Hallo zusammen,
Ich möchte hier mal um Rat fragen zu einer bestimmten Problemstellung.
Mal angenommen ich habe eine bestimmte Diatomee unter dem normalen Mikroskop gesehen, die ich
präparieren oder auch nur einzeln fotografieren möchte.
Oft habe ich das Problem das ich die unter dem Stemi unter den anderen Diatomeen nicht wieder finde.
Vor allem bei kleinen ist es schwierig.
Die ausgesuchte Diatomee direkt heraus zu heben, scheitert oft daran das ich mit der Legeborste über
den OT wische. Es ist schwierig mit der Hand auf dem OT-Tisch sauber und ruhig zu hantieren.
Ich habe mir daher jetzt eine Art Zeiger gebaut. Es ist eine Nadel die sehr knapp über den Diatomeen ist und mir die gewünschte Diatomee zeigt.
Wenn dies geschehen ist, nehme ich den OT mit dem Zeiger heraus und lege diesen unter das Stemi.
So lässt sich zumindest das Gebiet eingrenzen. Durch die Paralxe ist das direkte anzeigen der Diatomee
kaum möglich.
Gibt es eine bessere Möglichkeit Diatomeen zu markieren ?
Am liebsten wäre mir ein OT mit feinem aufgedampftem Raster welches am Rande nummeriert ist, z.B.
X 32, Y 49. In dem Kreuzungspunkt wäre die Diatomee zu finden.
Aber ich denke so etwas wäre sehr teuer.
Gruss
Michael
Kurzes Brainstorming:
Auf Objektmikrometer ausstreuen.
Auf Glas ein Gitter mit einem Diamanten (Drehdiamant) ritzen, Vorrichtung nötig.
Glasmaßstab (Werkzeug) ausmanteln und als Unterlage verwenden.
Feinstes mögliches Gitter mit Laserdrucker ausdrucken (ist wasserfest, auf Folie?)
Spektrometer-Gitter als Unterlage (lineare Furchen) [Gitter sind bei mir vorhanden].
Silizium-Wafer-Rohling als Unterlage, enthält feine Strukturen.
Altes UV-Eprom ohne Deckplatte als Unterlage (regelmäßige Struktur) [habe Eproms verpackt].
Ende Brainstorming.
Gruß - Werner
Hallo Michael,
und ein Gitter-Okularrmikrometer wäre das was?
https://www.ebay.de/itm/264413378112?
Beste Grüße von
Heinrich
Hallo Michael,
mein Freund Nigel Charles hatte neben jede Diatomee die später in ein Präparat sollte auf der Trocken Streuprobe mittels eines Markerobjektivs eine Markierung gemacht. Die Objektträger gingen dann so an Klaus Kemp, der dann Präparate daraus gelegt hat. Ich bin gerade unterwegs, später stelle ich noch Bilder dazu ein.
Lg
Anne
So etwas wie ein Neuengland-Finder? https://www.emgrid.com.au/product/stage-micrometer-s7/ (https://www.emgrid.com.au/product/stage-micrometer-s7/) Es gibt sie auch in Plastikausführung, aber ich habe sie noch nicht in einem Katalog gesehen. Sie könnten etwas Ähnliches selbst drucken.
Alternativ könnten Sie einen Kreuztisch mit Nonius auf Ihre Stereoanlage montieren.
Viel Erfolg, René
Hallo,
Danke für die Rückmeldungen.
Werner:
An Glasritzen hab ich auch schon gedacht, aber wenn man zu tief ritzt, könnte das ein Startpunkt für ein
Glasbruch sein. In Lack habe ich mal feinstes Gitter geritzt, das dient mir als Orientierungshilfe beim
legen.
Das Gitter sollte schon durchsichtig und nicht schwarz sein.
Heinrich:
Das Okularmikrometer ist zu klein, wenn ich Diatomeensuspension auftropfe ist meist 1/3 des OT bedeckt
Das in Gross wäre schon gut. Der Vorschlag von Rene kommt den schon nahe.
Anne:
ja die Markierobjektive kenn ich, wenn es die sind die ein Kreis um das Objekt auf den OT ritzen.
Da ich Glasätzpaste habe wäre eine weitere Idee folgende:
Man klebt eine Folie wie Tesa oder ähnliches auf ein OT. In die Folie schneidet man ein Gitter.
Nun streicht man etwas Paste darüber und lässt es paar min wirken. Danach abwaschen, es sollte ein
mattes Gitter zusehen sein.
Habe es aber noch nicht probiert. Probiert habe ich es vor Jahren mit Photolack, es war OK aber nicht
sonderlich gut, der Lack wird ein wenig von der Paste angelöst.
vielleicht kommen noch weitere Möglichkeiten, von denen ich nichts weis.
Gruss
Michael
Hallo Michael,
hier die Bilder wie versprochen. Die Streuung darf dafür nicht so dicht sein. Klaus Kemp hat so für Nigel Charles mehr als 3000 Einzeldiatomeen gelegt.
lg
anne
1.jpg
2.jpg
Hallo,
Anne:
Vielen Dank für das Bild, wie ich sehe ist es mit einem Stift oder ähnlichem markiert.
Wenn man es so machen will darf es selbstverständlich nicht so dicht sein.
All:
Ich habe jetzt mal einen schnellen Ätz Test mit der Glasätzpaste gemacht. Mir ging es bei dem
Test nicht um die genauigkeit des Rasters, sondern um die Feinheit der Linien.
Das beste Ergebnis --mit Ätzpaste-- ist das mit der geätzen feinen Wolframnadel die ich eigentlich
am Mikromanipulatur nutze. Die kleinen Bilder in den Ecken sind unterm normalem Mik mit 10er Objektiv
gemacht worden.
Das überhaupt beste Ergebnis ist das mit der Hartmetallnadel, diese nutze ich auch um runde DGs
zu schneiden.
Das heisst für mich das ich erstmal einige OTs mit einem Raster versehe, welches ich mit der HM Nadel
mache. Dann natürlich genau.
Eine Phototechnische Lösung wäre mir lieber gewesen, aber das bringt ähnlich schlechte Ergebnisse
wie die ersten 3 Beispiele; Unterätzung!
Gruss
Michael
Nur zur Vollständigkeit, das müsste wohl so was sein:
https://www.mikroskop-online.de/mikroskope/verkauf/zeiss-und-andere-objektive/objektivzubehoer/objektmarkierer/
Lg
Anne
Hallo Michael,
ZitatAm liebsten wäre mir ein OT mit feinem aufgedampftem Raster welches am Rande nummeriert ist, z.B.
X 32, Y 49. In dem Kreuzungspunkt wäre die Diatomee zu finden.
So etwas gibt es, bspw. von der Firma Albert Sass, habe ich jedoch auch schon von anderen Herstellern gesehen mit etwas veränderter Matrix. Bei dem Exemplar bestehen die Zeilen aus Groß- und Kleinbuchstaben, die Spalten sind hingegen durchnummeriert. Früher war das wahrscheinlich ein Hilfsmittel zur Positionierung welches heute durch Scanner im Schnellverfahren digital erledigt werden kann.
Hin und wieder findet man solche Raster günstig auf Ebay.
Beste Grüße
Marcel
Sorry wegen der Qualität der Bilder, war jetzt nur auf die Schnelle gemacht.
Hallo Marcel,
Das wäre schon das idealste. So etwas ähnliches hatte Rene auch vorgeschlagen.
Ich bin am überlegen wie man es zuhause machen kann. Ich bräuchte ja mehrere von den Teilen.
Wenn ich so eine Diatomeensuspension auftrage und trocknen lasse, suche ich welche heraus. Der Rest auf
dem OT verbleibt dort und wird verstaut für das nächste mal.
Da es auch grössere DG gibt kann man auch diese verwenden worauf ich die Suspension aufbringe.
Beim späteren heraussuchen kann man das DG mit den Diatomeen AUF so ein Raster legen und Formen
heraus picken.
Dünnes DG deshalb weil dann die Paralaxe nicht so gross ist wie mit normalen OTs oder mit dem Zeiger, was
ich momentan verwende.
Vielleicht denke ich aber auch zuviel... aber so kommen schon mal passende Ideen heraus, siehe der
Eigenbau MMP.
Gruss
Michael
Hallo Michael,
"einfach" mal ein Panorama stitchen (ggf. mit 4x oder 10x Objektiv) und später den relevanten Pixelbereich im Foto markieren. Das geht zwar anfangs etwas Zeit verloren, aber später findet man das schnell wieder.
Ich finde auch am Bildschirm kann man dann viel besser suchen.
LG Frank
Edit: Bild von Pano eingefügt
Beispiel interessante Diatomeen Pano.jpg
Hallo Michael,
der England Finder ist schon genannt worden, wäre das Hilfsmittel der Wahl, leider extrem teuer.
Gruß
Michael
Hallo,
Beim suchen im Netz bin ich auf Mikrofichi gestossen. Da kam mir gerade die Idee, das man
sich auch mehrere Dias oder auch Filme machen (lassen) kann. Es gibt Firmen die Platinenlayout
Filme oder Folien machen. Die sind viel besser aufgelöst als mein Laserdrucker.
Über die Option denke ich noch nach.
Oder hat wer Erfahrungen damit?
Gruss
Michael
So,
Ich hatte mir mal vor einiger Zeit Testkarten für das Stemi gemacht. Einige auch auf
Folie. Eine solche Folie habe ich nun zerschnitten und das Raster unter den OT mit Tesa
geklebt. Ich wollte einfach mal sehen wie es sich mit so einem Raster arbeiten lässt.
Ich habe also etwas Diatomeen Suspension aufs Raster (weisser Kreis) getropft und geschaut.
Allerdings muss ich den OT Tisch soweit verstellen bis ich eine Zahl an der Linie erkenne,
Scharfstellen muss ich natürlich auch.
Die Diatomee lässt sich unter dem Stemi schnell wieder finden. Es ist in der Tat besser wenn die
Raster Quadrate direkt nummeriert wären.
Der England Finder oder der von Sass erfüllt diese Aufgabe.
So wie ich es verstanden habe legt man den OT mit einem Präparat oder halt Diatomeen auf den Finder.
Der scheint grösser als normale OTs zu sein, das verhindert das man den OT verschiebt wenn man Finder aus dem Mik heraus nimmt und unters Stemi legt.
Lieg ich mit der Annahme richtig?
Gruss
Michael
Hallo, meine Überlegung ist, auf den Objektträger mit Filzstift ein Quadrat auf malen oder ritzen und innerhalb die Diatomeen Suspension auftragen. Dann an der Stelle wo die Diatomee liegt am Kreuztisch die X-Y Koordinaten ablesen. Danach den Kreuztisch verschieben in X und Y Richtung bis zur Innenkante der Striche.
Dann wieder die Koordinaten ablesen. Dann weiss man, um wieviel mm in X und Y die Diatomee von den Strichen entfernt ist. Den Objektträger kann man dann ja mehrmals verwenden.
(Ich habe mir für mein Stemi einen abnehmbaren Kreuztisch eingebaut)
vG Peter Mikropit
Hallo Peter,
Danke für die Idee. Das funktioniert aber nur wenn man den Tischtrieb spielfrei hat und die Zahnstange nicht
gebrochen ist. Bei mir ist es gebrochen, funktioniert aber noch, da diese in einer Nut sitzt.
Mir ist es in der Tat lieber, wenn man das nummerierte Quadrat direkt ablesen kann.
Gruss
Michael
Hallo Michael,
ZitatDas wäre schon das idealste. So etwas ähnliches hatte Rene auch vorgeschlagen.
Ich bin am überlegen wie man es zuhause machen kann. Ich bräuchte ja mehrere von den Teilen.
Bei meinem letzten Rundgang durch den Keller ist mir meine etwas verstaubte Lasergraviermaschine in den Blickfeld gerückt. Auf Anhieb fielen mir wieder Deine Gitterkritzeleien (https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=50171.msg366701#msg366701) ein, die ich selbst bestimmt nicht ansatzweise so händisch hinbekommen hätte.
Nun denn, die Lasergraviermaschine hat immerhin eine beworbene Auflösung von 0.01mm und kann sich gradlinig in X-und Y–Richtung bewegen. Das müssten, so mein erster Gedanke, eigentlich nicht allzu schlechte Voraussetzungen für ein solch kleines Positionsgitter sein. Das Teil habe ich bisher nie in Verbindung mit Glas genutzt.
Vorweg: Das Ganze hier enstand durch "Learning by doing". Bei dem genutzten Laser handelt sich um einen Dioden-Laser für den ,,DIY-Bereich" der eine Wellenlänge von etwa 455nm hat und somit durch einseitige Hintzeentwicklung an einer aufgetragenen Absorbtionschicht das Glas graviert (hier entpuppt sich das als großer Nachteil). Ganz im Gegenteil zu UV-Laser die das Glas kalt gravieren können, preislich jedoch deutlich teurer sind und eher für den gewerblichen industriellen Gebrauch geeignet sind.
Dieser Beitrag ist etwas lang geraten, da er gerne als Hilfe zum Nachahmen dienen soll und jeden Anfänger in diesem Bereich auf Fallstricke aufmerksam machen soll die für mich nicht auf Anhieb erkennbar waren.
Im ganzen Beitrag nutze ich den Term Gravieren oder Gravur auch wenn es technisch/physikalisch nicht ganz richtig ist. Für eine grobe Übersicht der eingesetzten Technik kann ich folgenden Link empfehlen: Link (https://de.xtool.com/blogs/xtool-academy/lasergravieren-der-ultimative-guide)
Nun ging es direkt ans blinde ,,Antesten": Um Glas überhaupt mit einem Diodenlaser niedriger Leistung <10W gravieren zu können, muss man das Glas zuerst mit einer dünnen absorbierenden Lackschicht besprühen/bepinseln/betupfen sonst durchdringt der Laser einfach das Glas ohne jegliche sichtbare Gravur zu hinterlassen. Erste Versuche sahen makroskopisch schon vielversprechend aus:
1_Klasse_ich brauch_nichts_mehr_machen.jpg
Drei Objektträger mit Materialtest-Gravuren. Der mittlere Objektträger ist noch mit einer Lackschicht versehen.
Was makroskopisch fein aussieht, sieht mikroskopisch unterm Stemi ganz und gar nicht schön aus:
Etwas vergrößert erkennt man kleine Risse an den Rändern der Gravurlinien (1), größere Risse die teilweise bis zur nächsten Line ragen (2) und sogar ganze Glasabplatzer von einigen 1~3mm bei dem die Gravurlinie nicht mehr zu sehen ist (3):
Wie erwähnt, haben wir es mit punktueller Hitzeeinwirkung zu tun, somit lag es nahe, dass es sich hier um thermische Spannungen im Glas während und nach der Gravur, also bei der Abkühlung handeln müsste die man irgendwie in den Griff kriegen muss um die Risse zu vermeiden.
Eine genauere Betrachtung einer Gravurlinie unter gekreuzten Polarisatoren am Stemi zeigt helle Risse (blaue Pfeile) aber auch Spannungen im Glas (grüne Pfeile):
In den Einstellungen des DIY-Lasers sind zwei Parameter einstellbar: Leistung und Geschwindigkeit mit der die Stepper Motoren den Laser über die Oberfläche bewegen. Es gibt noch viele andere Parameter, sie würden den Rahmen hier fürs Erste eindeutig sprengen.
Erwähnenswert ist auch, dass alle oben gezeigten Linien einem Leistungs-/Geschwindigkeitspaar in einer Tabelle zugeordnet sind, damit man sich systematisch ans akzeptable Gravurbild annähern kann. Jede Linie wurde somit mit einer konstanten Laserleistung und Geschwindigkeit graviert.
Trügerisch waren Gravuren mit unbrauchbarern Laser-Leistungen und Geschwindigkeiten die selbst unter dem Stemi mit noch vorhandenen Decklack berauschend gut aussahen. Nach Entfernung des Lacks (oberer Bereich im Bild), stellte es sich dann heraus, dass das Glas noch absolut intakt war:
5_Wo sind meine Linien geblieben.jpg
Außer Acht lassen darf man auch nicht die Dicke und Homogenität der Lackschicht. Erste Versuche mit getupfter oder bepinselter schwarzer Abtönungsfarbe waren mikroskopisch absolut nicht nutzbar und lieferten unstetige Linien.
9_Pinsel_kann_man_vergessen.JPG
Deutlich bessere Ergebnisse erzielte das Auftragen mit der Spraydose. Auch hier musste man jedoch ein wenig aufpassen: Was im Auflicht homogen aussieht:
Sieht im Durchlicht eher mittelmäßig brauchbar aus:
Hier gilt die übliche Regel beim Lackieren: mehrere dünne schichten sind besser als wenige dickere Schichten.
Das Gravur Ergebnis bei solch inhomogenen Lackschichten mit der Spraydose sehen dann bspw. so aus:
In der orange markierten Region war die Schichtdicke dünner als auf der rechten Seite. Da jede Linie eine konstante Leistung & Geschwindigkeit des Lasers widerspeigelt, wäre meine vorsichtige Interpretation hierzu: die Lackschicht war so dünn, dass mit der eingestellten Leistung die Lackschicht links sehr schnell abgetragen wurde bevor eine Gravur geeignete Temperatur sich etablieren konnte.
Nach unzähligen Objektträgern die ich nun auf dem Gewissen habe, wäre es nicht verkehrt zusammenfassend folgende Parameter bei der Lasergravur im mikroskopischen Bereich im Auge zu behalten:
Laserleistung, Laserkopfgeschwindigkeit, Homogenität und Schichtdicke des Lacks, Absorptionfähigkeit des Lacks (Farbe, Zusammensetzung(?) und Glanzgrad) wie auch die Glassorte selbst. Bisher konnte ich nur Objektträger aus Kalk-Natronglas testen. Borosilikatglas wäre preislich auch noch gerade vertretbar vor allem jedoch wegen seinem unterschiedlichen thermischen Ausdehnungskoeffizient. Eine weitere Variable die mir im Nachhinein eingefallen ist, ist die Temperatur des Glases während und nach der Gravur. Hier könnte man vorab den Objektträger erhitzen um den Temperaturgradient im Glaskörper abzuflachen um so die gezeigten Spannungen zu reduzieren. Wie hoch diese Temperatur sein muss um bessere Ergebnisse zu erzielen, weiß ich als Laie ehrlich gesagt nicht. Ein Tipp von den Glasexperten hier um Forum wäre herzlichst willkommen, schon allein um nicht weiterhin als ,,Objektträger-Massenmörder" in der Familie bezeichnet zu werden. Meine Vermutung: die Temperatur wird zu hoch sein um praktikabel zu sein.Meine bisher brauchbarsten Ergebnisse mit der Gravur habe ich eigentlich schon vorweg gezeigt. Im letzen Bild sieht man bspw. schon durgehend verlaufende Linien ohne jegliche Risse und Spannungen im Glas.
Es wundert mich ein wenig, dass das Thema mikroskopische Lasergravur hier im Mikro-Forum noch gar nicht ausführlich diskutiert worden ist. Ganze vier Ergebnisse liefert Google für den Suchbegriff für Beiträge die die Lasergravur nur beiläufig als Methode zum Zweck erwähnen.
Hoffentlich geht dieser Beitrag nicht gänzlich unter, denn die Möglichkeiten bei der Gravur oder präzises Schneiden die sich hier ergeben, sind nicht ausser Acht zu lassen.
Viele Grüße
Marcel
Hallo zusammen,
Marcel:
Es ist interessant zu sehen was meine Fragestellung für Kreise zieht. Mit dem Laser habe ich es
tatsächlich nicht probiert, weil ich weis wie fein es eingestellt bzw. fokussiert sein muss um nur
annähernd dahin zu kommen was ich will. Das schaffen Home Laser nicht.
Aber zum beschriften werde ich es mal testen.
Durch meine Anfrage hat mir ein Forumsmitglied (Danke Rene), eine Art Mikrofilme mit Raster zukommen
lassen. Es ähnelt dem England Finder, der ja aus Glas ist.
Für meine Zwecke habe ich mir etwas ähnliches erdacht und mittels 3D Drucker gefertigt.
Es ist ein Rahmen der eines der "Filmstreifen" aufnehmen und halten kann. Darüber kann dann ein OT geklemmt werden. Durch die Klemmung wird verhindert das der OT nicht verrutscht und die Position eines
Objektes nicht verändert wird.
Wie schon anfangs geschrieben, suche ich Diatomeen unter dem normalem Mikroskop raus. Nehme den OT vom
Mikroskop herunter und versuche die selbe Diatomee unter dem Stemi wieder zu finden.
Bisher habe ich mir es so gemerkt das eine bestimmte Diatomee in der Suspension oder Trockenstreu
auf z.B 4 Uhr und 2 mm nach innen vom Wasserrand oder Streurand liegt.
Das funktioniert recht gut, aber wenn es kleine sind wird es schwieriger. Ich denke das es mit der
Vorrichtung einfacher wird. Man hat ja die Position: Grossfeld 4 N(x) T(y) Feld 4. Dieses kann man das unter dem Stereomikroskop leicht wiederfinden.
Im Zuge dessen habe ich einen Dia Belichtungsservice angefragt welche Auflösung maximal möglich ist.
So wie es aussieht ist die Auflösung fein genug um ein eigenes Raster belichten zu lassen.
Dieses werde ich noch erstellen und abwarten wie es wirklich auf Film aussieht.
Das es auf normalem Film, Aufgrund des Filmkorns nie messerscharfe Linien gibt ist mir klar.
Hier nun der Aufbau des Ganzen:
Mikro-Finder-1-1600px.jpg
Die Ansicht unter dem Mikroskop:
Man sucht sich unter dem Mikroskop eine Diatomee heraus, fokussiert weiter bis man das Raster
sieht und merkt sich die Buchstabenkombination. Danach merkt man sich noch die Nummer des
"Grossfeldes" in dem Fall "4"
Mikro-Finder-2.jpg
Hier noch ein Grossfeld.
Mikrofinder-3-1600px.jpg
Ich weis das es super speziell ist und sich nur wenige dafür interessieren.
Gruss
Michael
Hallo Michael,
gerade als ich Deinen Beitrag lese, poppt die Nachricht im Biete-Forum auf für ein England-Finder. Zufälle gibt es. ;D
Du bist mit dem Mikrofilm ja schon sehr nah an der Ideallösung. Eine 100%ige DIY-Lösung ist es zwar nicht, da man von der Herstellung des Mikrofilms immer abhängig bleibt. Trotzdem ist es eine sehr praktikable Lösung.
Viele Grüße
Marcel
I didn't have a clue where these cell finders came from, but apparently they have been in use a long time ago for cell culture on top of these films: https://sci-hub.se/10.1007/BF00305359 (https://sci-hub.se/10.1007/BF00305359). Great solution by Michael to attach the finder to a slide, fine for personal use but unfortunately not a universal one.
See also Sterrenburg 2012 (https://www.researchgate.net/publication/235352991_Universal_coordinate_method_for_locating_light-microscope_specimens) for other methods.
Best, René
Zitat von: cesarius in November 25, 2024, 15:28:13 NACHMITTAGSEs wundert mich ein wenig, dass das Thema mikroskopische Lasergravur hier im Mikro-Forum noch gar nicht ausführlich diskutiert worden ist. Ganze vier Ergebnisse liefert Google für den Suchbegriff für Beiträge die die Lasergravur nur beiläufig als Methode zum Zweck erwähnen.
Hoffentlich geht dieser Beitrag nicht gänzlich unter, denn die Möglichkeiten bei der Gravur oder präzises Schneiden die sich hier ergeben, sind nicht ausser Acht zu lassen.
Viele Grüße
Marcel
Hallo Marcel,
Dein Ansatz mit der Lasergravur ist schon interessant. Bei Wikipedia-Artikel zur Mikroform https://de.wikipedia.org/wiki/Mikroform wird die moderne Form der Herstellung beschrieben, mit Laser.
Wenn Du an so eine belichtbare Folie kommen könntest, wäre es einen weiteren Versuch wert. Ein Versuch auf normaler Klarsichtfolie wäre auch mal interessant.
LG Frank
Hallo zusammen,
Leihweise habe ich den Original England Finder bekommen. Selbstverständlich habe ich diesen
mit dem Cell Finder Holland verglichen.
Also für mich kann ich sagen, das der Cell Finder besser geeignet ist.
Aber seht selbst, alle Bilder wurden am Stemi gemacht und unskaliert übereinander gelegt.
Es ist auch ein Objekt-Mikrometer; als Normmass ; mit dabei.
Hallo Frank,
danke für den Input! Auf Anhieb konnte ich so eine beliechtbare Folie nicht beschaffen. Ein Versuch wäre tatsächlich interessant. Normale selbstklebende Folie bspw. klappt hingegen gut. Sobald man das Schrumpfmaß beim Schneiden der Folie in den Griff bekommen hat, lassen sich bspw. sehr saubere und genaue PH-Blenden fertigen. Ich denke da an schwarz matte selebklebende Folie auf rundem Decklas + 3D Druck Adapter für den Kondensor.
Um die bestmögliche Gravur-Auflösung zu erhalten, fokussiere ich den Strahl auf der zu gravierenden Oberfläche mit einem einfachen USB-Mikroskop bis die kleinstmögliche Ausdehung erreicht ist. Leider ist das nur die halbe Miete, denn der Strahl selbst hat wiederum eine Intensitätsverteilung in der XY-Ebene die ich nicht beeinflussen kann.
Hallo Michael,
danke für den Vergleich.
Wenn ich so drüber nachdenke, finde ich die etwas gröbere Auflösung und das Layout des England-Finder gar nicht so schlecht. Du hattest mir ja geschrieben, dass mit dem 10er Objektiv im Mikroskop Du genau eine Zelle des England Finders mit den 4 Unterteilungen sehen kannst. Würde ich jetzt nach einer bestimmten Zelle suchen durch Änderung der X- und Y-Richtung am Kreuztisch, würde ich mich in jeden Step stets auf die "grobe" runde Mitte konzentrieren welche ich praktisch sofort im Gesichtsfeld sehe und ablesen kann. Die eckigen Unterzellen am Rand kann ich in diesem Step der Koordinatensuche gedanklich leicht ausblenden. Mit den viel kleineren identischen Kästchen des Holland Finder, müsste ich schon genauer schauen, da ich hier 4 ganze und 5 halbe Zellen auf einmal sehe.
Die Handhabung werde ich ja dann demnächst selbst ausprobieren können.
Beste Grüße
Marcel