Warum fragst du ?
Herzliche Grüße
Christoph
Hallo Christoph,
ich habe versucht, eine Kameraadaption mit einer umgebauten Orthomatoptik an dem Tubus zu verwenden, das Bild ist aber nicht Parfokal mit dem Binokularbild.
Dieselbe Konstruktion funktioniert am Orthoplan ganz ausgezeichnet.
Hier https://www.savazzi.net/photography/wild-leica-m420.htm
habe ich jetzt folgendes gefunden:
" I do know that these macroscopes have a tube lens located within the body, above the aperture diaphragm and below the beam splitter that directs light to the eyepieces and photo tube." Die Linse scheint also nicht in dem eigentlichen Phototubus zu sitzen.
Es liegt also wohl nicht an einer fehlenden Linse.
Viele Grüsse
Florian
Hallo Florian,
kannst du bitte mal ein Bild von dieser Orthomatadaption zeigen ?
Herzliche Grüße
Christoph
Aber klar doch!
Anscheinend darf ich die Adaption nicht ganz in den Tubus einschieben. Ich werde mal einen Zwischenring drucken.
photo_5206702129417413482_y (1).jpg
Hallo Florian,
wenn das Kameraobjektiv (welches ist drin ?) auf "unendlich" abgestimmt ist, sollte das sowohl im Orthoplan als auch im M420 passen. Die Schnittstelle ist dieselbe.
Allerdings ist das Orthomat-Variookular mit einer Korrektur der Farbfehler für das Endlichsystem versehen, die dann beim M420 das Gegenteil bewirkt...
Paßt von daher nicht wirklich dazu.
Eine Kameraadaption fürs M420 kann man besser auch mit Direktprojektion machen (MFT), oder je nach Kameraformat mit Telekonverter 1,4x (APSC) oder 2x (Vollformat) aufweiten. Sowas habe ich bereits angefertigt. Dazu wird ein neuer schwarzer Tubus hergestellt.
HG Christoph
Hallo,
hier eine Lösung, die mir vor vielen jahren einmal Olaf gebaut hat:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=37182.msg273352#msg273352
Herzliche Grüße
Peter
Danke für Eure Hinweise. Damit ist es wohl tatsächlich am besten, einfach das Zwischenbild oberhalb des Tubus auf den Camerachip zu liegen zu bekommen.
Soeinen habe ich probiert zu drucken:
Thingiverse RF Adapter (https://www.printables.com/de/model/203392-canon-rf-adaptor)
Er ist zu lang und unglaublich hässlich geworden. Da muss man wohl irgendwelche Stützen hinzufügen, um den richtig zu drucken. Aber er funktioniert! Schöner geht immer noch.
RF-Adapter.jpg
Wie erwartet, sind die Photos nicht ganz bildfüllend. Sie bleiben parfokal bei allen Zoomfaktoren.
IMG_0167.JPG
IMG_0168.JPG
Zum Rand hin Vignettierungen, aber das ist auch ausserhalb des Bereiches, den man durch's Okular sieht:
photo_5215612279591133400_y(1).jpg
Viele Grüsse
Florian
Jetzt noch ein schneller Stack!
pystk#4_sup1.jpg
Lieber Florian,
ich habe soeben meine Adaption der Canon (APS-C Sensor) an das M400 hervorgeholt. Ich habe keinerlei Vignettierung und das Bild ist ebenfalls parfokal, der Ausschnitt auf der Kamera nehzu identisch mit dem Okularbild.
Wie Du siehst, ist meine Adaption aber deutlich kürzer als deine.
Hast Du eine Vollformatkamera?
Herzliche Grüße
Peter
EDIT: Ich sehe gerade, dass Du eine EOS R hast, also eine VF-Kamera. Da würde ich einen Telekonverter zwischenschalten, es sei denn, die Vignettierung stört nicht.
@ Christoph (HCLange): Ich bin etwas verwirrt. Ich habe das M400 und die hier gezeigte Adaption. Damit habe ich k e i n e Vignettierung. Du schreibst, dass das M420 für MFT ideal ist, aber für APS ein 1.4x-Telekonverter sinnvoll sei.
Das hieße ja, dass sich das M420 und das M400 nicht nur durch den Kameraufsatz unterscheiden, sondern auch eine andere Zwiwchenbildlage oder -größe haben müssten. Ist das so?
Florian hat ja nun ein M400 mit einem M420-Foto-"Ofenrohr". Für meine Begriffe müsste das gekürzt werden, aber kurioserwiese berichtet auch Florian, dass seine Adaption parfokal sei. Dafür hat er die deutliche Vignettierung, was aber evtl. nur dem größeren Kamerasensor der EOS R geschuldet ist.
So ganz ist mir das alles nicht klar....
Screenshot_20240709_224108_Gallery.jpg
Hallo Peter,
ja, ist eine Vollformatkamera. Daher wohl die Vignettierung. Ich weiss nicht, warum der Abstand bei Dir geringer ist.
Viele Grüsse
Florian
Hallo Florian,
hmmm, inzwiwchen frage ich mich: Ist der Abstand wirklich geringer oder täuscht das?
Kannst Du mal den Abstand vom Oberteil des Makroskopkorpus (nicht des mit 4 Schrauben befestigten Unterteils des Fotostutzens) bis zur Objektivauflagefläche messen?
Herzliche Grüße
Peter
Ca. 126 mm.Dazu dann 20 mm Auflagemaß der Camera.
Hallo Florian,
bei mir sind es nur ca. 100 mm. Seltsam....
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Peter,
die Canon, die Du verwendest, hat doch 44 mm Auflagemass? Das würde dann doch passen: 100+44=144 vs. 126+20=146.
Viele Grüsse
Florian
Hallo Peter, Florian,
die Fotoanpassungen könnt ihr ganz einfach prüfen. Man schaut mit dem Gerät ohne das Makrozoom-Objektiv in die Ferne (Landschaft), dann müssen Details wie z.B. Sendemasten scharf abgebildet werden. Nur die Tubuslinse ist dann als Objektiv in Aktion.
Herzliche Grüße
Christoph
Hallo,
ich habe auch noch einmal eine VF-Kamera angeschlossen und dann ist das auch bei mir deutlich vignettiert. Also lebt man entweder bei VF mit der Vignettierung oder nutzt - wie schon erwähnt - einen Telekonverter.
LG Peter
Ich finde das mit dem Vollformat jetzt gar nicht so schlecht.
Man kann das Bild ja immer noch zurechtschneiden, dann hat man praktisch dasselbe Ergebnis wie bei Verwendung eines kleineren Sensors.
Oder man dividiert in der Bildbearbeitung durch den Hintergrund. Damit bereinigt man auch gleich Bilder von Schmutz im Strahlengang.
Original.JPG
Background.JPG
Divided.JPG
Hallo Florian,
die Makrozoom-Optik war ausgelegt für Bilddurchmesser 21mm, mehr hatten die Okulare nicht.
Die Vignettierung sollte eigentlich nicht das Maß sein, sondern die Abbildungsqualität. Wie wärs mit einer Strichplattenaufnahme, wie üblich ?
Herzliche Grüße
Christoph
Hallo Christoph,
so was habe ich leider nicht.
Am Mikroskop verwende ich das Mikrometer, aber das ist hier zu klein.
Viele Grüsse
Florian
Lieber Florian,
Du kannst ja in Ermangelung eines ausreichend großen Objektmikrometers einfach ein Stück Millimeterpapier fotografieren (falls es so etwas in einem modernen Haushalt überhaupt noch gibt ;D ). Dann sieht man sowohl die Maße des Ausschnitts als auch eventuelle Bildfehler.
Herzliche Grüße,
Olaf