Die Brennnessel gehört zu den Ruderalpflanzen, die sich auf stickstoffreichen Böden (Stickstoffanzeiger) im Bereich menschlicher oder tierischer Wohnstätten ansiedeln.
Familie mit etwa 50 Gattungen und ca. 2600 Arten.
Die Brennnessel genießt allgemein keinen guten Ruf. Eine Berührung ihrer feinen Brennhaare ist sehr schmerzhaft und sorgt für unangenehme Quaddeln auf der Haut.
Die ,,hervorstechendste" Eigenschaft der Brennnessel wurde auch schon bei der Namensgebung berücksichtigt.
Urtica dioica kommt
circumpolar in den gemäßigten Breiten Eurasiens und Nordamerikas vor.
Zirkumpolar (auch ,,circumpolar" geschrieben) = die Verbreitung von Arten innerhalb einer oder mehrerer Klimazonen rund um den Erdball.
In Deutschland besiedelt die Brennnesseln mit Standorten über 2300 Meter ü. NN das Hochgebirge, in der Schweiz und in Österreich wächst sie sogar in noch höheren Lagen.
Früchte und Pollen von Urtica dioica wurden für Mitteleuropa bereits im Spätglazial (14.000 bis 10.000 v. Chr. - letzter Abschnitt der letzten Eiszeit - nachgewiesen, sodass der indigene Status als abgesichert gilt.
Bild 01 Bestand an einem Wegrand, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438715/1.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Bild 02 Habitus, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438714/2.jpg)
Foto_ H.-J_Koch
Die Große Brennnessel ist ein ausdauerndes Nesselgewächs mit Brennharen an Stängel und Blättern. Der
Stängel ist vierkantig.
Brennnesseln erreichen auf für sie optimalen Böden Wuchshöhen von bis zu 2,5 Meter.
In Deutschland nahezu überall anzutreffen sind die
Große Brennnessel (Urtica dioica) und die
Kleine Brennnessel (Urtica urens) sowie seltener die
Röhricht-Brennnessel (Urtica kioviensis) und die
Pillen-Brennnessel (Urtica pilulifera).
Die
Geschwänzte Brennnessel – Urtica membranacea findet man in Mallorca, Spanien.
Bild 03 Blatt, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438713/3.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Die gegenständigen, Blätter sind am Blattgrund oval bis herzförmig mit einer lang ausgezogenen Spitze, 5–15 cm lang, 2–8 cm breit und am Rand grob gesägt und mit stark strukturierte Blattfläche.
Bild 04 Nebenblätter, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438716/4.jpg)
Foto: H.-J_Koch
In den Blattachseln stehen bei den männlichen Pflanzen aufrechte grünliche Blütenrispen, bei den weiblichen längere überhängende Rispen.
Die Erstveröffentlichung von Urtica dioica erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 984.
Carl von Linné (1707 - 1778) war ein schwedischer Naturforscher, der mit der binären Nomenklatur die Grundlagen der modernen botanischen und zoologischen Taxonomie schuf.
Das Artepitheton ,,dioica" verweist auf die
Zweihäusigkeit.
Zweihäusigkeit (
Diözie) ist eine Form der Geschlechtsverteilung bei Samenpflanzen. Die männlichen und weiblichen Fortpflanzungsorgane sitzen auf verschiedenen, eingeschlechtlichen Pflanzen.
Beispiele sind: Kiwi (dt. Strahlengriffel, Actinidia deliciosa) und
Sanddorn (Hippohaea rhamnoides).
Systematik:Ordnung: Rosenartige Rosales
Familie: Brennnesselgewächse Urticaceae
Tribus: Urticaceae
Gattung: Brennnesseln Urtica
Art: Große Brennnessel
Wissenschaftlicher Name: Urtica dioica
Syn. Urtica major, Urtica urens maxima
Trivialnahmen: Gewöhnliche Brennnessel, Haarnessel, Hanfnessel, Nesselkraut, Scharfnessel und Tausendnessel
Englische Bezeichnung: stinging nettle
Woher der Name der Brennnessel stammt, ist wohl leicht zu erraten. Sogar der lateinische Gattungsname "Urtica" kommt von urere = brennen.
Die Bezeichnung Nessel wird mit dem mittelhochdeutschen nezzel in Verbindung gebracht, wohl wegen der Verwendung der Bastfasern zu Nesselgewebe.
Die Vielseitigkeit der Pflanze zeigt sich seit Jahrtausenden auch als Grundstoff für die Papierherstellung, als Faserpflanze zur Herstellung von Kleidung und zum Färben von Wolle.
Die Bastfasern der Brennnessel (zu Garn versponnen) wurden häufig zur Herstellung von netzartigen Geweben (Berufskleidung) verwendet. Früher hat man daraus einen leinwandähnlichen Stoff, das sogenannte Nesseltuch, gefertigt.
In den Kriegs- und Nachkriegszeiten wurde immer wieder auf die Verwendung von heimischen Brennnesselfasern zurückgegriffen, wenn der Import von Baumwolle und anderen Fasern knapp wurde.
Bereits in der Steinzeit wurde die Brennnessel als Faserpflanze verwendet, dies belegen z. B. Funde aus England von Steinspitzen, die mit Brennnesselfasern befestigt waren.
Auch der berühmte Ötzi hatte Fäden aus Brennnesselfasern in seiner Ausrüstung.
Bis ins 18. Jahrhundert waren die haltbare, aus 5 – 7,5 cm langen Zellen bestehenden Stängelfasern wichtig für Stoffe, Fischernetze und Schnüre.
Als Faserlieferant (Nesseltuch) verlor die Pflanze doch in dem Maß an Bedeutung, wie die Baumwolle zunahm.
Obwohl Urtica dioica zur Heilpflanze des Jahres 2022 gekürt wurde, steckt in ihr noch viel mehr Potenzial.
Therapeutisch werden alle Pflanzenteile genutzt, insbesondere zur Durchspülung und bei rheumatischen Beschwerden.
Alle Pflanzenteile der Brennnessel werden therapeutisch genutzt. Es werden leicht harntreibende, entzündungshemmende, schmerzstillende, durchblutungsfördernde und immunmodulierende Wirkungen beobachtet.
Auch von Hildegard von Bingen wurde die Pflanze gekocht als Speise empfohlen. Die Kräuterbücher des 16. Und 17. Jahrhundert erwähnen die Große Brennnessel als Mittel gegen Husten, Engbrüstigkeit, Seitenstechen, Masern Pocken und Gelbsucht.
Mythologie und Zauberkraft: Am berühmtesten ist wohl das Märchen ,,Die wilden Schwäne"
von Hans Christian Andersen. In der Geschichte muss eine Prinzessin Hemden aus Brennnesselfasern weben, um ihre elf Brüder vom Zauber der bösen Stiefmutter zu erlösen, der sie in Schwäne verwandelt hat.
Bekannt ist auch heute noch die Redensart ,,sich in die Nesseln setzen", was bedeutet, einen peinlichen Fehler zu machen und sich dadurch zu
blamieren.
Bild 05 Pflanze mit Brennhaaren, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438717/5.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Auf beiden Seiten besetzte Brennhaare sind haarähnliche Strukturen, die mechanisch durch winzige Widerhaken oder mittels besonderer Wirkstoffe bei Berührung ein Brennen verursachen.
Beim Menschen genügen schon kleinste Mengen (etwa ein zehnmillionstel Gramm), um eine Hautreaktion auszulösen. Die Pflanze bildet neben den Brennharen auch nichtbrennende, kurze, drüsenlose Haare aus.
Bild 06 Brennhaare am Blattstiel einer Urtica dioica, die Köpfchen sind erahnbar.
(https://www2.pic-upload.de/img/37438718/6.jpg)
Urheber: Jerome Prohaska
Jedes Brennhaar (ist sehr lang -1 bis 2 mm -) besteht aus einer einzelnen, hohlen Zelle. Diese besitzt im unteren Teil einem Bulbus, mit dem sie in einem Sockel aus Epidermiszellen eingebettet ist. Dem langen Mittelstück des Brennhaares sitzt auf einer Sollbruchstelle ein Köpfchen auf, das bei Berührung abbricht, wobei der Zellinhalt wie mit einer Kanüle in die Haut injiziert wird und dort die bekannten Hautreaktionen hervorruft.
Die Wände des unteren Teils dieser Brennhaare sind durch Kalkgehalt verhärtet, während die Spitze durch Siliziumgehalt brüchig wird wie Glas, so dass sie bereits bei leichter Berührung in schräger Richtung abbricht.
Die so entstandene scharfe Spitze dringt leicht in die Haut ein und entleert die in ihr befindliche Flüssigkeit. Diese enthält ein Toxalbumin, das die bekannten Erscheinungen auf der Haut hervorrufen.
Brennhaare sind in den Blättern und Stängel lokalisiert und enthalten u.a. Essigsäure, Ameisensäure u. a. flüchtige Säuren sowie Acetylcholin (1 %) und Histamin (0,1 – 0,5 %), so wehrt sich die Pflanze gegen Fressfeinde. Sie schützt sich gegen den Fraß vieler, aber längst nicht aller Tiere.
Die Brennnessel ist eine Raupenfutter Pflanze für mehr als 30 heimische Schmetterlingsarten.
So leben beispielsweise die Raupen von Tagpfauenauge und der Kleine Fuchs ausschließlich von Brennnesselblättern.
Bild 07 Männlicher Blütenstand, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438721/7.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Blütezeit: Juni bis September.
Der männliche Blütenstand ist abstehend. Die vier Staubblätter der männlichen Blüten sind in der Knospe eingebogen, richten sich jedoch später sprunghaft auf und stoßen die Pollenkörner wie eine Wolke von sich. Diese plötzliche Bewegung beruht auf einen Spannungsunterschied zwischen der inneren und äußeren Segmentschicht des Staubfadens.
Bild 08 Männliche Blüte mit 4 Staubblättern, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438720/8.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Bild 09 Blühende, weibliche Pflanze, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438719/9.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Der weibliche Blütenstand ist hängend, die Einzelblüten sind unscheinbar.
Die Samen der weiblichen Pflanzen eignen sich als Tee Basis, als Nahrungszusatz oder als Basis für Brennnessel Samen Öl.
Die frischen und getrockneten, nussigen Samen sind eine wertvolle Eiweißquelle, Sie werden übers Müsli gestreut oder in Bratlingen verarbeitet.
Die zweihäusigen Blüten haben 4 Tepalen.
Tepalen = gleich gestaltete Blätter die ursprünglich als Kelchblätter oder Blütenkronblätter angelegt wurden.
Als Perigonblatt oder Tepalum wird bei Blütenpflanzen ein Blatt der Blütenhülle bezeichnet, wenn die Blütenhülle nicht in Kelch und Krone gegliedert ist.
Bild 10 Illustration der Großen Brennnessel in Otto Wilhelm Thomé: Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 1885 in Gera.
(https://www2.pic-upload.de/img/37438722/10.jpg)
1 = männliche Einzelblüte (mit 4 Staubblätter), 2 = Blütenknospen, 3 = Blattform: herzförmig, 4 = Blattanordnung: kreuzgegenständig, 5 = Blattrand: gesägt, 6 = langer Endzahn (zugespitzt), 7 = eiförmige Nussfrucht in hängender Rispe, 8 = Blüten in Rispen aus den Blattachsen der oberen Abschnitte, 9 = Stängel meist 4-kantig, 10 = Stängel und Blätter mit Brennhaaren.
Quelle: Source: www.biolib.de
Dieses Werk ist gemeinfrei.
Bild 11 Schnittstellen, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438723/11.jpg)
Foto: H.-J_Koch
Teil 1
Spross, Querschnitt, 25 µm
5 Bilder von ungefärbten Schnitten.
Bild 12 Übersicht, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438724/12.jpg)
Bild 13 Detailaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438725/13.jpg)
Bild 14 Detailaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438727/14.jpg)
Bild 15 Detailaufnahme, Primärfluoreszenz, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438726/15.jpg)
Auflicht Beleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm, LED Modul 455 nm
Bild 16 Detailaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438728/16.jpg)
Auflicht Beleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm, LED Modul 455 nm
W-3A-Färbung nach Wacker (
Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)
Arbeitsablauf :1. Schnitte liegt in 30 % Ethanol.
2. Aqua dest. 3x wechseln je 1 Minute.
3. Vorfärbung Acridinrotlösung 7 Min.
4. 1x auswaschen mit Aqua dest. .
5. Acriflavinlösung (differenzieren bis gerade keine Farbwolken mehr abgehen - Lupenkontrolle) ca. 15 Sekunden !!!.
6. 2 x auswaschen mit Aqua dest..
7. Nachfärbung Astrablaulösung 1 Minute
Bei der Nachfärbung mit Astrablau eine Mischung aus Astrablau und Acriflavin im Verhältnis 3 : 1 verwendet (blau + gelb = grün).
8. Auswaschen mit Aqua dest. bis keine Farbstoffreste verbleiben.
9. Entwässern mit 2x gewechseltem Isopropylalkohol ( 99,9 % )
10. Einschluss in Euparal.
Ergebnis :Zellwände blaugrün bis grün, verholzte Zellwände leuchtend rot, Zellwände der äußeren Hypodermis orangerot, Cuticula gelb, Zellwände der innenliegenden Hypodermis tiefrot.
Fotos: Nikon D5000.
Bei meinen Brennnessel-Schnitten versuche ich die Farbbrillanz von Acridinrot und Astrablau zu halten. Das geht ganz gut, wenn man alle Wackerfarben einzeln nacheinander färbt und abweichend vom Standardprozess nach der Vorfärbung mit Acridinrot mit Salzsäurealkohol differenziert.
Salzsäure – Alkohol
Salzsäure Alkohol (3 % / 90 %) ist eine Lösung, die in der Histologie und Mikroskopie häufig verwendet wird. Diese Lösung besteht aus 3 % Salzsäure (HCl) und 90 % Ethanol C₂H₆O.
Die Große Brennnessel Urtica dioica ist eine zweikeimblättrige Pflanze.
Bild 17 Übersicht, junger Spross, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438729/17.jpg)
Bild 18 Detailaufnahme mit Beschriftung, junger Spross, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438730/18.jpg)
XY = Xylem, H = Hohlraum, MP = Markparenchym, PXY = primäres Xylem, RP = Rindenparenchym, CU = Cuticula, EP = Epidermis, PH = Phloem, SKF = Sklenrenchymfasern
Bild 19 Übersicht, junger Spross, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438733/19.jpg)
Bild 20 Detailaufnahme, junger Spross, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438731/20.jpg)
Bild 21 Detailaufnahme, Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438732/21.jpg)
Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485
Bild 22 Detailaufnahme, Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438735/22.jpg)
Bild 23 Detailaufnahme, Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438734/23.jpg)
Bild 24 Schnittstelle, mehrjähriger Spross, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438926/24.jpg)
Bild 25 Gegenüberstellung: junger Spross, alter Spross, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438928/25.jpg)
Links = junger Spross (⌀ 4 mm), rechts = mehrjähriger Spross ( ⌀ 8 mm)
Bild 26 Detailaufnahme, mehrjähriger Spross. Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438927/26.jpg)
Bild 27 Lentizelle, mehrjähriger Spross. Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438929/27.jpg)
Bild 28 Detailaufnahme, mehrjähriger Spross. Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438931/28.jpg)
Bild 29 Detailaufnahme, mehrjähriger Spross. Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438930/29.jpg)
Bild 30 Detailaufnahme, Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, mehrjähriger Spross. Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438933/30.jpg)
Bild 31 Detailaufnahme, Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, mehrjähriger Spross. Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438934/31.jpg)
Teil 2
U – förmiger Blattstiel, Querschnitt, 25 µm
W-3A-Färbung nach Wacker (
Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)
Bild 32 Übersicht, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438932/32.jpg)
Bild 33 Detailaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438936/33.jpg)
Bild 34 Detailaufnahme, Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438935/34.jpg)
Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485
Bild 35 Brennhaare, Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438937/35.jpg)
Teil 3
Rhizom, Querschnitt, 25 µm
W-3A-Färbung nach Wacker (
Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)
Bild 36 Schnittstellen, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438938/36.jpg)
Wurzel bis 1 cm dick, sehr lang, außen hellgelbbraun mit tiefen Längsfurchen. Im Querschnitt hell und fast reinweiß.
Als Arzneipflanze wird diese Wurzel zur Behandlung von Miktionsbeschwerden (Blasenentleerungsstörung), bei benigner Prostatahyperplasie (gutartige Vergrößerung der Prostata) Stadium I bis II unter Ausschluss eines Prostatakarzinoms (nach WhO – Monographie) verwendet
Inhaltsstoffe: Lectin (Urtica dioca-Agglutinin); Polysacharidgemisch und zahlreiche weitere Inhaltsstoffe.
Bild 37 Übersicht, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438939/37.jpg)
Bild 38 Detailaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438940/38.jpg)
Bild 39 Detailaufnahme mit Beschriftung, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438943/39.jpg)
PG = Phellogen, PD = Phelloderm, PH = Phloem, RP = Rindenparenchym, K = Kambium, XY = Xylem, T = Trachee, HP = lignifiziertes Holzparenchym, H = Holzparenchym
Bild 40 Detailaufnahme, Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438942/40.jpg)
Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485
Bild 41 Detailaufnahme, Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438941/41.jpg)
Teil 4
Rhizom, Längsschnitt, 25 µm
W-3A-Färbung nach Wacker (
Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)
Bild 42 Übersicht, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438945/42.jpg)
Bild 43 Detailaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438944/43.jpg)
Bild 44 Detailaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438946/44.jpg)
Bild 45 Querbruch, meist mit kleiner Markhöhle., Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438947/45.jpg)
Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz iLED 455 nm
LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485
Bild 46 knotige Verdickungen, Auflicht – Fluoreszenzaufnahme, Große Brennnessel Urtica dioica
(https://www2.pic-upload.de/img/37438948/46.jpg)
Verzeichnis der benutzten Literatur:Wikipedia; Freie Enzyklopädie
Aichele ,,Der Kosmos Pflanzenführer", ISBN: 3-86047-394-8
Aichele ,,Was blüht denn da?", 03553-5
Walter Eschrich ,,Pulver-Atlas der Drogen", ISBN: 3-7692-2505-8
E. Löbenberg ,,Drogenkunde", 3-7741-0125-6
Lüder, ,,Grundkurs Pflanzenbestimmung", ISBN: 3-494-01418-3
Dieter Ennet ,,Laxikon der Heilpflanzen", ISBN: 3-933203-96-1
Hans-Joachim Conert ,,Flora in Fatben" , 1965
Bettina Rahfekd ,,Mikroskopischer Farbatlas der pflanzlichen Drogen", ISBN: 978-3-8274-1951-4
Schmeil ,,Leitfaden der Pflanzenkunde", 1952
,,Botanica" Das Abc der Pflanzen, ISBN: 3-8290-0868-6
,,Die große Enzyklopädie der Arzneipflanzen und Drogen", ISBN: 978-3-89996-508-7
,,Der Kosmos Waldführer", ISBN: 978-3-440-17680-1
,,Tiere und Pflanzen", ISBN: 978-3-440-14136-6
,,Was blüht denn da?", ISBN: 978-3-440-11379-0
,,Das große illustrierte Pflanzenbuch", 1966
,,Der neue Kosmos Tier- und Pflanzenführer", ISBN: 3-440-07286-X
,,Welche essbare Wildpflanze ist das?", ISBN: 978-3-440-16445-7
,,Wildkräuter & Beeren", ISBN: 978-3-8338-2611-5
,,Heilpflanzen und ihre Kräfte", 1985
Der Kosmos ,,Pflanzenführer", ISBN: 978-3-440-16318-4
,,Was blüht denn da ?", 1968
Die Informationen für Beschreibungen werden von mir selbst aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Dabei benutze ich sowohl Bücher als auch Internet Quellen.
Ich recherchiere dann weiter, suche die zugrundeliegenden Studien heraus, werte sie aus und verbinde alles miteinander.
Beim Recherchieren öffnet sich oft nicht nur eine neue Tür, sondern gleich mehrere. Dahinter verbergen sich weitere spannende Informationen.
Für konstruktive Kritik bin ich ebenso offen wie für lobende Worte.
Hans-Jürgen
Das ist wieder einmal eine fantastische Dokumentation mit unglaublichen Schnitten.
Für mich "die Adelung der Brennnessel".
Auch ich habe schöne Erinnerungen an diese Pflanze, vor allem als Futterpflanze für diverse Tagfalterarten. Manch ein Pfauenauge habe ich mit Brennnesseln großgezogen, um es nach der Verpuppung in die Natur zu entlassen.
Das war allerdings noch zu einer Zeit, als man die Pflanze noch "Brennessel" schrieb.
Hallo Gerd, Peter T. und Peter,
danke für euer Interesse an der Botanik und die lobenden Worte.
@ Gerd,
ich habe noch nie etwas von der Brennnessel gegessen, wir haben aber schon Rezepte gefunden.
Den Versuch mit der Pasteuer-Pipette werde ich probieren.
@ Peter T.
bei der alten Schreibweise von ,,Brennessel" habe ich überlegen müssen, aber die reformierte Rechtschreibung von 1996 hat einiges verändert.
Gruß
Hans-Jürgen