Hallo zusammen
Ich durchsuchte heute Nachmittag einige Tropfen aus einer Tümpelprobe aus dem Dorfteich im Nachbarort.
Da fiel mir ein Ciliat, das ist meine grobe Bestimmung, auf, der mit einer kleinen Algenkolonie, welche mit Gallerte umgeben ist, spielte. Da mir sein Tun irgendwie gefiel, machte ich einige Schnappschüsse, aufgenommen mit dem GF Planachromat 100 und Vergrößerungswechsler auf 0,8x am Jenaval Kontrast, mit Blitz. Was mich wunderte ist, er schmiegte sich genau rund um die Gallertehülle. Ob meine Bestimmung als Ciliat richtig ist, weiß ich nicht genau. Über eine genaue Bestimmung würde ich mich freuen.
Gruß von Siegfried
Lieber Siegfried,
ästhetisch sehr schöne Aufnahmen! Vermutlich Stentor. Da da Mundfeld vorne ist, umschlingt er vielleicht die Algenkolonie, um sie zum Mundfeld zu führen? Er ist schon voll von diesen Kolonien.
Grüße
Stephan
Lieber Siegfried,
sensationell ..., danke!
Tolle Bilder. Man hat echt den Eindruck einer Riesenschlange mit ihrem Opfer.
Danke für die bisherigen Rückmeldungen.
Stephan: Danke für die Bestimmung. Ich war mir ja sowieso unsicher. Also Ciliat vergessen wir. Aber Stentoren sind doch auch Wimpertierchen?
Hier noch ein Bildausschnitt mit vom Stentor eingeklemmter Algenkolonie.
Gruß von Siegfried
PS: bitte Grafik in neuem Tab öffnen, zur besseren Ansicht
Lieber Sigi,
tolle Bilder und schöne Story.
Die Alge hatte ich auch in meiner letzten Probe, schwer zu fotografieren.
Dabei könnte es sich um Eudorina elegans handeln.
https://realmicrolife.com/eudorina-elegans/
lg
anne
Lieber Siegfried,
natürlich sind Trompetentierchen (Stentor) Wimpertierchen (Ciliaten).
Grüße
Stephan
Hallo,
vielleicht suchen die Trompetentiere auch einfach nur Halt, um besser strudeln zu können, ohne dabei selber mit fortgezogen zu werden.
GrünesTrompetentier-Volvox.JPG
Ich halte in beiden Fällen die Algen für zu groß, um als "Beute" in Betracht zu kommen.
LG Gerd
Hallo Siegfried,
in jeder Beziehung richtig tolle Bilder!!!
Herzliche Grüße
Peter
Danke für die neuerlichen Rückmeldungen.
liebe Anne:
Danke für deinen Hinweis zum Link von Martin Kreutz. Ja es ist Eudorina elegans, wenn ich vergleiche. Danke, daß du mich auf den richtigen Weg zur Bestimmung gebracht hast.
Stephan: Ich war da ein bisschen durcheinander gekommen, jetzt passt es. Danke für deine Hinweise.
Gerd: Ja, in anbetracht der Größe ist ein Fressen der eingeklemmten Algen doch sehr unwahrscheinlich. Kleinere hat der Stentor aber schon in sich.
Peter V.: Danke für deine Meinung zu meinen Bildern.
Da ja der Geschmack von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, was auch gut ist, hier noch einmal meine Bilder etwas mehr kontrastiert. Mir persönlich sagt meine erste Variante mehr zu.
Gruß von Siegfried
Hallo Siegfried,
da hast Du ein tolles Motiv im Dorfteich gefunden, die Interaktion zwischen einem Trompetentierchen und einer Eudorina sp. habe ich bisher noch nicht beobachtet - interessant!
Die Bildqualität ist wirklich 100% Jenaval-gerecht, einfach sehr gut! Mein Apo 100/1,40 hätte bei der Größe des Hauptdarstellers kein besseres Bild gemacht.
Du bist mit dem 100er auf dem richtigen Weg!
Danke fürs Zeigen Grüße
Kurt
Hallo Siegfried,
ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Spannende Schnappschüsse in hervorragender Qualität.
Liebe Grüße
Klaus
Ich sehe das auch so, lieber Siegfried:
spannendes Motiv toll in Szene gesetzt........DANKE fürs zeigen des Stentors bei Algengekuschel! 😉
Gruß Tom
Lieber Siegfried,
was mich bei längerem Betrachten wundert, ist der riesige Größenunterschied zwischen den bereits aufgenommenen Kolonien und der umschlungenen. Vielleicht sind das die sperm cells auf den Bildern 5 und 6 bei Martin auf der Webseite, also eine zerlegte Mutterzelle. Aber so gut kenne ich mich nicht aus und bin gerade fern meiner Literatur in Frankreich unterwegs.
Grüße
Stephan
Hallo
zuerst danke für die wieder neuerlichen Rückmeldungen.
Kurt: Ich freue mich riesig, daß dir meine Bilder gefallen. Du warst es, der mich sehr mit Hinweisen und bei der Justage meines Jenaval unterstützt hat. Nochmals danke dafür.
Klaus und Tom: Freue mich, daß euch die Aufnahmen gefallen.
Stephan: Der Größenunterschied ist leicht zu erklären. Am Jenaval kann ich den Vergrößerungswechsler auf 0,8x, 1x, und 1,25x einstellen. Vorherige Kolonien habe ich mit 1,25x aufgenommen um etwas Bildfüllender darzustellen. Hier mußte ich zwangsläufig mit 0,8x aufnehmen, weil ja schon der Stentor mit dem 100er Objektiv nie ganz auf das Bild gepasst hätte und ich konnte auch nur immer den etwas eingeringelten Stentor aufs Bild bekommen. Und natürlich schwimmen im Tropfen auch Kolonien von ganz Klein bis größer. sperm cells könnte natürlich auch eine Möglichkeit sein. Auf eine Maßangabe habe ich bei diesen Fotos verzichtet, da mir eigentlich nur die Interaktion zwischen Stentor und Alge wichtig war zu zeigen.
Gruß von Siegfried
Hallo zusammen
Hab heute nochmal einen Tropfen aus dieser Probe angeschaut. Da ist mir ein Brachionus quadridentatus aufgefallen. Wenn Bestimmung falsch sein sollte, bitte mich berichtigen. Zum Wochenende war mirs nach ein bisschen Farbe. Hier ein Schnappschuß vom Brachionus quadridentatus, mit dem GF Planachromaten WI50/1,0, und Vergrößerungswechsler auf 0,8, mit Blitz aufgenommen. Bitte Grafik in neuem Tab öffnen, zur besseren Ansicht
Gruß von Siegfried
Lieber Siegfried,
sensationelle Aufnahme! Danke fürs Teilen.
Lieber Sigi,
da ich den erst die Tage auch unterm Deckglas hatte, kann ich nur sagen absolute Spitzenklasse!
lg
Anne
Lieber Sigi,
Deine Bildqualitätssteigerung (zumindest, was das Ästhetische bertifft, viel mehr kann ich ja nicht beurteilen) scheint sich gerade exponentiell zu steigern. Ich bin bewundernd verblüfft!
Gäbe es unser "Foto des Monats" noch - das wärs! Damit könntest Du meines Erachtens sogar mal bei Nikon Smallworld vorstellig werden, trotz des nicht schwarzen Hintegrundes ;-)
Hezrliche Grüße
Peter
Guten Abend Siegfried,
das ist ein Brachionus-Bild für die oberste Schublade des Mikrofoto-Forums!!
Grüße
Kurt
Liebe Mikrofreunde
Wir wollen mal auf dem Boden bleiben. Ich mach, frei nach Udo Lindenberg, einfach mein Ding. Macht mir einfach Spass am Jenaval zu experimentieren. Ein bisschen andere Einstellungen am Mikroskop, ein bisschen anderer Weissabgleich nachträglich, ein bisschen den Hintergrund gesäubert und ein bisschen Glück gehabt mit dem Brachionus, der anscheinend gerne posierte. Das Ei hab ich durch die Okulare gar nicht so richtig beachtet, hab es erst auf einem der vielen Fotos bemerkt. Also nur ein Foto von mir, von vielen.
Und einschlafen konnte ich in anbetracht der nicht erwarteten, geballten Lobe am Abend, auch noch schlecht. In diesem Sinne,
schönes Wochenende und Gruß von Siegfried
Lieber Siegfried -
trotz der Gefahr Deine Einschlafprobleme weiter zu verstärken schließe ich mich dem Lob meiner Vorgänger/innen/innenden/Vorgegangenen noch an:
Der Kandidat hat 99 Punkte (einen Zusatzpunkt muss ich für deine folgenden Meisterwerke noch in Reserve halten).
Viel Erfolg weiterhin!
Rolf
Hallo Siegfried,
ich hoffe, du hast schon wieder ruhiger geschlafen.
Ja, ein Brachionus-Bild nach meinem Gusto im klassischen Jenaval DIK-Blau. Sehr schön wie die Leuchtkraft des Panzers hervorsticht. Die Bereinigung hat manchmal schon seinen Sinn. Hier scheint das Rädertier fast im All zu schweben. Mich erinnert das ein wenig an die Bilder von Roli.
Schönes Wochenende
Klaus
Lieber Rolf und Klaus
Danke für euere Antworten.
@Rolf: Du hast mir ja schon oft deine Meinung zu meinen Mikrofotos per PN geschrieben. Auch kann ich mich noch erinnern, als du mir eine Zeiss Panzerfaust in meinen Anfängerjahren zur Adaption einer Vollformatkamera an meinen Pluta DIC empfohlen und auch geschickt hast. Ja die Jahre vergehen, auch wenn es erst 5 sind, wo ich mit der Mikroskopie angefangen habe.
@Klaus: Weil du Roli erwähnt hast, gebe ich tatsächlich zu, daß die Bilder von Roli hier bei diesem Foto mein Vorbild waren. Ich wollte einmal probieren, ob so etwas auch mit dem Jenaval Kontrast möglich ist. Roli hat ja ein Leica DMRB. Na ja, die Richtung stimmt sagen wir mal, annähernd. ;)
Gruß von Siegfried