Nachdem die letzten Schnitte überfärbt waren, habe ich heute verdünnt gefärbt:
Tischmikrotom mit Rasierklinge, 70% Ethanol für 30 Minuten, dann Aqua dest 3x für 1 min., Etzold FCA 3 gtt in ca 3 ml ca 60 Grad 5 min., dann noch 10 min. weiter in Färbelösung, danach Aqua dest 1x wechseln je 1 min., Isopropanol 3x, dann Euparal.
Ich habe zum einen einen Blütenstiel der Geranie gefärbt und danach einen Blattstiel vom Efeu.
Für meinen Geschmack ist die Färbung dieses Mal zu gering ausgeprägt.
Für Anregungen und Kritik bin ich wieder dankbar. Beschriftung traue ich mir noch nicht zu.
Hier die Geranienbilder (Übersicht 4x, ansonsten 10x und Details 40x . Einige Bilder gestackt.)
Querschnitt Übersicht. Dummerweise habe ich keinen neuen Objektträger verwendet.
20240920-g 1-Pano-Bearbeitet-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg
Details
20240920-g 5-Bearbeitet.jpg
20240920-g render 2.jpg
20240920-g render 1-Bearbeitet.jpg
Dann noch als nächstes Übungsobjekt einen Efeu-Blattstiel (gleiches Verfahren wie oben)
Übersicht
20240920-bs 1-Bearbeitet.jpg
Details
20240920-bs 3-Bearbeitet.jpg
20240920-bs 8.jpg
Beim letzten Bild noch die Frage, was die beiden kristallartigen Strukturen in der frisch geteilten (?) Zelle sind?
20240920-Hh render 1.jpg
Hallo Peter,
Das ist meiner Ansicht nach keineswegs zu wenig Farbe. Die Schnitte scheinen auch deutlich dünner zu sein. Viel Luft ist noch in der Bildbearbeitung.
Viele Grüße
Alexander
Hallo Peter,
im Efeu finden sich sehr zahlreich Kristalledrusen (der Mineraloge würde eher von Kristall-Aggregaten sprechen, aber die Botaniker nennen das so) . Es dürfte sich um Calziumoxalat handeln. Im X-Pol sieht man die noch deutlicher. Hier ein ungefärbter Freihandschnitt durch ein Blatt:
06Efeu-Blatt-quer-XPol.jpg
Wenn Du Dich tiefer in die Pflanzenanatomie begeben möchtest, kann ich Dir den WANNER, G.: "Mikroskopisch-Botanische Praktikum" (https://www.medimops.de/gerhard-wanner-mikroskopisch-botanisches-praktikum-taschenbuch-M03134403129.html?variant=UsedAcceptable&creative=&sitelink=&gclid=EAIaIQobChMInM_J97nTiAMVb5poCR201DfeEAQYBCABEgKKqfD_BwE&utm_source=PSM&utm_medium=cpc&utm_campaign=DE_BM_OUT_WEB_ALL_SHO_KOO-PMX_MR-8%20&gad_source=1) empfehlen. Der ist für die Schnippler das, was der Wassertropfen für die Tümpler ist. Dadurch, dass viele Botanik-Studierende damit geärgert werden, gibt es den sehr zahlreich und preiswert auf dem Gebrauchtmarkt.
Beste Grüße
Gerd
@Alexander: Vielen Dank für deine Einschätzung. So kann ich Fortschritte machen.
@Gerd: Perfekt, danke fürs Oxalat und den Buchtipp!