Hallo Zusammen,
ich habe von Euromex den Farbstoff Methylene blue PB.5297 Coloring fluid
Meine Frage:
Ist der Farbstoff eine 1%ige Gebrauchslösung?
oder wieviel Prozentig ist diese Lösung?
Herzlichen Dank
Jochen
Es ist eine Lösung, Euromex macht keine Angabe zur Konzentration und zum Lösemittel. Üblich ist lt. Kremer eine Konzentration von 1 % in demin. Wasser.
Jochen
Lieber Jochen,
herzlichen Dank, genau da hatte ich auch nachgesehen.
Man muss dann wohl davon ausgehen das das 1%ige Lösung ist.
Ich muss nämlich für ein Experiment mit Hefe (Feststellung wieviel tote Zellen in einer Probe sind)
eine 0,02%ige Methylenblaulösung herstellen.
Also werde ich mal annehmen das Euromex eine 1%ige Lösung gemacht hat.
Lieben Gruß
Jochen
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Hallo,
hier im Anhang ein Scann aus dem Buch "Das Mikroskop in der Schule".
Das habe ich vor.
Lieben Gruß
Jochen
Hallo Michael,
Als Schulversuch eher ungeeignet, aber sehr zuverlässig und auch automatisiert (Fluoreszenzzytometrie) anzuwenden, ist die Färbung mit Dapi (tote Zellen) und Acridinorange (lebende Zellen). Für weitere Infos einfach mal diese beiden Farbstoffe und "Fluoreszenzzytometrie" eingeben.
Grosser Vorteil bei dieser Methode ist das Zelltrümmer oder andere Partikel nicht fehlinterpretiert werden.
Grüße Holger
Hallo,
weitere Fluoreszenzfarbstoffe, die zur Differenzierung lebender von Toten Zellen verwendet werden, sind Calcein AM (färbt nur lebende Zellen) und Propidiumiodid (färbt nur tote Zellen).
Die Verwendung von Methlenblau hat allerdings wesentlich geringere Voraussetzungen an die technische Ausstattung.
Viele Grüße
Alexander
Hallo zusammen!
An Holger gerichtet:
Ein hilfreicher Hinweis von Dir, lieber Holger, ich wollte gerade eine weitgehend ähnliche Information abgeben. Es wäre mit AO vielleicht ganz interessant, eine Hellfeld- oder Phasenkontrastaufnahme des gleichen Bildfeldes zu machen.
In einer Aufnahme mischend wäre auch eine Möglichkeit, aber ohne eine ausgeprägt helle Fluoreszenz-Lichtquelle ist dies (Belichtungszeit) eher schwierig.
Man könnte aber mit 2 kongruenten Aufnahmen und Bildverarbeitung ebenso brauchbare Ergebnisse erzielen.
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Sonst:
Beim Mikroskopieren von Hefe ohne Färbung ist die Anwendung von Phasenkontrast oder auch Schiefer Beleuchtung anzuraten. Das geht auch sehr gut.
Das Experiment aus Dietles Buch halte ich für Schüler als ein etwas ambitioniertes, denn das Herstellen der 0,5-molaren Lösung ist (beispielsweise) für Schülergruppen umständlich, erforderte gleich mehrere Laborwaagen usw.
Das Errechnen benötigter Mengen von H
2PO
4 pro bestimmter Menge von Aqua dest. ist zwar lehrreich, aber wäre eigentlich eine Sache für den Unterricht in Chemie.
Praktikabel ist aber das Verteilen der Lösung an mikroskopierende Gruppen und die Beobachtung der Wirkung.
Die Herstellung der 0,5 molaren Lösung:
(bitte ohne Gewähr! Ein Check durch einen Chemiker unseres Forums ist eine gute Idee ... 8) ;D )
ZitatAnleitung:
Abwiegen:
Wiegen Sie 68,045 g Kaliumdihydrogenphosphat auf einer Waage ab.
Lösen:
Geben Sie die abgewogene Menge in ein Becherglas oder einen Kolben.
Wasser hinzufügen:
Fügen Sie zunächst etwa 800–900 mL destilliertes Wasser hinzu.
Rühren:
Rühren Sie die Lösung gründlich, bis sich das gesamte Salz vollständig gelöst hat.
Auffüllen:
Überführen Sie die Lösung in einen 1-Liter-Messkolben und füllen Sie mit destilliertem Wasser bis zur 1-Liter-Markierung auf.
Homogenisieren:
Verschließen Sie den Kolben (falls vorhanden) und mischen Sie die Lösung durch Schwenken oder Rühren.
Lieber Jochen,
Kaliumdihydrogenphosphat ist weder besonders teuer, noch schwierig zu bekommen. Ich würde es in einer Apotheke kaufen und eventuell auch dort die Lösung herstellen lassen. Ausgenommen natürlich, falls Du eine geeignete Waage hast und sowieso gewohnt bist, Reagenzien selber anzusetzen bzw. zu mischen.
Wenn der pH-Wert der Lösung bei ca. 4,5 liegt, ist das ein gutes Zeichen! ;)
Viel Erfolg, liebe Grüße
Jakob
Hallo,
wenn ich für die 0,02%ige Methylenblaulösung einen Milliliter 1%iges Methylenblau nehme, benötige ich 50ml Pufferlösung. Das heißt 3,4g KH2PO4 in 50ml dest. H2O lösen.
Das ist mein Kenntnisstand.
Lieben Gruß
Jochen
Hallo Jochen,
ohne es genau nachgerechnet zu haben sehen deine Mengenverhältnisse für 50mL richtig aus, wenn man es sehr genau haben möchte würde man das Methylenblau vorlegen und mit der Pufferlösung auf 50 mL auffüllen, meistens sind solche unspezifischen Färbungen aber sehr tolerant und eine Abweichund des Farbstoffgehalts um +-10%(bezogen auf den Farbstoff) fällt kaum ins Gewicht, so das sich maximal die Färbezeiten etwas verändern.
Viele Grüße
Kay
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Servus Michael,
danke, eine interessante Frage. Ich kann sie Dir leider nicht beantworten. Mag sein, dass es an Details der nicht näher beschriebenen Reaktion liegt.
Liebe Grüße
Jakob
markierter Text:
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Hallo Michael,
das war sehr aufschlussreich.
Vor allem der Link und die gezeigten Fotos.
Herzlichen Dank
Jochen
Das Experiment mit Methylenblau und Glukose und Sauerstoff ist bei der Vorführung ziemlich spektakulär.
https://braukaiser.com/wiki/index.php?title=Microscope_use_in_brewing#Methylene_blue_staining
Jochen
Guten Abend geschätzte Runde,
und insbesondere an Michael gerichtet. Deine Ausführungen sind nicht alleine wissenswert, sondern machen mir wirklich Lust, ein bisschen zu experimentieren.
Hefe ist kinderleicht zu beschaffen und nicht nur gemäß der oben beschriebenen Anleitung ein ausgesprochen ergiebiges Material mit so einigen möglichen Variationen für interessante mikroskopische Präparationen.
ZitatpH-Einstellung der PBS. (pH 4,5 ist zu sauer ...
Wie auch immer, die Anleitung für die Eigenschaften und die Konzentration der Lösung von H
2PO
4 durch den Text aus Dietls Buch ist eindeutig. Ich bezweifle, dass eine erhebliche um gleich 2,5 pH-Änderung in Richtung weniger sauer für diesen Versuch ratsam ist.
Eine 0,5-molare Lösung laut Beschreibung von H
2PO
4 in Aqua dest. ist nun einmal so sauer wie die Mischung eben ist. :) ;)
Was den Gebrauch von Leitungswasser statt Aqua dest. bei mikrobiologischen Versuchen angeht, bin ich auch etwas skeptisch. Während man bei destilliertem Wasser ohne spezifische Anweisungen von einem neutralen pH-Wert ausgeht (und eben diesen ggf. herstellen muss) können Eigenschaften von Leitungswasser alleine durch gelöste Bestandteile möglicherweise irritierende Ergebnisse erzeugen.
Das alles ist bitte in keiner Weise gegen Dich gerichtet, nicht mal in homöopathisch portionierter, ultramegagiga klitzeklein geringster Weise, lieber Michael, sondern bloß eine andere Sicht der Dinge durch mich ... 8) ;D ;)
Ich lege bitte wirklich besonderen Wert darauf, diese Tatsache zu betonen!Jedenfalls:
Das Experiment werde ich auch durchführen, von wegen Sörensen Puffer habe ich ausreichend (mehr als nötig ;D ;) ) H
2PO
4.
Liebe Grüße
der Jakob
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Hallo Zusammen,
jetzt bleibt nur noch die Frage zu klären: Welche Hefe kann ich nehmen?
Meine Frau hat in der Küche ein Tütchen Backhefe aus dem Supermarkt oder
aus der Kühltheke eines Supermarktes einen Block Frischhefe.
Kann ich diese Hefen nehmen?
Ich habe leider keine Verbindung zu einer Brauerei und einem
Handwerksbäcker.
Lieben Gruß
Jochen
Servus Jochen,
ich habe gute Erfahrungen mit einem kleinen Würfel Blockhefe gemacht. Du entnimmst eine sehr, sehr geringe Menge (Messerspitze oder so) und zerteilst, verrührst diese Menge in einer auch nicht großen Menge Wasser.
Die Hefe sollte Raumtemperatur haben
Mit einer Präpariernadel oder einer Pinzettenspitze geht das relativ einfach. Etwas verrühren.
Danach würde ich zuerst Mal ein Gefühl dafür entwickeln, wie viel davon in einem Präparat eine praktische Menge ergibt. Eher deutlich wenig, würde ich meinen. Probieren. probieren, probieren. ;D ;)
Man kann so ohne jeglichen Stress ein Gefühl dafür entwickeln, wie viel man braucht, wie dünn ein Auftrag, eine Schicht sein sollte bzw. gut übersichtlich ist usw. ;)
Liebe Grüße
Jakob
Hallo Jochen,
prinzipiell ist das alles die gleiche Hefe, der Block frischhefe hat den Vorteil das man ihn direkt verwenden kann und man je nach Lagerdauer auch einen gewissen Anteil an Zellen haben sollte der sich anfärben lässt oder deformiert sind wegen Nährstoffmangel.
Die Trockenhefe würde ich vorher erstmal in etwas Zuckerwasser anzüchten, der Vorteil hier wäre das es gleich schonmal etwas verdünnt ist und die Hefen in allen Stadien vorliegen sollten.
Viele Grüße
Kay